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| | [[Datei:IMLAUER HOTEL PITTER Eingang.jpg|thumb|Das IMLAUER Sky - Bar & Restaurant im 6. Stock des Hotels mit Ausblick auf die Altstadt und die umliegenden Berge]] | | [[Datei:IMLAUER HOTEL PITTER Eingang.jpg|thumb|Das IMLAUER Sky - Bar & Restaurant im 6. Stock des Hotels mit Ausblick auf die Altstadt und die umliegenden Berge]] |
| − | [[Datei:IMLAUER Sky - Bar & Restaurant.jpg|thumb|Imlauer Sky - Bar & Restaurant: Die Panoramaterrasse bietet einen direkten Ausblick auf die [[Festung Hohensalzburg]]]] | + | [[Datei:IMLAUER Sky - Bar & Restaurant.jpg|thumb|Imlauer Sky - Bar & Restaurant: Die Panoramaterrasse bietet einen Ausblick auf die [[Festung Hohensalzburg]].]] |
| | [[Datei:Hotel Pitter.jpg|thumb|Das ''Hotel Pitter'', vom [[Max-Ott-Platz]] aus gesehen vor der Renovierung]] | | [[Datei:Hotel Pitter.jpg|thumb|Das ''Hotel Pitter'', vom [[Max-Ott-Platz]] aus gesehen vor der Renovierung]] |
| | [[Datei:Hotel Pitter 1931 01.jpg|thumb|Das Hotel Pitter im April 1931 nach Umbau- und Erweiterungsarbeiten.]] | | [[Datei:Hotel Pitter 1931 01.jpg|thumb|Das Hotel Pitter im April 1931 nach Umbau- und Erweiterungsarbeiten.]] |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| | + | ==== Die Anfänge im 19. Jahrhundert ==== |
| | Das ''Bergerbräuhaus'' hatte seinen [[Brauereien (historisch)|Braubetrieb]] von [[1408]] bis [[1903]] in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen]] [[Salzburger Altstadt]] an der [[Linzer Gasse]] (später war dort das [[Central-Kino]]). Das Bräu selbst, also die Ausschank, befand sich seit [[1864]] jedoch in der Bergerbräu-Bierhalle an der heutigen [[Rainerstraße]], damals ''Westbahn-Straße''. | | Das ''Bergerbräuhaus'' hatte seinen [[Brauereien (historisch)|Braubetrieb]] von [[1408]] bis [[1903]] in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen]] [[Salzburger Altstadt]] an der [[Linzer Gasse]] (später war dort das [[Central-Kino]]). Das Bräu selbst, also die Ausschank, befand sich seit [[1864]] jedoch in der Bergerbräu-Bierhalle an der heutigen [[Rainerstraße]], damals ''Westbahn-Straße''. |
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| | [[1914]] übernahm [[Jean Peyerl]] das Hotel samt [[Pitterkeller|Salzburger Volkskeller]]. Zur Einweihung des [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteums]] war für den Sommer 1914 ein großes Musikfest geplant. Gäste aus aller Welt hatten sich angesagt und Zimmer im Hotel Pitter reservieren lassen. Doch das Treffen der illustren Gesellschaft fand nicht statt. Der Ausbruch des [[Ersten Weltkrieg]]s machte das Treffen zunichte. Das Hotel wurde Lazarett und später Flüchtlingslager. | | [[1914]] übernahm [[Jean Peyerl]] das Hotel samt [[Pitterkeller|Salzburger Volkskeller]]. Zur Einweihung des [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteums]] war für den Sommer 1914 ein großes Musikfest geplant. Gäste aus aller Welt hatten sich angesagt und Zimmer im Hotel Pitter reservieren lassen. Doch das Treffen der illustren Gesellschaft fand nicht statt. Der Ausbruch des [[Ersten Weltkrieg]]s machte das Treffen zunichte. Das Hotel wurde Lazarett und später Flüchtlingslager. |
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| | + | ==== 1918: Die Ära Reitter beginnt ==== |
