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Daraufhin begann der "Verein Stadtteilmuseum Liefering" mit der Realisierung eines weiteren geplanten Vorhaben eines Kultur-Wanderwegs. Anfangs war an 34 Tafeln gedacht, die der Lieferinger Bevölkerung historische Hintergründe in örtlichen Bezügen nahe bringen sollten. Nach sechs Monaten Arbeit konnten am [[20. Oktober]] [[2001]] die ersten acht Tafeln in festlichem Rahmen und im Beisein der Lieferinger Vereine der Öffentlichkeit präsentiert werden. In den Folgejahren wurden bei Festen an verschiedenen Örtlichkeiten im Stadtteil etappenweise letztlich 55 Tafeln vorgestellt. Beim Abschlussfest am [[1. Oktober]] [[2006]] wurde dann noch das Begleitbuch "Der Lieferinger Kultur-Wanderweg" präsentiert.
 
Daraufhin begann der "Verein Stadtteilmuseum Liefering" mit der Realisierung eines weiteren geplanten Vorhaben eines Kultur-Wanderwegs. Anfangs war an 34 Tafeln gedacht, die der Lieferinger Bevölkerung historische Hintergründe in örtlichen Bezügen nahe bringen sollten. Nach sechs Monaten Arbeit konnten am [[20. Oktober]] [[2001]] die ersten acht Tafeln in festlichem Rahmen und im Beisein der Lieferinger Vereine der Öffentlichkeit präsentiert werden. In den Folgejahren wurden bei Festen an verschiedenen Örtlichkeiten im Stadtteil etappenweise letztlich 55 Tafeln vorgestellt. Beim Abschlussfest am [[1. Oktober]] [[2006]] wurde dann noch das Begleitbuch "Der Lieferinger Kultur-Wanderweg" präsentiert.
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Höhepunkt war dann die Auszeichnung des Vereins mit dem [[Förderpreis der Salzburger Volkskultur|Förderpreis 2007 der Salzburger Volkskultur]].
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Höhepunkt war dann die Auszeichnung des Vereins mit dem "Förderpreis der [[Salzburger Volkskultur]]".
    
Der Kultur-Wanderweg galt im ersten Jahrzehnt seines Bestehen von 1997 bis 2007 als Beitrag zur Stadtteilerneuerung Liefering. Das Projekt wurde auch von der Gemeindeentwicklung des Landes Salzburg und vom [[Salzburger Bildungswerk]] bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Die Finanzierung der Herstellung und Installation der Tafeln, als auch der Druck des Begleitbuches, erfolgte durch Vereinsbeiträge und in überaus dankenswerter Weise durch private Förderer, Firmen und Institutionen sowie durch die Stadt Salzburg und die Gemeinde [[Wals-Siezenheim]]. Besonders hervorzuheben ist, dass alle Textautoren, darunter namhafte Archivare, Historiker und Archäologen, als auch der Gestalter, honorarfrei gearbeitet hatten und desgleichen auch an den Arbeiten zu den Vereinspublikationen.
 
