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Textersetzung - „Tunesien“ durch „Tunesien
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Es wurde viel spekuliert, ob und weshalb die beiden Reisengruppen, eine deutsche und eine österreichische, in Nähe der algerischen Grenze oder sich gar bereits auf algerischen Staatsgebiet befanden, obwohl dieses Gebiet der Sahara als gefährlich bekannt gewesen war. Tatsache ist, dass beide Gruppen im freien Gelände von Rebellen aufgehalten und in Geiselhaft genommen wurden.
 
Es wurde viel spekuliert, ob und weshalb die beiden Reisengruppen, eine deutsche und eine österreichische, in Nähe der algerischen Grenze oder sich gar bereits auf algerischen Staatsgebiet befanden, obwohl dieses Gebiet der Sahara als gefährlich bekannt gewesen war. Tatsache ist, dass beide Gruppen im freien Gelände von Rebellen aufgehalten und in Geiselhaft genommen wurden.
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Die Gründe, weshalb es gerade in diesen Teil der Sahara immer wieder Abenteurer zieht, liegen in der Faszination der Landschaft, die gerade in diesem Teil der Sahara besonders erlebbar ist. Ein weiterer Grund lag darin, dass zwar die Libysche Wüste ebenso attraktiv wäre, aber die Einreise nach Lybien sehr kompliziert war (und ist). Daher reisten alle Sahara-"Expeditionen" über Tunesien ein und versuchten dann entweder auf dem Landweg weiter nach Lybien zu reisen oder sich in grenznahen südtunesischen Sahara-Zonen aufzuhalten. Natürlich dürfte auch bei manchen ein gewisser ''Nervenkitzel'' dabei sein, sich südtunesischen Grenzen zu nähern und diese auch manchmal bewusst zu überqueren.
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Die Gründe, weshalb es gerade in diesen Teil der Sahara immer wieder Abenteurer zieht, liegen in der Faszination der Landschaft, die gerade in diesem Teil der Sahara besonders erlebbar ist. Ein weiterer Grund lag darin, dass zwar die Libysche Wüste ebenso attraktiv wäre, aber die Einreise nach Lybien sehr kompliziert war (und ist). Daher reisten alle Sahara-"Expeditionen" über [[Tunesien]] ein und versuchten dann entweder auf dem Landweg weiter nach Lybien zu reisen oder sich in grenznahen südtunesischen Sahara-Zonen aufzuhalten. Natürlich dürfte auch bei manchen ein gewisser ''Nervenkitzel'' dabei sein, sich südtunesischen Grenzen zu nähern und diese auch manchmal bewusst zu überqueren.
    
==2008: Zwei Halleiner werden als vermisst gemeldet==
 
==2008: Zwei Halleiner werden als vermisst gemeldet==
Am [[22. Februar]] [[2008]] werden die beiden [[Hallein]]er Andrea Kloiber und Wolfgang Ebner in der südtunesischen Wüste entführt. Aktuell gab es für südliche Grenzgebiete in Tunesien zu Algerien eine partielle Reisewarnung vom Außenministerium, da sich dort um militärische Sperrgebiete handelt. Ob die beiden Salzburger irrtümlich über die algerische Grenze geraten waren oder eine Panne auf tunesischem Territorium hatten, war zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Artikels noch nicht bekannt.
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Am [[22. Februar]] [[2008]] werden die beiden [[Hallein]]er Andrea Kloiber und Wolfgang Ebner in der südtunesischen Wüste entführt. Aktuell gab es für südliche Grenzgebiete in [[Tunesien]] zu Algerien eine partielle Reisewarnung vom Außenministerium, da sich dort um militärische Sperrgebiete handelt. Ob die beiden Salzburger irrtümlich über die algerische Grenze geraten waren oder eine Panne auf tunesischem Territorium hatten, war zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Artikels noch nicht bekannt.
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Wie am [[11. März]] bekannt wurde, waren die beiden vermutlich von der Terrorgruppe "Al-Kaida im Islamischen Maghreb" entführt worden und hielten sich nach Berichten einer arabischsprachigen Zeitung mittlerweile in Algerien auf. Dann begannen internationale diplomatische Bemühungen zur Befreiung der Geisel, die sich, wie man später erfuhr, in Mali gefangen gehalten wurden. Die Forderungen der Entführer lauteten diesmal: Freilassung von inhaftierten Gesinnungsgenossen in Tunesien und Algerien, sowie Lösegeld (deren Höhe im Verlauf der Verhandlungen mit fünf Millionen Euro angegeben werden).
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Wie am [[11. März]] bekannt wurde, waren die beiden vermutlich von der Terrorgruppe "Al-Kaida im Islamischen Maghreb" entführt worden und hielten sich nach Berichten einer arabischsprachigen Zeitung mittlerweile in Algerien auf. Dann begannen internationale diplomatische Bemühungen zur Befreiung der Geisel, die sich, wie man später erfuhr, in Mali gefangen gehalten wurden. Die Forderungen der Entführer lauteten diesmal: Freilassung von inhaftierten Gesinnungsgenossen in [[Tunesien]] und Algerien, sowie Lösegeld (deren Höhe im Verlauf der Verhandlungen mit fünf Millionen Euro angegeben werden).
    
Anfang Juli waren die beiden Salzburger Geiseln immer noch nicht in Freiheit und es wurde berichtet, dass zumindest eine der beiden Geiseln ernstlich erkrankt sein soll. Durch anhaltende Stammeskämpfe und Kämpfe mit dem Militär in Mali, wo die beiden vermutlich festgehalten wurden, war eine Befreiungsaktion aus der Luft wegen Abschussgefahr unmöglich. Am [[31. Oktober]] 2008 kamen die beiden, sieben Monate nach ihrer Entführung, endlich frei.
 
Anfang Juli waren die beiden Salzburger Geiseln immer noch nicht in Freiheit und es wurde berichtet, dass zumindest eine der beiden Geiseln ernstlich erkrankt sein soll. Durch anhaltende Stammeskämpfe und Kämpfe mit dem Militär in Mali, wo die beiden vermutlich festgehalten wurden, war eine Befreiungsaktion aus der Luft wegen Abschussgefahr unmöglich. Am [[31. Oktober]] 2008 kamen die beiden, sieben Monate nach ihrer Entführung, endlich frei.

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