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==Geschichte==
 
==Geschichte==
Am Rande der im klösterlichen Eigentum stehenden [[Schwesternsiedlung]] plante [[Erzbischof]] [[Andreas Rohracher]] eine große Kirche als neues religiöses Zentrum, wo neben dem Pfarrhof auch die aus Böhmen vertriebenen [[Eucharistie-Schwestern]] in einem Kloster eine neue Heimat finden sollten. Die Grundsteinlegung erfolgte am [[18. April]] [[1958]]. Bis [[1962]] wurde von der [[Stadtbaumeister]]<nowiki>familie</nowiki> [[Wagner (Baumeister)|Wagner]] einer der ersten Sakralbauten in moderner Formensprache errichtet. Robert Kramreiter-Klein gestaltete die Pläne für den Kirchenkomplex.
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Am Rande der im klösterlichen Eigentum stehenden [[Gottessiedlung zur hl. Erentrudis]] plante [[Erzbischof]] [[Andreas Rohracher]] eine große Kirche als neues religiöses Zentrum, wo neben dem Pfarrhof auch die aus [[Böhmen]] vertriebenen [[Eucharistie-Schwestern]] in einem Kloster eine neue Heimat finden sollten. Die Grundsteinlegung erfolgte am [[18. April]] [[1958]]. Bis [[1962]] wurde von der [[Stadtbaumeister]]<nowiki>familie</nowiki> [[Wagner (Baumeister)|Wagner]] einer der ersten Sakralbauten in moderner Formensprache errichtet. Robert Kramreiter-Klein gestaltete die Pläne für den Kirchenkomplex.
    
Es sollte ein "Gotteshaus des Friedens" sein, das zum "Verweilen und Wandeln im Frieden" einlädt. Die festungsartigen Rundmauern des Kirchenkomplexes öffnen sich nach vorne fächerartig zu einem breiten und weiträumigen offenen Atrium. Auch der Kirchturm bleibt einseitig offen. Die Kirche selbst ist auf einer Seite hin als großes monumental-färbiges Kirchenfenster gestaltet. Die kleine Kapelle wiederholt auf ihre Weise die Motive des großen Kirchenbaues.
 
Es sollte ein "Gotteshaus des Friedens" sein, das zum "Verweilen und Wandeln im Frieden" einlädt. Die festungsartigen Rundmauern des Kirchenkomplexes öffnen sich nach vorne fächerartig zu einem breiten und weiträumigen offenen Atrium. Auch der Kirchturm bleibt einseitig offen. Die Kirche selbst ist auf einer Seite hin als großes monumental-färbiges Kirchenfenster gestaltet. Die kleine Kapelle wiederholt auf ihre Weise die Motive des großen Kirchenbaues.
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==== 2023: Ein Anrainer brachte Klage vor Gericht ein ====
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Wegen statischer Probleme konnte die Herrnauer Kirchturmglocken Ende der [[2010er]]-Jahre zweieinhalb Jahre nicht geläutet werden. Ende [[2020]] kehrten sie in den Glockenturm zurück. Viele Leute in der Umgebung hätten das Glockengeläut sehr vermisst, freute sich Pfarrer [[Alois Dürlinger]] damals über die Sanierung. Jedoch störte das Geläut im Viertelstundentakt einen Nachbarn so sehr, dass er vor Gericht zog: Kurz vor [[Weihnachten]] [[2023]] reichte er eine Unterlassungsklage ein. Am Dienstag, den [[2. Juli]] [[2024]] wurde vor dem [[Landesgericht Salzburg]] nach mehreren Vergleichsgesprächen eine vorläufige Einigung gefunden und der Prozess ruht vorläufig. Über den Sommer wird das Zeitschlagen in Absprache mit der [[Erzdiözese Salzburg|Erzdiözese]] um 20 Uhr beendet und die Glocken läuten nur jede halbe statt jeder Viertelstunde. Bislang läuteten die Glocken bis 22 Uhr. Der Beginn bleibt bei 7 Uhr an Werktagen und bei 8 Uhr an Sonn- und Feiertagen.
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Vereinbart worden sei eine Testphase bis September. Sollte die Lösung von einer Seite nicht akzeptiert werden, wird der Prozess im Oktober fortgesetzt. Man sei dem Anrainer bereits entgegengekommen und habe den Glockenklang im Mai leiser gestellt. Mittels Hebekran sei das Schlagwerk geändert worden. Dazu seien Experten aus [[Tirol]] angereist. Die Umstellung wurde durch Lärmmessungen flankiert: So wurden auf dem Vorplatz Spitzenpegel von bis zu 82 Dezibel gemessen, nach der Anpassung bis zu 73. Die vier Herrnauer Glocken im 42 Meter hohen Turm haben unterschiedliche Größen. Die schwerste wiegt beinahe zwei Tonnen. 2020, als der baufällige Turm der Pfarrkirche saniert wurde, wanderten die Glocken nach Tirol. Dort wurden sie von der Firma Grassmayr renoviert und mit neuen Klöppeln versehen.
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Der Umstand, dass die Glocken mehrere Jahre lang schwiegen, hätte eventuell auch Auswirkungen, käme es zum Prozess. Dann müsste man darüber streiten, ob sich die örtlichen Verhältnisse geändert haben. Lauter geworden sei das Schlagwerk durch die Sanierung nicht, aber die Klangfarbe hatte sich verändert. Die größte Glocke, die Christophorus-Glocke, ist nach dem Ton C gestimmt, die Josef-Glocke nach dem Es, die Maria-Glocke nach dem F und die Georg-Glocke nach dem As.
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Anrainerbeschwerden aufgrund von Glockengeläut gebe es immer wieder. "Wir lösen das in der Regel von Mensch zu Mensch, und nicht vor Gericht", sagt Thomas Hödl, Sprecher der [[Erzdiözese Salzburg]]. In [[Oberösterreich]] scheiterte [[2016]] ein Anrainer des Linzer Doms vor dem Obersten Gerichtshof. Auch ein Mann im [[Bayern|bayrischen]] Kelheim war mit seiner Klage gegen das viertelstündliche Schlagen 2024 nicht erfolgreich: Das Oberlandesgericht Nürnberg entschied, dass das Geläut zumutbar sei.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/anrainer-kirche-herrnauer-glocken-161112259 www.sn.at], 2. Juli 2024</ref>
    
==Architektur==
 
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==Quelle==
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==Quellen==
*Salzburgwiki
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* {{Quelle dieses Artikels|[[Benutzer:Mecl67]]}}
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* "[[Erzbischof Andreas Rohracher, Krieg, Wiederaufbau, Konzil]], Seite 530, 548
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* [https://m.archtour-stadt-salzburg.at/index.php?inc=project&id=6921 m.archtour-stadt-salzburg.at]
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* [[Salzburgwiki]]-Artikel [[Gottessiedlung zur hl. Erentrudis]]
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== Einzelnachweis ==
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<references/>
    
{{SORTIERUNG: Erentrudis, Stadtpfarrkirche zur hl. Erentrudis}}
 
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[[Kategorie:Religion]]
 
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[[Kategorie:Erzdiözese]]
 
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