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<blockquote>''Bahnhof-Brand. Heute nach ½3 Uhr früh entstand im Mitteltrakte des Westbahnhofes in Salzburg Feuer, welches ungeachtet der raschen Hilfeleistung von Seite der freiwilligen Feuer­wehr und unter Zuziehung von ca. 300 Mann des hier garnisonirenden [[k.u.k. Infanterieregiment "Erzherzog Rainer" Nr. 59|Regimentes Erzherzog Rainer]], erst nach mehr als sechsstündiger strenger Arbeit gelöscht werden konnte, nachdem der er­wähnte Trakt von oben abwärts ganz durchgebrannt war. Außer dem besagten Gebäude sind auch sehr viele Akten der Verkehrsinspektion, ein bedeutender Theil der Kanzleieinrichtungs­stücke, sämmtliche Fahrbillets für die [[Giselabahn]] sowie die Einrichtungsstücke des österreichischen Zollkontrolszimmer ec. verbrannt. Zum größten Glücke wurde der Brand auf den fraglichen Trakt lokalisirt und doch dürfte nach einem bei­ läufigen Ueberschlag der der Westbahn zugefügte Schade 50 bis 60.000 [[Gulden|fl]]. öst. Währg. betragen.</blockquote>
 
<blockquote>''Bahnhof-Brand. Heute nach ½3 Uhr früh entstand im Mitteltrakte des Westbahnhofes in Salzburg Feuer, welches ungeachtet der raschen Hilfeleistung von Seite der freiwilligen Feuer­wehr und unter Zuziehung von ca. 300 Mann des hier garnisonirenden [[k.u.k. Infanterieregiment "Erzherzog Rainer" Nr. 59|Regimentes Erzherzog Rainer]], erst nach mehr als sechsstündiger strenger Arbeit gelöscht werden konnte, nachdem der er­wähnte Trakt von oben abwärts ganz durchgebrannt war. Außer dem besagten Gebäude sind auch sehr viele Akten der Verkehrsinspektion, ein bedeutender Theil der Kanzleieinrichtungs­stücke, sämmtliche Fahrbillets für die [[Giselabahn]] sowie die Einrichtungsstücke des österreichischen Zollkontrolszimmer ec. verbrannt. Zum größten Glücke wurde der Brand auf den fraglichen Trakt lokalisirt und doch dürfte nach einem bei­ läufigen Ueberschlag der der Westbahn zugefügte Schade 50 bis 60.000 [[Gulden|fl]]. öst. Währg. betragen.</blockquote>
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Von [[1906]] bis [[1908]] wurde ein seit [[1898]] geplanter Um- und Ausbau von Ladislaus Friedrich von Diószeghy, Architekt und Inspektor der [[Österreichische Bundesbahnen|k.k. Staatsbahnen]], geleitet und der Bahnhof [[1909]] neu eröffnet. In der Mitte des Aufnahmegebäudes wurde die Eingangs- bzw. Schalterhalle im Jugendstil geschaffen und in die neuen Außenmauern auf Straßen- und Bahnsteigseite je drei hohe Segmentbogenfenster eingebaut. Die Eingänge wurden mit verzierten, heute noch vorhandenen Vordächern markiert. Außergewöhnlich ist der nach dem Prinzip der Kuppel aus Stahl konstruierte Dachstuhl über der Eingangshalle. Der Jugendstil-Originalzustand der Halle wurde erst wieder im Rahmen der Umbauten und Restaurierungen im Jahre [[2011]] wiederhergestellt. Dazwischen waren Wanddekor, die Jugendstilelemente und die gleisseitig gelegenen Fenster durch Gipskartonplatten aus den [[1960er]]-Jahren und Werbeflächen verdeckt gewesen. Fast alle zwischen 1906 und 1909 von Salzburger und Wiener Künstlern geschaffenen zehn Bilder aus Keramikfliesen mit Motiven aus Salzburg (Landeswappen, Stadtwappen, [[Hellbrunn]], [[Gastein]] u.a.) konnten wieder restauriert werden. Nur das Bild der [[Festung Hohensalzburg]] war völlig zerstört und musste nach Fotos rekonstruiert werden. Nach alten Fotos wurden auch die alten Hängelampen aus Messing und die originalen, durchsichtigen Jugendstilfenster rekonstruiert (und ersetzen graue Scheiben aus Industrieverglasung der [[1970er]]-Jahre).
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Von [[1906]] bis [[1908]] wurde ein seit [[1898]] geplanter Um- und Ausbau von Ladislaus Friedrich von Diószeghy, Architekt und Inspektor der [[Österreichische Bundesbahnen|k.k. Staatsbahnen]], geleitet und der Bahnhof [[1909]] neu eröffnet. In der Mitte des Aufnahmegebäudes wurde die Eingangs- bzw. Schalterhalle im Jugendstil geschaffen und in die neuen Außenmauern auf Straßen- und Bahnsteigseite je drei hohe Segmentbogenfenster eingebaut. Die Eingänge wurden mit verzierten, heute noch vorhandenen Vordächern markiert. Außergewöhnlich ist der nach dem Prinzip der Kuppel aus Stahl konstruierte Dachstuhl über der Eingangshalle. Der Jugendstil-Originalzustand der Halle wurde erst wieder im Rahmen der Umbauten und Restaurierungen im Jahre [[2011]] wiederhergestellt. Dazwischen waren Wanddekor, die Jugendstilelemente und die gleisseitig gelegenen Fenster durch Gipskartonplatten aus den [[1960er]]-Jahren und Werbeflächen verdeckt gewesen. Fast alle zwischen 1906 und 1909 von Salzburger und Wiener Künstlern geschaffenen zehn Bilder aus Keramikfliesen mit Motiven aus Salzburg (Landeswappen, Stadtwappen, [[Hellbrunn]], [[Gastein]] u. a.) konnten wieder restauriert werden. Nur das Bild der [[Festung Hohensalzburg]] war völlig zerstört und musste nach Fotos rekonstruiert werden. Nach alten Fotos wurden auch die alten Hängelampen aus Messing und die originalen, durchsichtigen Jugendstilfenster rekonstruiert (und ersetzen graue Scheiben aus Industrieverglasung der [[1970er]]-Jahre).
    
