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[[Datei:Nixon und Kreisky am Kobenzl.jpg|thumb|Der amerikanische Präsident Richard Nixon und der österreichische Bundeskanzler [[Bruno Kreisky]] im Jahr 1974 am Hotel Kobenzl]]
 
[[Datei:Nixon und Kreisky am Kobenzl.jpg|thumb|Der amerikanische Präsident Richard Nixon und der österreichische Bundeskanzler [[Bruno Kreisky]] im Jahr 1974 am Hotel Kobenzl]]
 
[[Datei:Hotel Kobenzl 2018.jpg|thumb|Aufnahme vom [[Festungsberg]].]]
 
[[Datei:Hotel Kobenzl 2018.jpg|thumb|Aufnahme vom [[Festungsberg]].]]
Das '''Hotel Kobenzl''' (früher auch ''Cobenzl'' geschrieben) am [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] bei Salzburg wurde am [[28. März]] [[1953]] eröffnet und war bis 2006 geöffnet. 2014 bis Februar 2015 waren in diesem geschichtlich bedeutenden Gebäude eine [[Jausenstation Judenbergalm|Jausenstation]] und ein [[B&B Kobenzl|Bed & Breakfast]] untergebracht. Im Februar 2015 wurde es ein Verteilzentrum für [[Asylwerber in Salzburg]].
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Das '''Hotel Kobenzl''' (früher auch ''Cobenzl'' geschrieben) auf dem [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]] in der [[Stadt Salzburg]] wurde am [[28. März]] [[1953]] eröffnet und war bis [[2006]] geöffnet. [[2014]] bis Februar [[2015]] waren in diesem geschichtlich bedeutenden Gebäude eine [[Jausenstation Judenbergalm|Jausenstation]] und ein [[B&B Kobenzl|Bed & Breakfast]] untergebracht. Im Februar 2015 wurde es ein Verteilzentrum für [[Asylwerber in Salzburg]].
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
 
Die erste urkundliche Erwähnung von "Mitter-Judenberg" als [[Bauernhof]] findet sich [[1625]].
 
Die erste urkundliche Erwähnung von "Mitter-Judenberg" als [[Bauernhof]] findet sich [[1625]].
 
   
 
