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| | Bei den Vorbereitungsarbeiten zur Herausgabe einer Lieferinger Chronik, die von der [[Peter Pfenninger Schenkung Liefering]] herausgegeben wurde, entstand [[1996]]/1997 die Idee zur Errichtung eines Stadtteilmuseums. Als idealer Standort war das zentral gelegene, historische [[Mesnerhaus Liefering|Mesnerhaus]] vorgesehen. Doch dem im Herbst 2000 fertig konzipierten Projekt, das nach umfassender Renovierung des Gebäudes darin Platz finden sollte, wurde im Mai 2001, aufgrund der angespannten Finanzlage der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]], eine Absage erteilt. | | Bei den Vorbereitungsarbeiten zur Herausgabe einer Lieferinger Chronik, die von der [[Peter Pfenninger Schenkung Liefering]] herausgegeben wurde, entstand [[1996]]/1997 die Idee zur Errichtung eines Stadtteilmuseums. Als idealer Standort war das zentral gelegene, historische [[Mesnerhaus Liefering|Mesnerhaus]] vorgesehen. Doch dem im Herbst 2000 fertig konzipierten Projekt, das nach umfassender Renovierung des Gebäudes darin Platz finden sollte, wurde im Mai 2001, aufgrund der angespannten Finanzlage der [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]], eine Absage erteilt. |
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| − | Daraufhin begann der "Verein Stadtteilmuseum Liefering“ mit der Realisierung eines weiteren geplanten Vorhaben eines Kultur-Wanderwegs. Anfangs war an 34 Tafeln gedacht, die der Lieferinger Bevölkerung historische Hintergründe in örtlichen Bezügen nahe bringen sollten. Nach sechs Monaten Arbeit konnten am [[20. Oktober]] [[2001]] die ersten acht Tafeln in festlichem Rahmen und im Beisein der Lieferinger Vereine der Öffentlichkeit präsentiert werden. In den Folgejahren wurden bei Festen an verschiedenen Örtlichkeiten im Stadtteil etappenweise letztlich 55 Tafeln vorgestellt. Beim Abschlussfest am [[1. Oktober]] [[2006]] wurde dann noch das Begleitbuch "Der Lieferinger Kultur-Wanderweg“ präsentiert. | + | Daraufhin begann der "Verein Stadtteilmuseum Liefering" mit der Realisierung eines weiteren geplanten Vorhaben eines Kultur-Wanderwegs. Anfangs war an 34 Tafeln gedacht, die der Lieferinger Bevölkerung historische Hintergründe in örtlichen Bezügen nahe bringen sollten. Nach sechs Monaten Arbeit konnten am [[20. Oktober]] [[2001]] die ersten acht Tafeln in festlichem Rahmen und im Beisein der Lieferinger Vereine der Öffentlichkeit präsentiert werden. In den Folgejahren wurden bei Festen an verschiedenen Örtlichkeiten im Stadtteil etappenweise letztlich 55 Tafeln vorgestellt. Beim Abschlussfest am [[1. Oktober]] [[2006]] wurde dann noch das Begleitbuch "Der Lieferinger Kultur-Wanderweg" präsentiert. |
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| | Höhepunkt war dann die Auszeichnung des Vereins mit dem [[Förderpreis der Salzburger Volkskultur|Förderpreis 2007 der Salzburger Volkskultur]]. | | Höhepunkt war dann die Auszeichnung des Vereins mit dem [[Förderpreis der Salzburger Volkskultur|Förderpreis 2007 der Salzburger Volkskultur]]. |
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| | Der Kultur-Wanderweg galt im ersten Jahrzehnt seines Bestehen von 1997 bis 2007 als Beitrag zur Stadtteilerneuerung Liefering. Das Projekt wurde auch von der Gemeindeentwicklung des Landes Salzburg und vom [[Salzburger Bildungswerk]] bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Die Finanzierung der Herstellung und Installation der Tafeln, als auch der Druck des Begleitbuches, erfolgte durch Vereinsbeiträge und in überaus dankenswerter Weise durch private Förderer, Firmen und Institutionen sowie durch die Stadt Salzburg und die Gemeinde [[Wals-Siezenheim]]. Besonders hervorzuheben ist, dass alle Textautoren, darunter namhafte Archivare, Historiker und Archäologen, als auch der Gestalter, honorarfrei gearbeitet hatten und desgleichen auch an den Arbeiten zu den Vereinspublikationen. | | Der Kultur-Wanderweg galt im ersten Jahrzehnt seines Bestehen von 1997 bis 2007 als Beitrag zur Stadtteilerneuerung Liefering. Das Projekt wurde auch von der Gemeindeentwicklung des Landes Salzburg und vom [[Salzburger Bildungswerk]] bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Die Finanzierung der Herstellung und Installation der Tafeln, als auch der Druck des Begleitbuches, erfolgte durch Vereinsbeiträge und in überaus dankenswerter Weise durch private Förderer, Firmen und Institutionen sowie durch die Stadt Salzburg und die Gemeinde [[Wals-Siezenheim]]. Besonders hervorzuheben ist, dass alle Textautoren, darunter namhafte Archivare, Historiker und Archäologen, als auch der Gestalter, honorarfrei gearbeitet hatten und desgleichen auch an den Arbeiten zu den Vereinspublikationen. |
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| − | 2014 wurde das Bestreben einer Museumsgründung endgültig aufgegeben und der "Verein Stadtteilmuseum Liefering“ auf "Verein Lieferinger Kulturwanderweg“ umbenannt (ZVR-Zahl: 524 266 702). Dessen Hauptaufgabe besteht nun darin, diese Einrichtung weiterhin zu erhalten und gegebenenfalls zu aktualisieren. | + | 2014 wurde das Bestreben einer Museumsgründung endgültig aufgegeben und der "Verein Stadtteilmuseum Liefering" auf "Verein Lieferinger Kulturwanderweg" umbenannt (ZVR-Zahl: 524 266 702). Dessen Hauptaufgabe besteht nun darin, diese Einrichtung weiterhin zu erhalten und gegebenenfalls zu aktualisieren. |