Um den Bahnhof zu erweitern und insbesondere den neuen Anforderungen durch die Inbetriebnahme der [[Tauernbahn]] gerecht zu werden, wurde 1906 bis 1909 der 52 Meter breite [[Mittelbahnsteig des Salzburger Hauptbahnhofs|Mittel- bzw. Inselbahnsteig]] (damals: "Mittelperron") gebaut und von einer Bahnsteighalle, bestehend aus einem dreischiffigen Stahlfachwerk (164,5 Meter mal 52 Meter), überspannt. Zudem wurde 1907 der Zugang zum Mittelbahnsteig über drei Tunnel erschlossen und eine [[Fußgängerbrücke am Salzburger Hauptbahnhof|Fußgängerbrücke]] gebaut, die den Bahnhof mit dem Stadtteil [[Schallmoos]] verband. Im Mittelschiff der stählernen Bahnsteighalle wurde ein Verkehrspavillon integriert, in welchem der originale [[Marmorsaal des Salzburger Hauptbahnhofs|Marmorsaal]] zu finden war. Die Stahlhalle wird von einem doppelköpfigen Adler und - als Symbol für die Eisenbahn - von zwei geflügelten Rädern geziert (letztere finden sich auch in den Ecken der Aufnahmehalle).  
 
Um den Bahnhof zu erweitern und insbesondere den neuen Anforderungen durch die Inbetriebnahme der [[Tauernbahn]] gerecht zu werden, wurde 1906 bis 1909 der 52 Meter breite [[Mittelbahnsteig des Salzburger Hauptbahnhofs|Mittel- bzw. Inselbahnsteig]] (damals: "Mittelperron") gebaut und von einer Bahnsteighalle, bestehend aus einem dreischiffigen Stahlfachwerk (164,5 Meter mal 52 Meter), überspannt. Zudem wurde 1907 der Zugang zum Mittelbahnsteig über drei Tunnel erschlossen und eine [[Fußgängerbrücke am Salzburger Hauptbahnhof|Fußgängerbrücke]] gebaut, die den Bahnhof mit dem Stadtteil [[Schallmoos]] verband. Im Mittelschiff der stählernen Bahnsteighalle wurde ein Verkehrspavillon integriert, in welchem der originale [[Marmorsaal des Salzburger Hauptbahnhofs|Marmorsaal]] zu finden war. Die Stahlhalle wird von einem doppelköpfigen Adler und - als Symbol für die Eisenbahn - von zwei geflügelten Rädern geziert (letztere finden sich auch in den Ecken der Aufnahmehalle).  

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