| | Im Jahr [[1814]] fand die Organisierung des Sanitätswesens der neuen [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern|baierischen Gebiete]] statt. Jessenwagner wurde als wirklicher Gerichtsarzt des k. bayer. Landgerichts Waizenkirchen mit einem Gehalt von 500[[Gulden|f K.M.]] ernannt.<ref>SLA Linzer Akten I 184 Jessenwagner.</ref> | | Im Jahr [[1814]] fand die Organisierung des Sanitätswesens der neuen [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern|baierischen Gebiete]] statt. Jessenwagner wurde als wirklicher Gerichtsarzt des k. bayer. Landgerichts Waizenkirchen mit einem Gehalt von 500[[Gulden|f K.M.]] ernannt.<ref>SLA Linzer Akten I 184 Jessenwagner.</ref> |
| − | Als [[1816]] die Gerichtsärzte aus dem vormaligen Unterdonau-Kreis in das österreichische Territorium eingegliedert wurden, wurde eine "Qualifications Tabelle der Gerichtsärzte" angelegt, die auch Bemerkungen des Landgerichts und des Kreisamtes Salzburg enthielt. Während das Landgerichts davon berichtete, dass er sich stets bemühte "die entschiedensten Beweise seiner tiefen Kenntniße von sich zu geben", stellte das Kreisamt hingegen fest, dass er "zwar vielen guten Willen zeigte, aber jedoch in selben als in seinen Berichten sehr seichte wissenschaftliche Kenntnisse verrieth."<ref>SLA Gen Kr Kom B 26 I Nr 98</ref> Im Jahre [[1818]] wurde er nun bei der Organisierung nach der [[Salzburg (Salzachkreis) als Teil "Österreichs ob der Enns"|österreichischen Form]] zum k.k. Distriktsarzt in Siegharding befördert. | + | Als [[1816]] die Gerichtsärzte aus dem vormaligen Unterdonau-Kreis in das österreichische Territorium eingegliedert wurden, wurde eine "Qualifications Tabelle der Gerichtsärzte" angelegt, die auch Bemerkungen des Landgerichts und des Kreisamtes Salzburg enthielt. Während das Landgerichts davon berichtete, dass er sich stets bemühte "die entschiedensten Beweise seiner tiefen Kenntniße von sich zu geben", stellte das Kreisamt hingegen fest, dass er "zwar vielen guten Willen zeigte, aber jedoch in selben als in seinen Berichten sehr seichte wissenschaftliche Kenntnisse verrieth."<ref>SLA Gen Kr Kom B 26 I Nr 98</ref> Im Jahre [[1818]] wurde er trotzdem bei der Organisierung nach der [[Salzburg (Salzachkreis) als Teil "Österreichs ob der Enns"|österreichischen Form]] zum k.k. Distriktsarzt in Siegharding befördert. |
| | Am [[10. Februar]] [[1823]] heiratete Johann Jessenwagner in [[Schärding am Inn|Schärding]] 40-jährig das Fräulein Maria Lenter. Die Braut war 20 Jahre alt und die Tochter des quieszierten<ref>quieszieren bedeutet jemanden in den Ruhestand versetzen, [https://www.dwds.de/wb/quieszieren www.dwds.de]</ref> k.k. Rentbeamten von Waizenkirchen und dessen Ehegattin Anna Maria, geborene Herrmann, Prokurators Tochter von Schärding.<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/schaerding/207%252F1823/?pg=4 data.matricula-online.eu]</ref>Die 1825 geborene Tochter Theresia (* in [[Schärding]]) starb im Alter von 29 Jahren an "Abzehrung".<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nsr&datum=18540607&query=%22Jessenwanger%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "[[Neue Salzburger Zeitung]]", Ausgabe vom 7. Juni 1854, Seite 3</ref> Am [[7. Juni]] [[1827]] bekamen sie die Tochter Maria Emilia, die mit 18 Wochen am [[11. Oktober]] "an Brand" verstarb.<ref>Sigharting Taufbuch 03 (3); 1817-1875, Sigharting Sterbefälle-Duplikate 1827; 1827 und Sigharting Sterbebuch 03 (3); 1817-1866</ref> Eine weitere Tochter Maria Augusta Amalia wurde am [[13. Juli]] [[1830]] geboren. Taufpatin war die Rentbeamtenstochter Amalia Sibilla, somit eine Schwester der Mutter.<ref>https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/sigharting/106%252F1830/?pg=3.</ref> Amalia Jessenwagner blieb unverheiratet und starb 42jährig am [[27. Dezember]] [[1872]] im Haus [[Linzer Gasse|Linzergasse]] 494 in der Stadt Salzburg an Lungenschwindsucht und wurde auf dem [[Friedhof St. Sebastian]] begraben. <ref> Salzburg-St. Andrä, 1870–1882 Sterbefälle.</ref> | | Am [[10. Februar]] [[1823]] heiratete Johann Jessenwagner in [[Schärding am Inn|Schärding]] 40-jährig das Fräulein Maria Lenter. Die Braut war 20 Jahre alt und die Tochter des quieszierten<ref>quieszieren bedeutet jemanden in den Ruhestand versetzen, [https://www.dwds.de/wb/quieszieren www.dwds.de]</ref> k.k. Rentbeamten von Waizenkirchen und dessen Ehegattin Anna Maria, geborene Herrmann, Prokurators Tochter von Schärding.<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/schaerding/207%252F1823/?pg=4 data.matricula-online.eu]</ref>Die 1825 geborene Tochter Theresia (* in [[Schärding]]) starb im Alter von 29 Jahren an "Abzehrung".<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nsr&datum=18540607&query=%22Jessenwanger%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "[[Neue Salzburger Zeitung]]", Ausgabe vom 7. Juni 1854, Seite 3</ref> Am [[7. Juni]] [[1827]] bekamen sie die Tochter Maria Emilia, die mit 18 Wochen am [[11. Oktober]] "an Brand" verstarb.<ref>Sigharting Taufbuch 03 (3); 1817-1875, Sigharting Sterbefälle-Duplikate 1827; 1827 und Sigharting Sterbebuch 03 (3); 1817-1866</ref> Eine weitere Tochter Maria Augusta Amalia wurde am [[13. Juli]] [[1830]] geboren. Taufpatin war die Rentbeamtenstochter Amalia Sibilla, somit eine Schwester der Mutter.<ref>https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/sigharting/106%252F1830/?pg=3.</ref> Amalia Jessenwagner blieb unverheiratet und starb 42jährig am [[27. Dezember]] [[1872]] im Haus [[Linzer Gasse|Linzergasse]] 494 in der Stadt Salzburg an Lungenschwindsucht und wurde auf dem [[Friedhof St. Sebastian]] begraben. <ref> Salzburg-St. Andrä, 1870–1882 Sterbefälle.</ref> |