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| | [[Datei:Jessenwanger.jpg|mini|Bittschrift anlässlich Jessenwagners Pensionierung 1833]] | | [[Datei:Jessenwanger.jpg|mini|Bittschrift anlässlich Jessenwagners Pensionierung 1833]] |
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| − | Schon Johann Nepomuk Jessenwangers Vater Dr. Nepomuk Jessenwanger war Landgerichtsarzt und zwar im königlich baierischen Markt Rosenheim. Seine Mutter Viktoria, geborene Geilhofer (Geilenhofer), stammte aus Ingolstadt. | + | Schon Johann Nepomuk Jessenwagners Vater Dr. Nepomuk Jessenwagner war Landgerichtsarzt und zwar im königlich baierischen Markt Rosenheim. Seine Mutter Viktoria, geborene Geilhofer (Geilenhofer), stammte aus Ingolstadt. |
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| − | [[1805]] promovierte er auf der Universität Landshut im [[Herzogtum Bayern]] als Doktor der Medizin und Chirurgie, wie er anlässlich seiner Pensionierung nachwies. Im Matrikenbuch findet sich allerdings nur die Eintragung als "Canditat" des Studienjahres 1797-1798, dem Studienbeginn.<ref>Matrikelbuch der Universität Ingolstadt-Landshut-München, München 1872, 112.</ref> | + | [[1804]] oder 1805 promovierte er auf der Universität Landshut im [[Herzogtum Bayern]] als Doktor der Medizin und Chirurgie, wie er anlässlich seiner Pensionierung nachwies. Im Matrikenbuch findet sich allerdings nur die Eintragung als "Canditat" des Studienjahres 1797-1798, dem Studienbeginn.<ref>Matrikelbuch der Universität Ingolstadt-Landshut-München, München 1872, 112.</ref> |
| − | Am [[10. April]] [[1806]], als er 24 Jahre alt war und sein Studium gerade vollendet hatte, starb sein Vater, der Landgerichts-Physikus für das Landgericht Aibling, "ein sehr beliebter praktischer Arzt, an einem Nervenfieber".<ref>Medizinisch chirurgische Zeitung, 2. Juni 1806, 320.</ref> Johann Jessenwanger sprang sofort ein oder hatte bereits eine Stellung als Physikats Praktikant im Landgericht Aibling. Es waren kriegerische Zeiten, so schloss er – freiwillig oder nicht – ein Praktikum im Hauptlazarett [[München]] an, dort hatte er auch "die Gebäranstalt frequentiert". Ab [[1811]] bis [[1814]] hatte er dann die Stelle als provisorischer Landgerichtsphysikus in "Simmbach" und [[Braunau]] inne.<ref>SLA Gen Kr Kom B 26 I Nr 98</ref> | + | Am [[10. April]] [[1806]], als er 24 Jahre alt war und sein Studium gerade vollendet hatte, starb sein Vater, der Landgerichts-Physikus für das Landgericht Aibling, "ein sehr beliebter praktischer Arzt, an einem Nervenfieber".<ref>Medizinisch chirurgische Zeitung, 2. Juni 1806, 320.</ref> Johann Jessenwagner sprang sofort ein oder hatte bereits eine Stellung als Physikats Praktikant im Landgericht Aibling. Es waren kriegerische Zeiten, so schloss er – freiwillig oder nicht – ein Praktikum im Hauptlazarett [[München]] an, dort hatte er auch "die Gebäranstalt frequentiert". Ab [[1811]] bis [[1814]] hatte er dann die Stelle als provisorischer Landgerichtsphysikus in Simbach und [[Braunau]] inne.<ref>SLA Gen Kr Kom B 26 I Nr 98</ref> |
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| − | Im Jahr [[1814]] fand die Organisierung des Sanitätswesens der neuen [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern|baierischen Gebiete]] statt. Jessenwanger wurde als wirklicher Gerichtsarzt des k. bayer. Landgerichts Waizenkirchen mit einem Gehalt von 500[[Gulden|f K.M.]] ernannt.<ref>SLA Linzer Akten I 184 Jessenwagner.</ref> | + | Im Jahr [[1814]] fand die Organisierung des Sanitätswesens der neuen [[Salzburg Teil des Königreichs Bayern|baierischen Gebiete]] statt. Jessenwagner wurde als wirklicher Gerichtsarzt des k. bayer. Landgerichts Waizenkirchen mit einem Gehalt von 500[[Gulden|f K.M.]] ernannt.<ref>SLA Linzer Akten I 184 Jessenwagner.</ref> |
