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[[Datei:Michael_Josef_Greger 2024 02.jpg|thumb|Dr. [[Michael Josef Greger]] erforscht Bräuche und Rituale in Salzburg. Das von ihm geleitete Landesinstitut für Volkskunde bewahrt archivarische Schätze der Volkskunde-Wissenschaft.]]
 
[[Datei:slivk_pacherstraße.jpg|thumb|Das Gebäude Michael-Pacher-Straße 40, in dem das SLIVK im Salzburger Landesarchiv untergebracht ist.]]
 
[[Datei:slivk_pacherstraße.jpg|thumb|Das Gebäude Michael-Pacher-Straße 40, in dem das SLIVK im Salzburger Landesarchiv untergebracht ist.]]
Das '''{{PAGENAME}}''' (SLIVK) ist eine wissenschaftliche Institution des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]], die mit wissenschaftlichen und didaktischen Aufgaben betraut ist.
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Das '''Salzburger Landesinstitut für Volkskunde''' (SLIVK) ist eine wissenschaftliche Institution des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]], die mit wissenschaftlichen und didaktischen Aufgaben betraut ist.
    
==Tätigkeit==  
 
==Tätigkeit==  
Inhaltlichen Schwerpunkte des [https://www.salzburg.gv.at/dienststellen/abteilungen/202/20204/904 SLIVK] sind: Die Volkskunde/empirische Kulturforschung Salzburgs im nationalen und europäischen Vergleich, Europäische Ethnologie, kulturelle Netzwerke, Vergleichende Kulturwissenschaft im Bereich menschlicher Alltagsbewältigungen, Rituale und Feste unterschiedlicher menschlicher Lebenswelten und Milieus.
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Inhaltlichen Schwerpunkte des Landesinstituts für Volkskundesind: Die Volkskunde/empirische Kulturforschung Salzburgs im nationalen und europäischen Vergleich, Europäische Ethnologie, kulturelle Netzwerke, Vergleichende Kulturwissenschaft im Bereich menschlicher Alltagsbewältigungen, Rituale und Feste unterschiedlicher menschlicher Lebenswelten und Milieus.
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Besondere Expertise hat das Landesinstitut für Volkskunde in den Bereichen Ritual- und Brauchforschung in Salzburg (unter gegenwärtigen und historischen Aspekten) samt den dazugehörigen europäischen Kulturzusammenhängen, der Wissens-, Wissenschafts-, Disziplinen-, Personen- und Institutionengeschichte der Europäischen Ethnologie, Kulturanthropologie, Volkskunde, der Trachten- und Kleiderforschung sowie der Erforschung von Salzburger Selbst- und Fremdbildern und deren Wandel.
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Besondere Expertise hat das [https://www.salzburg.gv.at/dienststellen/abteilungen/202/20204/904 Landesinstitut für Volkskunde] in den Bereichen Ritual- und Brauchforschung in Salzburg (unter gegenwärtigen und historischen Aspekten) samt den dazugehörigen europäischen Kulturzusammenhängen, der Wissens-, Wissenschafts-, Disziplinen-, Personen- und Institutionengeschichte der Europäischen Ethnologie, Kulturanthropologie, Volkskunde, der Trachten- und Kleiderforschung sowie der Erforschung von Salzburger Selbst- und Fremdbildern und deren Wandel.
   
Die Institutsmitarbeiter stehen in enger Zusammenarbeit mit anderen fachlich relevanten Einrichtungen im In- und Ausland und präsentieren die Ergebnisse ihrer Forschungen in Publikationen, Vorträgen und auf Fachtagungen.  
 
Die Institutsmitarbeiter stehen in enger Zusammenarbeit mit anderen fachlich relevanten Einrichtungen im In- und Ausland und präsentieren die Ergebnisse ihrer Forschungen in Publikationen, Vorträgen und auf Fachtagungen.  
    
