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Nach dem Tod seines (kinderlosen) Onkels (2. Grades) [[Kaspar Karl Moser]] (1915) war er einer der insgesamt 24 Erben. Er führte mit seinem weiteren Onkel Friedrich [[Mayr (Gastwirt)|Mayr]] das unter der Firma "Friedrich Mayr & Co." betriebene [[Henndorf]]er Sägewerk, bis ungefähr [[1926]] die zugehörigen Wälder verkauft wurden. Diesen Verkauf von [[Altentann]] wickelte Helmut Irresberger ab, wobei sein Honorar seinen Anteil am Verkaufserlös übertraf.
 
Nach dem Tod seines (kinderlosen) Onkels (2. Grades) [[Kaspar Karl Moser]] (1915) war er einer der insgesamt 24 Erben. Er führte mit seinem weiteren Onkel Friedrich [[Mayr (Gastwirt)|Mayr]] das unter der Firma "Friedrich Mayr & Co." betriebene [[Henndorf]]er Sägewerk, bis ungefähr [[1926]] die zugehörigen Wälder verkauft wurden. Diesen Verkauf von [[Altentann]] wickelte Helmut Irresberger ab, wobei sein Honorar seinen Anteil am Verkaufserlös übertraf.
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Nach dem Tod seines (kinderlosen) Onkels [[Franz Irresberger]], des Besitzers des Salzburger Hotels "Österreichischer Hof", war er einer der insgesamt 16 Erben, die nun zum Betrieb des Hotels eine OHG gründeten; er war es, der – neben der Rechtsanwaltspraxis – den Hotelbetrieb leitete.  
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Nach dem Tod seines (kinderlosen) Onkels [[Franz (III.) Irresberger|Franz Irresberger]], des Besitzers des Salzburger Hotels "Österreichischer Hof", war er einer der insgesamt 16 Erben, die nun zum Betrieb des Hotels eine OHG gründeten; er war es, der – neben der Rechtsanwaltspraxis – den Hotelbetrieb leitete.  
    
Auch am politischen Leben nahm er teil, und zwar auf der Seite der [[Großdeutsche Volkspartei|Deutschnationalen]] bzw. [[Nationalsozialismus#Voraussetzungen und Anfänge|Nationalsozialisten]], ohne jedoch Mitglied der (im Juni [[1933]] verbotenen) [[NSDAP]] zu sein. So war er im Dezember 1933 Teilnehmer einer großen Abordnung von Wirtschaftsführern und Hochschulprofessoren, die zwecks Kursänderung beim damaligen [[Vaterländische Front|austrofaschistischen]] Bundeskanzler [[Engelbert Dollfuß]] vorsprach; bei dieser Vorsprache kam es zum Zusammenstoß mit Dollfuß wegen Irresbergers Behauptung, dass die Salzburger Bevölkerung in ihrer überwiegenden Mehrheit die Politik Dollfuß’ ablehne und nationalsozialistisch eingestellt sei. Anlässlich des nationalsozialistischen [[Juliputsch]]es wurde Irresberger als Geisel inhaftiert und ihm in der Folge ein sogenannter "Schadensgutmachungsbetrag" von 2&nbsp;000&nbsp;[[Schilling]] auferlegt. In weiterer Folge wurde das Hotel "Österreichischer Hof" durch die [[Landeshauptmannschaft Salzburg|Landeshauptmannschaft]] und das [[Salzburger Landesverkehrsamt|Landesverkehrsamt]] boykottiert.<ref name="Gauakt">"Gauakt" 355.163 über Helmut Irresberger (als "Gauakten" werden vom "Gaupersonalamt" der NSDAP über Personen, die in irgendeiner Weise mit der NSDAP zu tun hatten, angelegte Akten bezeichnet), insbesondere Irresbergers eigene Angaben im ausgefüllten Personalfragebogen. Der Gauakt wird im Österreichischen Staatsarchiv verwahrt.</ref>
 