Der Kultur-Wanderweg galt im ersten Jahrzehnt seines Bestehen von 1997 bis 2007 als Beitrag zur Stadtteilerneuerung Liefering. Das Projekt wurde auch von der Gemeindeentwicklung des Landes Salzburg und vom [[Salzburger Bildungswerk]] bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Die Finanzierung der Herstellung und Installation der Tafeln, als auch der Druck des Begleitbuches, erfolgte durch Vereinsbeiträge und in überaus dankenswerter Weise durch private Förderer, Firmen und Institutionen sowie durch die Stadt Salzburg und die Gemeinde [[Wals-Siezenheim]]. Besonders hervorzuheben ist, dass alle Textautoren, darunter namhafte Archivare, Historiker und Archäologen, als auch der Gestalter, honorarfrei gearbeitet hatten und desgleichen auch an den Arbeiten zu den Vereinspublikationen.
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| 6|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 06-3.jpg|thumb|180px]]|| Die Teilung Lieferings durch die Reichsautobahn 1938|| Auf der Überdachung des Lieferinger Tunnels beim Kinderspielplatz|| Die Fortsetzung des Baus der [[Reichsautobahn]] von [[München]] nach [[Wien]] begann nach Fertigstellung des Teilstücks bis zum [[Grenzübergang Walserberg]] und unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs mit einer Spatenstichfeier am [[7. April]] [[1938]]. Die Autobahntrasse zerteilte das Siedlungsgebiet Lieferings, mehrere Bauten mussten der Autostraße weichen. Auf dem vorerst unvollendet gebliebenen Bau fanden von [[1947]] bis [[1965]] publikumsträchtige die [[1. Mai Rennen]] statt. Als eine Art Wiedervereinigung empfand man die Errichtung des Lieferinger Tunnels über die heutige [[Westautobahn]] (A1), der als Emissionsschutz gegen Lärm und Abgase 1999 bis 2001 errichtet wurde.<br />''Siehe auch [[Lieferinger Tunnel]]''
 
| 6|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 06-3.jpg|thumb|180px]]|| Die Teilung Lieferings durch die Reichsautobahn 1938|| Auf der Überdachung des Lieferinger Tunnels beim Kinderspielplatz|| Die Fortsetzung des Baus der [[Reichsautobahn]] von [[München]] nach [[Wien]] begann nach Fertigstellung des Teilstücks bis zum [[Grenzübergang Walserberg]] und unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs mit einer Spatenstichfeier am [[7. April]] [[1938]]. Die Autobahntrasse zerteilte das Siedlungsgebiet Lieferings, mehrere Bauten mussten der Autostraße weichen. Auf dem vorerst unvollendet gebliebenen Bau fanden von [[1947]] bis [[1965]] publikumsträchtige die [[1. Mai Rennen]] statt. Als eine Art Wiedervereinigung empfand man die Errichtung des Lieferinger Tunnels über die heutige [[Westautobahn]] (A1), der als Emissionsschutz gegen Lärm und Abgase 1999 bis 2001 errichtet wurde.<br />''Siehe auch [[Lieferinger Tunnel]]''
 
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| 7|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 7.jpg|thumb|180px]]|| Das Schlossbauerngut mit der [[St.-Anna-Kapelle]]|| An der Lieferinger Hauptstraße – Einmündungen Zufahrt Nr. 86 und [[Presslweg]]|| Siehe [[Schlossbauerngut]]
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| 7|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 7.jpg|thumb|180px]]|| Das Schlossbauerngut mit der [[St.-Anna-Kapelle]]|| an der Lieferinger Hauptstraße – Einmündungen Zufahrt Nr. 86 und [[Presslweg]]|| Siehe [[Schlossbauerngut]]
 
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| 8|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 08-2.jpg|thumb|180px]]|| Der [[Baldehof]]|| Auf der Zufahrt zum Baldehof|| Der Vorgängerbau des jetzigen [[barock]]en Baldehofs wurde um 1700 zu einem Landsitz erweitert, der später in adeligem Besitz war. Namensgeber des Hauses war der Lederhändler Wilhelm Balde, der das Anwesen [[1864]] kaufte. [[1889]] kam es in den Besitz der [[Kongregation der Barmherzigen Schwestern]]. Seit 1990 beherbergt das Gut den Pfarrhof der katholischen [[Stadtpfarre Liefering|Pfarre Liefering]].
 