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| | Als [[1816]] die Gerichtsärzte aus dem vormaligen Unterdonau-Kreis in das österreichische Territorium eingegliedert wurden, wurde eine "Qualifications Tabelle der Gerichtsärzte" angelegt, die auch Bemerkungen des Landgerichts und des Kreisamtes Salzburg enthielt. Während das Landgerichts davon berichtete, dass er sich stets bemühte "die entschiedensten Beweise seiner tiefen Kenntniße von sich zu geben", stellte das Kreisamt hingegen fest, dass er "zwar vielen guten Willen zeigte, aber jedoch in selben als in seinen Berichten sehr seichte wissenschaftliche Kenntnisse verrieth."<ref>SLA Gen Kr Kom B 26 I Nr 98</ref> Im Jahre [[1818]] wurde er nun bei der Organisierung nach der [[Salzburg (Salzachkreis) als Teil "Österreichs ob der Enns"|österreichischen Form]] zum k.k. Distriktsarzt in Siegharding befördert. | | Als [[1816]] die Gerichtsärzte aus dem vormaligen Unterdonau-Kreis in das österreichische Territorium eingegliedert wurden, wurde eine "Qualifications Tabelle der Gerichtsärzte" angelegt, die auch Bemerkungen des Landgerichts und des Kreisamtes Salzburg enthielt. Während das Landgerichts davon berichtete, dass er sich stets bemühte "die entschiedensten Beweise seiner tiefen Kenntniße von sich zu geben", stellte das Kreisamt hingegen fest, dass er "zwar vielen guten Willen zeigte, aber jedoch in selben als in seinen Berichten sehr seichte wissenschaftliche Kenntnisse verrieth."<ref>SLA Gen Kr Kom B 26 I Nr 98</ref> Im Jahre [[1818]] wurde er nun bei der Organisierung nach der [[Salzburg (Salzachkreis) als Teil "Österreichs ob der Enns"|österreichischen Form]] zum k.k. Distriktsarzt in Siegharding befördert. |
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| − | Am [[10. Februar]] [[1823]] heiratete Johann Jessenwanger in [[Schärding am Inn|Schärding]] 40-jährig das Fräulein Maria Lenter. Die Braut war 20 Jahre alt und die Tochter des quieszierten<ref>quieszieren bedeutet jemanden in den Ruhestand versetzen, [https://www.dwds.de/wb/quieszieren www.dwds.de]</ref> k.k. Rentbeamten von Waizenkirchen und dessen Ehegattin Anna Maria, geborene Herrmann, Prokurators Tochter von Schärding.<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/schaerding/207%252F1823/?pg=4 data.matricula-online.eu]</ref> Am [[7. Juni]] [[1827]] bekamen sie die Tochter Maria Emilia, die mit 18 Wochen am [[11. Oktober]] "an Brand" verstarb.<ref>Sigharting Taufbuch 03 (3); 1817-1875, Sigharting Sterbefälle-Duplikate 1827; 1827 und Sigharting Sterbebuch 03 (3); 1817-1866</ref> Eine weitere Tochter Maria Augusta Amalia wurde am [[13. Juli]] [[1830]] geboren. Taufpatin war die Rentbeamtenstochter Amalia Sibilla, somit eine Schwester der Mutter.<ref>https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/sigharting/106%252F1830/?pg=3.</ref> Amalia Jessenwanger blieb unverheiratet und starb 42jährig am [[27. Dezember]] [[1872]] im Haus [[Linzer Gasse|Linzergasse]] 494 in der Stadt Salzburg an Lungenschwindsucht und wurde auf dem [[Friedhof St. Sebastian]] begraben. <ref> Salzburg-St. Andrä, 1870–1882 Sterbefälle.