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| | == Die Schautafeln des Lieferinger Kulturwanderwegs == | | == Die Schautafeln des Lieferinger Kulturwanderwegs == |
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| | | 4|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 4.jpg|thumb|180px]]|| Alte Lieferinger Volksschule|| An der Stützmauer vor der Volksschule Liefering 1, Törringstraße 4|| Schulunterricht in Liefering ist seit [[1661]] bezeugt. Nachdem im Mesnerhaus und im [[Schlossbauerngut]] unterrichtet worden war, wurde das Gebäude der heutige Volksschule Liefering 1 im Jahr 1900 in Betrieb genommen. Das Haus wurde im 20. Jahrhundert erweitert, die Wandmalerei stammt von [[Wilhelm Kaufmann]] aus dem Jahr [[1967]]. | | | 4|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 4.jpg|thumb|180px]]|| Alte Lieferinger Volksschule|| An der Stützmauer vor der Volksschule Liefering 1, Törringstraße 4|| Schulunterricht in Liefering ist seit [[1661]] bezeugt. Nachdem im Mesnerhaus und im [[Schlossbauerngut]] unterrichtet worden war, wurde das Gebäude der heutige Volksschule Liefering 1 im Jahr 1900 in Betrieb genommen. Das Haus wurde im 20. Jahrhundert erweitert, die Wandmalerei stammt von [[Wilhelm Kaufmann]] aus dem Jahr [[1967]]. |
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| − | | 5|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 05.jpg|thumb|180px]]|| Das Dorf in der Stadt|| Auf der Überdachung des [[Lieferinger Tunnel]]s|| Liefering war seit jeher und bis zu seiner Eingemeindung nach Salzburg ([[1939]]) ein Dorf, dessen landwirtschaftlichen Erträge in erster Linie dem Eigenbedarf dienten. Grundeigentümer waren bis 1848/49 die Salzburger Fürsterzbischöfe. Seit dem frühen 20. Jahrhundert nahm die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe stetig ab. Eine Identität als Dorf hat sich Liefering bis heute bewahrt, und es propagiert sich selbst als "das Dorf in der Stadt“. | + | | 5|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 05.jpg|thumb|180px]]|| Das Dorf in der Stadt|| Auf der Überdachung des [[Lieferinger Tunnel]]s|| Liefering war seit jeher und bis zu seiner Eingemeindung nach Salzburg ([[1939]]) ein Dorf, dessen landwirtschaftlichen Erträge in erster Linie dem Eigenbedarf dienten. Grundeigentümer waren bis 1848/49 die Salzburger Fürsterzbischöfe. Seit dem frühen 20. Jahrhundert nahm die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe stetig ab. Eine Identität als Dorf hat sich Liefering bis heute bewahrt, und es propagiert sich selbst als "das Dorf in der Stadt". |
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| | | 6|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 06-3.jpg|thumb|180px]]|| Die Teilung Lieferings durch die Reichsautobahn 1938|| Auf der Überdachung des Lieferinger Tunnels beim Kinderspielplatz|| Die Fortsetzung des Baus der [[Reichsautobahn]] von [[München]] nach [[Wien]] begann nach Fertigstellung des Teilstücks bis zum [[Grenzübergang Walserberg]] und unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs mit einer Spatenstichfeier am [[7. April]] [[1938]]. Die Autobahntrasse zerteilte das Siedlungsgebiet Lieferings, mehrere Bauten mussten der Autostraße weichen. Auf dem vorerst unvollendet gebliebenen Bau fanden von [[1947]] bis [[1965]] publikumsträchtige die [[1. Mai Rennen]] statt. Als eine Art Wiedervereinigung empfand man die Errichtung des Lieferinger Tunnels über die heutige [[Westautobahn]] (A1), der als Emissionsschutz gegen Lärm und Abgase 1999 bis 2001 errichtet wurde.<br />''Siehe auch [[Lieferinger Tunnel]]'' | | | 6|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 06-3.jpg|thumb|180px]]|| Die Teilung Lieferings durch die Reichsautobahn 1938|| Auf der Überdachung des Lieferinger Tunnels beim Kinderspielplatz|| Die Fortsetzung des Baus der [[Reichsautobahn]] von [[München]] nach [[Wien]] begann nach Fertigstellung des Teilstücks bis zum [[Grenzübergang Walserberg]] und unmittelbar nach dem [[Anschluss]] Österreichs mit einer Spatenstichfeier am [[7. April]] [[1938]]. Die Autobahntrasse zerteilte das Siedlungsgebiet Lieferings, mehrere Bauten mussten der Autostraße weichen. Auf dem vorerst unvollendet gebliebenen Bau fanden von [[1947]] bis [[1965]] publikumsträchtige die [[1. Mai Rennen]] statt. Als eine Art Wiedervereinigung empfand man die Errichtung des Lieferinger Tunnels über die heutige [[Westautobahn]] (A1), der als Emissionsschutz gegen Lärm und Abgase 1999 bis 2001 errichtet wurde.<br />''Siehe auch [[Lieferinger Tunnel]]'' |
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| | | 10|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 10-1.jpg|thumb|180px]]|| Ein Dorf der [[Hallstattzeit]]|| Am Bahnweg neben der Brücke über die Westautobahn in [[Wals-Siezenheim]] an der Gemeindegrenze zum [[Salzburger Stadtteil]] [[Taxham]]|| Im Zusammenhang mit Bauarbeiten kamen 1942/43 an der Trasse der Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg Spuren einer Siedlung und Fundgegenstände aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. (ältere [[Eisenzeit]]) zum Vorschein. Es handelte sich um eine Ansiedlung bestehend aus zumindest acht parallel ausgerichteten Häusern in Pfahlbauweise. Die Fundstätte nahe dem [[Container-Terminal Salzburg]] ist wieder zugeschüttet. | | | 10|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 10-1.jpg|thumb|180px]]|| Ein Dorf der [[Hallstattzeit]]|| Am Bahnweg neben der Brücke über die Westautobahn in [[Wals-Siezenheim]] an der Gemeindegrenze zum [[Salzburger Stadtteil]] [[Taxham]]|| Im Zusammenhang mit Bauarbeiten kamen 1942/43 an der Trasse der Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg Spuren einer Siedlung und Fundgegenstände aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. (ältere [[Eisenzeit]]) zum Vorschein. Es handelte sich um eine Ansiedlung bestehend aus zumindest acht parallel ausgerichteten Häusern in Pfahlbauweise. Die Fundstätte nahe dem [[Container-Terminal Salzburg]] ist wieder zugeschüttet. |