| 8|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 08-2.jpg|thumb|180px]]|| Der [[Baldehof]]|| Auf der Zufahrt zum Baldehof|| Der Vorgängerbau des jetzigen [[barock]]en Baldehofs wurde um 1700 zu einem Landsitz erweitert, der später in adeligem Besitz war. Namensgeber des Hauses war der Lederhändler Wilhelm Balde, der das Anwesen [[1864]] kaufte. [[1889]] kam es in den Besitz der [[Kongregation der Barmherzigen Schwestern]]. Seit 1990 beherbergt das Gut den Pfarrhof der katholischen [[Stadtpfarre Liefering|Pfarre Liefering]].
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| 18 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 18-2.jpg|thumb|180px]] || Das [[Gärtnergut]] || Vor dem Gärtnergut, Peter-Pfenninger-Straße&nbsp;4 || Für das Gärtnergut ist ab dem [[16. Jahrhundert]] eine geschlossene Besitzerreihe nachzuweisen, doch ist ein Vorgängerbau, das Preßlgut, schon einige Zeit zuvor urkundlich erwähnt. Der Name ''Gärtnergut'' geht auf den [[Paris Graf Lodron|Lodronschen]] Gärtner Martin Mayr zurück, der das Anwesen [[1723]] erwarb. Seit 1851 ist das Haus im Besitz der Familie Eschenlohr. Vor dem Gebäude befindet sich ein aus dem 18.&nbsp;Jahrhundert stammender Ginkgobaum.
 
| 18 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 18-2.jpg|thumb|180px]] || Das [[Gärtnergut]] || Vor dem Gärtnergut, Peter-Pfenninger-Straße&nbsp;4 || Für das Gärtnergut ist ab dem [[16. Jahrhundert]] eine geschlossene Besitzerreihe nachzuweisen, doch ist ein Vorgängerbau, das Preßlgut, schon einige Zeit zuvor urkundlich erwähnt. Der Name ''Gärtnergut'' geht auf den [[Paris Graf Lodron|Lodronschen]] Gärtner Martin Mayr zurück, der das Anwesen [[1723]] erwarb. Seit 1851 ist das Haus im Besitz der Familie Eschenlohr. Vor dem Gebäude befindet sich ein aus dem 18.&nbsp;Jahrhundert stammender Ginkgobaum.
 
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| 19 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 19-1.jpg|thumb|180px]] || Die [[Habermühle|Haber]]- oder Haferlmühle || An der Lieferinger Hauptstraße auf Höhe Nr.&nbsp;70 || Die bereits um etwa [[1350]] belegte Mühle ist der älteste nachweisbare Gewerbebetrieb von Liefering. Viele Besitzer betrieben neben der Mühle ein zweites Gewerbe, so gab es daneben auch von den Besitzern betriebene Bäckereien, ein Sägewerk oder einen Krämerladen. Die Mühle war bis 1976 in Betrieb und wird heute als Wohngebäude und Lagerraum genutzt.
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| 19 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 19-1.jpg|thumb|180px]] || Die [Haferlmühle in Liefering|Haber- oder Haferlmühle || An der Lieferinger Hauptstraße auf Höhe Nr.&nbsp;70 || Die bereits um etwa [[1350]] belegte Mühle ist der älteste nachweisbare Gewerbebetrieb von Liefering. Viele Besitzer betrieben neben der Mühle ein zweites Gewerbe, so gab es daneben auch von den Besitzern betriebene Bäckereien, ein Sägewerk oder einen Krämerladen. Die Mühle war bis 1977 in Betrieb und wird heute als Wohngebäude und Lagerraum genutzt.
 
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| 20 || Tafel wurde entfernt. || Die evangelische Johanneskapelle || Stauffeneggstraße&nbsp;51 || Nach Auflassung der Kapelle 2010 wurde die Tafel abgenommen. Für [[Protestanten|protestantische]] Flüchtlinge aus Südosteuropa, die nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] nach Salzburg gekommen waren, wurden mehrere Wohnmöglichkeiten geschaffen. In das Gebäude [[Stauffeneggstraße]] 49–51 wurde eine Kapelle integriert, die, bis zur Errichtung der evangelischen [[Matthäuskirche]] in [[Taxham]], neben der [[Evangelische Christuskirche Stadt Salzburg|Christuskirche]] an der [[Schwarzstraße]], den Protestanten als zweites Gotteshaus in Salzburg diente.
 