| | Elisabeth und [[Josef Reitter]] erwarben das Hotel Pitter im Jahr [[1918]] und bauten es zum größten Hotel Salzburgs aus.<ref>[[Siegfried Göllner]], [https://www.stadt-salzburg.at/ns-projekt/materialien/zeitungsdokumentation/ Die Stadt Salzburg im Jahr 1938. Zeitungsdokumentation] 20. Jänner 1938.</ref> Doch im Winter [[1925]]/[[1926]] traf das Ehepaar Reitter ein schwerer Schicksalsschlag: Der große Speisesaal brannte völlig aus. Josef Reitter, über dessen Schreibtisch Nietzsches Worte "Was mich nicht umbringt, macht mich stärker" angebracht waren, ließ sich aber nicht entmutigen. Er baute nicht nur den Speisesaal auf, sondern ließ zudem die ehemalige Bierhalle an der [[Auerspergstraße]] in ein ein modernes Konzert-Café umbauen, das Café Pitter. Es bot für 700 Gäste Platz. [[1927]] wurde es im Erwerbsverzeichnis der Stadt Salzburg als "größtes Konzertcafé Salzburgs" angepriesen. Außerdem entstand 1926 der [[Pitterkeller|Pitter-Keller]]. Seit seiner Eröffnung wurde dort nur Gösser Bier ausgeschenkt (Informationsstand 1984). | | Elisabeth und [[Josef Reitter]] erwarben das Hotel Pitter im Jahr [[1918]] und bauten es zum größten Hotel Salzburgs aus.<ref>[[Siegfried Göllner]], [https://www.stadt-salzburg.at/ns-projekt/materialien/zeitungsdokumentation/ Die Stadt Salzburg im Jahr 1938. Zeitungsdokumentation] 20. Jänner 1938.</ref> Doch im Winter [[1925]]/[[1926]] traf das Ehepaar Reitter ein schwerer Schicksalsschlag: Der große Speisesaal brannte völlig aus. Josef Reitter, über dessen Schreibtisch Nietzsches Worte "Was mich nicht umbringt, macht mich stärker" angebracht waren, ließ sich aber nicht entmutigen. Er baute nicht nur den Speisesaal auf, sondern ließ zudem die ehemalige Bierhalle an der [[Auerspergstraße]] in ein ein modernes Konzert-Café umbauen, das Café Pitter. Es bot für 700 Gäste Platz. [[1927]] wurde es im Erwerbsverzeichnis der Stadt Salzburg als "größtes Konzertcafé Salzburgs" angepriesen. Außerdem entstand 1926 der [[Pitterkeller|Pitter-Keller]]. Seit seiner Eröffnung wurde dort nur Gösser Bier ausgeschenkt (Informationsstand 1984). |
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| | Im Jahr [[1938]] starb Josef Reitter und hinterließ das Hotelunternehmen seinem einzigen (unehelichen) Sohn Dr. [[Franz Binder]], der das Hotel noch jahrelang betrieb.[[1944]] wurde das Hotel bei einem [[Bomben auf die Stadt Salzburg|Bombenangriff]] schwer beschädigt. Da Franz Binder während der Münchener Jahre die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hatte, hatte er nach dem Zweiten Weltkrieg Mühe, die Behandlung seines Betriebes als "Deutsches Eigentum" abzuwenden. Erst [[1952]] kommt das Hotel wieder in Familienbesitz. Die Wäscherei und die Bügelei wurden gebaut, die Küche wird neu gestaltet und vergrößert. In diese Zeit fällt auch die Errichtung des repräsentativen [[Marmorsaal Hotel Pitter|Marmorsaals]]. | | Im Jahr [[1938]] starb Josef Reitter und hinterließ das Hotelunternehmen seinem einzigen (unehelichen) Sohn Dr. [[Franz Binder]], der das Hotel noch jahrelang betrieb.[[1944]] wurde das Hotel bei einem [[Bomben auf die Stadt Salzburg|Bombenangriff]] schwer beschädigt. Da Franz Binder während der Münchener Jahre die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hatte, hatte er nach dem Zweiten Weltkrieg Mühe, die Behandlung seines Betriebes als "Deutsches Eigentum" abzuwenden. Erst [[1952]] kommt das Hotel wieder in Familienbesitz. Die Wäscherei und die Bügelei wurden gebaut, die Küche wird neu gestaltet und vergrößert. In diese Zeit fällt auch die Errichtung des repräsentativen [[Marmorsaal Hotel Pitter|Marmorsaals]]. |
