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[[Datei:mosaik reiseservice 04.jpg|thumb|Bürotechnik um 1989: Links ein [[Fernschreiber]], an der Wand die Telefonzentrale und rechts ein Minolta Schwarzweiß Kopierer ([[mosaik reiseservice]]).]]
 
[[Datei:mosaik reiseservice 04.jpg|thumb|Bürotechnik um 1989: Links ein [[Fernschreiber]], an der Wand die Telefonzentrale und rechts ein Minolta Schwarzweiß Kopierer ([[mosaik reiseservice]]).]]
[[File:Mikrofiche-hudson hg.jpg|thumb|Beispiel eines Microfilms - die Daten konnten erst durch starke Vergrößerung lesbar gemacht werden]]
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[[File:Lochkarte-white hg.jpg|thumb|Lochkarte]]
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[[Datei:Bürotechnik einst und jetzt Fernschreiber 1981.jpg|thumb|Beispiel eines Fernschreibers, hier von der [[Swissair]] am Flughafen Zürich-Kloten im Oktober 1981.]]
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[[Datei:Bürotechnik einst und jetzt Fernschreiber Lochstreifen 1981.jpg|thumb|Der Lochstreifen dieses Swissair-Fernschreibers im Detail.]]
   
Dieser Artikel berichtet über '''Bürotechnik einst und jetzt''', von Erinnerungen von Zeitzeugen dazu sowie der Information, wo Bürotechnik von einst heute noch in Salzburg erlebbar ist.
 
Dieser Artikel berichtet über '''Bürotechnik einst und jetzt''', von Erinnerungen von Zeitzeugen dazu sowie der Information, wo Bürotechnik von einst heute noch in Salzburg erlebbar ist.
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== Lochkarten ==
 
== Lochkarten ==
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[[File:Lochkarte-white hg.jpg|thumb|Lochkarte]]
 
Eine Lochkarte war ein aus zumeist hochwertigem Karton gefertigter Datenträger. In der Datenverarbeitung wurde sie zur Datenerfassung und -Speicherung verwendet. In ihr wurden die Dateninhalte durch einen Lochcode abgebildet, der mithilfe von elektro-mechanischen Geräten erzeugt und verarbeitet wurde.<ref>{{wikipedia-de|Lochkarte|Lochkarte}}</ref>.  
 
Eine Lochkarte war ein aus zumeist hochwertigem Karton gefertigter Datenträger. In der Datenverarbeitung wurde sie zur Datenerfassung und -Speicherung verwendet. In ihr wurden die Dateninhalte durch einen Lochcode abgebildet, der mithilfe von elektro-mechanischen Geräten erzeugt und verarbeitet wurde.<ref>{{wikipedia-de|Lochkarte|Lochkarte}}</ref>.  
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== Microfilme ==
 
== Microfilme ==
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[[File:Mikrofiche-hudson hg.jpg|thumb|Beispiel eines Microfilms - die Daten konnten erst durch starke Vergrößerung lesbar gemacht werden]]
 
Größere Datenmengen wurden auf Microfilmen verfilmt und mittels eigener Auslesegeräte - Vergrößerungsbildschirme - lesbar gemacht. Zur Auffindung musste der Bediener mittels einer manuellen Steuerung diese vorsichtig hin und her bewegen, bis er die gesuchte Stelle gefunden hatte.
 
Größere Datenmengen wurden auf Microfilmen verfilmt und mittels eigener Auslesegeräte - Vergrößerungsbildschirme - lesbar gemacht. Zur Auffindung musste der Bediener mittels einer manuellen Steuerung diese vorsichtig hin und her bewegen, bis er die gesuchte Stelle gefunden hatte.
    