</ref> Aus den Büchern erfahren wir auch die Adresse, an der die Familie lebte: Siegharding 1. Dabei handelt es sich laut Auskunft von Joseph Ruhland vom Heimatmuseum Kopfing um das Gebäude des Sighartinger Schlosses. Eine weitere Tochter war Theresia (* in [[Schärding]]), die im Alter von 29 Jahren an "Abzehrung" starb.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nsr&datum=18540607&query=%22Jessenwanger%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "[[Neue Salzburger Zeitung]]", Ausgabe vom 7. Juni 1854, Seite 3</ref> | + | Am [[10. Februar]] [[1823]] heiratete Johann Jessenwagner in [[Schärding am Inn|Schärding]] 40-jährig das Fräulein Maria Lenter. Die Braut war 20 Jahre alt und die Tochter des quieszierten<ref>quieszieren bedeutet jemanden in den Ruhestand versetzen, [https://www.dwds.de/wb/quieszieren www.dwds.de]</ref> k.k. Rentbeamten von Waizenkirchen und dessen Ehegattin Anna Maria, geborene Herrmann, Prokurators Tochter von Schärding.<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/schaerding/207%252F1823/?pg=4 data.matricula-online.eu]</ref> Am [[7. Juni]] [[1827]] bekamen sie die Tochter Maria Emilia, die mit 18 Wochen am [[11. Oktober]] "an Brand" verstarb.<ref>Sigharting Taufbuch 03 (3); 1817-1875, Sigharting Sterbefälle-Duplikate 1827; 1827 und Sigharting Sterbebuch 03 (3); 1817-1866</ref> Eine weitere Tochter Maria Augusta Amalia wurde am [[13. Juli]] [[1830]] geboren. Taufpatin war die Rentbeamtenstochter Amalia Sibilla, somit eine Schwester der Mutter.<ref>https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/sigharting/106%252F1830/?pg=3.</ref> Amalia Jessenwagner blieb unverheiratet und starb 42jährig am [[27. Dezember]] [[1872]] im Haus [[Linzer Gasse|Linzergasse]] 494 in der Stadt Salzburg an Lungenschwindsucht und wurde auf dem [[Friedhof St. Sebastian]] begraben. <ref> Salzburg-St. Andrä, 1870–1882 Sterbefälle.</ref> Aus den Büchern erfahren wir auch die Adresse, an der die Familie lebte: Siegharding 1. Dabei handelt es sich laut Auskunft von Joseph Ruhland vom Heimatmuseum Kopfing um das Gebäude des Sighartinger Schlosses. Eine weitere Tochter war Theresia (* in [[Schärding]]), die im Alter von 29 Jahren an "Abzehrung" starb.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nsr&datum=18540607&query=%22Jessenwanger%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "[[Neue Salzburger Zeitung]]", Ausgabe vom 7. Juni 1854, Seite 3</ref> |
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| − | [[1820]] wurde von der ob der ennsischen Landesregierung ein Dekret erlassen: "Das ob der ennsische Sanitätspersonale ist zur Verfassung medizinischer Topographien aufzufordern", um die Verfassung von Topographien zu fördern - wofür ein Vorzug bei Anstellung oder Beförderung gewährt werden sollte.<ref>[https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgo&datum=1820&page=394&size=44 ANNO], Landesgesetzblatt OÖ 1819–1995</ref> Vermutlich verfassten daraufhin viele Ärzte solche Texte, die leider Großteils nicht erhalten sind. Für Salzburg sind ein kurzer und ein sehr ausführlicher Text von Dr. [[Karl Maffei]] (* [[1791]]; † [[1850]]) erhalten. Im Innkreis haben sich der Text von Dr. Johann Jessenwanger und zwei zueinander ähnliche von Dr. [[Joseph Staehling|Joseph Stähling]] (* [[1776]]; † [[1829]]) erhalten. Dieses Dekret enthielt auch eine Richtschnur zur Verfassung einer "Medicinisch-topographischen Skizze", die sich weitgehend mit dem Inhaltsverzeichnis von Jessenwagners Text deckt. | + | [[1820]] wurde von der ob der ennsischen Landesregierung ein Dekret erlassen: "Das ob der ennsische Sanitätspersonale ist zur Verfassung medizinischer Topographien aufzufordern", um die Verfassung von Topographien zu fördern - wofür ein Vorzug bei Anstellung oder Beförderung gewährt werden sollte.