Auch am politischen Leben nahm er teil, und zwar auf der Seite der [[Großdeutsche Volkspartei|Deutschnationalen]] bzw. [[Nationalsozialismus#Voraussetzungen und Anfänge|Nationalsozialisten]], ohne jedoch Mitglied der (im Juni [[1933]] verbotenen) [[NSDAP]] zu sein. So war er im Dezember 1933 Teilnehmer einer großen Abordnung von Wirtschaftsführern und Hochschulprofessoren, die zwecks Kursänderung beim damaligen [[Vaterländische Front|austrofaschistischen]] Bundeskanzler [[Engelbert Dollfuß]] vorsprach; bei dieser Vorsprache kam es zum Zusammenstoß mit Dollfuß wegen Irresbergers Behauptung, dass die Salzburger Bevölkerung in ihrer überwiegenden Mehrheit die Politik Dollfuß’ ablehne und nationalsozialistisch eingestellt sei. Anlässlich des nationalsozialistischen [[Juliputsch]]es wurde Irresberger als Geisel inhaftiert und ihm in der Folge ein sogenannter "Schadensgutmachungsbetrag" von 2&nbsp;000&nbsp;[[Schilling]] auferlegt. In weiterer Folge wurde das Hotel "Österreichischer Hof" durch die [[Landeshauptmannschaft Salzburg|Landeshauptmannschaft]] und das [[Salzburger Landesverkehrsamt|Landesverkehrsamt]] boykottiert.<ref name="Gauakt">"Gauakt" 355.163 über Helmut Irresberger (als "Gauakten" werden vom "Gaupersonalamt" der NSDAP über Personen, die in irgendeiner Weise mit der NSDAP zu tun hatten, angelegte Akten bezeichnet), insbesondere Irresbergers eigene Angaben im ausgefüllten Personalfragebogen. Der Gauakt wird im Österreichischen Staatsarchiv verwahrt.</ref>
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Nach dem erfolgten Verkauf des Hotels ergab sich binnen wenigen Wochen die Möglichkeit des Erwerbs der Mehrheitsanteile (62&nbsp;%) am Parkhotel in Villach, wo man schon das Hotel Post besaß. So übersiedelte man nach Villach. Die Rechtsanwaltskanzlei wurde vom (seit [[1952]] mit Tochter Hildegard verheirateten)  Juniorpartner Dr.&nbsp;[[Franz Kreibich (Rechtsanwalt)|Franz Kreibich]] übernommen.
 
Nach dem erfolgten Verkauf des Hotels ergab sich binnen wenigen Wochen die Möglichkeit des Erwerbs der Mehrheitsanteile (62&nbsp;%) am Parkhotel in Villach, wo man schon das Hotel Post besaß. So übersiedelte man nach Villach. Die Rechtsanwaltskanzlei wurde vom (seit [[1952]] mit Tochter Hildegard verheirateten)  Juniorpartner Dr.&nbsp;[[Franz Kreibich (Rechtsanwalt)|Franz Kreibich]] übernommen.
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Als überzeugter evangelischer Christ bekleidete Helmut das Amt eines Presbyters der [[Evangelische Kirche (Gemeinschaft)|evangelischen]] [[Evangelische Pfarrgemeinde A.u.H.B. Salzburg Christuskirche|Gemeinde in Salzburg]] und dann in Villach.
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Als überzeugter [[Evangelische Kirche (Gemeinschaft)|evangelischer]] Christ bekleidete Helmut das Amt eines Presbyters der  [[Evangelische Pfarrgemeinde A.u.H.B. Salzburg Christuskirche|evangelischen Gemeinde in Salzburg]] und dann der Villacher evangelischen Gemeinde.
    
Er starb, wenige Monate nach seiner Frau, im August 1975. Seine sterbliche Hülle wurde im Irresbergerschen [[Gruftarkaden auf dem Friedhof St. Peter#Gräber in Gruftarkaden|Familiengrab (Nr. XXVII)]] auf dem Salzburger [[Petersfriedhof]] bestattet.
 
Er starb, wenige Monate nach seiner Frau, im August 1975. Seine sterbliche Hülle wurde im Irresbergerschen [[Gruftarkaden auf dem Friedhof St. Peter#Gräber in Gruftarkaden|Familiengrab (Nr. XXVII)]] auf dem Salzburger [[Petersfriedhof]] bestattet.

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