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| | == Die heutige Durchführung == | | == Die heutige Durchführung == |
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| − | Die Mitglieder des Vereins "Jung Alpenland" versammeln sich in einem entlegenen Gehöft nahe des Durchführungsortes in ihren wild aussehenden Masken. Der Transport der benötigten Masken und Kostüme ist durch Fahrzeuge eine Erleichterung der Gegenwart. Es gibt zwölf Figuren in der Wilden Jagd vom Untersberg, man braucht jedoch dreizehn Personen, da die Habergoaß aus zwei Personen besteht. Schwegler, Kraxenträger und Fackelträgerinnen begleiten diese zwölf Figuren. | + | Die Mitglieder des Vereins "[[Jung Alpenland]]" versammeln sich in einem entlegenen Gehöft nahe des Durchführungsortes in ihren wild aussehenden Masken. Der Transport der benötigten Masken und Kostüme ist durch Fahrzeuge eine Erleichterung der Gegenwart. Es gibt zwölf Figuren in der Wilden Jagd vom Untersberg, man braucht jedoch dreizehn Personen, da die Habergoaß aus zwei Personen besteht. Schwegler, Kraxenträger und Fackelträgerinnen begleiten diese zwölf Figuren. |
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| | Die Figuren der Wilden Jagd vom Untersberg sind nicht zufällig zwölf Personen: Die zwölf Nächte zwischen dem ''Thomastag'' am [[21. Dezember]] und dem Fest der ''Heiligen Drei Könige'' am [[6. Jänner]] spielten eine große Rolle im Volksglauben. Diese zwölf Nächte werden ''Raunächte'' genannt. Diese Zeit galt früher als die finsterste Zeit des Jahres, die voller Geheimnisse, Zaubereien und Weissagungen war. | | Die Figuren der Wilden Jagd vom Untersberg sind nicht zufällig zwölf Personen: Die zwölf Nächte zwischen dem ''Thomastag'' am [[21. Dezember]] und dem Fest der ''Heiligen Drei Könige'' am [[6. Jänner]] spielten eine große Rolle im Volksglauben. Diese zwölf Nächte werden ''Raunächte'' genannt. Diese Zeit galt früher als die finsterste Zeit des Jahres, die voller Geheimnisse, Zaubereien und Weissagungen war. |
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| | Nach uraltem Glauben sollen mit diesem Lauf Fruchtbarkeit, Glück und Segen im Haus einziehen. Es ist ein so genannter "Rüge-Brauch", bei dem nicht verurteilt, sondern nur Nachschau gehalten wird. | | Nach uraltem Glauben sollen mit diesem Lauf Fruchtbarkeit, Glück und Segen im Haus einziehen. Es ist ein so genannter "Rüge-Brauch", bei dem nicht verurteilt, sondern nur Nachschau gehalten wird. |
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| − | Vom Verein "Jung Alpenland" werden bei der Gestaltung des Laufes fixe Regeln, die nicht geändert werden dürfen, eingehalten, um das "Wilde Gjoad" als Brauch erscheinen zu lassen: | + | Vom Verein "[[Jung Alpenland]]" werden bei der Gestaltung des Laufes fixe Regeln, die nicht geändert werden dürfen, eingehalten, um das "Wilde Gjoad" als Brauch erscheinen zu lassen: |
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| | * Durchführung des Laufes am zweiten Donnerstag im Advent und Geheimhaltung des Ortes | | * Durchführung des Laufes am zweiten Donnerstag im Advent und Geheimhaltung des Ortes |