| | In den Vaterländische Blättern vom 4. Juni 1817 ist über den Badebetrieb in Gastein zu lesen: "In Gastein gibt es kein Spaa oder Carlsbad. Sie würden dort nur einen Tartarus finden, wo der Kranke sein Heil, und der Naturforscher ein Elysium findet. Der brausende Wasserfall, der den Schlaf des Weichlings stört, die ungeheuren Berge, worüber dieser erschrickt, das Chaos der Natur, das dieser scheußlich findet, sind für den Naturforscher Gegenstände, welche er mit innigem Vergnügen anstaunt mit ängstlicher Sorgfalt untersucht. Indessen läßt sich der Reiche das, was ihm Bedurfniß scheint, aus der Hauptstadt kommen, während der Arme Hülfe und Unterstützung in Gastein findet. Sein Gebrauch beginnt in der Mitte des May und wird bis Mitte August fortgesetzt. Hr. Dr. Storch aus Salzburg leitet die Cur. Gewöhnlich sind im Durchschnitte alle Jahre 1000- 1200 Curgäste hier."<ref>https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vlb&datum=18170604&query=%22storch+salzburg%22~10&ref=anno-search&seite=3</ref> Dr. Storch verbrachte also nur die Zeit von Mai bis August in Gastein und das übrige Jahr konnte er sich seiner Privat-Prxis in Salzburg widmen. | | In den Vaterländische Blättern vom 4. Juni 1817 ist über den Badebetrieb in Gastein zu lesen: "In Gastein gibt es kein Spaa oder Carlsbad. Sie würden dort nur einen Tartarus finden, wo der Kranke sein Heil, und der Naturforscher ein Elysium findet. Der brausende Wasserfall, der den Schlaf des Weichlings stört, die ungeheuren Berge, worüber dieser erschrickt, das Chaos der Natur, das dieser scheußlich findet, sind für den Naturforscher Gegenstände, welche er mit innigem Vergnügen anstaunt mit ängstlicher Sorgfalt untersucht. Indessen läßt sich der Reiche das, was ihm Bedurfniß scheint, aus der Hauptstadt kommen, während der Arme Hülfe und Unterstützung in Gastein findet. Sein Gebrauch beginnt in der Mitte des May und wird bis Mitte August fortgesetzt. Hr. Dr. Storch aus Salzburg leitet die Cur. Gewöhnlich sind im Durchschnitte alle Jahre 1000- 1200 Curgäste hier."<ref>https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=vlb&datum=18170604&query=%22storch+salzburg%22~10&ref=anno-search&seite=3</ref> Dr. Storch verbrachte also nur die Zeit von Mai bis August in Gastein und das übrige Jahr konnte er sich seiner Privat-Prxis in Salzburg widmen. |
| − | Im Haupt=Sanitätsbericht für das Jahr 1832 sind alle öffentlich angestellten Ärzte mitsamt ihren Jahresgehältern angeführt, woraus sich entnehmen lässt, dass Dr. Storch als Badearzt sehr gut verdiente. [[Joseph August Susan|Dr. Susan]] als Kreisarzt erhielt 600[[Gulden|fl]] und alle Bezirksärzte (mit Ausnahme von Dr. Touaillon) 400fl. Dr. Ferchl der quieszierter Landgerichtsarzt und Salinenarzt zu Hallein war, erhielt 833 fl. 20 und Dr. Storch als Badearzt in Gastein mit 853 f 20 den höchsten Gehalt aller Salzburger Ärzte. Überdies genoss er freie Wohnung im Badeschloss.<ref>SLA KR Akten B IX.9. Fasz 0212.</ref> | + | Im Haupt=Sanitätsbericht für das Jahr 1832 sind alle öffentlich angestellten Ärzte mitsamt ihren Jahresgehältern angeführt, woraus sich entnehmen lässt, dass Dr. Storch als Badearzt sehr gut verdiente. [[Joseph August Susan|Dr. Susan]] als Kreisarzt erhielt 600[[Gulden|fl]] und alle Bezirksärzte (mit Ausnahme von Dr. Touaillon) 400fl. Dr. Ferchl, der quieszierter Landgerichtsarzt und Salinenarzt zu Hallein war, erhielt 833 fl. 20 und Dr. Storch als Badearzt in Gastein mit 853 f 20 den höchsten Gehalt aller Salzburger Ärzte. Überdies genoss er freie Wohnung im Badeschloss.<ref>SLA KR Akten B IX.9. Fasz 0212.</ref> |
| | Am [[6. Mai]] [[1808]] heiratete er in der Viakriatskirche Wildbad Gastein 44-jährig die 28-jährige Jungfrau Anna Maria Nehmer. Sie ist Tochter des Jakob Nehmer Gutsbesitzers zu Wunderskirchen unweit Krayburg in Bayern und der Katharina Stallechner beide seelig. Anna Maria war zur Zeit der Heirat zu Salzburg mit Aufenthalt. Die Zeugen waren Anton Straubinger Weinwirth und Johann Bochner Bäcker im Graben im Wildbad.<ref>Salzburg-St. Andrä, 1769-1819 Heiraten.</ref> Am [[30. März]] [[1812]] kommt in Hofgastein sein Sohn Franz de Paula Storch (gest. [[1897]]) zur Welt, auf dessen Heiratseintrag 1840 allerdings als Name "Franz Aegid Joseph" angegeben ist und als dessen Mutter Barbara gebohrene Riehr genannt wird. | | Am [[6. Mai]] [[1808]] heiratete er in der Viakriatskirche Wildbad Gastein 44-jährig die 28-jährige Jungfrau Anna Maria Nehmer. Sie ist Tochter des Jakob Nehmer Gutsbesitzers zu Wunderskirchen unweit Krayburg in Bayern und der Katharina Stallechner beide seelig. Anna Maria war zur Zeit der Heirat zu Salzburg mit Aufenthalt. Die Zeugen waren Anton Straubinger Weinwirth und Johann Bochner Bäcker im Graben im Wildbad.<ref>Salzburg-St. Andrä, 1769-1819 Heiraten.</ref> Am [[30. März]] [[1812]] kommt in Hofgastein sein Sohn Franz de Paula Storch (gest. [[1897]]) zur Welt, auf dessen Heiratseintrag 1840 allerdings als Name "Franz Aegid Joseph" angegeben ist und als dessen Mutter Barbara gebohrene Riehr genannt wird. |