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| − | | 11||[[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 11-2.jpg|thumb|180px]] || Der [[Römischer Gutshof|römische Gutshof]] von Liefering|| Vor dem Haupteingang der "Spar“-Zentrale nächst dem Kreisverkehr bei der [[Autobahnanschlussstelle Salzburg-Kleßheim|Autobahnausfahrt Salzburg-Kleßheim]] in Taxham|| Im Zuge des Baus der damaligen [[Reichsautobahn]] von München nach Wien kamen um 1940 die Überreste eines römischen Gutshofes ([[Villa rustica]]) und dazugehörende Kleinfunde zum Vorschein. Das Objekt umfasste Wohngebäude für den Gutsherren und das Gesinde sowie etliche Wirtschaftsgebäude und war Teil eines ganzen Rings von solchen Bewirtschaftungen, die die Vorläuferstadt von Salzburg, [[Juvavum]], mit Lebensmitteln versorgte. Die Fundstätte aus dem 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr. liegt bei der heutigen Autobahnausfahrt Salzburg-Kleßheim, das zum Gelände der österreichischen "[[SPAR Österreichische Warenhandels-AG|Spar]]“-Zentrale gehört. | + | | 11||[[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 11-2.jpg|thumb|180px]] || Der [[Römischer Gutshof|römische Gutshof]] von Liefering|| Vor dem Haupteingang der "Spar"-Zentrale nächst dem Kreisverkehr bei der [[Autobahnanschlussstelle Salzburg-Kleßheim|Autobahnausfahrt Salzburg-Kleßheim]] in Taxham|| Im Zuge des Baus der damaligen [[Reichsautobahn]] von München nach Wien kamen um 1940 die Überreste eines römischen Gutshofes ([[Villa rustica]]) und dazugehörende Kleinfunde zum Vorschein. Das Objekt umfasste Wohngebäude für den Gutsherren und das Gesinde sowie etliche Wirtschaftsgebäude und war Teil eines ganzen Rings von solchen Bewirtschaftungen, die die Vorläuferstadt von Salzburg, [[Juvavum]], mit Lebensmitteln versorgte. Die Fundstätte aus dem 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr. liegt bei der heutigen Autobahnausfahrt Salzburg-Kleßheim, das zum Gelände der österreichischen "[[SPAR Österreichische Warenhandels-AG|Spar]]"-Zentrale gehört. |
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| | | 12|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 12-3.jpg|thumb|180px]]|| Ein Grab aus der Hallstattzeit|| [[Dr.-Gmelin-Straße]] – Einmündung [[Favoritagasse]] (Stadtteil Taxham)||An der Stelle befand sich bis in die [[1970er]]-Jahre als sanfter Hügel erkennbar eine Grabstätte aus der Zeit um 600 v. Chr. Bei dem Brandgrab] wurden Gefäße, Schmuckstücke und Beschlagteile eines vierrädrigen Wagens aufgefunden. | | | 12|| [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 12-3.jpg|thumb|180px]]|| Ein Grab aus der Hallstattzeit|| [[Dr.-Gmelin-Straße]] – Einmündung [[Favoritagasse]] (Stadtteil Taxham)||An der Stelle befand sich bis in die [[1970er]]-Jahre als sanfter Hügel erkennbar eine Grabstätte aus der Zeit um 600 v. Chr. Bei dem Brandgrab] wurden Gefäße, Schmuckstücke und Beschlagteile eines vierrädrigen Wagens aufgefunden. |
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| | | 32 ||[[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 32-1.jpg|thumb|180px]] || Der [[Gasthof Hartlwirt|Hartlwirt]] || Am Gebäude des Hartwirts seitlich des Eingangs, Lieferinger Hauptstraße 120 ||Das Wirtshaus ist [[1779]] erstmals urkundlich erwähnt, bestand vermutlich aber schon weitaus länger. Ein späterer Besitzer war ein überaus erfolgreicher Pferdehändler, ein Teil der Stallungen befand sich hier. Das Haus erhielt [[1907]] den ersten Telefonanschluss in Liefering. Nach einer Renovierung 1976 diente der vorherige Kuhstall für zwei Jahrzehnte als Proberaum für die [[Camerata Academica Salzburg]]. Das Gasthaus wird heute auch als Pension geführt. | | | 32 ||[[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 32-1.jpg|thumb|180px]] || Der [[Gasthof Hartlwirt|Hartlwirt]] || Am Gebäude des Hartwirts seitlich des Eingangs, Lieferinger Hauptstraße 120 ||Das Wirtshaus ist [[1779]] erstmals urkundlich erwähnt, bestand vermutlich aber schon weitaus länger. Ein späterer Besitzer war ein überaus erfolgreicher Pferdehändler, ein Teil der Stallungen befand sich hier. Das Haus erhielt [[1907]] den ersten Telefonanschluss in Liefering. Nach einer Renovierung 1976 diente der vorherige Kuhstall für zwei Jahrzehnte als Proberaum für die [[Camerata Academica Salzburg]]. Das Gasthaus wird heute auch als Pension geführt. |
