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Etwa zehn Jahre später lassen sich weitere Hinweise zu dieser Bahn finden. In der "Neuen Freien Presse" vom [[22. Oktober]] [[1910]] wird über dieses Projekt berichtet.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?apm=0&aid=nfp&datum=19101022&seite=21 ANNO], "Neue Freie Presse", Morgenblatt, Nr. 16583/1910, 22. Oktober 1910, S. 21, Mitte rechts.</ref> In den Mitteilungen des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Österreichischen Alpenvereins]] aus dem Jahr [[1912]] wird über die "Bedeutung des Saalachtalbahnprojekts für den Turistenverkehr" (sic!) berichtet.<ref>[http://www.literature.at/viewer.alo?objid=1026188&page=131&zoom=3&viewmode=fullscreen www.literature.at], Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins, Jahrgang 1912, Band XXXVIII, S. 123-124</ref>  
 
Etwa zehn Jahre später lassen sich weitere Hinweise zu dieser Bahn finden. In der "Neuen Freien Presse" vom [[22. Oktober]] [[1910]] wird über dieses Projekt berichtet.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?apm=0&aid=nfp&datum=19101022&seite=21 ANNO], "Neue Freie Presse", Morgenblatt, Nr. 16583/1910, 22. Oktober 1910, S. 21, Mitte rechts.</ref> In den Mitteilungen des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Österreichischen Alpenvereins]] aus dem Jahr [[1912]] wird über die "Bedeutung des Saalachtalbahnprojekts für den Turistenverkehr" (sic!) berichtet.<ref>[http://www.literature.at/viewer.alo?objid=1026188&page=131&zoom=3&viewmode=fullscreen www.literature.at], Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins, Jahrgang 1912, Band XXXVIII, S. 123-124</ref>  
 
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[[Datei:Gasthof_Auvogl.jpg|thumb| Entgegen der landläufig verbreiteten Ansicht ist der [[Gasthof Auvogl]] in [[Weißbach bei Lofer]] nicht als Bahnhof der Nebenstrecke der geplanten Bahnverbindung zwischen Lofer und Bad Reichenhall, sondern als Gaststätte mit Fremdenzimmern geplant worden.]]
 
Nach dem [[Ersten Weltkrieg]] nutzte die Marktgemeinde Lofer einen [[Pinzgau]]-Besuch des damaligen Bundespräsidenten Michael Hainisch, um ein Ansuchen für dieses Projekt zu stellen.<ref>Zwanowetz 1992, S. 300</ref> Georg Zwanowetz schreibt dazu, dass die [[Salzburger Landesregierung]] dieses Ansuchen dem Bundesministerium für Handel und Verkehr zur Kenntnis brachte. Dieses habe jedoch dazu eine negative Antwort an die Landesregierung gegeben. Dabei bezog sich das Ministerium auf eine ablehnende Haltung seitens der bayerischen Staatsregierung und auf die schwere Schädigung für die bestehende zweigleisige und vor der Elektrifizierung stehende Linie Salzburg - Saalfelden - St. Johann in Tirol durch die "Wegkürzung". Außerdem würde die erwartete Verminderung der Reise- und Beförderungsdauer wegen der "zweimaligen Überschreitung der Zollgrenze" nicht voll zur Geltung kommen und durch die Ablenkung eines großen Teiles der Reise- bzw. [[Fremdenverkehr]]s von der bestehenden Hauptlinie würde dem Land Salzburg ein den Nutzen des Marktes Lofer und seiner Umgebung bedeutend überwiegender wirtschaftlicher Schaden erwachsen. Daher könne die angestrebte Bahnverbindung schwerlich im Interesse des Landes Salzburg liegen.<ref>ebd., S. 300f</ref>
 
Nach dem [[Ersten Weltkrieg]] nutzte die Marktgemeinde Lofer einen [[Pinzgau]]-Besuch des damaligen Bundespräsidenten Michael Hainisch, um ein Ansuchen für dieses Projekt zu stellen.<ref>Zwanowetz 1992, S. 300</ref> Georg Zwanowetz schreibt dazu, dass die [[Salzburger Landesregierung]] dieses Ansuchen dem Bundesministerium für Handel und Verkehr zur Kenntnis brachte. Dieses habe jedoch dazu eine negative Antwort an die Landesregierung gegeben. Dabei bezog sich das Ministerium auf eine ablehnende Haltung seitens der bayerischen Staatsregierung und auf die schwere Schädigung für die bestehende zweigleisige und vor der Elektrifizierung stehende Linie Salzburg - Saalfelden - St. Johann in Tirol durch die "Wegkürzung". Außerdem würde die erwartete Verminderung der Reise- und Beförderungsdauer wegen der "zweimaligen Überschreitung der Zollgrenze" nicht voll zur Geltung kommen und durch die Ablenkung eines großen Teiles der Reise- bzw. [[Fremdenverkehr]]s von der bestehenden Hauptlinie würde dem Land Salzburg ein den Nutzen des Marktes Lofer und seiner Umgebung bedeutend überwiegender wirtschaftlicher Schaden erwachsen. Daher könne die angestrebte Bahnverbindung schwerlich im Interesse des Landes Salzburg liegen.<ref>ebd., S. 300f</ref>