<ref>[https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgo&datum=1820&page=394&size=44 ANNO], Landesgesetzblatt OÖ 1819–1995</ref> Vermutlich verfassten daraufhin viele Ärzte solche Texte, die leider Großteils nicht erhalten sind. Für Salzburg sind ein kurzer und ein sehr ausführlicher Text von Dr. [[Karl Maffei]] (* [[1791]]; † [[1850]]) erhalten. Im Innkreis haben sich der Text von Dr. Johann Jessenwagner und zwei zueinander ähnliche von Dr. [[Joseph Staehling|Joseph Stähling]] (* [[1776]]; † [[1829]]) erhalten. Dieses Dekret enthielt auch eine Richtschnur zur Verfassung einer "Medicinisch-topographischen Skizze", die sich weitgehend mit dem Inhaltsverzeichnis von Jessenwagners Text deckt. |
| | [[Datei:Schloss Sigharting.jpg|mini|Schloss Sigharting in [[Oberösterreich]], Sitz des Bezirksarztes von 1819 bis 1850.]] | | [[Datei:Schloss Sigharting.jpg|mini|Schloss Sigharting in [[Oberösterreich]], Sitz des Bezirksarztes von 1819 bis 1850.]] |
| | Der Bezirk den er zu betreuen hatte umfasste die [[Pfleggericht]]e Viechtenstein, Schärding und Obernberg. Im Jahr [[1830]] hatte dieses Gebiet mit 39 Pfarreien eine Einwohnerzahl von 54 943 Seelen.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787–1849, Allgemeine Reihe Schachtel 153.</ref> Im Mai und Juni vollzog er in Anwesenheit eines k.k. Landgerichts-Beamten die Pockenimpfung. Im Jahr [[1827]] erhielt er für 805 nachgewiesene Impfungen den ersten Impfpreis, der auch mit einer finanziellen Prämie von 150 [[Gulden|fl]]. verbunden war.<ref>"Medizinisch chirurgische Zeitung", 25. Juni 1829, 432.</ref> | | Der Bezirk den er zu betreuen hatte umfasste die [[Pfleggericht]]e Viechtenstein, Schärding und Obernberg. Im Jahr [[1830]] hatte dieses Gebiet mit 39 Pfarreien eine Einwohnerzahl von 54 943 Seelen.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787–1849, Allgemeine Reihe Schachtel 153.</ref> Im Mai und Juni vollzog er in Anwesenheit eines k.k. Landgerichts-Beamten die Pockenimpfung. Im Jahr [[1827]] erhielt er für 805 nachgewiesene Impfungen den ersten Impfpreis, der auch mit einer finanziellen Prämie von 150 [[Gulden|fl]]. verbunden war.<ref>"Medizinisch chirurgische Zeitung", 25. Juni 1829, 432.</ref> |
| | Neben ihm als Bezirksarzt gab es drei weitere graduierte Ärzte, Dr. Kickinger in Obernberg und Dr. Riedler in Schärding, die beide quiesziert waren, was bedeutete, dass sie in der [[Königreich Bayern|baierischen]] Zeit als Landgerichtsärzte angestellt waren, danach aber keine staatliche Stelle mehr angetreten hatten. Dr. Haasbauer war ausübenden Arzt in Schärding. | | Neben ihm als Bezirksarzt gab es drei weitere graduierte Ärzte, Dr. Kickinger in Obernberg und Dr. Riedler in Schärding, die beide quiesziert waren, was bedeutete, dass sie in der [[Königreich Bayern|baierischen]] Zeit als Landgerichtsärzte angestellt waren, danach aber keine staatliche Stelle mehr angetreten hatten. Dr. Haasbauer war ausübenden Arzt in Schärding. |
