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== Familie ==
 
== Familie ==
Er war ein Sohn von [[Ferdinand IV. von Toskana]] (* [[10. Juni]] [[1835]] † [[17. Jänner]] [[1908]]) und dessen zweiten Ehefrau [[Alice von Toskana|Alicia von Bourbon-Parma]] (* [[27. Dezember]] [[1849]]; †[[ 16. Jänner]] [[1935]]), der in Salzburg im [[Toskanatrakt]] wohnte.
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Er war ein Sohn von [[Ferdinand IV. von Toskana]] (* [[10. Juni]] [[1835]] † [[17. Jänner]] [[1908]]) und dessen zweiten Ehefrau [[Alice von Toskana|Alicia von Bourbon-Parma]] (* [[27. Dezember]] [[1849]]; † [[ 16. Jänner]] [[1935]]), der in Salzburg im [[Toskanatrakt]] wohnte.
    
== Leben ==
 
== Leben ==
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Er liebte seine Cousine Elvira, die Tochter des spanischen Kronanwärters Don Carlos. Aber Kaiser [[Franz Joseph I.]] verbot aus politischen Gründen diese Verbindung. Das dann ausschlaggebende Ereignis fand an Bord des Kreuzers der k.u.k. Kriegsmarine SMS ''Kaiserin Elisabeth'' auf einer Seereise nach Indien statt. Dabei kam es zum Bruch mit dem österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand. Leopold wurde ausgeschifft und nach Hause geschickt und strafversetzt zur Infanterie in die entlegene Garnison Iglau.  
 
Er liebte seine Cousine Elvira, die Tochter des spanischen Kronanwärters Don Carlos. Aber Kaiser [[Franz Joseph I.]] verbot aus politischen Gründen diese Verbindung. Das dann ausschlaggebende Ereignis fand an Bord des Kreuzers der k.u.k. Kriegsmarine SMS ''Kaiserin Elisabeth'' auf einer Seereise nach Indien statt. Dabei kam es zum Bruch mit dem österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand. Leopold wurde ausgeschifft und nach Hause geschickt und strafversetzt zur Infanterie in die entlegene Garnison Iglau.  
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Dort lernte er Wilhelmine Admovicz kennen, die Tochter eines Postbeamten, Kellnerin und Prostitutierte. Der Erzherzog sorgte nun für sie und kaufte ihr in Wien in einem Nobelbezirk eine Villa. Als Leopold seine nicht standesgemäße Wilhelmine heiraten wollte, wurde er in eine Nervenheilanstalt gesteckt. Er überdachte die Situation und war nach einiger Zeit bereit, sich von Wilhelmine zu trennen, die durch einen Vertrag ein Vermögen gemacht hätte. Doch Leopold kehrte zu ihr zurück und der Vertrag war Schall und Rauch.
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Dort lernte er Wilhelmine Admovicz kennen, die Tochter eines Postbeamten, Kellnerin und Prostituierte. Der Erzherzog sorgte nun für sie und kaufte ihr in Wien in einem Nobelbezirk eine Villa. Als Leopold seine nicht standesgemäße Wilhelmine heiraten wollte, wurde er in eine Nervenheilanstalt gesteckt. Er überdachte die Situation und war nach einiger Zeit bereit, sich von Wilhelmine zu trennen, die durch einen Vertrag ein Vermögen gemacht hätte. Doch Leopold kehrte zu ihr zurück und der Vertrag war Schall und Rauch.
    
Nun wurde sein Wiedereintritt in die Armee abgelehnt, was Leopold dazu bewegte, aus der Familie Habsburg auszutreten. Am [[11. Dezember]] [[1902]] floh er gemeinsam mit seiner Schwester Luisa Antonieta in die Schweiz. Von Zürich aus telegrafierte er dem Kaiser, dass er aus dem Kaiserhaus austreten werde und künftig sich ''Leopold Wölfling'' nennen werde. Kaiser Franz Joseph verbot ihm daraufhin, jemals wieder nach Österreich zurück zu kehren,  und gab ihm eine Abfindung von 200.000 [[Krone]]n sowie aus dem privaten Vermögen des Hauses Toscana eine lebenslange Apanage von 36.000 Kronen jährlich.  
 
Nun wurde sein Wiedereintritt in die Armee abgelehnt, was Leopold dazu bewegte, aus der Familie Habsburg auszutreten. Am [[11. Dezember]] [[1902]] floh er gemeinsam mit seiner Schwester Luisa Antonieta in die Schweiz. Von Zürich aus telegrafierte er dem Kaiser, dass er aus dem Kaiserhaus austreten werde und künftig sich ''Leopold Wölfling'' nennen werde. Kaiser Franz Joseph verbot ihm daraufhin, jemals wieder nach Österreich zurück zu kehren,  und gab ihm eine Abfindung von 200.000 [[Krone]]n sowie aus dem privaten Vermögen des Hauses Toscana eine lebenslange Apanage von 36.000 Kronen jährlich.  
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== Literatur ==
 
== Literatur ==
* Hamann, Brigitte: ''Die Habsburger'', Wien, 1988, Seite 262/Seite 263
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* Hamann, Brigitte: "Die Habsburger", Wien, 1988, Seite 262, 263
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
* [http://www.adel-genealogie.de/Sachsen.html www.adel-genealogie.de]
 
* [http://www.adel-genealogie.de/Sachsen.html www.adel-genealogie.de]
* ''Salzburger Miniaturen 2'', [[Karl Heinz Ritschel]], 2001, [[Otto Müller Verlag]], ISBN 3-7013-1037-8
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* [[Karl Heinz Ritschel|Ritschel, Karl Heinz]]: "[[Salzburger Miniaturen]]", Band 2, 2001, [[Otto Müller Verlag]], ISBN 3-7013-1037-8
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== Einzelnachweise ==
 
== Einzelnachweise ==
 
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