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Am [[27. Februar]] [[1814]] wurde Dr. Tuaillon in Mattighofen als Landgerichtsarzt II. Klasse angestellt, wo er zuvor als praktischer Arzt tätig war.<ref>Salzburger Zeitung, 18. März 1814, 390.</ref>
 
Am [[27. Februar]] [[1814]] wurde Dr. Tuaillon in Mattighofen als Landgerichtsarzt II. Klasse angestellt, wo er zuvor als praktischer Arzt tätig war.<ref>Salzburger Zeitung, 18. März 1814, 390.</ref>
1824 ist er ausübender Arzt - also ohne staatliche Anstellung - in Grieskirchen im Hausruckkreis und quieszierter<ref>in Ruhestand versetzter</ref> Beamter.<ref>Schematismus von Oesterreich ob der Enns und Salzburg: für das Jahr 1824, 10.</ref> 1825-27 versah er die [[Bezirksärzte in Zell am See|Distriktsarztsstelle zu Zell am See]] provisorisch.<ref>Schematismus von Oesterreich ob der Enns und Salzburg: für das Jahr 1826, 203.</ref>  
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1824 war er ausübender Arzt - also ohne staatliche Anstellung - in Grieskirchen im Hausruckkreis und quieszierter<ref>in Ruhestand versetzter</ref> Beamter.<ref>Schematismus von Oesterreich ob der Enns und Salzburg: für das Jahr 1824, 10.</ref> 1825-27 versah er die [[Bezirksärzte in Zell am See|Distriktsarztsstelle zu Zell am See]] provisorisch.<ref>Schematismus von Oesterreich ob der Enns und Salzburg: für das Jahr 1826, 203.</ref>  
    
[[1827]] wurde ihm die Bezirksarztstelle in [[Goldegg]] verliehen.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Sch. 151.</ref> In Goldegg suchte er vergeblich nach einer Wohnmöglichkeit. "Derselbe überzeugte sich von der Unmöglichkeit in diesem kleinen Dorfe unterkommen zu können, indem es da durchaus keine leeren Quartiere gibt." Seit der Errichtung des Physikats Goldegg wohnten die Bezirksärzte in [[Katastralgemeinde St. Johann im Pongau|St. Johann]]. Allerdings wurde Dr. Tuaillon das [[Denkmalgeschützte Objekte in Schwarzach im Pongau|Missionsgebäude]] zur [[Schwarzach im Pongau|Schwarzach]] als angemessen empfohlen. Aus dem Brief vom 5. Juni 1827 erfahren wir, dass er "eine Küche zu seiner häuslichen und pharmaceutischen Verwendung" benötigte und er "den zum Gebäude gehörigen Garten, welcher aber dermalen sehr abgekommen, und verödet ist" gerne pachten wollte. Im ersten Stock befanden sich "3 heizbarere, und 2 unheizbare Zimmer".<ref>SLA KR BIX 3 Fasz 162; Text des Briefes: https://drive.google.com/file/d/1WIuYlOHMDfOSIGM3PH25IHKZ2dSrIMCJ/view?usp=sharing</ref>  
 
[[1827]] wurde ihm die Bezirksarztstelle in [[Goldegg]] verliehen.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Sch. 151.</ref> In Goldegg suchte er vergeblich nach einer Wohnmöglichkeit. "Derselbe überzeugte sich von der Unmöglichkeit in diesem kleinen Dorfe unterkommen zu können, indem es da durchaus keine leeren Quartiere gibt." Seit der Errichtung des Physikats Goldegg wohnten die Bezirksärzte in [[Katastralgemeinde St. Johann im Pongau|St. Johann]]. Allerdings wurde Dr. Tuaillon das [[Denkmalgeschützte Objekte in Schwarzach im Pongau|Missionsgebäude]] zur [[Schwarzach im Pongau|Schwarzach]] als angemessen empfohlen. Aus dem Brief vom 5. Juni 1827 erfahren wir, dass er "eine Küche zu seiner häuslichen und pharmaceutischen Verwendung" benötigte und er "den zum Gebäude gehörigen Garten, welcher aber dermalen sehr abgekommen, und verödet ist" gerne pachten wollte. Im ersten Stock befanden sich "3 heizbarere, und 2 unheizbare Zimmer".<ref>SLA KR BIX 3 Fasz 162; Text des Briefes: https://drive.google.com/file/d/1WIuYlOHMDfOSIGM3PH25IHKZ2dSrIMCJ/view?usp=sharing</ref>  
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Am 11. November 1831 bei der Geburt seines Sohnes Johann Baptist Clemens, wird er als "Stadtphysikus in Salzburg" bezeichnet  und lebte in Salzburg St Andrä, Hausnummer 332. Wahrscheinlich war er aber zu dieser Zeit Physiker in Gastein und wechselte zwischen Gastein und Salzburg. Seine Frau war Anna Kölbl, eine Wirtstochter von Wimspach in Oberösterreich. Als Zeuge vertrat Albert Bachauer seinen  Vater Herrn Anton Bachauer, der k.k. Pfleger zu St Johann im Pongau war und den Dr. Tuaillon wohl aus seiner Zeit als Physikus von Goldegg kannte.
 
