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Die Abramowitsch-Villa könnte durch Täuschung und dem Verschweigen von wichtigen Informationen erschlichen worden sein. Es steht die Frage im Raum, ob beim Erwerb des Fischerhauses im Jahr 2007 durch eine Britin gegen das Grundverkehrsgesetz verstoßen wurde. So hat die [[Landesregierung]] mit Bescheid vom [[11. Oktober]] [[2007]] eine grundverkehrsbehördliche Genehmigung zu dem Kauf erteilt. Der Verfahrensakt liegt aber nicht mehr vor. "Die Papierform dürfte bei der Übersiedlung der Abteilung nach [[Wals-Siezenheim]] versehentlich entsorgt worden sein", sagt der zuständige [[Landesrat]] [[Martin Zauner]] ([[FPÖ]]).  Wie das Land Salzburg bestätigte, ist dieser im Jahr [[2022]] geschreddert worden. Warum der Akt auch nicht digital vorliege, könne nicht eruiert werden. "Das zuständige Referat wird versuchen, den Akt durch Kontaktaufnahme mit den damaligen Verfahrensbeteiligten zu rekonstruieren." Ein Verwaltungsstrafverfahren nach dem Grundverkehrsgesetz einzuleiten sei laut Zauner nicht mehr zulässig, da dies längst verjährt sei.
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Die Abramowitsch-Villa könnte durch Täuschung und dem Verschweigen von wichtigen Informationen erschlichen worden sein. Es steht die Frage im Raum, ob beim Erwerb des Fischerhauses im Jahr 2007 durch eine Britin gegen das Grundverkehrsgesetz verstoßen wurde. So hat die [[Landesregierung]] mit Bescheid vom [[11. Oktober]] [[2007]] eine grundverkehrsbehördliche Genehmigung zu dem Kauf erteilt. Der Verfahrensakt liegt aber nicht mehr vor. "Die Papierform dürfte bei der Übersiedlung der Abteilung nach [[Wals-Siezenheim]] versehentlich entsorgt worden sein", sagt der zuständige [[Landesrat]] [[Martin Zauner (Landesrat)|Martin Zauner]] ([[FPÖ]]).  Wie das Land Salzburg bestätigte, ist dieser im Jahr [[2022]] geschreddert worden. Warum der Akt auch nicht digital vorliege, könne nicht eruiert werden. "Das zuständige Referat wird versuchen, den Akt durch Kontaktaufnahme mit den damaligen Verfahrensbeteiligten zu rekonstruieren." Ein Verwaltungsstrafverfahren nach dem Grundverkehrsgesetz einzuleiten sei laut Zauner nicht mehr zulässig, da dies längst verjährt sei.
    
Eine Rückabwicklung des Verkaufs ist aber nicht ganz ausgeschlossen. Es fehlen noch Beweise, um das Verfahren neu aufzurollen. Wie es im Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetz heißt, kann eine Eintragung im Grundbuch dann unwirksam werden, wenn der Bescheid "durch Fälschung einer Urkunde, falsches Zeugnis oder eine andere gerichtlich strafbare Handlung herbeigeführt oder erschlichen worden ist". Ein wichtiges Puzzlestück hierfür wäre die Treuhandurkunde vom 3. April 2017. Aus dieser geht hervor, dass die Britin nie die wirtschaftliche Eigentümerin der Liegenschaft war, sondern diese nur treuhändisch für die ''Farleigh International Limited'' - eine Briefkastenfirma mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln - verwaltet hat. Diese Firma lässt sich auf Roman Abramowitsch zurückführen. Dem Land liegt die Treuhandurkunde jedoch nicht vor. Im Zuge der "Cyprus Papers" ist diese aber aufgetaucht. Das Recherchenetzwerk International ''Consortium of Investigative Journalists'' hat Erkenntnisse daraus im November 2023 veröffentlicht.  
 
Eine Rückabwicklung des Verkaufs ist aber nicht ganz ausgeschlossen. Es fehlen noch Beweise, um das Verfahren neu aufzurollen. Wie es im Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetz heißt, kann eine Eintragung im Grundbuch dann unwirksam werden, wenn der Bescheid "durch Fälschung einer Urkunde, falsches Zeugnis oder eine andere gerichtlich strafbare Handlung herbeigeführt oder erschlichen worden ist". Ein wichtiges Puzzlestück hierfür wäre die Treuhandurkunde vom 3. April 2017. Aus dieser geht hervor, dass die Britin nie die wirtschaftliche Eigentümerin der Liegenschaft war, sondern diese nur treuhändisch für die ''Farleigh International Limited'' - eine Briefkastenfirma mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln - verwaltet hat. Diese Firma lässt sich auf Roman Abramowitsch zurückführen. Dem Land liegt die Treuhandurkunde jedoch nicht vor. Im Zuge der "Cyprus Papers" ist diese aber aufgetaucht. Das Recherchenetzwerk International ''Consortium of Investigative Journalists'' hat Erkenntnisse daraus im November 2023 veröffentlicht.  

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