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==== Brief vom 27. August 1879 von Betti Katzinger<ref>Fanny Koblers jüngere Cousine Betti Kobler (* 1825; † 10. August 1881 in Grein), verheiratet mit Leopold Katzinger, schreibt sie als "Großmutter" an. Vgl. Aufstellung des Stammbaums Spängler, Kobler usw. bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org])</ref>, Grein, an Fanny Kobler, * 1796, Salzburg ====
 
==== Brief vom 27. August 1879 von Betti Katzinger<ref>Fanny Koblers jüngere Cousine Betti Kobler (* 1825; † 10. August 1881 in Grein), verheiratet mit Leopold Katzinger, schreibt sie als "Großmutter" an. Vgl. Aufstellung des Stammbaums Spängler, Kobler usw. bei 'Geneanet oholzapfel' ([https://de.geneanet.org/profil/oholzapfel de.geneanet.org])</ref>, Grein, an Fanny Kobler, * 1796, Salzburg ====
Sammlung in einem Bogen, gefaltet, mit der Aufschrift "Briefe von der Betti."<ref>wohl Fanny Koblers Schrift</ref> Ein Bogen, blaues Papier mit Prägestempel "Grein an der Donau"; / = Seitenwechsel; […] = Auslassungen; XX = unleserlich<br />  
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Sammlung in einem Bogen, gefaltet, mit der Aufschrift "Briefe von der Betti."<ref>wohl Fanny Koblers Schrift</ref> Ein Bogen, blaues Papier mit Prägedruck "Grein an der Donau"; / = Seitenwechsel; […] = Auslassungen; XX = unleserlich<br />  
 
''27. August 1879. Liebe gute Großmutter! Ein Brief von Deiner lieben Hand, welch frohe unsagbare freudige Ueberraschung! Ich wollte kaum meinen Augen trauen, aber mein Herz jubelte auf, meine Augen strömten über vor Freude den ich hielt ja Deinen theueren Brief in Händen! Vor allem dankte ich Gott innigst, daß Er Dir die Kraft zu diesem Entschluß gab, und das die Operation glückte! Ich möchte die geschickten Hände des braven Hr. Doktors Kerschbaumer der Dich operirte küßen und rufe Gottes Segen auf ihm herab! Und nun gute Großmutter nimm meinen und meines Mannes herzlichsten Glückwunsch und sey überzeugt das wir beyde uns aufrichtig mit Dir freuen, daß Gott Dir wenigstens auf einem Auge das Sehen wieder ermöglichte, es ist gewiß ein großes großes Glück!'' ./. [Zeichen zum Seitenwechsel] / ''Was gebe ich darum wenn ich nur auf einem Ohr mein Gehör erlangen könnte – aber für mich gibt es keine Hoffnung, ich muß schon mein Unglück bis zum Ende ertragen. –'' [… Teile übersprungen]<ref>Auch die folgenden Übertragungen dieser Briefe 1880 und 1881 beschränken sich auf Inhalte, die für Salzburg relevant scheinen.</ref> / […] ''Welche Freude wirst du an Deinen beyden lieben Enkelkinderchen haben, heuer kannst Du sie doch sehen, wie liebreitzend wird mein Herzpünkerl die kleine Franzi<ref>Franziska [[Spängler]], * 1877 in Wien</ref>sein, wenn sie mit ihrem noch kleineren Schwesterchen spielt? Fanni<ref>[[Franziska Schlegel]], verheiratet mit [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]</ref> ist wirklich eine glückliche Mutter so gesunde kräftige Kinder Gott erhalte segne und beschütze sie Alle! Das Theres'' [langjährige Hilfe im Haus] ''so herabgekommen mit ihrer Gesundheit bedauere ich sehr, und wünsche das sie von Hofgastein gesünder zurückkehren möchte'' […] / […] ''und sey versichert das ich jederzeit wenn Du es wünschest mit Freuden zu Dir auf Besuch komme, auf ein paar Wochen kann mein Leopold mich schon entbehren, obwohl er immer brummt wenn ich von fortreisen sage, aber zu Dir ließe er mich nach am ehesten, wir waren vor 14 Tagen mitsamen in Steyeregg u. Wels. Nun lebe recht wohl mein Mann läßt Dir die Hand küßen, ich aber küße Dich recht innig im Geiste und am XX'' [winzige Schrift]. ''Deine dankbare Betti''
 
''27. August 1879. Liebe gute Großmutter! Ein Brief von Deiner lieben Hand, welch frohe unsagbare freudige Ueberraschung! Ich wollte kaum meinen Augen trauen, aber mein Herz jubelte auf, meine Augen strömten über vor Freude den ich hielt ja Deinen theueren Brief in Händen! Vor allem dankte ich Gott innigst, daß Er Dir die Kraft zu diesem Entschluß gab, und das die Operation glückte! Ich möchte die geschickten Hände des braven Hr. Doktors Kerschbaumer der Dich operirte küßen und rufe Gottes Segen auf ihm herab! Und nun gute Großmutter nimm meinen und meines Mannes herzlichsten Glückwunsch und sey überzeugt das wir beyde uns aufrichtig mit Dir freuen, daß Gott Dir wenigstens auf einem Auge das Sehen wieder ermöglichte, es ist gewiß ein großes großes Glück!'' ./. [Zeichen zum Seitenwechsel] / ''Was gebe ich darum wenn ich nur auf einem Ohr mein Gehör erlangen könnte – aber für mich gibt es keine Hoffnung, ich muß schon mein Unglück bis zum Ende ertragen. –'' [… Teile übersprungen]<ref>Auch die folgenden Übertragungen dieser Briefe 1880 und 1881 beschränken sich auf Inhalte, die für Salzburg relevant scheinen.</ref> / […] ''Welche Freude wirst du an Deinen beyden lieben Enkelkinderchen haben, heuer kannst Du sie doch sehen, wie liebreitzend wird mein Herzpünkerl die kleine Franzi<ref>Franziska [[Spängler]], * 1877 in Wien</ref>sein, wenn sie mit ihrem noch kleineren Schwesterchen spielt? Fanni<ref>[[Franziska Schlegel]], verheiratet mit [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]</ref> ist wirklich eine glückliche Mutter so gesunde kräftige Kinder Gott erhalte segne und beschütze sie Alle! Das Theres'' [langjährige Hilfe im Haus] ''so herabgekommen mit ihrer Gesundheit bedauere ich sehr, und wünsche das sie von Hofgastein gesünder zurückkehren möchte'' […] / […] ''und sey versichert das ich jederzeit wenn Du es wünschest mit Freuden zu Dir auf Besuch komme, auf ein paar Wochen kann mein Leopold mich schon entbehren, obwohl er immer brummt wenn ich von fortreisen sage, aber zu Dir ließe er mich nach am ehesten, wir waren vor 14 Tagen mitsamen in Steyeregg u. Wels. Nun lebe recht wohl mein Mann läßt Dir die Hand küßen, ich aber küße Dich recht innig im Geiste und am XX'' [winzige Schrift]. ''Deine dankbare Betti''
 
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