Das Institut möchte erstens neben quellenbasierter kulturhistorischer Arbeit mit den theoretischen und methodischen Mitteln einer v.a. qualitativ forschenden Europäischen Ethnologie des [[21. Jahrhundert]]s seine Aufmerksamkeit auf den Wandel und die Vielgestaltigkeit der diversen Salzburger Milieus richten. Dabei stehen die tiefgreifenden ökonomischen, sozialen und kulturellen Veränderungen der letzten Jahrzehnte in Salzburg im Fokus.
 
Das Institut möchte erstens neben quellenbasierter kulturhistorischer Arbeit mit den theoretischen und methodischen Mitteln einer v.a. qualitativ forschenden Europäischen Ethnologie des [[21. Jahrhundert]]s seine Aufmerksamkeit auf den Wandel und die Vielgestaltigkeit der diversen Salzburger Milieus richten. Dabei stehen die tiefgreifenden ökonomischen, sozialen und kulturellen Veränderungen der letzten Jahrzehnte in Salzburg im Fokus.
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Zweitens betreut das Institut ein wissenschaftliches Archiv zur Fachgeschichte der Volkskunde (u. a. Schriftlicher und Bild-Nachlass [[Richard Wolfram]], Österreichischer Volkskundeatlas [Fragebögen, Karten, Büroarchiv], Nachlass Karl Haiding) und Heimatkunde Salzburgs (u. a.: Teilnachlass [[Richard Treuer]], Teilnachlass [[Friederike Prodinger]], Teilnachlass [[Josef Walleitner]], Fotodokumentationen und Legate) sowie eine umfangreiche wissenschaftliche Fachbibliothek<ref> [https://search-sla.obvsg.at/primo_library/libweb/action/search.do?vid=SLA Fachbibliothek]</ref> (sowohl kulturhistorische, als auch gegenwärtige Monografien, Zeitschriften und Reihenwerke sowie Sonderdrucke). Diese Sammlungen stellen Ausgangspunkte interdisziplinärer und interinstitutioneller Zusammenarbeit dar und werden regelmäßig von der internationalen europäisch-ethnologischen Forschung in Anspruch genommen.
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Zweitens betreut das Institut ein wissenschaftliches Archiv zur Fachgeschichte der Volkskunde (u. a. Schriftlicher und Bild-Nachlass [[Richard Wolfram]], Österreichischer Volkskundeatlas [Fragebögen, Karten, Büroarchiv], Nachlass Karl Haiding) und Heimatkunde Salzburgs (u. a.: Teilnachlass [[Richard Treuer]], Teilnachlass [[Friederike Prodinger]], Teilnachlass [[Josef Walleitner]], Fotodokumentationen und Legate) sowie eine umfangreiche wissenschaftliche Fachbibliothek<ref>[https://search-sla.obvsg.at/primo_library/libweb/action/search.do?vid=SLA Fachbibliothek]</ref> (sowohl kulturhistorische, als auch gegenwärtige Monografien, Zeitschriften und Reihenwerke sowie Sonderdrucke). Diese Sammlungen stellen Ausgangspunkte interdisziplinärer und interinstitutioneller Zusammenarbeit dar und werden regelmäßig von der internationalen europäisch-ethnologischen Forschung in Anspruch genommen.
    
Drittens halten die wissenschaftliche Mitarbeiter des Institutes regelmäßig populäre und wissenschaftliche Vorträge, nehmen an (Podiums)-Diskussionen teil, sind an Universitätslehrveranstaltungen, Seminaren, Tagungen, Workshops, Schulveranstaltungen  etc. beteiligt und bemühen sich so, kulturwissenschaftliche Erkenntnisse an das interessierte Publikum zu vermitteln. Dazu dienen im Besonderen Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, Radio- und Fernsehbeiträge.  
 
