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| | Stiletz maturierte am Meidlinger Gymnasium. [[1908]] trat er in die Kalasantinerkongregation ein, wo er ein Jahr später die erste und [[1912]] die Ewige Profeß ablegte. Am [[25. Juli]] [[1913]] wurde er zum Priester geweiht, mit Dispens, da ihm zwei Monate zum 24. Geburtstag fehlten. | | Stiletz maturierte am Meidlinger Gymnasium. [[1908]] trat er in die Kalasantinerkongregation ein, wo er ein Jahr später die erste und [[1912]] die Ewige Profeß ablegte. Am [[25. Juli]] [[1913]] wurde er zum Priester geweiht, mit Dispens, da ihm zwei Monate zum 24. Geburtstag fehlten. |
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| − | Am [[12. März]] [[1931]] reiste er von Wien zur Baustelle der [[Großglockner Hochalpenstraße]]. Anfangs stieß er auf Ablehnung wie zum Beispiel, als er den Versehgang bei einem jungen | + | Am [[13. März]] [[1931]] reiste er von Wien zur Baustelle der [[Großglockner Hochalpenstraße]]. Anfangs stieß er auf Ablehnung wie zum Beispiel, als er den Versehgang bei einem jungen |
| | Mineur machte, der von einem herabstürzenden Felsblock tödlich getroffen wurde. Auf der Baustelle gab es trotz der hohen Arbeiterzahl keinen Arzt wie auch "die sanitären Vorkehrungen ließen viel zu wünschen übrig".<ref>Zitat Quelle Kalasantiner Blätter, 2/2000: "Der Glockner-Pfarrer", Seite 21</ref> Da auch gerade die politische Lage in Österreich von den Kommunisten angeheizt war, ließen die Arbeiter ihre Wut am Seelsorger aus und er musste wüste Beschimpfungen über sich ergehen lassen. Bei der Trauerkundgebung und dann abends bei der Betriebsversammlung wurde die Ingenieure Arbeitermörder genannt und gegenüber dem Seelsorger rief man die Forderung nach einem Arzt, einen Pfarrer bräuchten sie nicht. | | Mineur machte, der von einem herabstürzenden Felsblock tödlich getroffen wurde. Auf der Baustelle gab es trotz der hohen Arbeiterzahl keinen Arzt wie auch "die sanitären Vorkehrungen ließen viel zu wünschen übrig".<ref>Zitat Quelle Kalasantiner Blätter, 2/2000: "Der Glockner-Pfarrer", Seite 21</ref> Da auch gerade die politische Lage in Österreich von den Kommunisten angeheizt war, ließen die Arbeiter ihre Wut am Seelsorger aus und er musste wüste Beschimpfungen über sich ergehen lassen. Bei der Trauerkundgebung und dann abends bei der Betriebsversammlung wurde die Ingenieure Arbeitermörder genannt und gegenüber dem Seelsorger rief man die Forderung nach einem Arzt, einen Pfarrer bräuchten sie nicht. |
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| | Kurze Zeit später besuchte ihn spontan ein alter Baraber, der beliebt wie kaum ein zweiter bei Arbeitskollegen und Vorgesetzten war. Er wollte sich wegen der Vorfälle beim Versehgang entschuldigen: "Das haben dumme und unerfahrene Buben gemacht. Ein echter Baraber tut das nicht. Wie wir mit Krampen und Schaufel arbeiten, so haben auch Sie Ihren Dienst."<ref>Zitat Quelle Kalasantiner Blätter, 2/2000: "Der Glockner-Pfarrer", Seite 22</ref> | | Kurze Zeit später besuchte ihn spontan ein alter Baraber, der beliebt wie kaum ein zweiter bei Arbeitskollegen und Vorgesetzten war. Er wollte sich wegen der Vorfälle beim Versehgang entschuldigen: "Das haben dumme und unerfahrene Buben gemacht. Ein echter Baraber tut das nicht. Wie wir mit Krampen und Schaufel arbeiten, so haben auch Sie Ihren Dienst."<ref>Zitat Quelle Kalasantiner Blätter, 2/2000: "Der Glockner-Pfarrer", Seite 22</ref> |
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| − | Nach dem Tunneldurchschlag im [[Hochtor (Tunnel)|Hochtortunnel]] am [[14. November]] [[1933]] hielt er im Stollen bei einem Altar eine Messe. | + | Nach dem Tunneldurchschlag im [[Hochtor (Tunnel)|Hochtor Tunnel]] am [[14. November]] [[1933]] hielt er im Stollen bei einem Altar eine Messe. |
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| | Während seiner Zeit als Seelsorger unter den Arbeitern des [[Baugeschichte der Großglockner Hochalpenstraße|Baus]] der Großglockner Hochalpenstraße war P. Stiletz vor allem in den Wintermonaten in der neu gebauten [[Stadtpfarrkirche St. Elisabeth]] in der [[Elisabeth-Vorstadt]] in der [[Stadt Salzburg]] als Pfarrer tätig und bei der Arbeiterbevölkerung, die zahlreich an den Gottesdiensten teilnahm, sehr beliebt. | | Während seiner Zeit als Seelsorger unter den Arbeitern des [[Baugeschichte der Großglockner Hochalpenstraße|Baus]] der Großglockner Hochalpenstraße war P. Stiletz vor allem in den Wintermonaten in der neu gebauten [[Stadtpfarrkirche St. Elisabeth]] in der [[Elisabeth-Vorstadt]] in der [[Stadt Salzburg]] als Pfarrer tätig und bei der Arbeiterbevölkerung, die zahlreich an den Gottesdiensten teilnahm, sehr beliebt. |