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| | Bei ihrer Eröffnung war sie die längste Seilbahn Österreichs. [[1952]] wurden dann bereits 150 000 Fahrgäste gezählt werden. [[1953]] gab es im Sommer trotz des schlechten Wetters an manchen Tagen Rekordfrequenzen bis zu 1 100 Personen pro Tag. Zu diesem Zeitpunkt stand die alte [[Rudolfshütte]] bereits unter Wasser, da der Weißsee schon seine Vollstauhöhe erreicht hatte, und am Ufer stand nur eine Baracke bereit für Besucher.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=san&datum=19530930&query=%22%c3%96BB%22+%22Seilbahn%22+%22Wei%c3%9fsee%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 30. September 1953, Seite 5</ref> | | Bei ihrer Eröffnung war sie die längste Seilbahn Österreichs. [[1952]] wurden dann bereits 150 000 Fahrgäste gezählt werden. [[1953]] gab es im Sommer trotz des schlechten Wetters an manchen Tagen Rekordfrequenzen bis zu 1 100 Personen pro Tag. Zu diesem Zeitpunkt stand die alte [[Rudolfshütte]] bereits unter Wasser, da der Weißsee schon seine Vollstauhöhe erreicht hatte, und am Ufer stand nur eine Baracke bereit für Besucher.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=san&datum=19530930&query=%22%c3%96BB%22+%22Seilbahn%22+%22Wei%c3%9fsee%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 30. September 1953, Seite 5</ref> |
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| − | Die Weißsee-Bahn war in gewisser Hinsicht auch ein Aufholprojekt des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]] gegenüber [[Oberösterreich]], wo im Herbst 1951 das erste Teilstück der Obertrauner Dachsteinbahn in Betrieb genommen wurde. Die erste Sektion, die 1951 in Betrieb gegangen war, führte vom Enzingerboden zum Tauernmoossee hinauf und brachte Bergsteiger in das Gebiet der [[Granatspitze|[[Granatspitzgruppe]]. | + | Die Weißsee-Bahn war in gewisser Hinsicht auch ein Aufholprojekt des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]] gegenüber [[Oberösterreich]], wo im Herbst 1951 das erste Teilstück der Obertrauner Dachsteinbahn in Betrieb genommen wurde. Die erste Sektion, die 1951 in Betrieb gegangen war, führte vom Enzingerboden zum Tauernmoossee hinauf und brachte Bergsteiger in das Gebiet der [[Granatspitzgruppe]]. |
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| | In den [[1950er]]- und [[1960er]]-Jahren, als dort oben auch im Sommer noch Schnee lag, trainierten die österreichischen Skistars um Toni Sailer und Anderl Molterer auf dem sogenannten Olympiahang südlich des Weißsees.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/die-72-jahre-alte-seilbahn-der-oebb-faehrt-zum-letzten-mal-141862612 www.sn.at], 12. Juli 2023</ref> Als die Gemeinde Uttendorf 1982 parallel eine eigene Seilbahn für den [[Fremdenverkehr]] baute, wurde der öffentliche Verkehr mit der ÖBB-Seilbahn eingestellt. Sie musste aber aus betrieblichen Gründen erhalten werden und stets fahrbereit sein. | | In den [[1950er]]- und [[1960er]]-Jahren, als dort oben auch im Sommer noch Schnee lag, trainierten die österreichischen Skistars um Toni Sailer und Anderl Molterer auf dem sogenannten Olympiahang südlich des Weißsees.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/die-72-jahre-alte-seilbahn-der-oebb-faehrt-zum-letzten-mal-141862612 www.sn.at], 12. Juli 2023</ref> Als die Gemeinde Uttendorf 1982 parallel eine eigene Seilbahn für den [[Fremdenverkehr]] baute, wurde der öffentliche Verkehr mit der ÖBB-Seilbahn eingestellt. Sie musste aber aus betrieblichen Gründen erhalten werden und stets fahrbereit sein. |