Drittens halten die wissenschaftliche Mitarbeiter des Institutes regelmäßig populäre und wissenschaftliche Vorträge, nehmen an (Podiums)-Diskussionen teil, sind an Universitätslehrveranstaltungen, Seminaren, Tagungen, Workshops, Schulveranstaltungen  etc. beteiligt und bemühen sich so, kulturwissenschaftliche Erkenntnisse an das interessierte Publikum zu vermitteln. Dazu dienen im Besonderen Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, Radio- und Fernsehbeiträge.  
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* Im neuen [[Salzburger Kulturlexikon]], erweiterte und verbesserte Neuauflage 2019 (insgesamt die dritte), hg. von [[Peter Mittermayr]] und [[Heinrich Spängler]] verfasste die ehemalige Institutsleiterin Prof. Dr. [[Ulrike Kammerhofer-Aggermann]] über 100 wissenschaftliche Artikel zu Themen der Salzburger Volkskulturen (von [[Karl Adrian]] bis [[Richard Wolfram]] und von Bräuche bis zu Tracht). Institutsleiter Dr. [[Michael Greger|Greger]] schrieb und betreute über 20 neue Artikel zu Aspekten von Salzburger Alltagskulturen von Alter und Altern, über Kaffeehäuser, Sport oder Winter- und <nowiki>Sommer</nowiki>[[fremdenverkehr]] (gemeinsam mit Katharina Scharf) bis zu Zivilgesellschaftlichem Engagement (Autor hier Stefan Wally, unter Mitarbeit von Reinhard Geiger)
 
* Im neuen [[Salzburger Kulturlexikon]], erweiterte und verbesserte Neuauflage 2019 (insgesamt die dritte), hg. von [[Peter Mittermayr]] und [[Heinrich Spängler]] verfasste die ehemalige Institutsleiterin Prof. Dr. [[Ulrike Kammerhofer-Aggermann]] über 100 wissenschaftliche Artikel zu Themen der Salzburger Volkskulturen (von [[Karl Adrian]] bis [[Richard Wolfram]] und von Bräuche bis zu Tracht). Institutsleiter Dr. [[Michael Greger|Greger]] schrieb und betreute über 20 neue Artikel zu Aspekten von Salzburger Alltagskulturen von Alter und Altern, über Kaffeehäuser, Sport oder Winter- und <nowiki>Sommer</nowiki>[[fremdenverkehr]] (gemeinsam mit Katharina Scharf) bis zu Zivilgesellschaftlichem Engagement (Autor hier Stefan Wally, unter Mitarbeit von Reinhard Geiger)
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* Die ehemalige Institutsleiterin Prof. Dr. Ulrike Kammerhofer-Aggermann ist in namhaften Sammelbänden zur Salzburger Kulturgeschichte wie "''Von Venedig nach Salzburg. Spurenlese eines vielschichtigen Transfers''" (Hg. Thomas Hochradner, Ingonda Hannesschläger, [[Gerhard Ammerer]]), "''Weltbühne und Naturkulisse. Zweihundert Jahre Salzburg-Tourismus''" (Hg. [[Hans Haas]], [[Robert Hoffmann]]) mit Artikeln vertreten und hat z. B. einen Raum der neuen Ausstellung zu [[Fürsterzbischof]] [[Markus Sittikus von Hohenems]] und den Salzburger Karneval im [[Schloss Hellbrunn]] inhaltlich kuratiert, weiters zwei Ausstellungen zu Salzburger [[Tresterer]]n und ihrer Geschichte, 2017 im Österreichischen Volkskundemuseum in Wien, 2018 im "[[Monatsschlössl]]", Abteilung Volkskunde des Salzburg Museum von Schloss Hellbrunn.
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* Die ehemalige Institutsleiterin Prof. Dr. Ulrike Kammerhofer-Aggermann ist in namhaften Sammelbänden zur Salzburger Kulturgeschichte wie Von Venedig nach Salzburg. Spurenlese eines vielschichtigen Transfers (Hg. Thomas Hochradner, Ingonda Hannesschläger, [[Gerhard Ammerer]]), Weltbühne und Naturkulisse. Zweihundert Jahre Salzburg-Tourismus (Hg. [[Hans Haas]], [[Robert Hoffmann]]) mit Artikeln vertreten und hat z. B. einen Raum der neuen Ausstellung zu [[Fürsterzbischof]] [[Markus Sittikus von Hohenems]] und den Salzburger Karneval im [[Schloss Hellbrunn]] inhaltlich kuratiert, weiters zwei Ausstellungen zu Salzburger [[Tresterer]]n und ihrer Geschichte, 2017 im Österreichischen Volkskundemuseum in Wien, 2018 im [[Monatsschlössl]], Abteilung Volkskunde des Salzburg Museum von Schloss Hellbrunn.
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* Dr. Michael Greger hielt Vorträge im Rahmen der regelmäßigen Themen-Tagungen außeruniversitären Forschungsstellen der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde oder zuletzt 2019 im "[[Franz Winkelmeier|Riesenmuseum]]" in [[Lengau]] im [[oberösterreich]]ischen [[Innviertel]] zu den [[Lungau]]er "Riesen", den [[Samson]]en.
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* Dr. Michael Greger hielt Vorträge im Rahmen der regelmäßigen Themen-Tagungen außeruniversitären Forschungsstellen der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde oder zuletzt 2019 im [[Franz Winkelmeier|Riesenmuseum]] in [[Lengau]] im [[oberösterreich]]ischen [[Innviertel]] zu den [[Lungau]]er Riesen, den [[Samson]]en.
    