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| | + | Am [[14. Juli]] [[1954]] übersiedelte das [[Casino Salzburg]] von der"[[Barock-Bar]]" in das Hotel Pitter, jedoch [[1956]] weiter in das [[Hannibal Stöckl]] am [[Makartplatz]]. |
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| | + | ==== 1958: Helga und Karl Fellner übernehmen ==== |
| | [[1958]] Helga und [[Karl Fellner]] den Betrieb in zweiter Generation. Helga Fellner ist die Enkelin von Elise und Josef Reitter. Das Hotel befand sich jetzt seit 1918 in Familienbesitz. [[1966]] gab es dann nochmals Um- und Erweiterungsbauten. Familie Fellner ließ über dem Marmorsaal einen fünfstöckigen Mehrzweckbau errichten, in dem großzügig angelegte Konferenz- und Seminarräume entstanden. Zudem gewann man durch diese bauliche Maßnahmen 30 Appartements für den Hotelbetrieb. Zwischen [[1967]] und [[1970]] wurde der gesamten Hotelbetrieb modernisiert, eine Rohrpostanlage und eine drahtlose Rufanlage installiert. Die Rezeption wurde völlig neu gestaltet und die einstige ''Lounge'' zu einem ''Lunch-Room'' umgebaut. | | [[1958]] Helga und [[Karl Fellner]] den Betrieb in zweiter Generation. Helga Fellner ist die Enkelin von Elise und Josef Reitter. Das Hotel befand sich jetzt seit 1918 in Familienbesitz. [[1966]] gab es dann nochmals Um- und Erweiterungsbauten. Familie Fellner ließ über dem Marmorsaal einen fünfstöckigen Mehrzweckbau errichten, in dem großzügig angelegte Konferenz- und Seminarräume entstanden. Zudem gewann man durch diese bauliche Maßnahmen 30 Appartements für den Hotelbetrieb. Zwischen [[1967]] und [[1970]] wurde der gesamten Hotelbetrieb modernisiert, eine Rohrpostanlage und eine drahtlose Rufanlage installiert. Die Rezeption wurde völlig neu gestaltet und die einstige ''Lounge'' zu einem ''Lunch-Room'' umgebaut. |
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| | * Daten [[1983]]: Mit 150 Mitarbeitern, darunter 25 Lehrlinge, wurde bei 77 000 Nächtigungen ein Umsatz von 58 Millionen [[Schilling]] erwirtschaftet. Das Hotel hatte 220 Zimmer mit 370 Betten. Neben einem Leseraum, einem TV-Raum und einem ruhigen Garten im Innenhof gab es das Restaurant "Rainer Stube", das "Wiener Café", den ''Lunch-Room'', den Casino-Saal, sechs Tagungsräume sowie den Pitter-Keller. | | * Daten [[1983]]: Mit 150 Mitarbeitern, darunter 25 Lehrlinge, wurde bei 77 000 Nächtigungen ein Umsatz von 58 Millionen [[Schilling]] erwirtschaftet. Das Hotel hatte 220 Zimmer mit 370 Betten. Neben einem Leseraum, einem TV-Raum und einem ruhigen Garten im Innenhof gab es das Restaurant "Rainer Stube", das "Wiener Café", den ''Lunch-Room'', den Casino-Saal, sechs Tagungsräume sowie den Pitter-Keller. |
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| | + | ==== Das Pitter wird eine AG ==== |
| | Am [[6. August]] [[1990]] wurde die Rechtsform des Hotels vom Familienhotel in eine Aktiengesellschaft, in die Hotel Pitter AG, umgewandelt. Neue Partner der Familie Fellner wurden West Consult, eine Tochtergesellschaft von [[Raiffeisen]] und Sparkasse sowie das Innbrucker Tourismusberatungsunternehmen Edinger. Das Kapital von 100 Millionen Schilling teilte sich in 50 Millionen West Consult (je zur Hälfte Raiffeisen und Sparkasse), 25 Millionen Familie Fellner und 25 Millionen Edinger. Karl Fellner wurde Aufsichtsratsvorsitzender.