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Thumersbachtal (Seite wurde neu angelegt)
Das '''Thumersbachtal''' ist ein Taleinschnitt westlich des [[Hundstein]] in der [[Hundsteingruppe]].
==Geografie==
Das Thumersbachtal befindet sich im Gemeindegebiet von [[Zell am See]] im [[Pinzgau]]. Es ist ein Ost-West-Tal mit ca. vier Kilometern Länge. Das Tal beginnt am Ufer des [[Zeller See]]s in der Ortschaft [[Thumersbach]], der Talschluss liegt am Fuße des Hundstein. Das Tal ist besiedelt und wird landwirtschaftlich genutzt. An beiden Talseiten reicht die Bebauung bis auf etwa 1 000 [[m ü. A.]] und sind diese Siedlungsgebiete mit [[Güterweg]]en ausreichend erschlossen. Das Tal wird vom namengebenden [[Thumersbach (Gewässer)]] entwässert.
==Bergbau, Sommerfrische, Westbahntrasse==
Thumersbach wurde im Jahr [[1140]] zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Es ist ein alter Ortsteil und gilt als die „Sonnseite“ der Stadt Zell am See. Seit Beginn der Sommerfrische wurden Thumersbach und das Thumersbachtal von Gästen geschätzt und viele bekannte Familien besuchten Ort und Tal oder siedelten sich auch hier an wie [[Stefan Zweig]], der bis zu seiner Emigration im Jahr [[1934]] am Thumersbacher Seeufer ein Haus besaß.
Vor dem Bau der [[Westbahn]] wollte man die Bahntrasse über Thumersbach führen, was dem naheliegenden - weil kürzeren - Weg von [[Bruck an der Großglocknerstraße]] Richtung [[Maishofen]] entsprochen hätte. Massive Proteste der Zeller Bevölkerung und der Bittgang des damaligen Bürgermeisters [[Franz Salzmann]] nach Wien hatten schließlich die Verlegung der Bahntrasse an das Zeller Ufer zur Folge.
Im Thumersbachtal, das einige Seitengräben aufweist, wurde einst im Michelsbachgraben ein Silberbergwerk betrieben. Am Talausgang befanden sich über Jahrhunderte weitere Bergwerksanlagen wie Schmelzwerke.
Thumersbach und das Thumersbachtal waren früher mangels guter Straßenverbindungen von Zell am See aus am besten über den See erreichbar. Das geschah im Sommer mittels der [[Zeller Flachboote]], im Winter ging man zu Fuß oder fuhr mit Schlitten über die Eisdecke des Zeller Sees. Sowohl im Sommer als auch im Winter hat dieser Verkehrsweg über die Jahrhunderte zahlreiche Opfer gefordert.
==Quellen==
* Eigenartikel von [[Christina Nöbauer]]
* Topografische, Österreichische Karte des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen, 1:25 000, 3221 Ost – Rauris, Wien, 2008
[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Tal]]
[[Kategorie:Zell am See]]
[[Kategorie:Pinzgau]]
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