| | Bei seiner Hochzeit mit der Witwe Franziska Elixhauser blieb diese Alleineigentümerin, das Braugewerbe übernahm jedoch ihr zweiter Ehemann Seraphin Kobler. [[1794]] wurde er "angehender Höllbräuer", [[1796]] "[[Bürger der Stadt Salzburg|bürgerlicher]] Bierbräuer in der Höll" genannt. Ein Brunnen im Innenhof des Höllbräus trägt die Inschrift "ZK 1682", am Portal steht "SK 1815"; das letztere Datum steht wohl für "Seraphin Kobler" ([[1815]] wurde die "Hölle" renoviert). | | Bei seiner Hochzeit mit der Witwe Franziska Elixhauser blieb diese Alleineigentümerin, das Braugewerbe übernahm jedoch ihr zweiter Ehemann Seraphin Kobler. [[1794]] wurde er "angehender Höllbräuer", [[1796]] "[[Bürger der Stadt Salzburg|bürgerlicher]] Bierbräuer in der Höll" genannt. Ein Brunnen im Innenhof des Höllbräus trägt die Inschrift "ZK 1682", am Portal steht "SK 1815"; das letztere Datum steht wohl für "Seraphin Kobler" ([[1815]] wurde die "Hölle" renoviert). |
| − | Bereits 1803 bemüht sich Seraphin Kobler in einem ausführlich begründeten Gesuch an den Hofkriegsrat und an dier "hochlöbliche Landschaft" [[Hohe Salzburger Landschaft]] (vergeblich) darum, das Recht zu bekommen, in die Mauer der [[Befestigung der Stadt Salzburg]] vier Fensteröffnungen brechen zu dürfen, um die Belüftung der Brauerei und deren Stallungen zu verbessern. Die Fenster sollen "stark vergittert" werden, ein Fenster, größer, soll zum Einladen von Holz dienen, das ihm über die Salzach "an der gewöhnlichen Lendstätte gerade vor meinem Hause" zugeführt wird. Dieses soll geöffnet werden können, den Schlüssel will er auf der Hauptwache hinterlegen. Die Fenster würde er "bey eintrettender Feindesgefahr" auf eigene Kosten wieder vermauern lassen.<ref>Vgl. Akten im [[Archiv der Stadt Salzburg]] (AStA): Pezolt Akten 217 1/2 (Nachlass [[Georg Pezolt]]); "Bitte … um hohe Bewilligung" vom 15. Juli 1803. Dank an Walter Schlegel, Salzburg, für diesen Hinweis.</ref> In einer längeren gerichtlichen Auseinandersetzung seit 1813 stritt Seraphin Kobler für die Offenhaltung des Durchgangs im [[Michaelsbogen]], den er offenbar als Zugang vom Waagplatz zum Residenzplatz brauchte. | + | Bereits [[1803]] bemüht sich Seraphin Kobler in einem ausführlich begründeten Gesuch an den Hofkriegsrat und an die "hochlöbliche Landschaft" ([[Hohe Salzburger Landschaft]]) vergeblich darum, das Recht zu bekommen, in die Mauer der [[Befestigung der Stadt Salzburg]] vier Fensteröffnungen brechen zu dürfen, um die Belüftung der Brauerei und deren Stallungen zu verbessern. Die Fenster sollen "stark vergittert" werden, ein Fenster, größer, soll zum Einladen von Holz dienen, das ihm über die [[Salzach]] "an der gewöhnlichen [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#L|Lend]]<nowiki>stätte</nowiki> gerade vor meinem Hause" zugeführt wird. Dieses soll geöffnet werden können, den Schlüssel will er auf der Hauptwache hinterlegen. Die Fenster würde er "bey eintrettender Feindesgefahr" auf eigene Kosten wieder vermauern lassen.<ref>Vgl. Akten im [[Archiv der Stadt Salzburg]] (AStA): Pezolt Akten 217 1/2 (Nachlass [[Georg Pezolt]]); "Bitte ... um hohe Bewilligung" vom 15. Juli 1803. Dank an Walter Schlegel, Salzburg, für diesen Hinweis.</ref> In einer längeren gerichtlichen Auseinandersetzung seit 1813 stritt Seraphin Kobler für die Offenhaltung des Durchgangs im [[Michaelsbogen]], den er offenbar als Zugang vom Waagplatz zum Residenzplatz brauchte. |
| | Vom gemeinsamen Sohn Seraphin Kobler junior (* [[14. Oktober]] [[1795]] in Salzburg; † [[14. Mai]] [[1842]] ebenda) wissen wir wenig. Seine jüngere Schwester [[Franziska Kobler|Franziska ''Fanny'' Kobler]] (* [[25. September]] [[1796]] in Salzburg; † [[12. Juli]] [[1886]] ebenda) blieb Besitzerin der "Hölle" in der [[Judengasse]] 15 (bis 1837 "No. 67") und trug bis zu ihrem Lebensende den Titel einer "Höllbräuin" (auf dem Grab "gewesene Höllbräuerin"). | | Vom gemeinsamen Sohn Seraphin Kobler junior (* [[14. Oktober]] [[1795]] in Salzburg; † [[14. Mai]] [[1842]] ebenda) wissen wir wenig. Seine jüngere Schwester [[Franziska Kobler|Franziska ''Fanny'' Kobler]] (* [[25. September]] [[1796]] in Salzburg; † [[12. Juli]] [[1886]] ebenda) blieb Besitzerin der "Hölle" in der [[Judengasse]] 15 (bis 1837 "No. 67") und trug bis zu ihrem Lebensende den Titel einer "Höllbräuin" (auf dem Grab "gewesene Höllbräuerin"). |