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[Seite 1 unten, auf den Kopf:] ''Von Otto und Louise und Kinder alles herzliche Schöne.''
 
[Seite 1 unten, auf den Kopf:] ''Von Otto und Louise und Kinder alles herzliche Schöne.''
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==== Brief vom 10. Februar 1880 von Fanni Spängler an Fanny Kobler ====
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Brief von [[Franziska Spängler]] an [[Franziska Kobler]]; ein Bogen mit blauem Rand; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzungen]:<br />
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''Wien, 10. Februar 1880. Liebe Großmutter! // Verzeihe, daß ich nicht sofort für die so rasche Übersendung der 500 fl [Gulden] dir unsern Dank aussprach. Aber am Sonntag war ich ein wenig verschlafen und gestern kam ich nicht bald genug zum Schreiben, um den Brief noch fort zu bringen. Heute erhielt ich deine lieben Zeilen, deren Inhalt mir leider nicht erfreulich'' ["finde" gestrichen] ''ist. Ich wundere mich, daß man die Zinsen nur so einfach herabmindern [?] kann. /
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''Ob, wann und wohin mein Mann versezt wird, ist noch nicht entschieden, ich wäre wirklich schon froh, wenn mein Mann endlich Gewißheit hätte. Dieses Sitzen zwischen Thür und Angel ist unleidig. Am Sonntag war ich so verschlafen, weil wir am Samstag unsern Fasching gefeiert haben. Es wurde nämlich feierlich die hundertste Zusammenkunft der Salzburger Gesellschaft<ref>Vgl. dazu die Briefe vom 24. Februar und vom 6. und 7. März 1878.</ref> gefeiert, da[s] war dementsprechend und wir waren sehr lustig, / kamen aber auch erst um halb drei Uhr Morgens heim. Marie gute Schwester blieb mir bei den Kindern. Es war ein sehr hübscher Gesellschaftsabend mit verschiedenen Vorträgen, und das Schönste dabei war, daß die ganzen Auslagen für meine Toilette 27 X'' [Kreuzer] ''betrugen, nämlich für eine Schleife zu einem Kragen, welchen wir aus den Tüllenbeilagen zusammenstellten, welche du mir'' [in] ''Salzburg geschenkt hast. Damit war mein Fasching beschloßen.
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''Wegen der Unterstützung für die kleine Luise warte ich noch / bis das Kind irgendwo bestimmt untergebracht ist, denn ich glaube, wenn Paul etwas bekommt, so hat das Kind blutwenig davon. Ob das Kind nicht in's Waisenhaus kommen könnte? Wegen der Angelegenheit mit deinen Geldern will Franz dir selbst schreiben, doch ist er heute durch einen Besuch daran verhindert. // Indem ich dir vielmals für die Geldsendung danke und Rosa's Grüße entrichte, bleibe ich deine dankbare Enkelin Fanni Spängler. // Wenn wir etwas von Möbeln gekauft haben werden, berichte ich schon darüber. // Grüße Theres.''
 
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