| | Bei der [[Säkularisation]] [[1803]] fiel Petting zunächst an Erzherzog [[Ferdinand III. von Toskana]], [[1805]] an [[Österreich]], welches Salzburg und damit auch Petting zusammen mit Teilen des [[Innviertel]]s und des [[Hausruckviertel]]s und Teile [[Tirol]]s mit [[Kitzbühel]] [[1810]] an den 1808 gegründeten "[[Salzburgkreis|bayerischen Salzachkreis]]" abtreten musste. Die Hauptstadt des Kreises war zuerst [[Burghausen]] und dann nach der Erweiterung Salzburg. In Burghausen verblieb nur das Appellationsgericht. 1816 kam Salzburg an Österreich und der salzburgische Rupertiwinkel mit Petting an Bayern. Petting wurde dann durch das Gemeindeedikt von 1818 eine selbständige politische Gemeinde. | | Bei der [[Säkularisation]] [[1803]] fiel Petting zunächst an Erzherzog [[Ferdinand III. von Toskana]], [[1805]] an [[Österreich]], welches Salzburg und damit auch Petting zusammen mit Teilen des [[Innviertel]]s und des [[Hausruckviertel]]s und Teile [[Tirol]]s mit [[Kitzbühel]] [[1810]] an den 1808 gegründeten "[[Salzburgkreis|bayerischen Salzachkreis]]" abtreten musste. Die Hauptstadt des Kreises war zuerst [[Burghausen]] und dann nach der Erweiterung Salzburg. In Burghausen verblieb nur das Appellationsgericht. 1816 kam Salzburg an Österreich und der salzburgische Rupertiwinkel mit Petting an Bayern. Petting wurde dann durch das Gemeindeedikt von 1818 eine selbständige politische Gemeinde. |
| − | Aus heutiger Sicht wird die Verwaltung der Salzburger Erzbischöfe als positiv angesehen, nicht zuletzt ließ sich dadurch verhindern, dass Petting z. B. [[1525]] in den [[Salzburger Bauernaufstände im 16. Jahrhundert|Bauernkrieg]] und in den [[Dreißigjähriger Krieg]] (1618–1648) hineingezogen wurde. Die Erzbischöfe galten hierzulande als gute Landesherren und es bildete sich der Spruch "''Unterm Krummstab ist gut leben''". Andererseits galt die Gegend um Petting als Kornkammer des Erzstifts. | + | Aus heutiger Sicht wird die Verwaltung der Salzburger Erzbischöfe als positiv angesehen, nicht zuletzt ließ sich dadurch verhindern, dass Petting z. B. [[1525]] in den [[Salzburger Bauernaufstände|Bauernkrieg]] und in den [[Dreißigjähriger Krieg]] (1618–1648) hineingezogen wurde. Die Erzbischöfe galten hierzulande als gute Landesherren und es bildete sich der Spruch "''Unterm Krummstab ist gut leben''". Andererseits galt die Gegend um Petting als Kornkammer des Erzstifts. |
| | Wie sich bei Recherchen herausstellte, gibt es im Gemeindegebiet von Petting ebenfalls, wie in [[Hof bei Salzburg]], eine Gegend, die im Volksmund "[[Das Rätsel Lodagei ist gelöst!|Lodagei]]" genannt wird. Sie liegt an der Nordostseite des Gemeindegebietes und umfasst grob geschätzt eine Fläche von etwa 300 Hektar. In der Lodagei liegen einige kleine Weiler und Bauernlehen, wie z. B.: Kirchhof, Lemperholzen, Spöck und Eglsee und sie wird von der Götzinger Ache, dem Abfluss des Waginger Sees, durchflossen. Die Ache entspringt am Südufer des Sees, macht dann eine Wendung nach Norden und mündet bei [[Tittmoning]] in die [[Salzach]]. Kein Lodagei ohne Bach! Den Obmann des historischen Vereines Petting, Michael Demel, informierte ich<ref>Autor dieses Absatzes [[Martin Gschwandtner]]</ref> darüber, dass es bei uns in Hof bei Salzburg ebenfalls ein "Lodagei" gibt, in der früher Weberei und Lodenmacherei betrieben wurde, wozu man Schafzucht betreiben musste und auch viel Wasser brauchte, und verwies ihn auf die Artikel darüber im Internet und im Salzburgwiki, wo Näheres über die Herkunft des Namens zu finden ist. | | Wie sich bei Recherchen herausstellte, gibt es im Gemeindegebiet von Petting ebenfalls, wie in [[Hof bei Salzburg]], eine Gegend, die im Volksmund "[[Das Rätsel Lodagei ist gelöst!|Lodagei]]" genannt wird. Sie liegt an der Nordostseite des Gemeindegebietes und umfasst grob geschätzt eine Fläche von etwa 300 Hektar. In der Lodagei liegen einige kleine Weiler und Bauernlehen, wie z. B.: Kirchhof, Lemperholzen, Spöck und Eglsee und sie wird von der Götzinger Ache, dem Abfluss des Waginger Sees, durchflossen. Die Ache entspringt am Südufer des Sees, macht dann eine Wendung nach Norden und mündet bei [[Tittmoning]] in die [[Salzach]]. Kein Lodagei ohne Bach! Den Obmann des historischen Vereines Petting, Michael Demel, informierte ich<ref>Autor dieses Absatzes [[Martin Gschwandtner]]</ref> darüber, dass es bei uns in Hof bei Salzburg ebenfalls ein "Lodagei" gibt, in der früher Weberei und Lodenmacherei betrieben wurde, wozu man Schafzucht betreiben musste und auch viel Wasser brauchte, und verwies ihn auf die Artikel darüber im Internet und im Salzburgwiki, wo Näheres über die Herkunft des Namens zu finden ist. |