| | Die Polizei konnte mithilfe der Gerichtsmedizin und eines Kfz-Sachverständigen einige offene Fragen mittlerweile beantworten. Sie geht nun von einem Unfall mit Fahrerflucht aus. Ein vorsätzliches Gewaltverbrechen lässt sich aus der Sicht der Ermittlungen ausschließen. Weder ein versuchtes Sexual- noch ein Raubdelikt kämen in Frage. Die Verletzungen würden vielmehr darauf hindeuten, dass ein Rad- oder Rollerfahrer die 33-Jährige erfasst habe. Den Spuren am Unfallort nach sei der Rad- oder Rollerfahrer auf dem Treppelweg mit zumindest 30 km/h in südliche Richtung gefahren und habe dort am rechten Fahrbahnrand die Tennengauerin erfasst. Die Polizei konnte an der Kleidung der Frau mehrere DNA-Spuren sichern. Erkenntnisse erhofft sich die Polizei zudem von Lackspuren, die am Rahmen der Sportuhr der Frau sichergestellt wurden.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/unfall-fahrerflucht-treppelweg-polizei-dna-lackspuren-154097953 www.sn.at], 26. Februar 2024 </ref> | | Die Polizei konnte mithilfe der Gerichtsmedizin und eines Kfz-Sachverständigen einige offene Fragen mittlerweile beantworten. Sie geht nun von einem Unfall mit Fahrerflucht aus. Ein vorsätzliches Gewaltverbrechen lässt sich aus der Sicht der Ermittlungen ausschließen. Weder ein versuchtes Sexual- noch ein Raubdelikt kämen in Frage. Die Verletzungen würden vielmehr darauf hindeuten, dass ein Rad- oder Rollerfahrer die 33-Jährige erfasst habe. Den Spuren am Unfallort nach sei der Rad- oder Rollerfahrer auf dem Treppelweg mit zumindest 30 km/h in südliche Richtung gefahren und habe dort am rechten Fahrbahnrand die Tennengauerin erfasst. Die Polizei konnte an der Kleidung der Frau mehrere DNA-Spuren sichern. Erkenntnisse erhofft sich die Polizei zudem von Lackspuren, die am Rahmen der Sportuhr der Frau sichergestellt wurden.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/unfall-fahrerflucht-treppelweg-polizei-dna-lackspuren-154097953 www.sn.at], 26. Februar 2024 </ref> |
| − | Überraschende Wende nun Anfang März [[2024]], fünf Monate nach dem Unfall: Polizeisprecher Hans Wolfgruber bestätigte am [[6. März]] auf [[SN]]-Anfrage, dass ein DNA-Abgleich nun einen Treffer erzielt hatte. Der Verdächtige zeige sich geständig. Es handelt es sich laut Polizei um einen 45-jährigen Serben, über den bereits U-Haft verhängt wurde. Der Mann verfüge über keinen festen Wohnsitz. Laut Polizei habe sich der Mann in den vergangenen Jahren im Bereich Hallein aufgehalten. In der Vorwoche sei der Mann nach einer Polizeikontrolle festgenommen und in Wien in Schubhaft gebracht worden. Die Beamten registrierten denn 45-Jährigen dort erkennungsdienstlich und erfassten dadurch dessen DNA in der nationalen Datenbank. | + | Der Fall war am Mittwochabend, den [[28. Februar]] [[2024]] in der TV-Sendung "Fahndung Österreich" auf [[ServusTV]] aufgegriffen. "Während der Sendung sind am Abend bereits 25 Hinweise eingegangen", sagt [[Polizei]]sprecher Hans Wolfgruber. |
| | + | Überraschende Wende dann Anfang März 2024, fünf Monate nach dem Unfall: Polizeisprecher Hans Wolfgruber bestätigte am [[6. März]] auf [[SN]]-Anfrage, dass ein DNA-Abgleich nun einen Treffer erzielt hatte. Der Verdächtige zeige sich geständig. Es handelt es sich laut Polizei um einen 45-jährigen Serben, über den bereits U-Haft verhängt wurde. Der Mann verfüge über keinen festen Wohnsitz. Laut Polizei habe sich der Mann in den vergangenen Jahren im Bereich Hallein aufgehalten. In der Vorwoche sei der Mann nach einer Polizeikontrolle festgenommen und in Wien in Schubhaft gebracht worden. Die Beamten registrierten denn 45-Jährigen dort erkennungsdienstlich und erfassten dadurch dessen DNA in der nationalen Datenbank. |
| | Die DNA des Serben passt zu jener, die die Ermittler nach dem Unfall auf dem Treppelweg am Pullover der Tennengauerin fanden. Der Mann soll am Vormittag des 29. Septembers mit einem roten Fahrrad auf dem Treppelweg in Richtung Süden unterwegs gewesen sein. Warum er dort entlanggefahren ist, wie es zu dem Aufprall kam und weshalb der Mann keine Erste Hilfe leistete, sondern Fahrerflucht beging, ist derzeit noch nicht bekannt. Laut Polizei laufen dazu noch weitere Erhebungen. Bei der Vernehmung gab der Mann laut Polizei an, die Spaziergängerin bei seiner Fahrt auf dem Treppelweg aufgrund von Problemen mit der eigenen Fahrradkette übersehen zu haben. Er habe die Frau zwar aufschreien gehört, sei dann aber von der Unfallstelle geflüchtet. Das Fahrrad hatte der Mann laut eigenen Angaben zuvor gestohlen und nach dem Unfall entsorgt - wo genau, wisse er jedoch nicht mehr. Die Polizei konnte das Fahrrad mittlerweile in Hallein finden. Derzeit laufe der Abgleich mit jenem unbekannten metallischen Lack, der auf der Uhr des Opfers nach dem Unfall gefunden wurde.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/fall-treppelweg-hallein-rif-dna-treffer-polizei-radfahrer-154602718 www.sn.at], 6. März 2024</ref> | | Die DNA des Serben passt zu jener, die die Ermittler nach dem Unfall auf dem Treppelweg am Pullover der Tennengauerin fanden. Der Mann soll am Vormittag des 29. Septembers mit einem roten Fahrrad auf dem Treppelweg in Richtung Süden unterwegs gewesen sein. Warum er dort entlanggefahren ist, wie es zu dem Aufprall kam und weshalb der Mann keine Erste Hilfe leistete, sondern Fahrerflucht beging, ist derzeit noch nicht bekannt. Laut Polizei laufen dazu noch weitere Erhebungen. Bei der Vernehmung gab der Mann laut Polizei an, die Spaziergängerin bei seiner Fahrt auf dem Treppelweg aufgrund von Problemen mit der eigenen Fahrradkette übersehen zu haben. Er habe die Frau zwar aufschreien gehört, sei dann aber von der Unfallstelle geflüchtet. Das Fahrrad hatte der Mann laut eigenen Angaben zuvor gestohlen und nach dem Unfall entsorgt - wo genau, wisse er jedoch nicht mehr. Die Polizei konnte das Fahrrad mittlerweile in Hallein finden. Derzeit laufe der Abgleich mit jenem unbekannten metallischen Lack, der auf der Uhr des Opfers nach dem Unfall gefunden wurde.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/fall-treppelweg-hallein-rif-dna-treffer-polizei-radfahrer-154602718 www.sn.at], 6. März 2024</ref> |