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| − | [[1831]] und [[1832]] kam es zu Choleraausbrüchen, die sich von Osten aus [[Galizien]] kommend nach Westen ausbreiteten. Bereits im Sommer [[1831]] bereitete man sich auf den Ernstfall vor und in dem entsprechenden Akt findet sich der Hinweis, dass das Kreisamt Ried "Jessenwanger hinsichtlich seiner Unzuverlässigkeit im Dienste sorgfältig zu überwachen" habe.<ref>>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787–1849, Allgemeine Reihe Schachtel 153.</ref> Der westlichste Cholerafall wurde im Dezember 1832 in [[Wels]] registriert.<ref>Anton Drasche: "Die epidemische Cholera", Wien 1860, 26.</ref> Eine ganze Reihe von Maßnahmen wurden in Gang gesetzt, um für einen Ausbruch gerüstet zu sein. Für Dr. Jessenwanger, der beim Herannahen der Seuche fast 50 Jahre alt war, bedeutete diese eine große Belastung. Bei einer Dienstreise in Cholera Angelegenheiten erlitt er am rechten Fuße eine Prellung. Wegen dieser Verletzung und der Abnahme seiner Kräfte beantragte [[1833]] seine Pensionierung, die ihm gewährt wurde. | + | [[1831]] und [[1832]] kam es zu Choleraausbrüchen, die sich von Osten aus [[Galizien]] kommend nach Westen ausbreiteten. Bereits im Sommer [[1831]] bereitete man sich auf den Ernstfall vor und in dem entsprechenden Akt findet sich der Hinweis, dass das Kreisamt Ried "Jessenwagner hinsichtlich seiner Unzuverlässigkeit im Dienste sorgfältig zu überwachen" habe.<ref>>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787–1849, Allgemeine Reihe Schachtel 153.</ref> Der westlichste Cholerafall wurde im Dezember 1832 in [[Wels]] registriert.<ref>Anton Drasche: "Die epidemische Cholera", Wien 1860, 26.</ref> Eine ganze Reihe von Maßnahmen wurden in Gang gesetzt, um für einen Ausbruch gerüstet zu sein. Für Dr. Jessenwagner, der beim Herannahen der Seuche fast 50 Jahre alt war, bedeutete diese eine große Belastung. Bei einer Dienstreise in Cholera Angelegenheiten erlitt er am rechten Fuße eine Prellung. Wegen dieser Verletzung und der Abnahme seiner Kräfte beantragte [[1833]] seine Pensionierung, die ihm gewährt wurde. |
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| | Irgendwann in den [[1840er]]-Jahren kam er nach Salzburg, wo er – wie alle pensionierten Ärzte – weiter praktizierte. | | Irgendwann in den [[1840er]]-Jahren kam er nach Salzburg, wo er – wie alle pensionierten Ärzte – weiter praktizierte. |
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| − | Dr. Jessenwanger war trotz seines geprellten Beins ein langes Leben an der Seite seiner 20 Jahre jüngeren Gattin beschieden. Er verstarb am 8. Juli 1862 in der Stadt Salzburg in der Pfarre St. Andrä an der Hausnummer 494 an Altersschwäche. Bestattet wurde er wie viele seiner Kollegen (z.B. [[Johann Jacob Hartenkeil|Hartenkeil]], [[Joseph August Susan|Susan]], [[Aberle]]) auf dem [[Friedhof Sankt Sebastian|Friedhof St. Sebastian]].<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18620712&seite=4&zoom=33&query=%22Jessenwanger%22&ref=anno-search ANNO], "[[Salzburger Zeitung]]", Ausgabe vom 12. Juli 1862, Seite 4</ref> | + | Dr. Jessenwagner war trotz seines geprellten Beins ein langes Leben an der Seite seiner 20 Jahre jüngeren Gattin beschieden. Er verstarb am 8. Juli 1862 in der Stadt Salzburg in der Pfarre St. Andrä an der Hausnummer 494 an Altersschwäche. Bestattet wurde er wie viele seiner Kollegen (z.B. [[Johann Jacob Hartenkeil|Hartenkeil]], [[Joseph August Susan|Susan]], [[Aberle]]) auf dem [[Friedhof Sankt Sebastian|Friedhof St. Sebastian]].<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18620712&seite=4&zoom=33&query=%22Jessenwanger%22&ref=anno-search ANNO], "[[Salzburger Zeitung]]", Ausgabe vom 12. Juli 1862, Seite 4</ref> |
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