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Liefering liegt unmittelbar am Rand der Friedhofsterrasse an einem alten Übergang (Furt, später Brücke, diese seit [[1372]] urkundlich) über die Saalach und ging aus einer schon im späten 8. Jahrhundert belegten Kirchensiedlung hervor. Die heutige Pfarrkirche von Liefering, den Heiligen Petrus und Paulus geweiht, ist urkundlich erstmals um [[790]] erwähnt und war ursprünglich eine Filialkirche von [[Siezenheim]]. Sie ist wesentlich heute eine spätgotische Kirche ([[1516]] geweiht) mit romanischem Kern. In der "[[Schlacht am Walserfeld]]" zwischen Österreich und den napoleonischen Truppen im Jahr [[1800]] war auch der Grafenhügel in Liefering heftig umkämpft.  
 
Liefering liegt unmittelbar am Rand der Friedhofsterrasse an einem alten Übergang (Furt, später Brücke, diese seit [[1372]] urkundlich) über die Saalach und ging aus einer schon im späten 8. Jahrhundert belegten Kirchensiedlung hervor. Die heutige Pfarrkirche von Liefering, den Heiligen Petrus und Paulus geweiht, ist urkundlich erstmals um [[790]] erwähnt und war ursprünglich eine Filialkirche von [[Siezenheim]]. Sie ist wesentlich heute eine spätgotische Kirche ([[1516]] geweiht) mit romanischem Kern. In der "[[Schlacht am Walserfeld]]" zwischen Österreich und den napoleonischen Truppen im Jahr [[1800]] war auch der Grafenhügel in Liefering heftig umkämpft.  
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Der Landschaftsraum östlich der Ortschaft Liefering unterhalb der Friedhofsterrasse gehörte bis zur Salzachregulierung zum Überschwemmungsgebiet der Salzach, das einst von der Glan und dem Mühlbach (einem Seitenarm desselben) sowie von einigen breiten Seitenarmen der Salzach durchflossen war. Dieses Auland wurde wesentlich fischereiwirtschaftlich genutzt, und leiferte daneben z.T. auch Brennholz. Teilweise war hier auch extensiv genutztes Weide- und Wiesenland. Erst im [[15. Jahrhundert|15.]] bzw. [[16. Jahrhundert]] siedelten sich in Liefering erste Gewerbetreibende an (etwa [[1549]] Papiermühle und [[1675]] Pulvermühle in [[Rott]]). Die meisten Häuser des älteren Ortskernes entstanden erst im [[18. Jahrhundert]]. [[1860]] wurde Liefering durch den Ausbau der [[Westbahn|Kaiserin-Elisabeth-Westbahn]] von der Gemeinde Siezenheim abgeschnitten, dessen Teil Liefering nach [[1849]] geworden war.  
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Der Landschaftsraum östlich der Ortschaft Liefering unterhalb der Friedhofsterrasse gehörte bis zur Salzachregulierung zum Überschwemmungsgebiet der Salzach, das einst von der Glan und dem Mühlbach (einem Seitenarm desselben) sowie von einigen breiten Seitenarmen der Salzach durchflossen war. Dieses Auland wurde wesentlich fischereiwirtschaftlich genutzt, und lieferte daneben z.T. auch Brennholz. Der letzte Lieferinger Fischer, [[Peter Pfenninger]], starb [[1882]].
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Teilweise war hier auch extensiv genutztes Weide- und Wiesenland. Erst im [[15. Jahrhundert|15.]] bzw. [[16. Jahrhundert]] siedelten sich in Liefering erste Gewerbetreibende an (etwa [[1549]] Papiermühle und [[1675]] Pulvermühle in [[Rott]]). Die meisten Häuser des älteren Ortskernes entstanden erst im [[18. Jahrhundert]]. [[1860]] wurde Liefering durch den Ausbau der [[Westbahn|Kaiserin-Elisabeth-Westbahn]] von der Gemeinde Siezenheim abgeschnitten, dessen Teil Liefering nach [[1849]] geworden war.  
    
Im [[20. Jahrhundert]] wuchs Liefering rasch an um schließlich [[1939]] in die Stadt Salzburg eingemeindet zu werden. Der 1938 begonnene Bau der Reichsautobahn brachte abermals eine Zerschneidung des Ortes, welcher erst vor wenigen Jahren durch die Überbauung der Autobahn in diesem Bereich behoben wurde.
 
Im [[20. Jahrhundert]] wuchs Liefering rasch an um schließlich [[1939]] in die Stadt Salzburg eingemeindet zu werden. Der 1938 begonnene Bau der Reichsautobahn brachte abermals eine Zerschneidung des Ortes, welcher erst vor wenigen Jahren durch die Überbauung der Autobahn in diesem Bereich behoben wurde.

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