| 20 || Tafel wurde entfernt. || Die evangelische Johanneskapelle || Stauffeneggstraße&nbsp;51 || Nach Auflassung der Kapelle 2010 wurde die Tafel abgenommen. Für [[Protestanten|protestantische]] Flüchtlinge aus Südosteuropa, die nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] nach Salzburg gekommen waren, wurden mehrere Wohnmöglichkeiten geschaffen. In das Gebäude [[Stauffeneggstraße]] 49–51 wurde eine Kapelle integriert, die, bis zur Errichtung der evangelischen [[Matthäuskirche]] in [[Taxham]], neben der [[Evangelische Christuskirche Stadt Salzburg|Christuskirche]] an der [[Schwarzstraße]], den Protestanten als zweites Gotteshaus in Salzburg diente.
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| 34 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 34-3.jpg|thumb|180px]] || Die Regulierung des [[Glanbach]]s || [[Linke Glanzeile]], ca. 100 m vor der Mündung des [[Glan-Überwasserkanal]]s in die Salzach ||Bereits gegen Ende des 16. Jahrhunderts dachte man über eine Regulierung der Glan nach, beschlossen wurde eine solche erst nach 1924. Ziel war es, durch Austrocknung des [[Leopoldskroner Moos]]es im Süden der Stadt sowie im Bereich des Unterlaufs durch Eindämmung der Hochwassergefahr die Grundlagen für eine Ausbreitung der Stadtbesiedelung herzustellen. In der ersten Bauphase der Glanregulierung wurde in Liefering an der heutigen Grenze zum Stadtteil [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] von November 1933 bis April 1935 ein Hochwasserentlastungsgerinne, der sogenannte Glankanal, angelegt. Die weiteren Regulierungsmaßnahmen bis 1953 betrafen obere Abschnitte der Glan. Für die Bauarbeiten während des Zweiten Weltkrieges wurden im oberen Bereich auch Insassen des [[Zigeunerlager Maxglan|Zigeunerlagers Maxglan]] zur Zwangsarbeit herangezogen.
 
| 34 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 34-3.jpg|thumb|180px]] || Die Regulierung des [[Glanbach]]s || [[Linke Glanzeile]], ca. 100 m vor der Mündung des [[Glan-Überwasserkanal]]s in die Salzach ||Bereits gegen Ende des 16. Jahrhunderts dachte man über eine Regulierung der Glan nach, beschlossen wurde eine solche erst nach 1924. Ziel war es, durch Austrocknung des [[Leopoldskroner Moos]]es im Süden der Stadt sowie im Bereich des Unterlaufs durch Eindämmung der Hochwassergefahr die Grundlagen für eine Ausbreitung der Stadtbesiedelung herzustellen. In der ersten Bauphase der Glanregulierung wurde in Liefering an der heutigen Grenze zum Stadtteil [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] von November 1933 bis April 1935 ein Hochwasserentlastungsgerinne, der sogenannte Glankanal, angelegt. Die weiteren Regulierungsmaßnahmen bis 1953 betrafen obere Abschnitte der Glan. Für die Bauarbeiten während des Zweiten Weltkrieges wurden im oberen Bereich auch Insassen des [[Zigeunerlager Maxglan|Zigeunerlagers Maxglan]] zur Zwangsarbeit herangezogen.
 
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| 35 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 35-2.jpg|thumb|180px]] || Von der [[Dult]] zum [[Messezentrum Salzburg]] || Am Messezentrum, bei der alten Obuskehre vor dem [[Arena City Hotel]] || Die im Frühjahr stattfindende [[Dult]] wird erstmals [[1368]] erwähnt und fand im Laufe der Zeit an verschiedenen Orten in Salzburg statt. [[1896]] wurde die Dult eingestellt und nach einem Intermezzo 1924/25 erst nach dem Zweiten Weltkrieg fix eingerichtet. [[1974]] findet die Dult erstmals im Messezentrum Salzburg statt.
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| 35 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 35-2.jpg|thumb|180px]] || Von der [[Dult]] zum [[Messezentrum Salzburg]] || Am Messezentrum, bei der alten [[Obuskehre]] vor dem "Arena City Hotel" || Die im Frühjahr stattfindende [[Dult]] wird erstmals [[1368]] erwähnt und fand im Laufe der Zeit an verschiedenen Orten in Salzburg statt. [[1896]] wurde die Dult eingestellt und nach einem Intermezzo 1924/25 erst nach dem Zweiten Weltkrieg fix eingerichtet. [[1974]] findet die Dult erstmals im Messezentrum Salzburg statt.
 