Am 11. November 1831 bei der Geburt seines Sohnes Johann Baptist Clemens, wird er als "Stadtphysikus in Salzburg" bezeichnet  und lebte in Salzburg St Andrä, Hausnummer 332. Wahrscheinlich war er aber zu dieser Zeit Physiker in Gastein und wechselte zwischen Gastein und Salzburg. Seine Frau war Anna Kölbl, eine Wirtstochter von Wimspach in Oberösterreich. Als Zeuge vertrat Albert Bachauer seinen  Vater Herrn Anton Bachauer, der k.k. Pfleger zu St Johann im Pongau war und den Dr. Tuaillon wohl aus seiner Zeit als Physikus von Goldegg kannte.
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1832–1835 war er dann [[Bezirksärzte in Tamsweg|Bezirksarzt in Tamsweg]]. Dort lebte er mit seiner Familie im Huas Markt 115, sein Sohn verstarb an Scharlach und die Tochter Anton v Padua Josepha Barbara Maria Anna wurde geboren.<ref>Tamsweg 1820-1847 Sterbefälle; Tamsweg, 1820-1839 Taufen.</ref> Anschließend wurde er Bezirksarzt in Bezirksarzt von Siegharting in [[Oberösterreich]], als Nachfolger von [[Johann Nepomuk Jessenwagner|Dr. Jessenwagner]] und lebte wie dieser in Sigharting 1 dem Schloss Sigharting. Am 3. Juli 1839 wurde ihm dort eine weiter Tochter geboren, die allerdings vermutlich nicht überlebte. Johann Baptist Tuaillon war mittlerweile 60 Jahre alt. 1848 ist er immer noch Bezirksarzt in Sigharting, wohnt aber in [[Schärding]].<ref>Provinzial-Handbuch von Österreich ob der Enns und Salzburg 1848, 391.</ref>
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1832–1835 war er dann [[Bezirksärzte in Tamsweg|Bezirksarzt in Tamsweg]]. Dort lebte er mit seiner Familie im Haus Markt 115, dem heutigen [[Denkmalgeschützte Objekte in Tamsweg|Forstamtsgebäude]] Sein Sohn verstarb an Scharlach und die Tochter Anton v Padua Josepha Barbara Maria Anna wurde geboren.<ref>Tamsweg 1820-1847 Sterbefälle; Tamsweg, 1820-1839 Taufen.</ref> Anschließend wurde er Bezirksarzt von Siegharting in [[Oberösterreich]], als Nachfolger von [[Johann Nepomuk Jessenwagner|Dr. Jessenwagner]] und lebte wie dieser in Sigharting 1 dem [[<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Sigharting</ref>|Schloss Sigharting]]. Am 3. Juli 1839 wurde ihm dort eine weiter Tochter geboren, die allerdings vermutlich nicht überlebte. Johann Baptist Tuaillon war mittlerweile 60 Jahre alt. 1848 ist er immer noch Bezirksarzt in Sigharting, wohnt aber in [[Schärding]].<ref>Provinzial-Handbuch von Österreich ob der Enns und Salzburg 1848, 391.</ref>
    
Am 5. Dezember [[1875]] starb Anna Tuaillon k.k. Bezirksarztens-Wittwe im Alter von 75 Jahren an Apoplexie im Asyl der barmherzigen Schwester.<ref>Salzburger Zeitung, 14. Januar 1876, 3.</ref>
 
Am 5. Dezember [[1875]] starb Anna Tuaillon k.k. Bezirksarztens-Wittwe im Alter von 75 Jahren an Apoplexie im Asyl der barmherzigen Schwester.<ref>Salzburger Zeitung, 14. Januar 1876, 3.</ref>

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