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| − | | 33 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 33-3.jpg|thumb|180px]] ||Die Eisenbahn in Liefering || An der Peter-Pfenninger-Straße gegenüber dem Europark nahe der {{Symbol-S-Bahn|S3|#19B24B}} [[Salzburg Taxham Europark (Haltestelle)]] || Der Bau der [[Westbahn|Kaiserin Elisabeth-Bahn]] des Abschnitts der heutigen Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg in den [[1850er]]-Jahren bewirkte eine Zerschneidung des Gebiets von Liefering. Der Bahndamm – vorerst jahrelang ohne Wegunterführungen – wirkte wie ein Riegel; gewachsene Verbindungen wurden quasi gekappt. Ursprünglich war im Bereich Lieferings der Salzburger Grenzbahnhof nach Deutschland vorgesehen, militärische Bedenken sprachen jedoch dagegen. Während des Zweiten Weltkriegs existierte ein Empfangsbahnhof für Gäste des nahe gelegenen [[Schloss Kleßheim|Schlosses Kleßheim]], das von den Nationalsozialisten als "Reichsgästehaus“ für hochgestellte Persönlichkeiten diente. 1985 wurde die geplante Erweiterung des [[Container-Terminal Salzburg|Container-Terminals Salzburg]] aufgrund von Bürgerprotesten fallengelassen. Tatsächlichen Nutzen für Liefering brachte die Bahn erst im Zuge der Einrichtung der [[S-Bahn Salzburg]] mit dem Bau der Haltestellen Salzburg Taxham und {{Symbol-S-Bahn|S3|#19B24B}} [[Salzburg Liefering (Haltestelle)]] in den Jahren 2006 und 2013. | + | | 33 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 33-3.jpg|thumb|180px]] ||Die Eisenbahn in Liefering || An der Peter-Pfenninger-Straße gegenüber dem Europark nahe der {{Symbol-S-Bahn|S3|#19B24B}} [[Salzburg Taxham Europark (Haltestelle)]] || Der Bau der [[Westbahn|Kaiserin Elisabeth-Bahn]] des Abschnitts der heutigen Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg in den [[1850er]]-Jahren bewirkte eine Zerschneidung des Gebiets von Liefering. Der Bahndamm – vorerst jahrelang ohne Wegunterführungen – wirkte wie ein Riegel; gewachsene Verbindungen wurden quasi gekappt. Ursprünglich war im Bereich Lieferings der Salzburger Grenzbahnhof nach Deutschland vorgesehen, militärische Bedenken sprachen jedoch dagegen. Während des Zweiten Weltkriegs existierte ein Empfangsbahnhof für Gäste des nahe gelegenen [[Schloss Kleßheim|Schlosses Kleßheim]], das von den Nationalsozialisten als "Reichsgästehaus" für hochgestellte Persönlichkeiten diente. 1985 wurde die geplante Erweiterung des [[Container-Terminal Salzburg|Container-Terminals Salzburg]] aufgrund von Bürgerprotesten fallengelassen. Tatsächlichen Nutzen für Liefering brachte die Bahn erst im Zuge der Einrichtung der [[S-Bahn Salzburg]] mit dem Bau der Haltestellen Salzburg Taxham und {{Symbol-S-Bahn|S3|#19B24B}} [[Salzburg Liefering (Haltestelle)]] in den Jahren 2006 und 2013. |
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| | | 34 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 34-3.jpg|thumb|180px]] || Die Regulierung des [[Glanbach]]s || [[Linke Glanzeile]], ca. 100 m vor der Mündung des [[Glan-Überwasserkanal]]s in die Salzach ||Bereits gegen Ende des 16. Jahrhunderts dachte man über eine Regulierung der Glan nach, beschlossen wurde eine solche erst nach 1924. Ziel war es, durch Austrocknung des [[Leopoldskroner Moos]]es im Süden der Stadt sowie im Bereich des Unterlaufs durch Eindämmung der Hochwassergefahr die Grundlagen für eine Ausbreitung der Stadtbesiedelung herzustellen. In der ersten Bauphase der Glanregulierung wurde in Liefering an der heutigen Grenze zum Stadtteil [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] von November 1933 bis April 1935 ein Hochwasserentlastungsgerinne, der sogenannte Glankanal, angelegt. Die weiteren Regulierungsmaßnahmen bis 1953 betrafen obere Abschnitte der Glan. Für die Bauarbeiten während des Zweiten Weltkrieges wurden im oberen Bereich auch Insassen des [[Zigeunerlager Maxglan|Zigeunerlagers Maxglan]] zur Zwangsarbeit herangezogen. | | | 34 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 34-3.jpg|thumb|180px]] || Die Regulierung des [[Glanbach]]s || [[Linke Glanzeile]], ca. 100 m vor der Mündung des [[Glan-Überwasserkanal]]s in die Salzach ||Bereits gegen Ende des 16. Jahrhunderts dachte man über eine Regulierung der Glan nach, beschlossen wurde eine solche erst nach 1924. Ziel war es, durch Austrocknung des [[Leopoldskroner Moos]]es im Süden der Stadt sowie im Bereich des Unterlaufs durch Eindämmung der Hochwassergefahr die Grundlagen für eine Ausbreitung der Stadtbesiedelung herzustellen. In der ersten Bauphase der Glanregulierung wurde in Liefering an der heutigen Grenze zum Stadtteil [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] von November 1933 bis April 1935 ein Hochwasserentlastungsgerinne, der sogenannte Glankanal, angelegt. Die weiteren Regulierungsmaßnahmen bis 1953 betrafen obere Abschnitte der Glan. Für die Bauarbeiten während des Zweiten Weltkrieges wurden im oberen Bereich auch Insassen des [[Zigeunerlager Maxglan|Zigeunerlagers Maxglan]] zur Zwangsarbeit herangezogen. |