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| 36 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 36-3.jpg|thumb|180px]] ||Sagen und Märchen aus Liefering || nächst dem Badebuffet am Salzachsee || Häufig sind in Moor-, Sumpf- und anderen Feuchtgebieten im Volksmund schaurige Geschichten über sagen- und märchenhafte Figuren anzutreffen. Das Mündungsgebiet der Saalach in die Salzach war früher eine solche Gegend, sodass auch hier – besonders von den Schiffern auf der Salzach – grauenhafte Ereignisse erzählt wurden. Bestärkt wurde dieses Phänomen durch die Tatsache, dass im extrem kalten Winter von 1800 beim Kampf gegen die einrückenden Truppen Napoleons Getötete in dem morastigen Boden festgefroren waren. Neben Wassergeistern und der Figur des Wassermannes gibt es auch Geschichten um den Riesen Abfalter, eines Bewohners des [[Untersberg]]s, von dem wiederholt die Sage geht, dass in ihm Menschen leben oder auf ihm Menschen verschwinden.
 
| 36 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 36-3.jpg|thumb|180px]] ||Sagen und Märchen aus Liefering || nächst dem Badebuffet am Salzachsee || Häufig sind in Moor-, Sumpf- und anderen Feuchtgebieten im Volksmund schaurige Geschichten über sagen- und märchenhafte Figuren anzutreffen. Das Mündungsgebiet der Saalach in die Salzach war früher eine solche Gegend, sodass auch hier – besonders von den Schiffern auf der Salzach – grauenhafte Ereignisse erzählt wurden. Bestärkt wurde dieses Phänomen durch die Tatsache, dass im extrem kalten Winter von 1800 beim Kampf gegen die einrückenden Truppen Napoleons Getötete in dem morastigen Boden festgefroren waren. Neben Wassergeistern und der Figur des Wassermannes gibt es auch Geschichten um den Riesen Abfalter, eines Bewohners des [[Untersberg]]s, von dem wiederholt die Sage geht, dass in ihm Menschen leben oder auf ihm Menschen verschwinden.
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| 42 ||[[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 42-1.jpg|thumb|180px]] || Klein-Amerika in Salzburg – Die [[USFA Wohnhaussiedlung General-Keyes-Straße in Salzburg|USFA Wohnhaussiedlung General-Keyes-Straße]] || Auf dem Grundstück [[General-Keyes-Straße]]&nbsp;6 || Auf dem Gelände eines ehemaligen Arbeitsdienstlagers der [[Zwischenkriegszeit]] entstand um 1950 eine von der amerikanischen Besatzungsmacht errichtete Wohnsiedlung für die stationierten Armeeangehörigen. Die 272 Wohneinheiten umfassende Siedlung umfasste auch zwei Kaufhäuser, eine Tankstelle und eine Kfz-Werkstätte. Die großzügig angelegte Siedlung wurde von den Salzburgern als "Klein-Amerika" bewundert. Benannt ist die Siedlung nach dem Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Österreich [[Geoffrey Keyes]]. Nach dem Abzug der Amerikaner gingen die Wohnbauten in das Eigentum des Bundes über, der sie 2003 an private Investoren verkaufte.
 