Die Mitarbeiter des Institutes beantworten im Jahr mehr als 100 sowohl wissenschaftliche Anfragen, als auch Anfragen von in Salzburg Wohnenden, Brauch-Akteuren aller Altersstufen, Medien sowie an kulturwissenschaftlichen Themen Interessierten. Für einen persönlichen Termin wird um Voranmeldung per Telefon, ''WhatsApp'', SMS oder E-Mail gebeten, da die Mitarbeiter des Öfteren in Sachen empirischer Kulturforschung im Land Salzburg unterwegs sind bzw. dringende Anfragen im Archiv recherchieren.
 
Die Mitarbeiter des Institutes beantworten im Jahr mehr als 100 sowohl wissenschaftliche Anfragen, als auch Anfragen von in Salzburg Wohnenden, Brauch-Akteuren aller Altersstufen, Medien sowie an kulturwissenschaftlichen Themen Interessierten. Für einen persönlichen Termin wird um Voranmeldung per Telefon, ''WhatsApp'', SMS oder E-Mail gebeten, da die Mitarbeiter des Öfteren in Sachen empirischer Kulturforschung im Land Salzburg unterwegs sind bzw. dringende Anfragen im Archiv recherchieren.
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==== Der forschende Blick auf Salzburgs Bräuche und Rituale ====
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Salzburger Landesinstitut für Volkskunde zeichnet auf, untersucht und analysiert Kultur-Besonderheiten im Land. Ein Beitrag der [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [[11. Jänner]] [[2024]].<ref>Salzburger Landeskorrespondenz vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=69513 11. Jänner 2024]</rf>
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Seit wann [[Halloween]] in Salzburg verbreitet ist, was Hostien in der [[Salzach]] zu suchen haben, was die Faszination von ''[[Sound of Music]]'' ausmacht, woher das [[Aperschnalzen]] stammt und welche uralten Handwerkskünste gerade einen Hype erleben. Solchen Fragen geht das Salzburger Landesinstitut für Volkskunde mit wissenschaftlicher Genauigkeit auf den Grund, inzwischen seit mehr als vier Jahrzehnten. Rituale und [[Bräuche]] im Land erforschen und dabei die Sicht von innen und außen berücksichtigen, gehört zum Spezialgebiet des Salzburger Landesinstituts für Volkskunde. Auch welche Trachten und Kleider getragen werden und wurden, untersuchen Leiter [[Michael Josef Greger]] und seine Forschungskollegin Vivienne Marquart.
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"Rituale helfen Gruppen, ihre Normen und Werte zu bestätigen. Bräuche machen Zeit erlebbar und messbar", erklärt Greger, der sich und das Institut als Drehscheibe zwischen Forschung und interessierter Öffentlichkeit sieht. "Uns ist die Vermittlung wichtig, in Radiosendungen, Diskussionen, Vorträgen, Seminaren, aber auch in unseren Publikationen", so der Volkskundler, nach Eigendefinition "europäischer Ethnologe". "Wir sind mittlerweile eines der österreichischen Zentren, die sich mit der Geschichte der Volkskunde in Österreich und deren Forscher auseinandersetzen. Unser Archiv birgt historische Schätze aus Nachlässen von Wissenschaftlern, die einzigartig sind", so Greger.