   
An einer ehemaligen Haltestelle der [[Gaisbergbahn|Gaisbergzahnradbahn]], die bis zum Bau der [[Gaisbergstraße (Stadt Salzburg)|Gaisbergstraße]] [[1929]] bestand, wurde [[1864]] die erste [[Judenbergalm (Gastronomie)|Jausenstation]] errichtet. Das Haus hatte verschiedene Namen, vom ''Rosenhof'' bis ''Judenbergalm'' und ''Cobenzl ''. Am [[28. März]] [[1953]] eröffnete [[Julius Böhacker]] darin erstmals ein Hotel mit 55 Betten, einer Bar und einem Restaurant. Der Betrieb war an das Wiener Fremdenverkehrsunternehmen Hübner verpachtet.<ref>Quelle [[Befreit und besetzt, Stadt Salzburg 1945–1955]], Seite 405</ref> Dann wurde das Haus alle paar Jahre verkauft oder versteigert.
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An einer ehemaligen Haltestelle der [[Gaisbergbahn|Gaisbergzahnradbahn]], die bis zum Bau der [[Gaisbergstraße (Stadt Salzburg)|Gaisbergstraße]] [[1929]] bestand, wurde [[1864]] die erste [[Judenbergalm (Gastronomie)|Jausenstation]] errichtet. Das Haus hatte verschiedene Namen, vom ''Rosenhof'' bis ''Judenbergalm'' und ''Cobenzl ''. Am [[28. März]] [[1953]] eröffnete [[Julius Böhacker]] darin erstmals ein Hotel mit 55 Betten, einer Bar und einem Restaurant. Der Betrieb war an das Wiener Fremdenverkehrsunternehmen Hübner für fünf Jahre verpachtet.<ref>"[[Befreit und besetzt, Stadt Salzburg 1945–1955]]", Seite 405 sowie [https://www.sn.at/archivsn?img=xDTZ%2FX8zPUIYg3VOx1DcKzAOaMImeyzXCECAYNnrRwmF7YafBmFuLVIUqkYn9SJYN%2Fk1QHVZSr%2Bl52qDf4p%2B5YyC44X%2FFMyePHX4Z%2FGn4DTwLAHEur8GHzo3UZ1UWnJ4&id1=19530109_05&q=%2522Julius%2520B%25C3%25B6hacker%2522#slide5 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 9. Jänner 1953, Seite 5</ref>
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[[1959]] verwirklichte sich der [[Pinzgau]]er Bergbauernsohn [[Rupert Herzog]] zusammen mit einer Wirtstochter aus [[Taxenbach]], Marianne, die als Ehepaar Herzog nach Salzburg gingen, ihren Lebenstraum und erwarben das alte Ausflugsgasthaus "Judenbergalm". In "Kobenzl" umbenannt, wurde das Hotel bald zur nobelsten Adresse in Salzburg. Ihre drei Kinder Marianne, Rupert und Peter, wuchsen im Hotel auf.
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Am [[27. Jänner]] [[1959]] kam es zur Versteigerung des "Einkehrgasthofs am Rosenhof", Judenbergalm.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=pVNf%2Bpf12BBTmgAtTpKuHsxhn3YIOFd6Oz%2BC6Q0YlLgGRYIuwRbkR84FqGgCLZhtNCPVNCbPcklNgVfWErsWWdulE3dQ7P8elvJnMtlHYBHSqijcAREoBouwSx56U9dI&id1=19581122_36&q=Judenbergalm#sn-archiv-36 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 22. November 1958, Seite 30</ref> Bei dieser Versteigerung verwirklichte sich der [[Pinzgau]]er Bergbauernsohn [[Rupert Herzog]] zusammen mit einer Wirtstochter aus [[Taxenbach]], Marianne, die als Ehepaar Herzog nach Salzburg gingen, ihren Lebenstraum und ersteigerten das Hotel "Judenbergalm" um 1,836 Millionen [[Schilling]]. Der Schätzwert betrug 3,555 Millionen Schilling, das geringste Angebot 1,777 Millionen Schilling. Das Ehepaar Herzog besaß in [[Taxenbach]]-[[Högmoos]] den Gasthof Stifterwirt.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=h%2F6SZNOeU7GuMK7rntEDQa7T2TliwXeqL%2BuSwaKbQj0BwJ6JXMlj2I6nHNCkzIaAHluLMSJuUV3j9wh1rE0dp77y5W9lRhHxk4V9jYCI10wZUa7%2FjPvi5N4RDp69B8Uy&id1=19590123_05&q=Judenbergalm#sn-archiv-5 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 23. Jänner 1959, Seite 5</ref>
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[[1971]] kaufte die Familie Herzog den [[Gaisberg-Sessellift]], stellte ihn jedoch bereits im Folgejahr ein.
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In "Kobenzl" umbenannt, wurde das Hotel bald zur nobelsten Adresse in Salzburg. Ihre drei Kinder Marianne, Rupert und Peter, wuchsen im Hotel auf. [[1971]] kaufte die Familie Herzog den [[Gaisberg-Sessellift]], stellte ihn jedoch bereits im Folgejahr ein. [[1975]] wurde im Kobenzl, wie die "[[Salzburger Nachrichten]]" berichteten, Salzburgs erstes öffentliches "Hotelhallenbad" eröffnet, samt Fitnesszentrum, Solarien und Sauna.  
