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1820 bewirbt er sich auf die Bezirksarztenstelle in Melk in Niederösterreich.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 150.</ref> 1826 wird ihm von der k. k. vereinten Hofkanzlei die erledigte Districts - Arztesstelle zu Sillian in Tirol  verliehen.<ref>Medicinische Jahrbücher des kaiserlich - königlichen österreichischen Staates, Wien 1826, 200.</ref> Am 14. November 1826 heiratet Martin Folie, Doktor der Medizin Doktor zu Hohenems, Wittwer, Elisabeth Lindner.<ref>Bregenzer Wochenblatt, 15. Dezember 1826, 6.</ref> 40 Jahre bis zu seinem Tod war er Bezirks- bzw. Gemeindearzt in Hohenems.
 
1820 bewirbt er sich auf die Bezirksarztenstelle in Melk in Niederösterreich.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787-1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 150.</ref> 1826 wird ihm von der k. k. vereinten Hofkanzlei die erledigte Districts - Arztesstelle zu Sillian in Tirol  verliehen.<ref>Medicinische Jahrbücher des kaiserlich - königlichen österreichischen Staates, Wien 1826, 200.</ref> Am 14. November 1826 heiratet Martin Folie, Doktor der Medizin Doktor zu Hohenems, Wittwer, Elisabeth Lindner.<ref>Bregenzer Wochenblatt, 15. Dezember 1826, 6.</ref> 40 Jahre bis zu seinem Tod war er Bezirks- bzw. Gemeindearzt in Hohenems.
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Interessant ist, dass Dr. Folie von der jüdischen Gemeinde mit einem Wartegeld (Gehalt) von fl. 200 angestellt wurde. Sein Vorgänger in dieser Funktion hatte auch noch das Privileg der freien „Sommerung eines Pferdes und einer Kuh auf den Gemeindealpen".<ref>Aron Tänzer, Die Geschichte der Juden in Hohenems und im übrigen Vorarlberg, Meran 1805, 325.</ref> Er arbeitete also auch für die jüdische Gemeinde und so ist auch der Hinweis auf "beide Confessionen" in seinem Nachruf zu verstehen:
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Interessant ist, dass Dr. Folie von der jüdischen Gemeinde mit einem Wartegeld (Gehalt) von fl. 200 angestellt wurde. Sein Vorgänger in dieser Funktion hatte auch noch das Privileg der freien "Sommerung eines Pferdes und einer Kuh auf den Gemeindealpen".<ref>Aron Tänzer, Die Geschichte der Juden in Hohenems und im übrigen Vorarlberg, Meran 1805, 325.</ref> Er arbeitete also auch für die jüdische Gemeinde und so ist auch der Hinweis auf "beide Confessionen" in seinem Nachruf zu verstehen:
 
"Hohenems, 11. Okt., Herr Dr. Martin Folie, durch sein Wirken weit bekannt und seines Biedersinns wegen allgemein geachtet, ist heute zu Grabe getragen worden. Seine trauernde Familie, ein großer Theil der Bevölkerung beider Confessionen und viele aus Nah und Fern herbeigeeilte Freunde des Verblichenen geleiteten dessen sterbliche Reste auf den Friedhof. Er ruhe in Frieden - in den Herzen vieler lebt er fort."<ref>Vorarlberger Landes-Zeitung, 13. Oktober 1866, 1.</ref>
 
"Hohenems, 11. Okt., Herr Dr. Martin Folie, durch sein Wirken weit bekannt und seines Biedersinns wegen allgemein geachtet, ist heute zu Grabe getragen worden. Seine trauernde Familie, ein großer Theil der Bevölkerung beider Confessionen und viele aus Nah und Fern herbeigeeilte Freunde des Verblichenen geleiteten dessen sterbliche Reste auf den Friedhof. Er ruhe in Frieden - in den Herzen vieler lebt er fort."<ref>Vorarlberger Landes-Zeitung, 13. Oktober 1866, 1.</ref>