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[[Datei:Kammerspiele Marionettentheater.jpg|thumb|Das Gebäude Schwarzstraße 34, in dem sich heute die Kammerspiele und Marionettentheater befinden.]]
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[[Datei:2025 03 07 Stadt Salzburg Schwarzstraße 24.jpg|thumb|Das Gebäude Schwarzstraße 34, in dem sich heute die Kammerspiele und Marionettentheater befinden.]]
[[Bild:Hotel-Mirabell-1900.JPG|thumb|Historische Ansichtskarte "Hotel und Restaurant Mirabell", das vom [[Salzburger Landestheater|Stadttheater]] noch durch die Hannibalgasse getrennt wird.]]
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[[Bild:Ansichtskarte-Hotel-Mirabell.jpg|thumb|Eine weitere historische Ansichtskarte des "Hotel und Restaurants Mirabell".]]
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[[Bild:Hotel-Mirabell-2007.JPG|thumb|Porträt des Hotels Mirabell als Spielstätte des Salzburger Marionettentheaters (2006).]]
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[[Bild:Mirabell-Gartenseite.JPG|thumb|Die [[Mirabellgarten]]seite des ehemaligen Hotels Mirabell.]]
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[[Datei:Hotel-Mirabell-1928.JPG|thumb|Historisches Briefpapier des Hotels Mirabell.]]
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[[Datei:Hotel Bristol Mirabell Central Kino Salzburg.jpg|thumb|Zeitgenössische Werbung der Hotels [[Hotel Bristol (Stadt Salzburg)|Bristol]] und [[Hotel Mirabell|Mirabell]] 1927.]]
   
Das Gebäude '''Schwarzstraße 24''' ist ein historisches Gebäude in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]].
 
Das Gebäude '''Schwarzstraße 24''' ist ein historisches Gebäude in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]].
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==Geschichte==
 
==Geschichte==
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[[Datei:Hotel Bristol Mirabell Central Kino Salzburg.jpg|thumb|Zeitgenössische Werbung der Hotels [[Hotel Bristol (Stadt Salzburg)|Bristol]] und [[Hotel Mirabell|Mirabell]] 1927.]]
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=== Das Gebäude als Hotel Mirabell ===
 
=== Das Gebäude als Hotel Mirabell ===
 
Im Jahr [[1893]] hatte die ''Arco-Zinnebergische [[Hofbräu Kaltenhausen|Brauerei Kaltenhausen]]'' zwischen der damaligen [[Villa Lasser]] (an deren Stelle heute das [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteum]] steht) und dem damaligen Stadttheater (dem heutigen Salzburger Landestheater) ein "Restaurations- und Saalgebäude" errichtet, dessen Architekt [[Carl Demel]] und dessen Baumeister [[Valentin Ceconi]] waren.
 
Im Jahr [[1893]] hatte die ''Arco-Zinnebergische [[Hofbräu Kaltenhausen|Brauerei Kaltenhausen]]'' zwischen der damaligen [[Villa Lasser]] (an deren Stelle heute das [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteum]] steht) und dem damaligen Stadttheater (dem heutigen Salzburger Landestheater) ein "Restaurations- und Saalgebäude" errichtet, dessen Architekt [[Carl Demel]] und dessen Baumeister [[Valentin Ceconi]] waren.
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Das Saalgebäude wurde im Jahr [[1897]] zum "Hotel Mirabell" umgewandelt, das bis Ende der [[1920er]]-Jahre mehrere prominente Gäste beherbergte.
 
Das Saalgebäude wurde im Jahr [[1897]] zum "Hotel Mirabell" umgewandelt, das bis Ende der [[1920er]]-Jahre mehrere prominente Gäste beherbergte.
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[[Bild:Hotel-Mirabell-1900.JPG|thumb|Historische Ansichtskarte "Hotel und Restaurant Mirabell", das vom [[Salzburger Landestheater|Stadttheater]] noch durch die Hannibalgasse getrennt wird.]]
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[[Bild:Ansichtskarte-Hotel-Mirabell.jpg|thumb|Eine weitere historische Ansichtskarte des "Hotel und Restaurants Mirabell".]]
    
