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| | Bei der Untersuchung der Uferbereiche am [[Fuschlsee]] entdeckte er um [[1872]] eine von Menschenhand errichtete künstliche Insel mit etwa 50 m Durchmesser. Diese befindet sich ungefähr 250 m westlich des Turmes des [[Schloss Fuschl|Schlosses Fuschl]] bzw. am Ende des [[Golfplatz Schloss Fuschl|Golfplatzes]]. Auf Grund ihrer Konstruktion wird diese Insel als "Packwerkbau" bzw. auch als "Moorsiedlung" oder "unechter Pfahlbau" bezeichnet. Sie wurde schichtweise durch aufeinander schlichten von Nadelholzästen mit zwischenliegenden Erd- bzw. Lehmschichten aufgebaut und war ursprünglich durch einen schmalen Wasserlauf vom Land getrennt, von dem noch Reste zu sehen sind. Heute ist sie mit Bäumen und Sträuchern bewachsen. | | Bei der Untersuchung der Uferbereiche am [[Fuschlsee]] entdeckte er um [[1872]] eine von Menschenhand errichtete künstliche Insel mit etwa 50 m Durchmesser. Diese befindet sich ungefähr 250 m westlich des Turmes des [[Schloss Fuschl|Schlosses Fuschl]] bzw. am Ende des [[Golfplatz Schloss Fuschl|Golfplatzes]]. Auf Grund ihrer Konstruktion wird diese Insel als "Packwerkbau" bzw. auch als "Moorsiedlung" oder "unechter Pfahlbau" bezeichnet. Sie wurde schichtweise durch aufeinander schlichten von Nadelholzästen mit zwischenliegenden Erd- bzw. Lehmschichten aufgebaut und war ursprünglich durch einen schmalen Wasserlauf vom Land getrennt, von dem noch Reste zu sehen sind. Heute ist sie mit Bäumen und Sträuchern bewachsen. |
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| − | Matthias Much war es seinerzeit noch nicht möglich, die Zeit der Errichtung der Insel zu bestimmen und empfahl eine genauere Untersuchung seiner Entdeckung. Hundert Jahre später, [[1972]], wurde seine Anregung vom Bundesdenkmalamt aufgegriffen, die Konstruktion der Insel näher untersucht und mittels der Radiokarbonmethode (C-14-Methode) eine Datierung der Holzproben vorgenommen. Die Untersuchung ergab, dass die Errichtung der Insel ungefähr in die Zeit von etwa [[450]]-[[630]] n. Chr. fällt. Die Errichtung des "Packwerkbaues" wird den damals hier siedelnden Romanen zugeschrieben. Als Zweck der Insel wird der Schutz der Menschen und ihrer Lebensmittelvorräte vor wilden Tieren vermutet. | + | Matthias Much war es seinerzeit noch nicht möglich, die Zeit der Errichtung der Insel zu bestimmen, und er empfahl eine genauere Untersuchung seiner Entdeckung. Hundert Jahre später, [[1972]], wurde seine Anregung vom [[Bundesdenkmalamt]] aufgegriffen, die Konstruktion der Insel näher untersucht und mittels der Radiokarbonmethode (C-14-Methode) eine Datierung der Holzproben vorgenommen. Die Untersuchung ergab, dass die Errichtung der Insel ungefähr in die Zeit von etwa [[450]]-[[630]] n. Chr. fällt. Die Errichtung des "Packwerkbaues" wird den damals hier siedelnden [[Römer|Romanen]] zugeschrieben. Als Zweck der Insel wird der Schutz der Menschen und ihrer Lebensmittelvorräte vor wilden Tieren vermutet. |
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| − | Der heute auf Festland liegende Teil des Packwerkbaues befindet sich auf einem Grundstück, das zur Liegenschaft des Schlosses Fuschl im Gemeindegebiet von [[Hof bei Salzburg]] gehört. Der Fuschlsee ist im Eigentum der Republik Österreich und wird durch die [[Österreichische Bundesforste|Österreichischen Bundesforste]] verwaltet. | + | Der heute auf Festland liegende Teil des Packwerkbaues befindet sich auf einem Grundstück, das zur Liegenschaft des Schlosses Fuschl im Gemeindegebiet von [[Hof bei Salzburg]] gehört. Der Fuschlsee steht im Eigentum der Republik Österreich und wird durch die [[Österreichische Bundesforste|Österreichischen Bundesforste]] verwaltet. |
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| − | Der beschriebene Packwerkbau im Fuschlsee gehört nach den Gutachten von Experten zu den bedeutendsten Denkmalen des Früh[[mittelalter]]s im alpinen Raum. | + | Der beschriebene Packwerkbau im Fuschlsee gehört nach den Gutachten von Experten zu den bedeutendsten [[Denkmäler im Land Salzburg|Denkmalen]] des Früh[[mittelalter]]s im alpinen Raum. |
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| | == Quellen == | | == Quellen == |
| | * Much, Matthäus: ''Zweiter Bericht über Pfahlbauforschungen in den österreichischen Seen.'' Separatabdruck aus Nr. 10, Bd. IV der Mittheilungen [sic.!] der anthropologischen Gesellschaft in Wien, Wien 1874. | | * Much, Matthäus: ''Zweiter Bericht über Pfahlbauforschungen in den österreichischen Seen.'' Separatabdruck aus Nr. 10, Bd. IV der Mittheilungen [sic.!] der anthropologischen Gesellschaft in Wien, Wien 1874. |
| − | * Much, Michael Torsten: Div. Informationen per E-Mail über seinen UrUr-Großvater Matthäus Much. Wien, Juni 2015. | + | * Much, Michael Torsten: Div. Informationen per E-Mail über seinen Ururgoßvater Matthäus Much. Wien, Juni 2015. |
| | * Bundesdenkmalamt Wien (Hg.): ''Die Untersuchungen am Fuschlsee'', in: ''Fundberichte aus Österreich'', Bd. 19, Wien 1980/1981, S. 78 und S. 80-81. | | * Bundesdenkmalamt Wien (Hg.): ''Die Untersuchungen am Fuschlsee'', in: ''Fundberichte aus Österreich'', Bd. 19, Wien 1980/1981, S. 78 und S. 80-81. |
| − | * Bundesdenkmalamt Wien, [[Landeskonservatorat Salzburg]]: Informationen durch Dr. [[Peter Höglinger]] anlässlich einer Besichtigung der Örtlichkeiten des Packwerkbaues mit d. Verf. am 16. 04. 2015 in Hof bei Salzburg. | + | * Bundesdenkmalamt, [[Landeskonservatorat für Salzburg]]: Informationen durch Dr. [[Peter Höglinger]] anlässlich einer Besichtigung der Örtlichkeiten des Packwerkbaues mit d. Verf. am 16. 04. 2015 in Hof bei Salzburg. |
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| | == Literatur == | | == Literatur == |