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| | Seinen Dienst begann er im Jahr [[1793]] beim landesfürstlichen [[Pflegegericht]] [[Werfen]]. Nur drei Jahre später wurde er Sekretär des fürsterzbischöflichen [[Hofrat]]es. Zur Weiterbildung schickte [[Erzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] den jungen Felner nach Wien und [[Regensburg]]. | | Seinen Dienst begann er im Jahr [[1793]] beim landesfürstlichen [[Pflegegericht]] [[Werfen]]. Nur drei Jahre später wurde er Sekretär des fürsterzbischöflichen [[Hofrat]]es. Zur Weiterbildung schickte [[Erzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] den jungen Felner nach Wien und [[Regensburg]]. |
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| − | Nach der Säkularisierung des geistlichen Fürstentums (1803) trat Felner, bereits Hofrat, als Sekretär der neuen kurfürstlichen Regierungskonferenz in Erscheinung.<ref>[[Peter Putzer]]: Kursalzburg. Ein Beitrag zur Territorialen Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte gegen Ende des alten Reiches. Jur. Habilitationsschrift (masch.); Salzburg 1969. S. 203 FN 273. Putzer stützt sich außerdem weithin auf eine von ihm so genannte, mindestens zweibändige „Felner-Denkschrift“.</ref> | + | Nach der Säkularisierung des geistlichen Fürstentums (1803) trat Felner, bereits Hofrat, als Sekretär der neuen kurfürstlichen Regierungskonferenz in Erscheinung.<ref>[[Peter Putzer]]: ''Kursalzburg. Ein Beitrag zur Territorialen Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte gegen Ende des alten Reiches.'' Jur. Habilitationsschrift (masch.); Salzburg 1969. S. 203 FN 273. Putzer stützt sich außerdem weithin auf eine von ihm so genannte, mindestens zweibändige „Felner-Denkschrift“.</ref> |
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| − | Von 1807 bis 1809 war er Regierungsrat, d.h. Mitglied der k. k. Landesregierung. Im April 1809, nach der Abberufung des [[Christian Graf von Aicholt|Grafen Aicholt]], war er kurzzeitig provisorischer Präsident der Salzburger Landesregierung. Anschließend war er bis zum Oktober 1810 Mitglied der von der französischen Besatzungsmacht als oberste Landesbehörde eingesetzten [[General-Landesadministration]] (wofür er nach der Rückgewinnung Salzburgs durch Österreich büßen musste).<ref>Franz Ortner: Zwischen Habsburg und Wittelsbach - Säkularisation und Franzosenkriege, in: [[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]/[[Hans Spatzenegger|Spatzenegger, Hans]]'' (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land, Band II, 2. Teil. [[Verlag Anton Pustet]] Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2. S. 587 ff (596 f, 600).</ref> | + | Von 1807 bis 1809 war er Regierungsrat, d.h. Mitglied der k. k. Landesregierung. Im April 1809, nach der Abberufung des [[Christian Graf von Aicholt|Grafen Aicholt]], war er kurzzeitig provisorischer Präsident der Salzburger Landesregierung. Anschließend war er bis zum Oktober 1810 Mitglied der von der [[Frankreich|französischen]] Besatzungsmacht als oberste Landesbehörde eingesetzten [[General-Landesadministration]] (wofür er nach der Rückgewinnung Salzburgs durch Österreich büßen musste).<ref>Franz Ortner: ''Zwischen Habsburg und Wittelsbach - Säkularisation und Franzosenkriege'', in: [[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]/[[Hans Spatzenegger|Spatzenegger, Hans]]'' (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land, Band II, 2. Teil. [[Verlag Anton Pustet]] Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2. S. 587 ff (596 f, 600).</ref> |
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| | Im November 1813 ersteigerte Joseph Felner, mittlerweile königlich-bayerischer Rat am Obersten Gerichtshof, [[Schloss Mönchstein]], das er aber wegen seiner häufigen Abwesenheit nicht persönlich verwaltete und 1834 verkaufte.<ref>Artikel "[[Schloss Mönchstein]]".</ref> | | Im November 1813 ersteigerte Joseph Felner, mittlerweile königlich-bayerischer Rat am Obersten Gerichtshof, [[Schloss Mönchstein]], das er aber wegen seiner häufigen Abwesenheit nicht persönlich verwaltete und 1834 verkaufte.<ref>Artikel "[[Schloss Mönchstein]]".</ref> |
