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Hier irrt August Hirsch mutmaßlich, denn im Matrikelbuch der Univsrsität Ingolstadt/Landshut wird ein Carl Joseph Niederhuber 1798 als Professor der Anatomie und Gerichtlichen Medicin genannt, der 1799 auch die Geburtshilfe übernahm. Es scheint sich dabei um jenen Karl Joseph Niederhuber zu handeln, der 1795 in Ingolstadt als Doktor der Medizin graduiert hat. <ref>Matrikelbuch der Universität Ingolstadt-Landshut-München, München 1872, 56, 83-84.</ref>
 
Hier irrt August Hirsch mutmaßlich, denn im Matrikelbuch der Univsrsität Ingolstadt/Landshut wird ein Carl Joseph Niederhuber 1798 als Professor der Anatomie und Gerichtlichen Medicin genannt, der 1799 auch die Geburtshilfe übernahm. Es scheint sich dabei um jenen Karl Joseph Niederhuber zu handeln, der 1795 in Ingolstadt als Doktor der Medizin graduiert hat. <ref>Matrikelbuch der Universität Ingolstadt-Landshut-München, München 1872, 56, 83-84.</ref>
 
Vielmehr war es so, dass Niederhuber weiter in Radstadt arbeitete, denn 1802 wird er im Salzburger Schematismus noch als Physiker von Radstadt geführt.<ref>Hochfürstlich-Salzburgischer Hof- und Staats-Schematismus für das Jahr 1802, 44.</ref>
 
Vielmehr war es so, dass Niederhuber weiter in Radstadt arbeitete, denn 1802 wird er im Salzburger Schematismus noch als Physiker von Radstadt geführt.<ref>Hochfürstlich-Salzburgischer Hof- und Staats-Schematismus für das Jahr 1802, 44.</ref>
1801 kam es zu einer Klage der Badegäste in Gastein gegen den Dr. Niederhuber. Die Bäder hatten 29 bis 30 Grad Hitze (Reaumur) statt den vorgesehenen 27 bis 28 Grad. Dr. Barisani zeigte diese Nachlässigkeit dem  Dr. Niederhuber an und bat ihn um Abhilfe; "allein es blieb doch beym Alten, weil Herr Doctor /: ich weis nicht aus eigenem Verschulden, oder aus Familien Verhältniß, denn der Badergesell, der das Bad zubereitet, ist ein Sohn des Wirths und ein Neffe des Baders:/ durchaus kein Ansehen bey den Untergebene und wenig Kredit bey den Kranken hat, weswegen man auf ihn nicht achtet."<ref>SLA churf. u. österr. Reg XIII 05.</ref>  
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1801 kam es zu einer Klage der Badegäste in Gastein gegen den Dr. Niederhuber. Die Bäder hatten 29 bis 30 Grad Hitze (Reaumur) statt den vorgesehenen 27 bis 28 Grad. [[Joseph Barisani|Dr. Barisani]] zeigte diese Nachlässigkeit dem  Dr. Niederhuber an und bat ihn um Abhilfe; "allein es blieb doch beym Alten, weil Herr Doctor /: ich weis nicht aus eigenem Verschulden, oder aus Familien Verhältniß, denn der Badergesell, der das Bad zubereitet, ist ein Sohn des Wirths und ein Neffe des Baders:/ durchaus kein Ansehen bey den Untergebene und wenig Kredit bey den Kranken hat, weswegen man auf ihn nicht achtet."<ref>SLA churf. u. österr. Reg XIII 05.</ref>  
    
[[1811]] wurde Ignaz Niederhuber als Physiker von Moosburg zum korrespondierenden Mitglied der "kameralistisch=ökonnomische Societät" ernannt.<ref>Salzburger Zeitung 24. Juli 1811.</ref>
 
[[1811]] wurde Ignaz Niederhuber als Physiker von Moosburg zum korrespondierenden Mitglied der "kameralistisch=ökonnomische Societät" ernannt.<ref>Salzburger Zeitung 24. Juli 1811.</ref>