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Viele internationale Stars und Politiker weilten hier für die Dauer ihres Aufenthalts in Salzburg. So zum Beispiel [[1974]] der amerikanische Präsident Richard Nixon, der am [[10. Juni]] auf dem [[Flughafen Salzburg]] landete. Darunter buntgemischt Künstler der [[Salzburger Festspiele]] ebenso wie Arnold Schwarzenegger, der mehrfache italienische Motorradweltmeister Giacomo Agostini, der Fußballclub Ajax Amsterdam oder Skistars wie Michaela Dorfmeister, um nur einige zu nennen. Auch, US-Außenminister Henry Kissinger, Englands Ex-Premierministerin Margaret Thatcher, José Carreras, Thomas Bernhard und Herbert Grönemeyer zählten zu den Gästen des Hauses.
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Viele internationale Stars und Politiker weilten hier für die Dauer ihres Aufenthalts in Salzburg. So zum Beispiel trafen sich am Pfingstsonntag, den [[21. Mai]] [[1972]], der amerikanische Präsident Richard Nixon mit dem österreichischen Bundeskanzler [[Bruno Kreisky]] zu einem Mittagessen im Hotel Kobenzl.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=TTRhPQCgsXPR1eMyU2xd%2FW4HBQfNS3z67QsYDSv2Mn7NDGjl5YP38W%2F3Vkbc2UNZUC%2BO2Ln2Q7RnzkseiZMkm22yv1GNMHwQ6Shoc%2Bzse30H2AW15xf3X8lq29P%2Bng6%2B&id1=19720521_03&q=Judenbergalm#slide3 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 21. Mai 1972, Extraausgabe</ref>  [[1974]] war der amerikanische Präsident Richard Nixon vom [[10. Juni]] bis [[12. Juni]] zum zweiten Mal in der Stadt Salzburg. Ob er dabei auch wieder im Kobenzl war, konnte den den Zeitungsartikeln nicht gelesen werden. Weitere Gäste des Kobenzls waren Künstler der [[Salzburger Festspiele]] ebenso wie Arnold Schwarzenegger, der mehrfache italienische Motorradweltmeister [[Giacomo Agostini]], der Fußballclub Ajax Amsterdam oder Skistars wie Michaela Dorfmeister, um nur einige zu nennen. Auch, US-Außenminister Henry Kissinger, Englands Ex-Premierministerin Margaret Thatcher, José Carreras, [[Thomas Bernhard]] und Herbert Grönemeyer zählten zu den Gästen des Hauses.
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[[1992]] wurde Tochter [[Marianne von Buseck]] Geschäftsführerin und später Eigentümerin. Sie baute [[1996]] eine Vitalinsel und entdeckte dabei [[2002]] durch vier Geomanen angebliche "Energieplätze" auf der Liegenschaft des Vitalhotels. ''Gaisberg'' wird von einzelnen Esoterikern nicht auf das germanische Wort "Geiß" zurückgeführt, sondern auf ein angebliches keltisches Wort mit der Bedeutung "heilig". Auf dem Grundstück vom Hotel Kobenzl befinden sich angeblich über 20 Energieplätze. Der Stärkste von ihnen strahlt dabei diesen Angaben zufolge bis zu 40 km weit. Das Hotel besaß nun auch einen Seminarbereich und 80 Betten. Im Herbst [[2004]] verließ Marianne von Buseck, Mutter von vier Kindern, die Gastronomie.
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[[1992]] wurde Tochter [[Marianne von Buseck]] Geschäftsführerin und später Eigentümerin. Sie baute [[1996]] eine Vitalinsel und entdeckte dabei [[2002]] durch vier Geomanen angebliche "Energieplätze" auf der Liegenschaft des Vitalhotels. Das Wort "Gaisberg" wird von einzelnen Esoterikern nicht auf das germanische Wort "Geiß" zurückgeführt, sondern auf ein angebliches [[Kelten|keltisches]] Wort mit der Bedeutung "heilig". Auf dem Grundstück vom Hotel Kobenzl befinden sich angeblich über 20 Energieplätze. Der Stärkste von ihnen strahlt dabei diesen Angaben zufolge bis zu 40 km weit. D
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[[Peter Herzog]], einer der beiden Söhne, führte das Haus bis Oktober [[2006]]. Danach stand das Gebäude zum Verkauf.  
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as Hotel besaß nun auch einen Seminarbereich und 80 Betten. Im Herbst [[2004]] verließ Marianne von Buseck, Mutter von vier Kindern, die Gastronomie. [[Peter Herzog]], einer der beiden Söhne, führte das Haus bis Oktober [[2006]]. Danach stand das Gebäude zum Verkauf.  
    