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=XsQ21uk9Z7MZA5NHjkhS3Nalk0KBePZbrw%2FZegAj6q5B5j9PHJKJtnZdVssQJJyqo1zie0EOOvW2QkvW0qeNZIVNSufxsEJ5hZR6EVAkbtvw10ub4T9NzmhoMYyp0bpv&id1=19900807_15&q=%2522Hotel%2520Pitter%2522#slide15 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 7. August 1990, Seite 15</ref> | | Am [[6. August]] [[1990]] wurde die Rechtsform des Hotels vom Familienhotel in eine Aktiengesellschaft, in die Hotel Pitter AG, umgewandelt. Neue Partner der Familie Fellner wurden West Consult, eine Tochtergesellschaft von [[Raiffeisen]] und Sparkasse sowie das Innbrucker Tourismusberatungsunternehmen Edinger. Das Kapital von 100 Millionen Schilling teilte sich in 50 Millionen West Consult (je zur Hälfte Raiffeisen und Sparkasse), 25 Millionen Familie Fellner und 25 Millionen Edinger. Karl Fellner wurde Aufsichtsratsvorsitzender.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=XsQ21uk9Z7MZA5NHjkhS3Nalk0KBePZbrw%2FZegAj6q5B5j9PHJKJtnZdVssQJJyqo1zie0EOOvW2QkvW0qeNZIVNSufxsEJ5hZR6EVAkbtvw10ub4T9NzmhoMYyp0bpv&id1=19900807_15&q=%2522Hotel%2520Pitter%2522#slide15 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 7. August 1990, Seite 15</ref> |
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| | Mit [[1. November]] [[1991]] sperrte das Hotel für den Umbau in ein fünf-Sterne-Hotel bis Ende [[1992]] zu. Zwischen 80 und 100 Millionen Schilling wurden in den Umbau investiert.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=WrNdKCt85L%2BF438zy%2FvcKULuBZXNI1MkD0gEDFsg2ssREpmgKO8qUssz6WuVDeCAc%2FSM3yPBj9jK8kT2tNg0a%2BhhM2AiRrLyTE8ru77Ol%2BAbJOpSDbKiwUbBixbnGuIe&id1=19911102_21&q=%2522Hotel%2520Pitter%2522#slide21 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 2. November 1991, Seite 21</ref> [[1992]] wurde es dann zum "Holiday Inn Crown Plaza".<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=H7o7%2FixJjcIlO%2B%2B2VGtHoBT6H65fejK5%2FhUwfoXWrqvgz%2BzTO0BGW8mYB2V6pmj63XtVk%2F%2BdrJl6ns42uWbi80IMcWKA5Dunq0u2sFPgIoWswbYDQ%2FY5tAmlfHn%2BY6ej&id1=19911213_19&q=%2522Hotel%2520Pitter%2522#slide19 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 13. Dezember 1991, Seite 13</ref> | | Mit [[1. November]] [[1991]] sperrte das Hotel für den Umbau in ein fünf-Sterne-Hotel bis Ende [[1992]] zu. Zwischen 80 und 100 Millionen Schilling wurden in den Umbau investiert.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=WrNdKCt85L%2BF438zy%2FvcKULuBZXNI1MkD0gEDFsg2ssREpmgKO8qUssz6WuVDeCAc%2FSM3yPBj9jK8kT2tNg0a%2BhhM2AiRrLyTE8ru77Ol%2BAbJOpSDbKiwUbBixbnGuIe&id1=19911102_21&q=%2522Hotel%2520Pitter%2522#slide21 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 2. November 1991, Seite 21</ref> [[1992]] wurde es dann zum "Holiday Inn Crown Plaza".<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=H7o7%2FixJjcIlO%2B%2B2VGtHoBT6H65fejK5%2FhUwfoXWrqvgz%2BzTO0BGW8mYB2V6pmj63XtVk%2F%2BdrJl6ns42uWbi80IMcWKA5Dunq0u2sFPgIoWswbYDQ%2FY5tAmlfHn%2BY6ej&id1=19911213_19&q=%2522Hotel%2520Pitter%2522#slide19 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 13. Dezember 1991, Seite 13</ref> |
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| − | Um [[1992]] kam es zu einem zweimaligen Verkauf des Hotels.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=o7qdmhvroChSHykaxgITaiF%2B0VWm6FdJdH65XKOOOnyicSsXRtBSLTiSRqhpOVuQrj9sZXCnsraCnsePbARdvAWtZ%2Bvp89z7DrKPopgVEesQ%2FcL9BjV%2Fsp2YXHGp0r0r&id1=19920331_15&q=%2522Hotel%2520Pitter%2522#slide15 www.sn.at], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 31. März 1992, Seite 15</ref>
| + | ==== Das neue fünf-Sterne-Hotel "Holiday Inn Crown Plaza" ==== |
