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Die systematische Erforschung und Erfassung der Pfahlbauten in den [[Salzkammergutseen]], sowie in den angrenzenden Seengebieten [[Oberösterreich]]s und [[Salzburg (Bundesland)|Salzburgs]] erfolgte in der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s. Sie geht auf die Initiative  von Dr. Matthäus Much (* 1832; † 1909) zurück. Dieser war nicht nur Jurist, sondern als Autodidakt auch erfolgreicher Prähistoriker.  
 
Die systematische Erforschung und Erfassung der Pfahlbauten in den [[Salzkammergutseen]], sowie in den angrenzenden Seengebieten [[Oberösterreich]]s und [[Salzburg (Bundesland)|Salzburgs]] erfolgte in der zweiten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s. Sie geht auf die Initiative  von Dr. Matthäus Much (* 1832; † 1909) zurück. Dieser war nicht nur Jurist, sondern als Autodidakt auch erfolgreicher Prähistoriker.  
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Bei der Untersuchung der Uferbereiche am [[Fuschlsee]] entdeckte er um [[1872]] eine von Menschenhand errichtete künstliche Insel mit etwa 50 m Durchmesser. Diese befindet sich ungefähr 250 m westlich des Turmes des [[Schloss Fuschl|Schlosses Fuschl]] bzw. am Ende des [[Golfplatz Schloss Fuschl|Golfplatzes]]. Auf Grund ihrer Konstruktion wird diese Insel als "Packwerkbau" bzw. auch als "Moorsiedlung" oder "unechter Pfahlbau" bezeichnet. Sie wurde schichtweise durch aufeinander schlichten von Nadelholzästen mit zwischenliegenden Erd- bzw. Lehmschichten aufgebaut und war ursprünglich durch einen schmalen Wasserlauf vom Land getrennt, von dem noch Reste zu sehen sind. Heute ist sie mit Bäumen und Sträuchern bewachsen.
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Bei der Untersuchung der Uferbereiche am [[Fuschlsee]] entdeckte er um [[1872]] eine von Menschenhand errichtete künstliche Insel mit etwa 50 m Durchmesser. Diese befindet sich ungefähr 250 m westlich des Turmes des [[Schloss Fuschl|Schlosses Fuschl]] bzw. am Ende des [[Golfplatz Schloss Fuschl|Golfplatzes]]. Auf Grund ihrer Konstruktion wird diese Insel als "[[Packwerkbauten|Packwerkbau]]" bzw. auch als "Moorsiedlung" oder "unechter Pfahlbau" bezeichnet. Sie wurde schichtweise durch aufeinander schlichten von Nadelholzästen mit zwischenliegenden Erd- bzw. Lehmschichten aufgebaut und war ursprünglich durch einen schmalen Wasserlauf vom Land getrennt, von dem noch Reste zu sehen sind. Heute ist sie mit Bäumen und Sträuchern bewachsen.
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Matthias Much war es seinerzeit noch nicht möglich, die Zeit der Errichtung der Insel zu bestimmen, und er empfahl eine genauere Untersuchung seiner Entdeckung. Hundert Jahre später, [[1972]], wurde seine Anregung vom [[Bundesdenkmalamt]] aufgegriffen, die Konstruktion der Insel näher untersucht und mittels der Radiokarbonmethode (C-14-Methode) eine Datierung der Holzproben vorgenommen. Die Untersuchung ergab, dass die Errichtung der Insel ungefähr in die Zeit von etwa [[450]]-[[630]] n. Chr. fällt. Die Errichtung des "Packwerkbaues" wird den damals hier siedelnden [[Römer|Romanen]] zugeschrieben. Als Zweck der Insel wird der Schutz der Menschen und ihrer Lebensmittelvorräte vor wilden Tieren vermutet.  
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Matthias Much war es seinerzeit noch nicht möglich, die Zeit der Errichtung der Insel zu bestimmen, und er empfahl eine genauere Untersuchung seiner Entdeckung. Hundert Jahre später, [[1972]], wurde seine Anregung vom [[Bundesdenkmalamt]] aufgegriffen, die Konstruktion der Insel näher untersucht und mittels der Radiokarbonmethode (C-14-Methode) eine Datierung der Holzproben vorgenommen. Die Untersuchung ergab, dass die Errichtung der Insel ungefähr in die Zeit von etwa [[450]][[630]] n. Chr. fällt. Die Errichtung des "Packwerkbaues" wird den damals hier siedelnden [[Römer|Romanen]] zugeschrieben. Als Zweck der Insel wird der Schutz der Menschen und ihrer Lebensmittelvorräte vor wilden Tieren vermutet.  
    
Der heute auf Festland liegende Teil des Packwerkbaues befindet sich auf einem Grundstück, das zur Liegenschaft des Schlosses Fuschl im Gemeindegebiet von [[Hof bei Salzburg]] gehört. Der Fuschlsee steht im Eigentum der Republik Österreich und wird durch die [[Österreichische Bundesforste|Österreichischen Bundesforste]] verwaltet.
 
Der heute auf Festland liegende Teil des Packwerkbaues befindet sich auf einem Grundstück, das zur Liegenschaft des Schlosses Fuschl im Gemeindegebiet von [[Hof bei Salzburg]] gehört. Der Fuschlsee steht im Eigentum der Republik Österreich und wird durch die [[Österreichische Bundesforste|Österreichischen Bundesforste]] verwaltet.