| 42 ||[[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 42-1.jpg|thumb|180px]] || Klein-Amerika in Salzburg – Die [[USFA Wohnhaussiedlung General-Keyes-Straße in Salzburg|USFA Wohnhaussiedlung General-Keyes-Straße]] || Auf dem Grundstück [[General-Keyes-Straße]]&nbsp;6 || Auf dem Gelände eines ehemaligen Arbeitsdienstlagers der [[Zwischenkriegszeit]] entstand um 1950 eine von der amerikanischen Besatzungsmacht errichtete Wohnsiedlung für die stationierten Armeeangehörigen. Die 272 Wohneinheiten umfassende Siedlung umfasste auch zwei Kaufhäuser, eine Tankstelle und eine Kfz-Werkstätte. Die großzügig angelegte Siedlung wurde von den Salzburgern als "Klein-Amerika" bewundert. Benannt ist die Siedlung nach dem Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Österreich [[Geoffrey Keyes]]. Nach dem Abzug der Amerikaner gingen die Wohnbauten in das Eigentum des Bundes über, der sie 2003 an private Investoren verkaufte.
 
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| 43 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 43-1.jpg|thumb|180px]] || Die [[Südtirolersiedlung]] || [[Siebenbürgerstraße]] Ecke [[Gottscheerstraße]] || Nach dem [[Ersten Weltkrieg]] ging der [[Südtirol|südliche Teil]] [[Tirol]]s von [[Österreich]] an [[Italien]]. [[1939]] hatten [[Adolf Hitler|Hitler]] und Mussolini sich geeinigt, dass die sich als Deutsche bekennenden Südtiroler "heim ins Reich" geholt werden sollten. Die 220 Kleinwohnungen umfassende Siedlung, errichtet von der Siedlungsgesellschaft "Neue Heimat", entstand zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] und war für deportierte Südtiroler vorgesehen. Nach Kriegsende wurden amerikanische Armeeangehörige untergebracht. Nach dem Abzug der amerikanischen Besatzung ging die Siedlung in das Eigentum des Bundes über; sie wird heute von der [[BUWOG]] verwaltet.
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| 43 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 43-1.jpg|thumb|180px]] || Die [[Südtiroler-Siedlung Liefering|Südtirolersiedlung]] || [[Siebenbürgerstraße]] Ecke [[Gottscheerstraße]] || Nach dem [[Ersten Weltkrieg]] ging der [[Südtirol|südliche Teil]] [[Tirol]]s von [[Österreich]] an [[Italien]]. [[1939]] hatten [[Adolf Hitler|Hitler]] und Mussolini sich geeinigt, dass die sich als Deutsche bekennenden Südtiroler "heim ins Reich" geholt werden sollten. Die 220 Kleinwohnungen umfassende Siedlung, errichtet von der Siedlungsgesellschaft "Neue Heimat", entstand zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] und war für deportierte Südtiroler vorgesehen. Nach Kriegsende wurden amerikanische Armeeangehörige untergebracht. Nach dem Abzug der amerikanischen Besatzung ging die Siedlung in das Eigentum des Bundes über; sie wird heute von der [[BUWOG]] verwaltet.
 
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| 44 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 44-1.jpg|thumb|180px]] || Die Siedlung am [[Lieferinger Spitz]] || Vor dem Haus Lieferinger Hauptstraße 152 || Die 1935 errichtete Siedlung an der Einmündung der Lieferinger Hauptstraße in die [[Münchner Bundesstraße]] umfasst zehn Einfamilienhäuser, die sich dadurch auszeichneten, dass sie mit einem gemeinsamen rund tausend Quadratmeter großen Grundstück versehen waren. Die Bewohner hatten die Auflage, mindestens vier Fünftel der Fläche für Obst- und Gemüseanbau für den Eigenbedarf und für den Verkauf zu verwenden. Außerdem war die Haltung von Nutzvieh wie Hühnern oder Schweinen vorgesehen, deren Stallungen sich im selben Haus wie die Wohnungen befanden.
 