| | + | Am [[4. Jänner]] [[1993]] wurde dann das neue fünf-Sterne-Hotel "Holiday Inn Crown Plaza" mit 200 Zimmern neu eröffnet.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=dN4ekmtRZYdEmCTOl3wDAs0I96s6Zuje8m%2BwCunMoYTVh8YCoi5zmALId6L6S5TPSU7LLLiOJfPerdPviQ%2Frv6amXKtikKYqIrvFCF7vmWD6jL64XluhIxPL9j1kXCDe&id1=19921114_14&q=%2522Hotel%2520Pitter%2522#slide14 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 14. November 1992, Seite 14</ref> Anlässlich der Eröffnung im Jänner 1993 wurden dann insgesamt mehr als 150 Millionen Schilling als Investitionsvolumen kolpiert.<ref>{{Quelle SN|14. Jänner 1993, eine ganzseitige Information}}</ref> |
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| | + | ==== 2007: Georg Imlauer wird Besitzer ==== |
| | 2007 wurde das Hotel in [[Georg Imlauer]]s Gruppe "Imlauer Hotels & Restaurants" einverleibt und nach einem neuerlichen Umbau im Jahr 2008 wieder eröffnet.<ref>Quellen siehe [http://www.gast.at/ireds-40502.html www.gast.at] und [http://blogs.salzburg.com/salzburglife/2008/04/index.html blogs.salzburg.com]</ref> | | 2007 wurde das Hotel in [[Georg Imlauer]]s Gruppe "Imlauer Hotels & Restaurants" einverleibt und nach einem neuerlichen Umbau im Jahr 2008 wieder eröffnet.<ref>Quellen siehe [http://www.gast.at/ireds-40502.html www.gast.at] und [http://blogs.salzburg.com/salzburglife/2008/04/index.html blogs.salzburg.com]</ref> |
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| − | === Das ''Imlauer Hotel Pitter'' in neuem Glanz ===
| + | Nach einer dreimonatigen Renovierung des Hauses wurde das legendäre Hotel Pitter am [[1. Mai]] [[2014]] wieder geöffnet. Hotelier Georg Imlauer investierte insgesamt rund 25 Millionen Euro zwischen 2014 bis Mitte 2018. Auch der legendäre [[Pitterkeller]], in dem in den [[1990er]]-Jahren Spieler und Fans die Siege von [[Austria Salzburg]] feierten, war wieder offen und bietet ein uriges, gemütliches Ambiente, wie in den guten alten Zeiten. |
| − | Nach der Renovierung und einer dreimonatigen Schließung des Hauses ist das legendäre Hotel Pitter in Salzburg seit [[1. Mai]] [[2014]] wieder geöffnet. Hotelier Georg Imlauer investiert rund 25 Millionen Euro zwischen 2014 bis Mitte 2018. Auch der legendäre [[Pitterkeller]], in dem in den [[1990er]]-Jahren Spieler und Fans die Siege von [[Austria Salzburg]] feierten, ist wieder offen und bietet ein uriges, gemütliches Ambiente, wie in den guten alten Zeiten. | |
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| − | Im wahrsten Sinne des Wortes "gekrönt" wird das ''Imlauer Hotel Pitter'' Salzburg seit [[17. November]] [[2014]] vom [[Imlauer Sky - Bar & Restaurant]]. Für einen schönen Ausblick über die Altstadt von Salzburg und die Berge wurde das Hotel aufgestockt. Im 6. Stock ist neben dem Panorama-Restaurant samt Bar auch ein neuer Fitnessbereich für die Hotelgäste entstanden. | + | Im Innenhof wurde ein weiteres Herzstück des Hotels neu gebaut. Das sogenannte "Juwel für [[Event]]s in Salzburg", das ''Pitter Event Center'', ist seit Oktober 2014 in Betrieb und bietet insgesamt 1 200 m² 12 Veranstaltungsräume. Der größte Raum namens "Pitter Saal" bietet 450 m² und besonders viel Tageslicht, da dieser von sechs Glaskuppeln überdacht ist. Darüber hinaus ist der Pitter Saal flexibel teilbar in sechs Sektionen. Ähnlich wie in der ersten Blütezeit, finden dort nun wieder Bälle, Weihnachtsfeiern und Konferenzen mit illustren Gästen statt. |
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| − | Im Innenhof wurde ein weiteres Herzstück des Hotels neu gebaut. Das sogenannte "Juwel für [[Event]]s in Salzburg", das ''Pitter Event Center'', ist seit Oktober 2014 in Betrieb und bietet insgesamt 1 200 m² 12 Veranstaltungsräume.