=== Versuchter Neubeginn März 2012 ===
 
=== Versuchter Neubeginn März 2012 ===
Im  Oktober 2011 wurde dann bekannt, dass die Besitzer Marianne und Rupert Herzog einen Vorverkaufsvertrag mit einem Investor aus Nordrhein-Westfalen  ([[Deutschland]]) unterzeichnet hatten, der geheim bleiben möchte. Der  kolportierte Verkaufspreis soll 12,5 Millionen Euro betragen. Für  Renovierungsarbeiten und Technik werden weitere 2,5 Millionen Euro budgetiert. Die Neueröffnung als Fünf-Sterne-Plus Hotel war für [[17. März]] [[2012]]<ref>in den [[Stadt Nachrichten]] vom 14. Oktober 2011 wurde dann aber als geplantes Eröffnungsdatum der 7. April 2012 genannt</ref> geplant.
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Im  Oktober 2011 wurde dann bekannt, dass die Besitzer Marianne und Rupert Herzog einen Vorverkaufsvertrag mit einem Investor aus Nordrhein-Westfalen  ([[Deutschland]]) unterzeichnet hatten, der geheim bleiben möchte. Der  kolportierte Verkaufspreis soll 12,5 Millionen Euro betragen. Für  Renovierungsarbeiten und Technik werden weitere 2,5 Millionen Euro budgetiert. Die Neueröffnung als Fünf-Sterne-Plus Hotel war für [[17. März]] [[2012]]<ref>in den [[Stadt Nachrichten]] vom 14. Oktober 2011 wurde dann aber als geplantes Eröffnungsdatum der 7. April 2012 genannt</ref> geplant.
    
Der bis Ende November 2011 zu bezahlende Kaufpreis wurde ebensowenig bezahlt wie der Hauptvertrag nicht unterzeichnet wurde. Mitte Jänner 2012 wurde bekannt, dass der Verkauf geplatzt war. Die Eigentümerfamilie und der betroffene Projektabwickler sparten nicht  mit gegenseitigen Schuldzuweisungen und warfen einander Betrug vor. Gegen den Projektabwickler begann inzwischen die Staatsanwaltschaft zu ermitteln. Im Mai 2014 wurde Projektabwickler am  Amtsgericht [[Laufen an der Salzach]] ([[Bayern]]) zu zwei Jahren bedingter Haft verurteilt. Ein Betrugsvorsatz sei nicht nachweisbar<ref>{{Quelle SN|28. Mai 2014}}</ref>.
 
Der bis Ende November 2011 zu bezahlende Kaufpreis wurde ebensowenig bezahlt wie der Hauptvertrag nicht unterzeichnet wurde. Mitte Jänner 2012 wurde bekannt, dass der Verkauf geplatzt war. Die Eigentümerfamilie und der betroffene Projektabwickler sparten nicht  mit gegenseitigen Schuldzuweisungen und warfen einander Betrug vor. Gegen den Projektabwickler begann inzwischen die Staatsanwaltschaft zu ermitteln. Im Mai 2014 wurde Projektabwickler am  Amtsgericht [[Laufen an der Salzach]] ([[Bayern]]) zu zwei Jahren bedingter Haft verurteilt. Ein Betrugsvorsatz sei nicht nachweisbar<ref>{{Quelle SN|28. Mai 2014}}</ref>.