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| | Am [[10. Februar]] [[1823]] heiratete Johann Jessenwanger in [[Schärding am Inn|Schärding]] 40-jährig das Fräulein Maria Lenter. Die Braut war 20 Jahre alt und die Tochter des quieszierten<ref>quieszieren bedeutet jemanden in den Ruhestand versetzen, [https://www.dwds.de/wb/quieszieren www.dwds.de]</ref> k.k. Rentbeamten von Waizenkirchen und dessen Ehegattin Anna Maria, geborene Herrmann, Prokurators Tochter von Schärding.<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/schaerding/207%252F1823/?pg=4 data.matricula-online.eu]</ref> Am [[7. Juni]] [[1827]] bekamen sie die Tochter Maria Emilia, die mit 18 Wochen am [[11. Oktober]] "an Brand" verstarb.<ref>Sigharting Taufbuch 03 (3); 1817-1875, Sigharting Sterbefälle-Duplikate 1827; 1827 und Sigharting Sterbebuch 03 (3); 1817-1866</ref> Eine weitere Tochter Maria Augusta Amalia wurde am [[13. Juli]] [[1830]] geboren. Taufpatin war die Rentbeamtenstochter Amalia Sibilla, somit eine Schwester der Mutter.<ref>https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/sigharting/106%252F1830/?pg=3.</ref> Amalia Jessenwanger blieb unverheiratet und starb 42jährig am [[27. Dezember]] [[1872]] im Haus [[Linzer Gasse|Linzergasse]] 494 in der Stadt Salzburg an Lungenschwindsucht und wurde auf dem [[Friedhof St. Sebastian]] begraben. <ref> Salzburg-St. Andrä, 1870–1882 Sterbefälle.</ref> Aus den Büchern erfahren wir auch die Adresse, an der die Familie lebte: Siegharding 1. Dabei handelt es sich laut Auskunft von Joseph Ruhland vom Heimatmuseum Kopfing um das Gebäude des Sighartinger Schlosses. | | Am [[10. Februar]] [[1823]] heiratete Johann Jessenwanger in [[Schärding am Inn|Schärding]] 40-jährig das Fräulein Maria Lenter. Die Braut war 20 Jahre alt und die Tochter des quieszierten<ref>quieszieren bedeutet jemanden in den Ruhestand versetzen, [https://www.dwds.de/wb/quieszieren www.dwds.de]</ref> k.k. Rentbeamten von Waizenkirchen und dessen Ehegattin Anna Maria, geborene Herrmann, Prokurators Tochter von Schärding.<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/schaerding/207%252F1823/?pg=4 data.matricula-online.eu]</ref> Am [[7. Juni]] [[1827]] bekamen sie die Tochter Maria Emilia, die mit 18 Wochen am [[11. Oktober]] "an Brand" verstarb.<ref>Sigharting Taufbuch 03 (3); 1817-1875, Sigharting Sterbefälle-Duplikate 1827; 1827 und Sigharting Sterbebuch 03 (3); 1817-1866</ref> Eine weitere Tochter Maria Augusta Amalia wurde am [[13. Juli]] [[1830]] geboren. Taufpatin war die Rentbeamtenstochter Amalia Sibilla, somit eine Schwester der Mutter.<ref>https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/sigharting/106%252F1830/?pg=3.</ref> Amalia Jessenwanger blieb unverheiratet und starb 42jährig am [[27. Dezember]] [[1872]] im Haus [[Linzer Gasse|Linzergasse]] 494 in der Stadt Salzburg an Lungenschwindsucht und wurde auf dem [[Friedhof St. Sebastian]] begraben. <ref> Salzburg-St. Andrä, 1870–1882 Sterbefälle.</ref> Aus den Büchern erfahren wir auch die Adresse, an der die Familie lebte: Siegharding 1. Dabei handelt es sich laut Auskunft von Joseph Ruhland vom Heimatmuseum Kopfing um das Gebäude des Sighartinger Schlosses. |