| + | Am [[17. November]] [[2014]] wurde die [[Imlauer Sky - Bar & Restaurant]] eröffnet. Für einen schönen Ausblick über die Altstadt von Salzburg und die Berge wurde das Hotel aufgestockt. Im 6. Stock ist neben dem Panorama-Restaurant samt Bar auch ein neuer Fitnessbereich für die Hotelgäste entstanden. |
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| − | Der größte Raum namens Pitter Saal bietet 450 m² und besonders viel Tageslicht, da dieser von sechs Glaskuppeln überdacht ist. Darüber hinaus ist der Pitter Saal flexibel teilbar in sechs Sektionen. Ähnlich wie in der ersten Blütezeit, finden dort nun wieder Bälle, Weihnachtsfeiern und Konferenzen mit illustren Gästen statt. | + | Im nun hellen Foyer kommen die alten Säulen aus [[Untersberger Marmor]] wieder zur Geltung. Der Boden besteht aus istrischem Marmor und die Vertäfelungen aus Moorholz. Imlauer wollte einen freundlichen, offenen Eindruck erzeugen und an die Architektur der [[Zwischenkriegszeit]] erinnern. In den letzten Jahrzehnten sei vieles im Haus umgebaut worden, sagt Imlauer. "Wir haben viele Fehler entdeckt und nun drei Jahre an einem Gesamtkonzept geplant. Wir hatten den Wunsch, dass das Haus zu alter Schönheit zurückkehrt. Unterstützung bekamen wir dabei von der [[Altstadtkommission]]." |
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| − | Imlauer will damit an die Zeit von 1885, als die Familie Pitter das Hotel erwarb, bis 1938 anschließen. Auch bei der Gestaltung lehnt er sich an den damaligen Stil an, wie schon im Eingangsbereich ersichtlich ist. Dieser wurde wieder so ähnlich gestaltet wie vor der Zerstörung des Hotels durch einen [[Bomben auf Salzburg|Bombenangriff]] am [[17. November]] [[1944]]. Den Vorbau mit Betonsäulen, den die Amerikaner nach dem Krieg errichtet haben, hat Imlauer entfernen lassen.
| + | Im Pitterkeller bleibt alles beim Alten. Neu ist nur, dass der Eingang wieder an die Ecke [[Rainerstraße]] verlegt wurde, wo er früher war. Imlauer sagt, das sei besser für das Wirtshaus und auch besser für die Anrainer. |
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| − | Im nun hellen Foyer kommen die alten Säulen aus [[Untersberger Marmor]] wieder zur Geltung. Der Boden besteht aus istrischem Marmor und die Vertäfelungen aus Moorholz. Imlauer wollte einen freundlichen, offenen Eindruck erzeugen und an die Architektur der [[Zwischenkriegszeit]] erinnern. In den letzten Jahrzehnten sei vieles im Haus umgebaut worden, sagt Imlauer. "''Wir haben viele Fehler entdeckt und nun drei Jahre an einem Gesamtkonzept geplant. Wir hatten den Wunsch, dass das Haus zu alter Schönheit zurückkehrt. Unterstützung bekamen wir dabei von der [[Altstadtkommission]].''"
| + | Bis [[31. Dezember]] [[2017]] wurde das Hotel unter dem Namen ''Hotel Crowne Plaza Salzburg - The Pitter'' als Franchise-Unternehmen der Hotelkette ''Crowne Plaza'' geführt. Seit [[1. Jänner]] [[2018]] firmiert es mit "Imlauer Hotel Pitter Salzburg". |
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| − | Im Pitterkeller bleibt alles beim Alten. Neu ist nur, dass der Eingang wieder an die Ecke [[Rainerstraße]] verlegt wird, wo er früher war. Imlauer sagt, das sei besser für das Wirtshaus und auch besser für die Anrainer.
