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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Das weithin sichtbare Schloss steht auf einem heute bewaldeten Hügel nahe der [[Tauernautobahn]], umgeben von kleinen historischen Garten, von parkartigen Waldwiesen und von Waldflächen. Bereits um [[1350]] als erzbischöflicher Sitz erwähnt, war es vom [[14. Jahrhundert]] bis [[1649]] (?) lang Sitz eines [[Pflegegericht|Pflegschaftsgerichtes]] ([[Pfleggericht Glanegg]]). [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] baute es zu einer Talsperre zur Sicherung der Umgebung der [[Stadt Salzburg]] aus. | + | Das weithin sichtbare Schloss steht auf einem heute bewaldeten Hügel nahe der [[Tauernautobahn]], umgeben von kleinen historischen Garten, von parkartigen Waldwiesen und von Waldflächen. |
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| − | Am Fuße des Schlosshügels befindet sich eine große [[Meierhof|Meierei]] (aus dem [[15. Jahrhundert]] und eine kleine Kapelle. Im [[Gutshof Glanegg]], unter einem alten Kastanienbaum, steht der ''Rupertibrunnen''.
| + | Vermutlich stand um [[1300]] hier ein erste Befestigung, eine Burganlage. Wobei der Name vom nahe vorbeifließenden [[Glanbach]] stammt und in keinem Zusammenhang mit der Kärntner Familie der Glanegger steht. Bereits um [[1350]] als erzbischöflicher Sitz erwähnt, war es vom [[14. Jahrhundert]] bis [[1609]] lang Sitz eines [[Pflegegericht|Pflegschaftsgerichtes]] ([[Pfleggericht Glanegg]]). [[Fürsterzbischof]] [[Leonhard von Keutschach]] ([[1495]]–[[1519]]) ließ die vom Verfall bedrohte Anlage wieder instandsetzen. Dabei erhielt sie ihren noch heute weitgehend erhaltenen Charakter einer bewohnten Turmburg, wie man es auch noch im [[Schloss Fuschl]] erkennen kann. |
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| | + | [[1557]], nach einem Brand des Meierhofes, zog der [[Pfleger]] erst wieder in die Burg, nachdem der Fürsterzbischof verschiedene Reparaturen durchführen hatte lassen, die obere Stube neu getäfelt und ein Regenwasserbassin angelegt wurde. [[1575]] wurde der Weiher ausgeräumt. [[1609]] wohnte der Pfleger bereits in der [[Stadt Salzburg]] und die Anlage verfiel. Fürsterzbischof [[Markus Sittikus]] ([[1612]] –[[1619]]) sorgte dann für die Instandsetzung des Schlosses und unter seinem Nachfolger [[Paris Graf Lodron]] wurde es zu einer Talsperre zur Sicherung der Umgebung der [[Stadt Salzburg]] ausgebaut. |
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| | + | Von [[1763]] bis [[1787]] pachtete [[Domdechant]] und [[Bischof von Chiemsee]] [[Ferdinand Christoph von Waldburg-Zeil]] die Burg mit der zugehörigen Jagd. |
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| | + | [[1804]] wurde das Schloss und die dazugehörigen Gebiete an [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürst]] [[Ferdinand III. von Toskana|Ferdinand Großherzog von Toskana]] verkauft. |
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| | + | Von [[1812]] bis [[12. Februar]] [[1838]] war Dr. [[Franz de Paula Storch]] Besitzer des Schlosses.<ref>[[Benedikt Pillwein]]: "Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg", 5. Teil, Salzburger Kreis, in [https://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC03081627/388/#topDocAnchor digi.landesbibliothek.at]</ref> Dr. Storch ließ die Kapelle am Fuße des Hügels erbauen, die [[1840]] eingeweiht wurde. |
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| | + | [[1849]] verkaufte die Witwe von Franz de Paula Storch, Babette, geborene Riehr, das Anwesen an Graf [[Alois Graf von Arco-Stepperg]], dem auch das [[Wasserschloss Anif]] gehörte. [[1852]] gab Graf von Arco-Stepperg den Besitz an die Familie des Postmeisters Perwein von [[Hüttau]] weiter. Von [[1860]] bis [[1872]] folgte weitere Besitzer, Anton von Lanser, Eduard Greipel, Anton und Theres Ventschow, Franz und Franciska Knesek von Bartosch, Frederik Krell von Ventschow und Karl und Henriette Klusemann. |
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| − | Von [[1812]] bis [[12. Februar]] [[1838]] war Dr. [[Franz de Paula Storch]] Besitzer des Schlosses.<ref>[[Benedikt Pillwein]]: "Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg", 5. Teil, Salzburger Kreis, in [https://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC03081627/388/#topDocAnchor digi.landesbibliothek.at]</ref>
| + | [[1896]] kan das Anwesen Schloss Glanegg im Besitz der Familie [[Mayr-Melnhof]] und dient seither als deren privater Wohnsitz. Es kann nicht besichtigt werden. |
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| − | Das Schloss befindet sich seit [[1896]] im Besitz der Familie [[Mayr-Melnhof]].
| + | Am Fuße des Schlosshügels befindet sich eine große [[Meierhof|Meierei]] (aus dem [[15. Jahrhundert]] und eine kleine Kapelle. Im [[Gutshof Glanegg]], unter einem alten Kastanienbaum, steht der ''Rupertibrunnen''. |
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| | Im [[Advent]] [[2021]] war das Schloss erstmals mit warmen Flutlicht angestrahlt worden, "um die Finsternis zu erhellen", wie Schlossherr Max Mayr Melnhof berichtet.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/schloss-glanegg-strahlt-nun-vom-berg-113568115 www.sn.at], 6. Dezember 2021</ref> Vor allem soll das hellerleuchtete Schloss aber auf den Bauern-Adventmarkt Glanegg hinweisen, der beim Mayr-Melnhofschen Gutshof unterhalb des Schlosses stattfindet. | | Im [[Advent]] [[2021]] war das Schloss erstmals mit warmen Flutlicht angestrahlt worden, "um die Finsternis zu erhellen", wie Schlossherr Max Mayr Melnhof berichtet.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/schloss-glanegg-strahlt-nun-vom-berg-113568115 www.sn.at], 6. Dezember 2021</ref> Vor allem soll das hellerleuchtete Schloss aber auf den Bauern-Adventmarkt Glanegg hinweisen, der beim Mayr-Melnhofschen Gutshof unterhalb des Schlosses stattfindet. |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
| − | * {{wikipedia-de}} | + | * [[Burgen und Schlösser in Salzburg (Zaisberger, Schlegel)]], Flachgau und Tennengau, Seite 42ff |
| | * {{Quelle Anif Geschichte}} | | * {{Quelle Anif Geschichte}} |
| | : → Seite 87 | | : → Seite 87 |
| | + | * [https://www.mayrmelnhof.at/de/geschichte/schloss-glanegg www.mayrmelnhof.at], Geschichte |
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| | == Einzelnachweise == | | == Einzelnachweise == |