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==Bezeichnungen==
 
==Bezeichnungen==
 
Heidelbeeren haben wie die [[Preiselbeere]]n im deutschen Sprachraum viele Namen, was auf ihre jahrhundertealte Bedeutung in der Ernährung und in der Volksmedizin hinweist. Man nennt sie '' Äugerln, Bickbeere, blaue Besinge, Blaubeeren, Griffelbeere, Haselbeere, heibeere, Heidbeere, Heilebeere, Heipelten, Herpel. Krähenaugen, Kranaugn, Kuhbeere, Kuhtecken, Mehlbeere, Moosbeere, Mostbeere, Pickelbeere, Roßbeere, Schwarzbeere, Schnuderbeere, Sentbeere, Waldbeere, Wehelen, Wolbeere, Worbeln'' und ''Zeitbeere''.
 
Heidelbeeren haben wie die [[Preiselbeere]]n im deutschen Sprachraum viele Namen, was auf ihre jahrhundertealte Bedeutung in der Ernährung und in der Volksmedizin hinweist. Man nennt sie '' Äugerln, Bickbeere, blaue Besinge, Blaubeeren, Griffelbeere, Haselbeere, heibeere, Heidbeere, Heilebeere, Heipelten, Herpel. Krähenaugen, Kranaugn, Kuhbeere, Kuhtecken, Mehlbeere, Moosbeere, Mostbeere, Pickelbeere, Roßbeere, Schwarzbeere, Schnuderbeere, Sentbeere, Waldbeere, Wehelen, Wolbeere, Worbeln'' und ''Zeitbeere''.
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Die Pflanze lebt ''„herdenweise“'' und bevorzugt
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==Botanisches==
 
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Der kleine Halbstrauch weist einen kriechenden Wurzelstock auf, der kantige, zähe grüne Stängeln und Zweige trägt. Seine Blätter sind kurz gestielt, eiförmig und klein gezähnt. Die in den Blattachsen einzeln stehenden  Blüten sind hellgrün mit rötlichem Schimmer und weisen eine kugelige Form auf. Die Beeren werden etwa erbsengroß. Ihre Farbe ist dunkelblau bis schwarz. An der Oberseite weisen sie einen ringförmigen Abschluss auf.
 
Der kleine Halbstrauch weist einen kriechenden Wurzelstock auf, der kantige, zähe grüne Stängeln und Zweige trägt. Seine Blätter sind kurz gestielt, eiförmig und klein gezähnt. Die in den Blattachsen einzeln stehenden  Blüten sind hellgrün mit rötlichem Schimmer und weisen eine kugelige Form auf. Die Beeren werden etwa erbsengroß. Ihre Farbe ist dunkelblau bis schwarz. An der Oberseite weisen sie einen ringförmigen Abschluss auf.
 
Die Blütezeit fällt in die Monate April bis Juni, in den Hochlagen bis in den Juli. Die Beerenreife kann ja nach Standort von Anfang Juli bis Ende September einsetzen.
 
Die Blütezeit fällt in die Monate April bis Juni, in den Hochlagen bis in den Juli. Die Beerenreife kann ja nach Standort von Anfang Juli bis Ende September einsetzen.
==Standort==
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Die Pflanze lebt ''„herdenweise“'' und bevorzugt frische, feuchte und humusreiche Böden in Wäldern und auf Heideland. Auf Kalk reagiert sie mit Sterilität und ist somit als Kalkflüchter zu bezeichnen. Sie ist selbst ein wichtiger Humusbildner, verschlechtert aber den Boden durch Entwicklung von übersäuertem Roh-Humus und Ortssteinbildung.
   
==Ökologisches==
 
==Ökologisches==
 
Die Raupen vieler Falterarten benötigen die Heidelbeersträucher genauso als Futterpflanze, wie die grünen Heidelbeertriebe für bestimmte Wildtierarten wichtig sind. Sie  sind im Winterhalbjahr vor allem für jene Tiere, die wegen ihrer Größe an Baum- oder Buschfrüchte nicht so leicht herankommen, eine unverzichtbare Nahrungsquelle. Hier sind das [[Auerhuhn]] und auch der [[Fuchs]] zu erwähnen, der wegen des [[Fuchsbandwurm]]es auch in einem unliebsamen Zusammenhang mit den Heidelbeeren steht.
 
Die Raupen vieler Falterarten benötigen die Heidelbeersträucher genauso als Futterpflanze, wie die grünen Heidelbeertriebe für bestimmte Wildtierarten wichtig sind. Sie  sind im Winterhalbjahr vor allem für jene Tiere, die wegen ihrer Größe an Baum- oder Buschfrüchte nicht so leicht herankommen, eine unverzichtbare Nahrungsquelle. Hier sind das [[Auerhuhn]] und auch der [[Fuchs]] zu erwähnen, der wegen des [[Fuchsbandwurm]]es auch in einem unliebsamen Zusammenhang mit den Heidelbeeren steht.
   
==Heilkräftige Pflanzenteile==
 
==Heilkräftige Pflanzenteile==
 
Die Heilwirkung von Beeren (Fructus Myrtilli) und Blättern (Folia Myrtilli) ist offizinell ("amtlich" bestätigt). Für die Anwendung in der Volksmedizin werden selten auch die Wurzeln ausgegraben. Die Blätter müssen unbedingt vor der Fruchtreife (der Beeren) gesammelt werden, da der Heilstoff Myrtillin zum Zeitpunkt der Beerenreife in den Blättern nicht mehr vorhanden ist. Werden Blätter und reife Beeren „in einem“ gesammelt, was der Einfachheit halber häufig vorkommt, ist der Blätter-Teekur der Misserfolg gewiss. Heidelbeerblätter-Tee wird in der Volksmedizin bei Zuckerkrankheit (Diabetes Mellitus) angewandt, ist aber wegen der Wirkungslosigkeit durch obiges Verhalten in Misskredit gekommen, was darauf verweist, wie entscheidend der Sammelzeitpunkt sein kann.  
 
Die Heilwirkung von Beeren (Fructus Myrtilli) und Blättern (Folia Myrtilli) ist offizinell ("amtlich" bestätigt). Für die Anwendung in der Volksmedizin werden selten auch die Wurzeln ausgegraben. Die Blätter müssen unbedingt vor der Fruchtreife (der Beeren) gesammelt werden, da der Heilstoff Myrtillin zum Zeitpunkt der Beerenreife in den Blättern nicht mehr vorhanden ist. Werden Blätter und reife Beeren „in einem“ gesammelt, was der Einfachheit halber häufig vorkommt, ist der Blätter-Teekur der Misserfolg gewiss. Heidelbeerblätter-Tee wird in der Volksmedizin bei Zuckerkrankheit (Diabetes Mellitus) angewandt, ist aber wegen der Wirkungslosigkeit durch obiges Verhalten in Misskredit gekommen, was darauf verweist, wie entscheidend der Sammelzeitpunkt sein kann.  
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