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In dem vom Institut zusammengestellten Kalender der Religionen erfährt man zum Beispiel, dass der Halloween-Brauch erstmals während der US-amerikanischen Besatzungszeit nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] im Land auftauchte, aber nicht vor den [[1990er]]-Jahren überhaupt in Salzburg Verbreitung fand.
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Aufgezeichnet und untersucht werden im SLIVK sowohl die Praxis als auch die Herkunft der Salzburger Bräuche. Neben den zahlreichen [[Perchten]]-, [[Krampus]]- und [[Glöckler]]läufen rund um [[Weihnachten]] und [[Neujahr]] werden auch unbekanntere Traditionen wie das "[[Himmelbrotschutzen]]" in [[Oberndorf bei Salzburg]] dokumentiert. Zu [[Fronleichnam]] wird da ein Kranz mit vier gesegneten Hostien von einer Zille aus der Salzach übergeben. "Ein Schutzritual gegen die vielfältigen realen Gefahren, denen die [[Salzachschifffahrt|Salzachschiffer]] als einer der zentralen Salzburger Wirtschaftsmotoren jahrhundertelang ausgesetzt waren", erklärt Greger.
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In Seminaren, im Radio oder in Vorträgen geben die Kulturwissenschaftler ihr Wissen weiter, zuletzt über das im bayerisch-Salzburger Grenzraum mit Begeisterung ausgeübte Aperschnalzen. Und natürlich in Buchform. So ist dem Mythos und Tourismus-Phänomen "Sound of Music" ein umfangreicher Sammelband des Instituts gewidmet. "Darin kann man nicht nur Wissenswertes aus der Lebensgeschichte der ‚echten‘ Familie [[Trapp-Familie|Trapp]] nachlesen. Sondern auch, welche Bedeutung erfolgreiche Medienprodukte auf den Wandel von Selbst- und Fremdbildern, den [[Tourismus]] und damit unser Alltagsleben in Salzburg haben", sagt Greger.
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Mehrfach ausgezeichnet wurde die Reihe "Bräuche im Salzburger Land. Zeitgeist, Lebenskonzepte, Rituale, Trends, Alternativen". Die informativen Artikel österreichischer und deutscher Kulturforscher zu Salzburger Bräuchen und Festen als regionale Eigenheiten im europäischen Vergleich können inzwischen unter www.brauch.at online abgerufen werden.
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Eine Studie zum Salzburger Handwerk läuft gerade, 50 qualitative Interviews mit aktiven Handwerkern unterschiedlichsten Alters aus 28 Branchen wurden dafür geführt – mit Maßschuhmachern über Kunststoff-Technikerinnen bis hin zum Surfboard-Shaper, der seine Bretter an die Crème de la Crème des Surfsports weltweit verkauft. Auch eine Steinmetz-Meisterin und die letzte Salzburger Kürschnerin waren dabei. "Als Wissenschaftler interessiert uns, wie sich gesellschaftliche Strömungen wie die ‚political correctness‘ auf Gewerbe auswirken", so Greger, was sich etwa im Pelzhandwerk zeigt. Es gibt gleichzeitig auch eine Renaissance beim Holzhandwerk. "Ein [[Lungau]]er Wagnermeister muss aufgrund von Überbelegung sogar Lehrlinge ablehnen", erzählt Greger. Seine trendigen und handgefertigten Holzprodukte sind wieder "in".
    