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| | | 36 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 36-3.jpg|thumb|180px]] ||Sagen und Märchen aus Liefering || nächst dem Badebuffet am Salzachsee || Häufig sind in Moor-, Sumpf- und anderen Feuchtgebieten im Volksmund schaurige Geschichten über sagen- und märchenhafte Figuren anzutreffen. Das Mündungsgebiet der Saalach in die Salzach war früher eine solche Gegend, sodass auch hier – besonders von den Schiffern auf der Salzach – grauenhafte Ereignisse erzählt wurden. Bestärkt wurde dieses Phänomen durch die Tatsache, dass im extrem kalten Winter von 1800 beim Kampf gegen die einrückenden Truppen Napoleons Getötete in dem morastigen Boden festgefroren waren. Neben Wassergeistern und der Figur des Wassermannes gibt es auch Geschichten um den Riesen Abfalter, eines Bewohners des [[Untersberg]]s, von dem wiederholt die Sage geht, dass in ihm Menschen leben oder auf ihm Menschen verschwinden. | | | 36 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 36-3.jpg|thumb|180px]] ||Sagen und Märchen aus Liefering || nächst dem Badebuffet am Salzachsee || Häufig sind in Moor-, Sumpf- und anderen Feuchtgebieten im Volksmund schaurige Geschichten über sagen- und märchenhafte Figuren anzutreffen. Das Mündungsgebiet der Saalach in die Salzach war früher eine solche Gegend, sodass auch hier – besonders von den Schiffern auf der Salzach – grauenhafte Ereignisse erzählt wurden. Bestärkt wurde dieses Phänomen durch die Tatsache, dass im extrem kalten Winter von 1800 beim Kampf gegen die einrückenden Truppen Napoleons Getötete in dem morastigen Boden festgefroren waren. Neben Wassergeistern und der Figur des Wassermannes gibt es auch Geschichten um den Riesen Abfalter, eines Bewohners des [[Untersberg]]s, von dem wiederholt die Sage geht, dass in ihm Menschen leben oder auf ihm Menschen verschwinden. |
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| − | | 37 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 37-1.jpg|thumb|180px]] || Die Regulierung der [[Saalach]] und [[Salzach]] || Am Ende des Radweges, vor dem nun Fußweg zum [[Saalachspitz]] || Als 1816 das [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] zu [[Habsburgermonarchie|Habsburgermonarchie Österreich]] kam, war auch aus militärischer Sicht eine exakte Definition der Grenze notwendig. Da sich von Natur aus die unregulierten Flussläufe von Saalach und Salzach ständig veränderten, wurde eine Begradigung der Flussläufe beschlossen und [[1817]] eine Trasse kartiert, wobei die Flussmitte die Landesgrenze darstellen sollte (und die sie bis heute ist). Es wurden Böschungen angelegt und die Flüsse in engere Bette gezwängt, was über etliche Jahrzehnte eine Austrocknung des Gebietes bewirkte und damit den Niedergang der Lieferinger [[Fischerei]]. Im Zuge der bis Jänner 2015 andauernden Schadensbehebungen nach einem verheerenden [[Hochwasser]], wurden umfassende ökologische Funktionsabläufe geschaffen und der Naherholungsraum "[[Saalachspitz]]“ aufgewertet. | + | | 37 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 37-1.jpg|thumb|180px]] || Die Regulierung der [[Saalach]] und [[Salzach]] || Am Ende des Radweges, vor dem nun Fußweg zum [[Saalachspitz]] || Als 1816 das [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] zu [[Habsburgermonarchie|Habsburgermonarchie Österreich]] kam, war auch aus militärischer Sicht eine exakte Definition der Grenze notwendig. Da sich von Natur aus die unregulierten Flussläufe von Saalach und Salzach ständig veränderten, wurde eine Begradigung der Flussläufe beschlossen und [[1817]] eine Trasse kartiert, wobei die Flussmitte die Landesgrenze darstellen sollte (und die sie bis heute ist). Es wurden Böschungen angelegt und die Flüsse in engere Bette gezwängt, was über etliche Jahrzehnte eine Austrocknung des Gebietes bewirkte und damit den Niedergang der Lieferinger [[Fischerei]]. Im Zuge der bis Jänner 2015 andauernden Schadensbehebungen nach einem verheerenden [[Hochwasser]], wurden umfassende ökologische Funktionsabläufe geschaffen und der Naherholungsraum "[[Saalachspitz]]" aufgewertet. |
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| | | 38 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 38-2.jpg|thumb|180px]] || Die Entscheidung an der Saalachbrücke, Die kampflose Übergabe der Stadt Salzburg am [[4. Mai]] [[1945]] || Nahe der Eisenbahnbrücke über die Saalach, vor den Grundstücken [[Saalachstraße]] 59 und 63 || Gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war man von nationalsozialistischer Seite noch der Ansicht, dass die Stadt Salzburg gegen die Rote Armee verteidigt werden müsse. Tatsächlich rückten aber nach der Einnahme Münchens US-amerikanische Truppen nach Salzburg vor und es wurde die Straßenbrücke von Liefering nach Freilassing gesprengt. Der örtliche Kampfkommandant Oberst [[Hans Lepperdinger]] widersetzte sich aber am [[3. Mai]] 1945 der Anordnung zur Verteidigung der Stadt und verkündete tags darauf um 06:00 Uhr früh per Rundfunk die kampflose Übergabe der Stadt an die Amerikaner. Nach Verhandlungen am selben Morgen rückte gegen Mittag die US-Armee kampflos in die Stadt Salzburg ein. | | | 38 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 38-2.jpg|thumb|180px]] || Die Entscheidung an der Saalachbrücke, Die kampflose Übergabe der Stadt Salzburg am [[4. Mai]] [[1945]] || Nahe der Eisenbahnbrücke über die Saalach, vor den Grundstücken [[Saalachstraße]] 59 und 63 || Gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war man von nationalsozialistischer Seite noch der Ansicht, dass die Stadt Salzburg gegen die Rote Armee verteidigt werden müsse. Tatsächlich rückten aber nach der Einnahme Münchens US-amerikanische Truppen nach Salzburg vor und es wurde die Straßenbrücke von Liefering nach Freilassing gesprengt. Der örtliche Kampfkommandant Oberst [[Hans Lepperdinger]] widersetzte sich aber am [[3. Mai]] 1945 der Anordnung zur Verteidigung der Stadt und verkündete tags darauf um 06:00 Uhr früh per Rundfunk die kampflose Übergabe der Stadt an die Amerikaner. Nach Verhandlungen am selben Morgen rückte gegen Mittag die US-Armee kampflos in die Stadt Salzburg ein. |