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| − | [[1820]] wurde von der ob der ennsischen Landesregierung ein Dekret erlassen: "Das ob der ennsische Sanitätspersonale ist zur Verfassung medizinischer Topographien aufzufordern", um die Verfassung von Topographien zu fördern - wofür ein Vorzug bei Anstellung oder Beförderung gewährt werden sollte.<ref>[https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgo&datum=1820&page=394&size=44 ANNO], Landesgesetzblatt OÖ 1819–1995</ref> Vermutlich verfassten daraufhin viele Ärzte solche Texte, die leider Großteils nicht erhalten sind. Für Salzburg sind ein kurzer und ein sehr ausführlicher Text von Dr. [[Karl Maffei]] (* [[1791]]; † [[1850]]) erhalten. Im Innkreis haben sich der Text von Dr. Johann Jessenwanger und zwei zueinander ähnliche von Dr. [[Joseph Stähling]] (* [[1776]]; † [[1829]]) erhalten. Dieses Dekret enthielt auch eine Richtschnur zur Verfassung einer "Medicinisch-topographischen Skizze", die sich weitgehend mit dem Inhaltsverzeichnis von Jessenwagners Text deckt. | + | [[1820]] wurde von der ob der ennsischen Landesregierung ein Dekret erlassen: "Das ob der ennsische Sanitätspersonale ist zur Verfassung medizinischer Topographien aufzufordern", um die Verfassung von Topographien zu fördern - wofür ein Vorzug bei Anstellung oder Beförderung gewährt werden sollte.<ref>[https://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=lgo&datum=1820&page=394&size=44 ANNO], Landesgesetzblatt OÖ 1819–1995</ref> Vermutlich verfassten daraufhin viele Ärzte solche Texte, die leider Großteils nicht erhalten sind. Für Salzburg sind ein kurzer und ein sehr ausführlicher Text von Dr. [[Karl Maffei]] (* [[1791]]; † [[1850]]) erhalten. Im Innkreis haben sich der Text von Dr. Johann Jessenwanger und zwei zueinander ähnliche von Dr. [[Joseph Staehling|Joseph Stähling]] (* [[1776]]; † [[1829]]) erhalten. Dieses Dekret enthielt auch eine Richtschnur zur Verfassung einer "Medicinisch-topographischen Skizze", die sich weitgehend mit dem Inhaltsverzeichnis von Jessenwagners Text deckt. |
| | [[Datei:Schloss Sigharting.jpg|mini|Schloss Sigharting in [[Oberösterreich]], Sitz des Bezirksarztes von 1819 bis 1850.]] | | [[Datei:Schloss Sigharting.jpg|mini|Schloss Sigharting in [[Oberösterreich]], Sitz des Bezirksarztes von 1819 bis 1850.]] |
| | Der Bezirk den er zu betreuen hatte umfasste die [[Pfleggericht]]e Viechtenstein, Schärding und Obernberg. Im Jahr [[1830]] hatte dieses Gebiet mit 39 Pfarreien eine Einwohnerzahl von 54 943 Seelen.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787–1849, Allgemeine Reihe Schachtel 153.</ref> Im Mai und Juni vollzog er in Anwesenheit eines k.k. Landgerichts-Beamten die Pockenimpfung. Im Jahr [[1827]] erhielt er für 805 nachgewiesene Impfungen den ersten Impfpreis, der auch mit einer finanziellen Prämie von 150 [[Gulden|fl]]. verbunden war.<ref>"Medizinisch chirurgische Zeitung", 25. Juni 1829, 432.</ref> | | Der Bezirk den er zu betreuen hatte umfasste die [[Pfleggericht]]e Viechtenstein, Schärding und Obernberg. Im Jahr [[1830]] hatte dieses Gebiet mit 39 Pfarreien eine Einwohnerzahl von 54 943 Seelen.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787–1849, Allgemeine Reihe Schachtel 153.</ref> Im Mai und Juni vollzog er in Anwesenheit eines k.k. Landgerichts-Beamten die Pockenimpfung. Im Jahr [[1827]] erhielt er für 805 nachgewiesene Impfungen den ersten Impfpreis, der auch mit einer finanziellen Prämie von 150 [[Gulden|fl]]. verbunden war.<ref>"Medizinisch chirurgische Zeitung", 25. Juni 1829, 432.</ref> |