| 44 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 44-1.jpg|thumb|180px]] || Die Siedlung am [[Lieferinger Spitz]] || Vor dem Haus Lieferinger Hauptstraße 152 || Die 1935 errichtete Siedlung an der Einmündung der Lieferinger Hauptstraße in die [[Münchner Bundesstraße]] umfasst zehn Einfamilienhäuser, die sich dadurch auszeichneten, dass sie mit einem gemeinsamen rund tausend Quadratmeter großen Grundstück versehen waren. Die Bewohner hatten die Auflage, mindestens vier Fünftel der Fläche für Obst- und Gemüseanbau für den Eigenbedarf und für den Verkauf zu verwenden. Außerdem war die Haltung von Nutzvieh wie Hühnern oder Schweinen vorgesehen, deren Stallungen sich im selben Haus wie die Wohnungen befanden.
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| 48 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 48.jpg|thumb|180px]] || Die [[Forellenwegsiedlung]] || In der Forellenwegsiedlung am Gebäude [[Eugen-Müller-Straße]]&nbsp;59 || ''Siehe [[Forellenwegsiedlung]]''
 
| 48 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 48.jpg|thumb|180px]] || Die [[Forellenwegsiedlung]] || In der Forellenwegsiedlung am Gebäude [[Eugen-Müller-Straße]]&nbsp;59 || ''Siehe [[Forellenwegsiedlung]]''
 
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| 49 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 49-2.jpg|thumb|180px]] || Die evangelische Pfarrgemeinde Salzburg-West || Neben der [[Matthäuskirche]] am [[Martin-Luther-Platz]] – Einmündung [[Kleßheimer Allee]] in [[Taxham]] || In den 1950er-Jahren zogen vermehrt evangelische Glaubensangehörige in den Stadtteil Taxham, sodass nicht zuletzt deshalb im Westen Salzburgs eine eigene evangelische Kirche notwendig wurde. Die [[1969]] eingeweihte Matthäuskirche in Taxham ist heute das Zentrum der Pfarre, die seit 2014 die Bezeichnung "[[Evangelische Pfarrgemeinde A. und H. B. Salzburg Matthäuskirche]]" trägt und der auch Liefering angehört.
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| 49 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 49-2.jpg|thumb|180px]] || Die evangelische Pfarrgemeinde Salzburg-West || Neben der [[Evangelische Matthäuskirche|evangelischen Matthäuskirche]] am [[Martin-Luther-Platz]] – Einmündung [[Kleßheimer Allee]] in [[Taxham]] || In den 1950er-Jahren zogen vermehrt evangelische Glaubensangehörige in den Stadtteil Taxham, sodass nicht zuletzt deshalb im Westen Salzburgs eine eigene evangelische Kirche notwendig wurde. Die [[1969]] eingeweihte Matthäuskirche in Taxham ist heute das Zentrum der Pfarre, die seit 2014 die Bezeichnung "[[Evangelische Pfarrgemeinde A. und H. B. Salzburg Matthäuskirche]]" trägt und der auch Liefering angehört.
 
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| 50 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 50.JPG|thumb|180px]] || [[Papageno]] in Liefering - [[Vogelfang]] in Liefering || An der Lieferinger Hauptstraße – Einmündung [[Rottweg]] (bei Lieferinger Hauptstraße&nbsp;95B) || Der Vogelfang in Liefering war besonders im [[18. Jahrhundert|18.]] und [[19. Jahrhundert]] weit verbreitet und ein einträgliches Geschäft. An den Salzburger [[Salzburger Fürstenhof|fürsterzbischöflichen Hof]] waren jährlich 5&nbsp;000 Vögel für den Verzehr abzuliefern. Es wird angenommen, dass die tatsächliche Zahl wesentlich höher lag.
 
| 50 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 50.JPG|thumb|180px]] || [[Papageno]] in Liefering - [[Vogelfang]] in Liefering || An der Lieferinger Hauptstraße – Einmündung [[Rottweg]] (bei Lieferinger Hauptstraße&nbsp;95B) || Der Vogelfang in Liefering war besonders im [[18. Jahrhundert|18.]] und [[19. Jahrhundert]] weit verbreitet und ein einträgliches Geschäft. An den Salzburger [[Salzburger Fürstenhof|fürsterzbischöflichen Hof]] waren jährlich 5&nbsp;000 Vögel für den Verzehr abzuliefern. Es wird angenommen, dass die tatsächliche Zahl wesentlich höher lag.