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| | und ''Bundesfachschule für Mode und Bekleidungstechnik Salzburg''. | | und ''Bundesfachschule für Mode und Bekleidungstechnik Salzburg''. |
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| − | | 42 ||[[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 42-1.jpg|thumb|180px]] || Klein-Amerika in Salzburg – Die [[USFA Wohnhaussiedlung General-Keyes-Straße in Salzburg|USFA Wohnhaussiedlung General-Keyes-Straße]] || Auf dem Grundstück [[General-Keyes-Straße]] 6 || Auf dem Gelände eines ehemaligen Arbeitsdienstlagers der [[Zwischenkriegszeit]] entstand um 1950 eine von der amerikanischen Besatzungsmacht errichtete Wohnsiedlung für die stationierten Armeeangehörigen. Die 272 Wohneinheiten umfassende Siedlung umfasste auch zwei Kaufhäuser, eine Tankstelle und eine Kfz-Werkstätte. Die großzügig angelegte Siedlung wurde von den Salzburgern als "Klein-Amerika“ bewundert. Benannt ist die Siedlung nach dem Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Österreich [[Geoffrey Keyes]]. Nach dem Abzug der Amerikaner gingen die Wohnbauten in das Eigentum des Bundes über, der sie 2003 an private Investoren verkaufte. | + | | 42 ||[[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 42-1.jpg|thumb|180px]] || Klein-Amerika in Salzburg – Die [[USFA Wohnhaussiedlung General-Keyes-Straße in Salzburg|USFA Wohnhaussiedlung General-Keyes-Straße]] || Auf dem Grundstück [[General-Keyes-Straße]] 6 || Auf dem Gelände eines ehemaligen Arbeitsdienstlagers der [[Zwischenkriegszeit]] entstand um 1950 eine von der amerikanischen Besatzungsmacht errichtete Wohnsiedlung für die stationierten Armeeangehörigen. Die 272 Wohneinheiten umfassende Siedlung umfasste auch zwei Kaufhäuser, eine Tankstelle und eine Kfz-Werkstätte. Die großzügig angelegte Siedlung wurde von den Salzburgern als "Klein-Amerika" bewundert. Benannt ist die Siedlung nach dem Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Österreich [[Geoffrey Keyes]]. Nach dem Abzug der Amerikaner gingen die Wohnbauten in das Eigentum des Bundes über, der sie 2003 an private Investoren verkaufte. |
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| − | | 43 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 43-1.jpg|thumb|180px]] || Die [[Südtirolersiedlung]] || [[Siebenbürgerstraße]] Ecke [[Gottscheerstraße]] || Nach dem [[Ersten Weltkrieg]] ging der [[Südtirol|südliche Teil]] [[Tirol]]s von [[Österreich]] an [[Italien]]. [[1939]] hatten [[Adolf Hitler|Hitler]] und Mussolini sich geeinigt, dass die sich als Deutsche bekennenden Südtiroler "heim ins Reich“ geholt werden sollten. Die 220 Kleinwohnungen umfassende Siedlung, errichtet von der Siedlungsgesellschaft "Neue Heimat“, entstand zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] und war für deportierte Südtiroler vorgesehen. Nach Kriegsende wurden amerikanische Armeeangehörige untergebracht. Nach dem Abzug der amerikanischen Besatzung ging die Siedlung in das Eigentum des Bundes über; sie wird heute von der [[BUWOG]] verwaltet. | + | | 43 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 43-1.jpg|thumb|180px]] || Die [[Südtirolersiedlung]] || [[Siebenbürgerstraße]] Ecke [[Gottscheerstraße]] || Nach dem [[Ersten Weltkrieg]] ging der [[Südtirol|südliche Teil]] [[Tirol]]s von [[Österreich]] an [[Italien]]. [[1939]] hatten [[Adolf Hitler|Hitler]] und Mussolini sich geeinigt, dass die sich als Deutsche bekennenden Südtiroler "heim ins Reich" geholt werden sollten. Die 220 Kleinwohnungen umfassende Siedlung, errichtet von der Siedlungsgesellschaft "Neue Heimat", entstand zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] und war für deportierte Südtiroler vorgesehen. Nach Kriegsende wurden amerikanische Armeeangehörige untergebracht. Nach dem Abzug der amerikanischen Besatzung ging die Siedlung in das Eigentum des Bundes über; sie wird heute von der [[BUWOG]] verwaltet. |
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| | | 44 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 44-1.jpg|thumb|180px]] || Die Siedlung am [[Lieferinger Spitz]] || Vor dem Haus Lieferinger Hauptstraße 152 || Die 1935 errichtete Siedlung an der Einmündung der Lieferinger Hauptstraße in die [[Münchner Bundesstraße]] umfasst zehn Einfamilienhäuser, die sich dadurch auszeichneten, dass sie mit einem gemeinsamen rund tausend Quadratmeter großen Grundstück versehen waren. Die Bewohner hatten die Auflage, mindestens vier Fünftel der Fläche für Obst- und Gemüseanbau für den Eigenbedarf und für den Verkauf zu verwenden. Außerdem war die Haltung von Nutzvieh wie Hühnern oder Schweinen vorgesehen, deren Stallungen sich im selben Haus wie die Wohnungen befanden. | | | 44 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 44-1.jpg|thumb|180px]] || Die Siedlung am [[Lieferinger Spitz]] || Vor dem Haus Lieferinger Hauptstraße 152 || Die 1935 errichtete Siedlung an der Einmündung der Lieferinger Hauptstraße in die [[Münchner Bundesstraße]] umfasst zehn Einfamilienhäuser, die sich dadurch auszeichneten, dass sie mit einem gemeinsamen rund tausend Quadratmeter großen Grundstück versehen waren. Die Bewohner hatten die Auflage, mindestens vier Fünftel der Fläche für Obst- und Gemüseanbau für den Eigenbedarf und für den Verkauf zu verwenden. Außerdem war die Haltung von Nutzvieh wie Hühnern oder Schweinen vorgesehen, deren Stallungen sich im selben Haus wie die Wohnungen befanden. |
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| | | 46 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafeln 46 und 27.jpg|thumb|180px]] || Die Zollwache an der Saalach - Der Grenzübergang nach [[Freilassing]] || Auf der Grünfläche zwischen dem Kraftwerk Rott und der Saalachbrücke || Am Grenzübergang zwischen Liefering und Freilassing bestand unter verschiedenen Bezeichnungen der Kontrollorgane eine österreichische Zollwache zur Überwachung des Warenverkehrs zwischen Österreich und Deutschland seit 1830. Aufgehoben war sie nur in der Zeit Österreichs im[[ Nationalsozialismus]]. Mit dem EU-Beitritt Österreichs [[1995]] wurde die Zoll-Grenzkontrolle in eine innerösterreichische Zollkontrollstelle umgewandelt und letztlich 2004 aufgelassen. | | | 46 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafeln 46 und 27.jpg|thumb|180px]] || Die Zollwache an der Saalach - Der Grenzübergang nach [[Freilassing]] || Auf der Grünfläche zwischen dem Kraftwerk Rott und der Saalachbrücke || Am Grenzübergang zwischen Liefering und Freilassing bestand unter verschiedenen Bezeichnungen der Kontrollorgane eine österreichische Zollwache zur Überwachung des Warenverkehrs zwischen Österreich und Deutschland seit 1830. Aufgehoben war sie nur in der Zeit Österreichs im[[ Nationalsozialismus]]. Mit dem EU-Beitritt Österreichs [[1995]] wurde die Zoll-Grenzkontrolle in eine innerösterreichische Zollkontrollstelle umgewandelt und letztlich 2004 aufgelassen. |
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| − | | 47 || [[file:Salzburg-Liefering - an der Törringstraße.jpg|thumb|180px]] || NS-Zwangsarbeiter in Liefering || Auf dem Gelände des ehemaligen [[Zwangsarbeiterlager Grafenberg|Zwangsarbeiterlagers Grafenberg]], an der [[Törringstraße]] gegenüber Nr. 14 || In Liefering gab es in der [[NS-Zeit]] mehrere Lager für [[Zwangsarbeit]]er. Die im Lager "Grafenberg“ am südlichen Fuß des [[Lieferinger Hügel]]s untergebrachten Arbeitshäftlinge wurden für den Eisenbahnbau und für die Errichtung der neuen [[Staatsbrücke]] in der Salzburger [[Altstadt]] herangezogen. | + | | 47 || [[file:Salzburg-Liefering - an der Törringstraße.jpg|thumb|180px]] || NS-Zwangsarbeiter in Liefering || Auf dem Gelände des ehemaligen [[Zwangsarbeiterlager Grafenberg|Zwangsarbeiterlagers Grafenberg]], an der [[Törringstraße]] gegenüber Nr. 14 || In Liefering gab es in der [[NS-Zeit]] mehrere Lager für [[Zwangsarbeit]]er. Die im Lager "Grafenberg" am südlichen Fuß des [[Lieferinger Hügel]]s untergebrachten Arbeitshäftlinge wurden für den Eisenbahnbau und für die Errichtung der neuen [[Staatsbrücke]] in der Salzburger [[Altstadt]] herangezogen. |
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| | | 48 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 48.jpg|thumb|180px]] || Die [[Forellenwegsiedlung]] || In der Forellenwegsiedlung am Gebäude [[Eugen-Müller-Straße]] 59 || ''Siehe [[Forellenwegsiedlung]]'' | | | 48 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 48.jpg|thumb|180px]] || Die [[Forellenwegsiedlung]] || In der Forellenwegsiedlung am Gebäude [[Eugen-Müller-Straße]] 59 || ''Siehe [[Forellenwegsiedlung]]'' |
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| − | | 49 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 49-2.jpg|thumb|180px]] || Die evangelische Pfarrgemeinde Salzburg-West || Neben der [[Matthäuskirche]] am [[Martin-Luther-Platz]] – Einmündung [[Kleßheimer Allee]] in [[Taxham]] || In den 1950er-Jahren zogen vermehrt evangelische Glaubensangehörige in den Stadtteil Taxham, sodass nicht zuletzt deshalb im Westen Salzburgs eine eigene evangelische Kirche notwendig wurde. Die [[1969]] eingeweihte Matthäuskirche in Taxham ist heute das Zentrum der Pfarre, die seit 2014 die Bezeichnung "[[Evangelische Pfarrgemeinde A. und H. B. Salzburg Matthäuskirche]]“ trägt und der auch Liefering angehört. | + | | 49 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 49-2.jpg|thumb|180px]] || Die evangelische Pfarrgemeinde Salzburg-West || Neben der [[Matthäuskirche]] am [[Martin-Luther-Platz]] – Einmündung [[Kleßheimer Allee]] in [[Taxham]] || In den 1950er-Jahren zogen vermehrt evangelische Glaubensangehörige in den Stadtteil Taxham, sodass nicht zuletzt deshalb im Westen Salzburgs eine eigene evangelische Kirche notwendig wurde. Die [[1969]] eingeweihte Matthäuskirche in Taxham ist heute das Zentrum der Pfarre, die seit 2014 die Bezeichnung "[[Evangelische Pfarrgemeinde A. und H. B. Salzburg Matthäuskirche]]" trägt und der auch Liefering angehört. |
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| | | 50 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 50.JPG|thumb|180px]] || [[Papageno]] in Liefering - [[Vogelfang]] in Liefering || An der Lieferinger Hauptstraße – Einmündung [[Rottweg]] (bei Lieferinger Hauptstraße 95B) || Der Vogelfang in Liefering war besonders im [[18. Jahrhundert|18.]] und [[19. Jahrhundert]] weit verbreitet und ein einträgliches Geschäft. An den Salzburger [[Salzburger Fürstenhof|fürsterzbischöflichen Hof]] waren jährlich 5 000 Vögel für den Verzehr abzuliefern. Es wird angenommen, dass die tatsächliche Zahl wesentlich höher lag. | | | 50 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 50.JPG|thumb|180px]] || [[Papageno]] in Liefering - [[Vogelfang]] in Liefering || An der Lieferinger Hauptstraße – Einmündung [[Rottweg]] (bei Lieferinger Hauptstraße 95B) || Der Vogelfang in Liefering war besonders im [[18. Jahrhundert|18.]] und [[19. Jahrhundert]] weit verbreitet und ein einträgliches Geschäft. An den Salzburger [[Salzburger Fürstenhof|fürsterzbischöflichen Hof]] waren jährlich 5 000 Vögel für den Verzehr abzuliefern. Es wird angenommen, dass die tatsächliche Zahl wesentlich höher lag. |
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| | | 53 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 53-2.jpg|thumb|180px]] || Ein Schwertgrab aus der [[Bronzezeit]] || Vor der S-Bahn-Station Salzburg-Liefering am Ende der Törringstraße || Im Zuge von Bauarbeiten zur Errichtung der Salzburger S-Bahn kam 2011 an dieser Stelle ein Grab aus der Zeit der [[Urnenfelderkultur]] zutage. Besonders bedeutsam unter den Fundstücken erscheint ein reich verziertes Bronzeschwert. Eine derartige Fundstelle, die auf das 12. Jahrhundert v. Chr. datiert wird, ist im Land Salzburg einmalig. Bilder zu den Funden befinden sich auf dem Bahnsteig der S-Bahn-Haltestelle. | | | 53 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 53-2.jpg|thumb|180px]] || Ein Schwertgrab aus der [[Bronzezeit]] || Vor der S-Bahn-Station Salzburg-Liefering am Ende der Törringstraße || Im Zuge von Bauarbeiten zur Errichtung der Salzburger S-Bahn kam 2011 an dieser Stelle ein Grab aus der Zeit der [[Urnenfelderkultur]] zutage. Besonders bedeutsam unter den Fundstücken erscheint ein reich verziertes Bronzeschwert. Eine derartige Fundstelle, die auf das 12. Jahrhundert v. Chr. datiert wird, ist im Land Salzburg einmalig. Bilder zu den Funden befinden sich auf dem Bahnsteig der S-Bahn-Haltestelle. |
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| − | | 54 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 54-1.jpg|thumb|180px]] || Der [[Pfenningerbach]] || Im Freizeitpark "Am [[Glanspitz]]“, an der [[Rechte Glanzeile|Rechten Glanzeile]], nächst der Brücke über den Bach || Begleitend zum Bau des Salzach-Kraftwerkes Lehen wurde im neu gebildeten Naherholungsgebiet "Am [[Glanspitz]]“ ein naturnah verlaufender Bach angelegt. Dieser ermöglicht 20 Fischarten die ungehinderte Wanderung in der Salzach und stellt einen bedeutenden Beitrag zur Erhaltung des Artenreichtums dar. Es war daher naheliegend, diesen, den Fischen gewidmeten Wasserlauf, nach dem letzten Lieferinger Fischmeister [[Peter Pfenninger]] (1824–82) zu benennen. Siehe [[Peter Pfenninger Schenkung Liefering]] | + | | 54 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 54-1.jpg|thumb|180px]] || Der [[Pfenningerbach]] || Im Freizeitpark "Am [[Glanspitz]]", an der [[Rechte Glanzeile|Rechten Glanzeile]], nächst der Brücke über den Bach || Begleitend zum Bau des Salzach-Kraftwerkes Lehen wurde im neu gebildeten Naherholungsgebiet "Am [[Glanspitz]]" ein naturnah verlaufender Bach angelegt. Dieser ermöglicht 20 Fischarten die ungehinderte Wanderung in der Salzach und stellt einen bedeutenden Beitrag zur Erhaltung des Artenreichtums dar. Es war daher naheliegend, diesen, den Fischen gewidmeten Wasserlauf, nach dem letzten Lieferinger Fischmeister [[Peter Pfenninger]] (1824–82) zu benennen. Siehe [[Peter Pfenninger Schenkung Liefering]] |
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| − | | 55 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 55-1.jpg|thumb|180px]] || Der Platz auf dem einst Traber siegten || Von der Rechten Saalachzeile, linksseitig an der Zufahrt zur [[Red Bull Akademie]] || Die 1890 begründete Salzburger Trabersportära fand, über [[Froschheim]] (nächst der [[Lehener Brücke]]) und die [[Trabrennbahn|Rennbahn]] in [[Aigen]], 1965 ihren Neubeginn in der Lieferinger Herrenau. Zu Ehren des Mitbegründers, des langjährigen Präsidenten und Mentors, wurde sie "KR-[[Hermann Waldbaur|Hermann-Waldbaur]]-Rennbahn“ genannt. Dessen gute Verbindungen zu deutschen Rennvereinigungen und Stallbesitzern führte zu vollen Startfeldern. Doch mit dem letzten Rennen am [[12. Mai]] [[2008]] erlischt diese Tradition und mit dem Bau einer Red Bull Akademie auf diesem Areal, hat König Fußball das Zepter übernommen. | + | | 55 || [[file:Lieferinger Kulturwanderweg - Tafel 55-1.jpg|thumb|180px]] || Der Platz auf dem einst Traber siegten || Von der Rechten Saalachzeile, linksseitig an der Zufahrt zur [[Red Bull Akademie]] || Die 1890 begründete Salzburger Trabersportära fand, über [[Froschheim]] (nächst der [[Lehener Brücke]]) und die [[Trabrennbahn|Rennbahn]] in [[Aigen]], 1965 ihren Neubeginn in der Lieferinger Herrenau. Zu Ehren des Mitbegründers, des langjährigen Präsidenten und Mentors, wurde sie "KR-[[Hermann Waldbaur|Hermann-Waldbaur]]-Rennbahn" genannt. Dessen gute Verbindungen zu deutschen Rennvereinigungen und Stallbesitzern führte zu vollen Startfeldern. Doch mit dem letzten Rennen am [[12. Mai]] [[2008]] erlischt diese Tradition und mit dem Bau einer Red Bull Akademie auf diesem Areal, hat König Fußball das Zepter übernommen. |
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