== Salzburger Beiträge zur Volkskunde ==
 
== Salzburger Beiträge zur Volkskunde ==
Seit 1986 wird die monografische Reihe "[[Salzburger Beiträge zur Volkskunde]]" (SBzVK) herausgegeben.<br>
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Seit 1986 wird die monografische Reihe [[Salzburger Beiträge zur Volkskunde]] (SBzVK) herausgegeben.  
    
==Organisation==
 
==Organisation==
 
Das SLIVK ist dem [[Amt der Salzburger Landesregierung]], Abteilung 2: Kultur, Bildung, Gesellschaft und Sport (Leitung: Mag. Eva Veichtlbauer LLM), Referat 2/04 (Kultur und Wissenschaft, Leitung: Dr. Peter Gutschner) angegliedert.  
 
Das SLIVK ist dem [[Amt der Salzburger Landesregierung]], Abteilung 2: Kultur, Bildung, Gesellschaft und Sport (Leitung: Mag. Eva Veichtlbauer LLM), Referat 2/04 (Kultur und Wissenschaft, Leitung: Dr. Peter Gutschner) angegliedert.  
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Institutsleiter ist Dr. [[Michael Greger|Michael J. Greger]].   
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Institutsleiter ist Dr. Michael J. Greger.   
    
Die Institutsleiterin von [[1983]] bis [[1987]] war Dr. [[Rotraut Acker-Sutter]], von 1987 bis April [[2019]] Prof. Dr. [[Ulrike Kammerhofer-Aggermann]].
 
Die Institutsleiterin von [[1983]] bis [[1987]] war Dr. [[Rotraut Acker-Sutter]], von 1987 bis April [[2019]] Prof. Dr. [[Ulrike Kammerhofer-Aggermann]].
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:''5020 Salzburg  
 
:''5020 Salzburg  
 
:''Telefon: (06 62) 80 42-23 51  
 
:''Telefon: (06 62) 80 42-23 51  
:'''[[Bürotechnik einst und jetzt#Telefax hält Einzug|Telefax]]: (06 62) 80 42-30 79  
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:''[[Bürotechnik einst und jetzt#Telefax hält Einzug|Telefax]]: (06 62) 80 42-30 79  
 
:''E-Mail: volkskunde.slivk@salzburg.gv.at
 
:''E-Mail: volkskunde.slivk@salzburg.gv.at
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==Quelle==
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== Weblink ==
* [http://www.salzburg.gv.at/904 Amt der Salzburger Landesregierung, Landesinstitut für Volkskunde]
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* [https://www.brauch.at/ www.brauch.at], Bräuche im Salzburger Land zum online-Nachlesen
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==Quellen ==
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* [https://www.salzburg.gv.at/dienststellen/abteilungen/202/20203/904 Amt der Salzburger Landesregierung, Landesinstitut für Volkskunde]
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* [https://www.salzburg.gv.at/themen/forschung/landesinstitut-volkskunde  Amt der Salzburger Landesregierung, Landesinstitut für Volkskunde]
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* [ https://www.salzburg.gv.at/verwaltung_/Documents/Schriftenreihe%20Salzburger%20Landesinstitut%20f%C3%BCr%20Volkskunde.pdf Schriftenreihe Salzburger Landesinstitut für Volkskunde] pdf
    
== Einzelnachweis ==
 
== Einzelnachweis ==
 
<references/>
 
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[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Salzburg Süd]]
 
[[Kategorie:Salzburg Süd]]

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