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Noch vor der Erbauung von Melkställen und Viehunterständen im Zuge der frühen [[Almwirtschaft]] entstanden als erste [[Almgebäude]] sog. [[Pferch]]e, das waren mit Klaubsteinmauern eingefriedete viereckige oder auch unregelmäßig geformte Gehege, in denen das Vieh vor dem [[Viehtrieb]], bei drohenden Unwettern, über Nacht und zum Melken gesammelt und zusammengehalten werden konnte.  
 
Noch vor der Erbauung von Melkställen und Viehunterständen im Zuge der frühen [[Almwirtschaft]] entstanden als erste [[Almgebäude]] sog. [[Pferch]]e, das waren mit Klaubsteinmauern eingefriedete viereckige oder auch unregelmäßig geformte Gehege, in denen das Vieh vor dem [[Viehtrieb]], bei drohenden Unwettern, über Nacht und zum Melken gesammelt und zusammengehalten werden konnte.  
 
=====Gebäude=====
 
=====Gebäude=====
Klaubsteinmauern wurden bei aus Holz errichteten [[Almgebäude]]n wie [[Heustadel]]n, [[Sennerei]]en oder [[Halterhütten]] einerseits als Sockel und Fundament eingesetzt, andererseits errichtete man ganze Gebäude wie [[Scherm|Viehställe]] und [[Sennhütte]]n aus Klaubsteinmauerwerk in Trockenbauweise, vor allem über der Baumgrenze, wo kein Holz vorhanden war.  
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Klaubsteinmauern wurden bei aus Holz errichteten [[Almgebäude]]n wie [[Heustadel]]n, Sennereien oder [[Halterhütte]]n einerseits als Sockel und Fundament eingesetzt, andererseits errichtete man ganze Gebäude wie [[Scherm|Viehställe]] und [[Sennhütte]]n aus Klaubsteinmauerwerk in Trockenbauweise, vor allem über der Baumgrenze, wo kein Holz vorhanden war.
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==Architektur ohne Architekten==
 
==Architektur ohne Architekten==
 
Bauwerke aus Klaubsteinmauern vermitteln den Eindruck archaischer Ursprünglichkeit. Es ist eine Architektur ohne Architekten, dabei jedoch eine Form hoher handwerklicher Baukunst, die gegenwärtig leider in Vergessenheit gerät. Ihre Werke werden nicht mehr benötigt oder durch funktionelle Neubauten ersetzt. Sie werden daher dem Verfall Preis gegeben oder abgerissen. Nur in Ausnahmefällen - wie beim nebenstehenden Scherm unterhalb der [[Pfarrachhöhe]] in der [[Hundsteingruppe]] oder auf manchen Almen im [[Nationalpark Hohe Tauern]] - investieren Besitzer Geld, Zeit und Energie, um solche Einfriedungen und Gebäude in ihrer ursprünglichen Bauweise zu erhalten.
 
Bauwerke aus Klaubsteinmauern vermitteln den Eindruck archaischer Ursprünglichkeit. Es ist eine Architektur ohne Architekten, dabei jedoch eine Form hoher handwerklicher Baukunst, die gegenwärtig leider in Vergessenheit gerät. Ihre Werke werden nicht mehr benötigt oder durch funktionelle Neubauten ersetzt. Sie werden daher dem Verfall Preis gegeben oder abgerissen. Nur in Ausnahmefällen - wie beim nebenstehenden Scherm unterhalb der [[Pfarrachhöhe]] in der [[Hundsteingruppe]] oder auf manchen Almen im [[Nationalpark Hohe Tauern]] - investieren Besitzer Geld, Zeit und Energie, um solche Einfriedungen und Gebäude in ihrer ursprünglichen Bauweise zu erhalten.
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