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| − | Am 14. August 1816 heiratete er Maria Margaretha Rieger (* 1. Dezember 1798 [[Staufeneck]] im [[Rupertiwinkel]], † 25. Oktober 1826 Wien). Sie schenkte sieben Kindern das Leben, von denen aber vier schon sehr bald starben. Auch sie selbst starb mit 29 Jahren an einer Lungenentzündung. | + | Am 14. August 1816 heiratete er Maria Margaretha Rieger (* 1. Dezember 1798 Staufeneck im [[Rupertiwinkel]], † 25. Oktober 1826 Wien). Sie schenkte sieben Kindern das Leben, von denen aber vier schon sehr bald starben. Auch sie selbst starb mit 29 Jahren an einer Lungenentzündung. |
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| | Ab [[1819]] leitete er in der [[OÖ|Obderennsischen]] Landesregierung zu [[Linz]] das Referat für Salzburger Angelegenheiten. Dabei setzte er sich unter anderem, allerdings vergeblich, für die Wiedererrichtung des [[Salzburger Landtag]]es und die Wiederbegründung der Salzburger Universität ein. | | Ab [[1819]] leitete er in der [[OÖ|Obderennsischen]] Landesregierung zu [[Linz]] das Referat für Salzburger Angelegenheiten. Dabei setzte er sich unter anderem, allerdings vergeblich, für die Wiedererrichtung des [[Salzburger Landtag]]es und die Wiederbegründung der Salzburger Universität ein. |
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| | Im Jahr 1833 schrieb er in der Einsiedelei in Ober-St. Veit (heute: Wien) eine Familienchronik, welche sich nachmals im Besitze der Frau, geborenen Felner von der Arl, des Arztes Dr. Leopold Dittl befand. In diesem Werk widmete Felner auch der Familie [[Hagenauer]] breiten Raum.<ref>http://www.archive.org/stream/mozartscantest01iala/mozartscantest01iala_djvu.txt</ref> | | Im Jahr 1833 schrieb er in der Einsiedelei in Ober-St. Veit (heute: Wien) eine Familienchronik, welche sich nachmals im Besitze der Frau, geborenen Felner von der Arl, des Arztes Dr. Leopold Dittl befand. In diesem Werk widmete Felner auch der Familie [[Hagenauer]] breiten Raum.<ref>http://www.archive.org/stream/mozartscantest01iala/mozartscantest01iala_djvu.txt</ref> |
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| − | Ein Teil seines Nachlasses wird im [[Archiv Erzstift St.Peter|Stiftsarchiv]] von [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] verwahrt.<ref>[http://www.ordensarchive.at/index.php?option=com_content&task=view&id=33&Itemid=40 www.ordensarchive.at/]</ref> | + | Ein Teil seines Nachlasses wird im [[Stiftsarchiv St.Peter|Stiftsarchiv]] von [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] verwahrt.<ref>[http://www.ordensarchive.at/index.php?option=com_content&task=view&id=33&Itemid=40 www.ordensarchive.at/]</ref> |
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| | ==Ehrungen== | | ==Ehrungen== |
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| | * ''Über das Steuerwesen im Herzogthum Salzburg“ und „Über das Decimationswesen im Herzogthum Salzburg'', in: Salzburg und Berchtesgaden in historischen, statistischen, geographischen und staatsökonomischen Beyträgen, 1810, II. Band. | | * ''Über das Steuerwesen im Herzogthum Salzburg“ und „Über das Decimationswesen im Herzogthum Salzburg'', in: Salzburg und Berchtesgaden in historischen, statistischen, geographischen und staatsökonomischen Beyträgen, 1810, II. Band. |
| − | * ''Die politische und amtliche Verfassung der [[Pflegegericht|Pfleggerichte]] [[Werfen]], [[Bezirksgericht Mittersill|Mittersill]] und [[Gericht Saalfelden|Saalfelden]] am Ende des [[18. Jahrhundert]]s.'' [1794]. In: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1901-1940|Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]]] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19270003&zoom=2&seite=00000065 67, 1927, S. 65-96] und [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19280003&zoom=2&seite=00000069 68, 1928, S. 69-96] | + | * ''Die politische und amtliche Verfassung der [[Pflegegericht|Pfleggerichte]] [[Werfen]], [[Bezirksgericht Mittersill|Mittersill]] und [[Gericht Saalfelden|Saalfelden]] am Ende des [[18. Jahrhundert]]s.'' [1794]. In: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1901-1940|Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19270003&zoom=2&seite=00000065 67, 1927, S. 65-96] und [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19280003&zoom=2&seite=00000069 68, 1928, S. 69-96.] |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |