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Textersetzung - „[[Salzburger Bauernaufstände im 16. Jahrhundert|“ durch „[[Salzburger Bauernaufstände|“
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Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach hatte die [[Festung Hohensalzburg]] zu einer uneinnehmbaren Zwingburg ausgebaut und dort seinen Wohnsitz genommen, wo er sich vor der Bürgerschaft sicher fühlte.  
 
Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach hatte die [[Festung Hohensalzburg]] zu einer uneinnehmbaren Zwingburg ausgebaut und dort seinen Wohnsitz genommen, wo er sich vor der Bürgerschaft sicher fühlte.  
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Als sich [[1525]] Bauern, Bürger und [[Bergknappen]], beeinflusst von den reformatorischen Ideen Martin Luthers, gegen Kardinal Matthäus Lang erhoben, scheiterte dieser [[Salzburger Bauernaufstände im 16. Jahrhundert|Aufstand]] vor den Mauern von Hohensalzburg.  
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Als sich [[1525]] Bauern, Bürger und [[Bergknappen]], beeinflusst von den reformatorischen Ideen Martin Luthers, gegen Kardinal Matthäus Lang erhoben, scheiterte dieser [[Salzburger Bauernaufstände|Aufstand]] vor den Mauern von Hohensalzburg.  
    
So lag - außergewöhnlicherweise - in einem der reichsten Fürstentümer im deutschen Sprachraum die ganze öffentliche Herrschaft, die militärische wie auch politische Gewalt, wenn auch nur für einige Wochen, während des Bauernaufstands im Erzstift in den Händen der Aufständischen. Ausgenommen von dieser umfassenden Staatsgewalt war lediglich ein winziges Areal mit der Festung Hohensalzburg, das von den Aufständischen nicht erobert werden konnte und wo sich Erzbischof Lang mit wenigen Getreuen verschanzt hatte. Gilt schon der Sieg der Salzburger Aufständischen unter Michael Gruber in Schladming (Grenzregion Salzburg-Steiermark) über eine gleichsam professionelle kaiserliche Söldnertruppe unter der Führung Dietrichsteins als einzigartig, so konnte - soweit überblickbar - kein Bauernheer in Mitteleuropa sonst über einen Zeitraum von mehreren Monaten im sogen. deutschen Bauernkrieg in einem gesamten Territorium die Staatsmacht ausüben.<ref>[[Karl-Heinz Ludwig|Ludwig, Karl-Heinz]]: "Bergleute im Bauernkrieg 1525/26: Salzburger zwischen Habsburg und Wittelsbach - oder politisch darüber hinaus?" in: "[[Christoff Weitmoser]] und seine Zeit aus technisch-bergmännischer, wirtschaftlicher, sozialer und kunstgeschichtlicher Sicht", [[MGSL]] 149 (2009), S. 191–248, hier S. 208; [[Helmut Eymannsberger|Eymannsberger, Helmut]]: "Zum 530. Geburtstag von Sebastian Münster - Was Rauriser und Gasteiner Bergknappen mit Krokodilen, Meeresungeheuern und einem früheren 100 Mark-Schein verbindet", MGSL 158/159 (2018/2019). [[Verlag Anton Pustet]], ISBN 978-3-7025-0956-9. Salzburg 2019, S. 61–288, hier S. 140</reF>  
 
So lag - außergewöhnlicherweise - in einem der reichsten Fürstentümer im deutschen Sprachraum die ganze öffentliche Herrschaft, die militärische wie auch politische Gewalt, wenn auch nur für einige Wochen, während des Bauernaufstands im Erzstift in den Händen der Aufständischen. Ausgenommen von dieser umfassenden Staatsgewalt war lediglich ein winziges Areal mit der Festung Hohensalzburg, das von den Aufständischen nicht erobert werden konnte und wo sich Erzbischof Lang mit wenigen Getreuen verschanzt hatte. Gilt schon der Sieg der Salzburger Aufständischen unter Michael Gruber in Schladming (Grenzregion Salzburg-Steiermark) über eine gleichsam professionelle kaiserliche Söldnertruppe unter der Führung Dietrichsteins als einzigartig, so konnte - soweit überblickbar - kein Bauernheer in Mitteleuropa sonst über einen Zeitraum von mehreren Monaten im sogen. deutschen Bauernkrieg in einem gesamten Territorium die Staatsmacht ausüben.<ref>[[Karl-Heinz Ludwig|Ludwig, Karl-Heinz]]: "Bergleute im Bauernkrieg 1525/26: Salzburger zwischen Habsburg und Wittelsbach - oder politisch darüber hinaus?" in: "[[Christoff Weitmoser]] und seine Zeit aus technisch-bergmännischer, wirtschaftlicher, sozialer und kunstgeschichtlicher Sicht", [[MGSL]] 149 (2009), S. 191–248, hier S. 208; [[Helmut Eymannsberger|Eymannsberger, Helmut]]: "Zum 530. Geburtstag von Sebastian Münster - Was Rauriser und Gasteiner Bergknappen mit Krokodilen, Meeresungeheuern und einem früheren 100 Mark-Schein verbindet", MGSL 158/159 (2018/2019). [[Verlag Anton Pustet]], ISBN 978-3-7025-0956-9. Salzburg 2019, S. 61–288, hier S. 140</reF>  

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