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| | + | == Chronik und Stolperstein == |
| | + | [[Datei:Stolperstein_Franziska_Alderwerelt.jpg|thumb|Stolperstein vor dem Hotel für [[Franziska Alderwerelt]] (* [[1906]], † [[1943]]), die hier regelmäßig logierte.]] |
| | Darüber hinaus ließ der Hotelier eine Chronik des Pitter schreiben. Vieles ist in dieser über die bewegte Geschichte zu erfahren. So sollen die Amerikaner nach dem Krieg das Haus mit Material aufgebaut haben, das aus [[Berchtesgaden]] kam und für [[Adolf Hitler|Hitlers]] geplante Alpenfestung bestimmt war. | | Darüber hinaus ließ der Hotelier eine Chronik des Pitter schreiben. Vieles ist in dieser über die bewegte Geschichte zu erfahren. So sollen die Amerikaner nach dem Krieg das Haus mit Material aufgebaut haben, das aus [[Berchtesgaden]] kam und für [[Adolf Hitler|Hitlers]] geplante Alpenfestung bestimmt war. |
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| − | Vor dem Hotel Pitter erinnert, seit dem [[3. Juli]] [[2014]] ein Stolperstein an ein Opfer des [[Nationalsozialismus]]: [[Franziska Alderwerelt]], die dort einige Jahre logierte. | + | Vor dem Hotel Pitter erinnert seit dem [[3. Juli]] [[2014]] ein Stolperstein an ein Opfer des [[Nationalsozialismus]]: [[Franziska Alderwerelt]], die dort in der [[Zwischenkriegszeit]] regelmäßig logierte. |
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| − | === Namenswechsel ===
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| − | Bis [[31. Dezember]] [[2017]] wurde das Hotel unter dem Namen ''Hotel Crowne Plaza Salzburg - The Pitter'' als Franchise-Unternehmen der Hotelkette ''Crowne Plaza'' geführt. Mit dem Schritt in die Unabhängigkeit wollte die Hoteliersfamilie Imlauer sicherstellen, dass das 'Imlauer Hotel Pitter Salzburg' ein Ort mit Persönlichkeit, individuellem Service und Charme bleibt.
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| − | Passend zum neuen Namen erhielt das Haus 2018 auch eine neue Fassade. Zudem sind alle 192 Hotelzimmer bis Mitte Mai 2018 komplett neu renoviert worden. Georg Imlauer hat damit das Kunststück einer "Rundum-Erneuerung" des renommierten Hotels innerhalb von vier Jahren geschafft. Seit Anfang Mai ist das Hotel zudem offiziell als 4-Stern Superior Hotel klassifiziert.
| + | == Anekdote == |
| | + | Als der Salzburger Schriftsteller [[Georg Rendl]] in den [[1920er]]-Jahren von seinen Wanderjahren nach Salzburg zurückkehrte war er mittellos. Nach einigen Tätigkeiten wurde er arbeits- und obdachlos. Doch Rendl gab nicht auf und begann zu schreiben. Zum Teil schrieb er in der Wärmestube am [[Hauptbahnhof Salzburg|Hauptbahnhof]] und im Café Pitter, wo schließlich ein Ober den jungen Mann (* 1903) erspähte, der verbissen Stunde um Stunde schrieb. Dieser Kellner glaubte an den jungen Mann, er zahlte ihm nun aus eigener Tasche täglich ein Frühstück, bald die einzige Mahlzeit Georg Rendls.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=oHXt8BTKEi%2FMmJ09mvfPGl7LxsYChBevcVebOTV1VH1BPK3CI5IyNV4VbnPDiRfUnYfUGseekaQzHENWRtrH4m93pYm5O3cVbvygST9FUzo%2BrmoWbjlDTT24Cwm4usdK&id1=19950930_81&q=%2522Hotel%2520Pitter%2522#slide81 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 30. September 1995: "Georg Rendl. Ein Salzburger Dichter ist wiedererstanden." Ein Beitrag von [[Karl Heinz Ritschel]]</ref> |
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| | == Weblinks == | | == Weblinks == |
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| | [[Kategorie:Gebäude Stadt Salzburg]] | | [[Kategorie:Gebäude Stadt Salzburg]] |
| | [[Kategorie:historisches Gebäude]] | | [[Kategorie:historisches Gebäude]] |
| | + | [[Kategorie:Anekdote]] |