Am [[1. April]] [[1924]] verkaufte der damalige Besitzer [[Franz Mayr (Hotelier)|Franz Mayr]] das Hotel an Anna Wenger, die zuvor bereits das [[Hotel Stein]] geführt hatte.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19240401&query=%22Hotel+Mirabell%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 1. April 1924, Seite 8</ref>
 
Am [[1. April]] [[1924]] verkaufte der damalige Besitzer [[Franz Mayr (Hotelier)|Franz Mayr]] das Hotel an Anna Wenger, die zuvor bereits das [[Hotel Stein]] geführt hatte.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19240401&query=%22Hotel+Mirabell%22&ref=anno-search&seite=8 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 1. April 1924, Seite 8</ref>
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Am [[14. April]] [[1929]] fand im Hotel Mirabell die vom ''Österreichischen Flugtechnischen Verein'' veranstaltete Flug- und Funkausstellung statt. Dabei wurde das erste in Salzburg von Tischlermeister [[Leopold Preimesberger]] gebaute ''[[Zögling]]''-[[Segelflug]]zeug auf den Namen «Hansl» getauft.<ref>{{Quelle Leitich}}</ref>
 
Am [[14. April]] [[1929]] fand im Hotel Mirabell die vom ''Österreichischen Flugtechnischen Verein'' veranstaltete Flug- und Funkausstellung statt. Dabei wurde das erste in Salzburg von Tischlermeister [[Leopold Preimesberger]] gebaute ''[[Zögling]]''-[[Segelflug]]zeug auf den Namen «Hansl» getauft.<ref>{{Quelle Leitich}}</ref>
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[[Datei:Hotel-Mirabell-1928.JPG|thumb|Historisches Briefpapier des Hotels Mirabell.]]
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Am [[25. Dezember]] [[1955]] wurde die neue Terrasse auf dem Dach des Hotels eröffnet. Am Nachmittag und am Abend spielte die österreichische Tanzkapelle Rudy Heidenkommer.<ref>{{Quelle SN|22. Dezember 1955, Seite 3</ref>
    
=== Kauf durch die Stiftung Mozarteum ===
 
=== Kauf durch die Stiftung Mozarteum ===
 
In seiner Ausgabe vom [[2. August]] [[1928]] schreibt die "[[Salzburger Chronik]]":<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19280802&seite=5&zoom=33 ANNO], "Salzburger Chronik", Ausgabe vom 2. August 1928, Seite 5</ref>
 
In seiner Ausgabe vom [[2. August]] [[1928]] schreibt die "[[Salzburger Chronik]]":<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19280802&seite=5&zoom=33 ANNO], "Salzburger Chronik", Ausgabe vom 2. August 1928, Seite 5</ref>
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[[Bild:Hotel-Mirabell-2007.JPG|thumb|Porträt des Hotels Mirabell als Spielstätte des Salzburger Marionettentheaters (2006).]]
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''Die Zukunft des Hotels Mirabell. Der Besitzer des Ho­tels Mirabell, Brauereibesitzer [[Sigl]] in [[Obertrum]], ist seit längerem bemüht, das Hotel zu verkaufen, da eine Renta­bilität des Betriebes bei der dermaligen Situation kaum in Frage kommt. Eine baldige Aenderung wird schon aus dem Grunde angestrebt, da der derzeitige Pachtvertrag mit Kommerzialrat Anton Kiener am [[1. Oktober]] abläuft. Die vor etwa zwei Monaten mit der sozialdemokratischen Partei geführten Verhandlungen zeitigten kein Ergebnis und die Partei erklärte sich nach Prüfung der gegebenen Sachlage am Ankauf als nicht interessiert. Wie das "[[Salzburger Volksblatt]]" gerüchteweise berichtet, steht nun das Salzburger Mozarteum wegen eines Ankaufes des Hotels in Unterhandlungen. Der Komplex ist für das Mozarteum in erster Linie für den Fall einer möglichen räumlichen Erweiterung des Institutes von Interesse. Im Hinblick auf die zur Verfügung stehenden knappen Geld­mittel muß aber auch die Durchführung dieses Planes vor­ erst noch in Frage gestellt bleiben.</blockquote>
 
''Die Zukunft des Hotels Mirabell. Der Besitzer des Ho­tels Mirabell, Brauereibesitzer [[Sigl]] in [[Obertrum]], ist seit längerem bemüht, das Hotel zu verkaufen, da eine Renta­bilität des Betriebes bei der dermaligen Situation kaum in Frage kommt. Eine baldige Aenderung wird schon aus dem Grunde angestrebt, da der derzeitige Pachtvertrag mit Kommerzialrat Anton Kiener am [[1. Oktober]] abläuft. Die vor etwa zwei Monaten mit der sozialdemokratischen Partei geführten Verhandlungen zeitigten kein Ergebnis und die Partei erklärte sich nach Prüfung der gegebenen Sachlage am Ankauf als nicht interessiert. Wie das "[[Salzburger Volksblatt]]" gerüchteweise berichtet, steht nun das Salzburger Mozarteum wegen eines Ankaufes des Hotels in Unterhandlungen. Der Komplex ist für das Mozarteum in erster Linie für den Fall einer möglichen räumlichen Erweiterung des Institutes von Interesse. Im Hinblick auf die zur Verfügung stehenden knappen Geld­mittel muß aber auch die Durchführung dieses Planes vor­ erst noch in Frage gestellt bleiben.</blockquote>
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Seit [[1968]] fanden im Gebäude unter anderem der Schul-, Konzert- und Kursbetrieb des Mozarteums statt.
 
