| | Ein moderner Skifahrer ist es gewohnt, beim Ein- und Aussteigen viel Platz zu haben, keine Treppen steigen zu müssen und vom Liftpersonal durch eine Glasscheibe getrennt zu sein. Doch bei der 64 Jahre alten Jennerbahn ist alles anders. Die Seilbahner müssen stets zur Stelle sein, zum Beispiel, um die kleinen, schaukelnden Gondeln zu stabilisieren, wenn der Gast einsteigt. Besonders gebraucht werden sie bei der Mittelstation: "''Weiterfahren oder aussteigen?''", fragt ein "''Liftler''" durchs offene Fenster der kleinen Zweierkabine. Wer zur Bergstation will, erhält vom Personal einen kleinen Schubs - und auch von der nachkommenden Gondel, damit es auch wirklich weiter nach oben geht. Beim Aussteigen müssen die Skifahrer über zig Stufen abwärts steigen, bevor sie ihre Brettln anschnallen können. | | Ein moderner Skifahrer ist es gewohnt, beim Ein- und Aussteigen viel Platz zu haben, keine Treppen steigen zu müssen und vom Liftpersonal durch eine Glasscheibe getrennt zu sein. Doch bei der 64 Jahre alten Jennerbahn ist alles anders. Die Seilbahner müssen stets zur Stelle sein, zum Beispiel, um die kleinen, schaukelnden Gondeln zu stabilisieren, wenn der Gast einsteigt. Besonders gebraucht werden sie bei der Mittelstation: "''Weiterfahren oder aussteigen?''", fragt ein "''Liftler''" durchs offene Fenster der kleinen Zweierkabine. Wer zur Bergstation will, erhält vom Personal einen kleinen Schubs - und auch von der nachkommenden Gondel, damit es auch wirklich weiter nach oben geht. Beim Aussteigen müssen die Skifahrer über zig Stufen abwärts steigen, bevor sie ihre Brettln anschnallen können. |
| − | "''Das ist heute nicht mehr zeitgemäß. Heroben am Jenner haben wir einen Nationalpark, das sollen auch Menschen mit Behinderung erleben oder mit Kinderwagen''", erklärt der [[Großarl]]er [[Peter Hettegger]]. Der Hotelier sitzt im Aufsichtsrat der Berchtesgadener Bergbahn AG und ist einer der größten Gesellschafter. Hettegger hält knapp 25 Prozent, gemeinsam mit seinen Freunden, den [[Pongau]]er Unternehmern [[Martin Harlander]] und [[Georg Hinterleitner]], sind es 61 Prozent. | + | "''Das ist heute nicht mehr zeitgemäß. Heroben am Jenner haben wir einen Nationalpark, das sollen auch Menschen mit Behinderung erleben oder mit Kinderwagen''", erklärt der [[Großarl]]er [[Peter Hettegger (Hotelier)|Peter Hettegger]]. Der Hotelier sitzt im Aufsichtsrat der Berchtesgadener Bergbahn AG und ist einer der größten Gesellschafter. Hettegger hält knapp 25 Prozent, gemeinsam mit seinen Freunden, den [[Pongau]]er Unternehmern [[Martin Harlander]] und [[Georg Hinterleitner]], sind es 61 Prozent. |
| | Die Gesellschafter sowie der [[Bayern|Freistaat Bayern]] nehmen in nächster Zeit viel Geld in die Hand: Im Skigebiet werden 47 Millionen Euro investiert - davon stammen 10,5 Millionen Euro vom Freistaat Bayern. Vor allem wird die alte Jennerbahn komplett neu gebaut, von der Tal- über die Mittel- bis zur Bergstation. Da die neue Zehnergondelbahn um gut 30 Liftstützen weniger hat, wird die Piste abschnittsweise verbreitert. | | Die Gesellschafter sowie der [[Bayern|Freistaat Bayern]] nehmen in nächster Zeit viel Geld in die Hand: Im Skigebiet werden 47 Millionen Euro investiert - davon stammen 10,5 Millionen Euro vom Freistaat Bayern. Vor allem wird die alte Jennerbahn komplett neu gebaut, von der Tal- über die Mittel- bis zur Bergstation. Da die neue Zehnergondelbahn um gut 30 Liftstützen weniger hat, wird die Piste abschnittsweise verbreitert. |