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| | Die legendäre Werksseilbahn der ÖBB zum Weißsee in Uttendorf hatte [[2023]] ausgedient. Am [[31. August]] fuhr sie zum letzten Mal. Dann ersetzte sie ein rund 9,5 Kilometer langes Tunnelsystem, das im Zuge der Errichtung des ÖBB-[[Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos|Pumpspeicherkraftwerks Tauernmoos]] in den Berg gesprengt wurde. Der Betriebsleiter der Bahn Bernhard Buchholzer (45) sagt, das neue Tunnelsystem sei betrieblich eine große Erleichterung. Dennoch spiele bei ihm Wehmut mit, dass die Bahn wegkomme. Er ist schon als Kind mitgefahren, weil auch sein Vater beim ÖBB-Kraftwerk beschäftigt war. Nach einer Lehre zum Installateur und einigen Berufsjahren fing er [[2008]] selbst bei den ÖBB an. Buchholzer sagt, die Mittelstation und die Stützen würden abgebaut und die Flächen der Natur zurückgegeben. "Was mit der Talstation und der Bergstation bei der Rudolfshütte passiert, wissen wir noch nicht." | | Die legendäre Werksseilbahn der ÖBB zum Weißsee in Uttendorf hatte [[2023]] ausgedient. Am [[31. August]] fuhr sie zum letzten Mal. Dann ersetzte sie ein rund 9,5 Kilometer langes Tunnelsystem, das im Zuge der Errichtung des ÖBB-[[Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos|Pumpspeicherkraftwerks Tauernmoos]] in den Berg gesprengt wurde. Der Betriebsleiter der Bahn Bernhard Buchholzer (45) sagt, das neue Tunnelsystem sei betrieblich eine große Erleichterung. Dennoch spiele bei ihm Wehmut mit, dass die Bahn wegkomme. Er ist schon als Kind mitgefahren, weil auch sein Vater beim ÖBB-Kraftwerk beschäftigt war. Nach einer Lehre zum Installateur und einigen Berufsjahren fing er [[2008]] selbst bei den ÖBB an. Buchholzer sagt, die Mittelstation und die Stützen würden abgebaut und die Flächen der Natur zurückgegeben. "Was mit der Talstation und der Bergstation bei der Rudolfshütte passiert, wissen wir noch nicht." |
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| − | Die Bauarbeiten für das Kraftwerk und das Tunnelsystem haben [[2020]] begonnen und sollen [[2025]] abgeschlossen werden, sagt Projektleiter Christian Höss. Es sei das erste Pumpspeicherwerk der ÖBB. Damit könne man die starken Schwankungen beim Stromverbrauch ausgleichen. Die ÖBB brauchen in den Stoßzeiten in der Früh und am Abend am meisten Strom. Der Vortrieb bei den Tunneln war 2023 bereits abgeschlossen. Demnächst wurden die Fahrbahnen betoniert. Das Tunnelsystem wird in Zukunft auch von den Einsatzkräften und die Versorgung des [[Berghotel Rudolfshütte|Berghotels Rudolfshütte]] genützt. | + | Die Bauarbeiten für das Kraftwerk und das Tunnelsystem haben [[2020]] begonnen und sollen [[2025]] abgeschlossen werden, sagt Projektleiter Christian Höss. Es sei das erste Pumpspeicherwerk der ÖBB. Damit könne man die starken Schwankungen beim Stromverbrauch ausgleichen. Die ÖBB brauchen in den Stoßzeiten in der Früh und am Abend am meisten Strom. Der Vortrieb bei den Tunneln war 2023 bereits abgeschlossen. Demnächst wurden die Fahrbahnen betoniert. Das Tunnelsystem wird in Zukunft auch von den Einsatzkräften und die Versorgung des [[Berghotel Rudolfshütte|Berghotels Rudolfshütte]] genützt. |
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