Seit [[1968]] fanden im Gebäude unter anderem der Schul-, Konzert- und Kursbetrieb des Mozarteums statt.
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[[Bild:Mirabell-Gartenseite.JPG|thumb|Die [[Mirabellgarten]]seite des ehemaligen Hotels Mirabell.]]
    
==== Salzburgs kleinstes Festspielhaus ====
 
==== Salzburgs kleinstes Festspielhaus ====
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== Anekdoten ==
 
== Anekdoten ==
In [[Fred Raymond]]s (* [[20. April]] [[1900]]; † [[10. Jänner]] [[1954]]) wiederholt und prominent verfilmter Erfolgsoperette "[[Saison in Salzburg]]" ([[Salzburger Nockerl]]) lautet eine Rolle: "''Mehlspeiseköchin im Hotel »Mirabell«''".
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In Fred Raymonds (* [[20. April]] [[1900]]; † [[10. Jänner]] [[1954]]) wiederholt und prominent verfilmter Erfolgsoperette "[[Saison in Salzburg]]" ([[Salzburger Nockerl]]) lautet eine Rolle: "Mehlspeiseköchin im Hotel »Mirabell«".
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Der Maler [[Karl Mell]] hatte um [[1895]] eine Zeichnung des Hotels Mirabell angefertigt, von der sich ein ausgeschnittener und auf Trägerpapier aufgeklebter Farbdruck aus einer zeitgenössischen Illustrierten im [[Salzburg Museum]] befindet.
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Der Maler Karl Mell hatte um [[1895]] eine Zeichnung des Hotels Mirabell angefertigt, von der sich ein ausgeschnittener und auf Trägerpapier aufgeklebter Farbdruck aus einer zeitgenössischen Illustrierten im [[Salzburg Museum]] befindet.
    
[[1932]] fand die Preisverleihung für die Sieger des [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisbergrennens]] im Hotel Mirabell statt: ''... ein mächtiger Gabentisch war mit prächtigen Ehrenpreisen bedeckt [...] Für die Sieger waren überdies mächtige Lorbeerkränze bereitgestellt. Es herrschte die freudigste Stimmung, alle Mühen der schweren Trainingstage<ref>es regnete sehr stark, fast ohne Unterbrechung</ref> und des Renntages waren vergessen, und man befand sich in einer Atmosphäre vollster  Zufriedenheit über die so vorbildlich organisiert gewesene internationale Veranstaltung...'' Der Präsident des [[SAMTC|Salzburger Automobil Clubs]], Baron [[Franz Preuschen]] hielt die Rede.<ref>Quelle ''Allgemeine Automobil Zeitung'', 1938, Nummer 8</ref>
 
[[1932]] fand die Preisverleihung für die Sieger des [[Gaisbergrennen (historisch)|Gaisbergrennens]] im Hotel Mirabell statt: ''... ein mächtiger Gabentisch war mit prächtigen Ehrenpreisen bedeckt [...] Für die Sieger waren überdies mächtige Lorbeerkränze bereitgestellt. Es herrschte die freudigste Stimmung, alle Mühen der schweren Trainingstage<ref>es regnete sehr stark, fast ohne Unterbrechung</ref> und des Renntages waren vergessen, und man befand sich in einer Atmosphäre vollster  Zufriedenheit über die so vorbildlich organisiert gewesene internationale Veranstaltung...'' Der Präsident des [[SAMTC|Salzburger Automobil Clubs]], Baron [[Franz Preuschen]] hielt die Rede.<ref>Quelle ''Allgemeine Automobil Zeitung'', 1938, Nummer 8</ref>
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==Weblinks==
 
==Weblinks==
 
* Andreas Weigel: [http://www.salzburg.com/nwas/archiv_artikel.php?xm=3395634&res=0 James Joyce: Spurensuche in Salzburg] ([[Salzburger Nachrichten]], 16. Juni 2007)
 
* Andreas Weigel: [http://www.salzburg.com/nwas/archiv_artikel.php?xm=3395634&res=0 James Joyce: Spurensuche in Salzburg] ([[Salzburger Nachrichten]], 16. Juni 2007)

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