== Fernschreiber ==
 
== Fernschreiber ==
Fernschreiber, auch Telex genannt war ein Datenübermittlungsverfahren, bei dem man auf einer Schreibmaschinentastatur fast alle Zeichen vorfand - nur aber alles in Kleinbuchstaben. Man musste "online" miteinander schreiben: das heißt, man wählte auf einer Telefonwählscheibe (später direkt auf der Tastatur) eine Telex-Nummer an, erhielt ein akustisches Signal, wenn die Verbindung hergestellt war (also am anderen Ende jemand saß und das Klingelzeichen gehört hatte), sendete seine einige Nummer (z. B. "6333285 mosak a"  von [[mosaik reiseservice]]), dann schrieb man zeitgleich z. B. nach Indien (die Minute kostete damals etwa € 7.--): ein Buchstabe nach dem anderen wurde so abgesetzt oder empfangen. Wer schnell und gut Schreibmaschinenschreiben konnte, sparte viel Geld.
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[[Datei:Telex mosaik reiseservice 1992.jpg|thumb|Beispiel eines Telex vom 13. Februar 1992. Mit rotem Farbband wurden die Telexnummern und Texte der eingehenden Nachricht geschrieben, mit schwarzem Farbband Nachrichten/Antworten des Empfängers. Umlaute konnten nicht geschrieben werden, sondern mussten mit ae, oe und ue umschrieben werden.]]
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Fernschreiber, auch Telex genannt war ein Datenübermittlungsverfahren, bei dem man auf einer Schreibmaschinentastatur fast alle Zeichen vorfand - nur aber alles in Kleinbuchstaben. Man musste "online" miteinander schreiben: das heißt, man wählte auf einer Telefonwählscheibe (später direkt auf der Tastatur) eine Telex-Nummer an, erhielt ein akustisches Signal, wenn die Verbindung hergestellt war (also am anderen Ende jemand saß und das Klingelzeichen gehört hatte), sendete seine einige Nummer (z. B. "6333285 mosak a"  von [[mosaik reiseservice]]), dann schrieb man zeitgleich z. B. nach [[Indien]] (die Minute kostete damals etwa € 7.--): ein Buchstabe nach dem anderen wurde so abgesetzt oder empfangen. Wer schnell und gut Schreibmaschinenschreiben konnte, sparte viel Geld.
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[[Datei:Bürotechnik einst und jetzt Fernschreiber 1981.jpg|thumb|Beispiel eines Fernschreibers, hier von der [[Swissair]] am Flughafen Zürich-Kloten im Oktober 1981.]]
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[[Datei:Bürotechnik einst und jetzt Fernschreiber Lochstreifen 1981.jpg|thumb|Der Lochstreifen dieses Swissair-Fernschreibers im Detail.]]
    
Um Kosten zu sparen, bildeten sich internationale Kürzel, wie zum Beispiel "''pls aswr asap with dtls abt rting tks rgds''" (''please answer as soon as possible with details about routing thanks regards''). Später konnte man Texte auf Lochstreifen vorproduzieren und dann online ohne Zeitverzögerungen absetzen. Zum Schluss dieser Technik gab es auch schon kleine ''Discs'' (Datenträger), auf denen man sehr begrenzte Datenmengen an Briefen, Rundschreiben oder Programmen speichern und korrigieren konnte. Ein modernes Telex-Gerät kostete um die 7.000 Euro (Stand 1986).
 
Um Kosten zu sparen, bildeten sich internationale Kürzel, wie zum Beispiel "''pls aswr asap with dtls abt rting tks rgds''" (''please answer as soon as possible with details about routing thanks regards''). Später konnte man Texte auf Lochstreifen vorproduzieren und dann online ohne Zeitverzögerungen absetzen. Zum Schluss dieser Technik gab es auch schon kleine ''Discs'' (Datenträger), auf denen man sehr begrenzte Datenmengen an Briefen, Rundschreiben oder Programmen speichern und korrigieren konnte. Ein modernes Telex-Gerät kostete um die 7.000 Euro (Stand 1986).
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Die letzte technische Innovation auf dem Gebiet der Fernschreiber, die sich allerdings nicht mehr durchsetzte, waren so genannte ''Teletex-Geräte''. Diese waren in der Lage, Groß- und Kleinschreibung zu übertragen und die Übertragungszeit wurde auf wenige Sekunden reduziert. Haken an der Sache: nur wenn der Empfänger ein gleiches Telextex-Gerät hatte, konnte er ebenso schnell empfangen und die Groß- und Kleinschreibung umsetzen. Und nur so konnte sich der Sender Kosten sparen. Realität war aber, dass der Empfänger ein herkömmliches Telex-Gerät besaß, die Groß- und Kleinschreibung nur in Kleinschreibung übertragen wurde und die Sendedauer ganz genauso lang war wie mit den alten Fernschreibgeräten. Also keine Kostenersparnis.
 
Die letzte technische Innovation auf dem Gebiet der Fernschreiber, die sich allerdings nicht mehr durchsetzte, waren so genannte ''Teletex-Geräte''. Diese waren in der Lage, Groß- und Kleinschreibung zu übertragen und die Übertragungszeit wurde auf wenige Sekunden reduziert. Haken an der Sache: nur wenn der Empfänger ein gleiches Telextex-Gerät hatte, konnte er ebenso schnell empfangen und die Groß- und Kleinschreibung umsetzen. Und nur so konnte sich der Sender Kosten sparen. Realität war aber, dass der Empfänger ein herkömmliches Telex-Gerät besaß, die Groß- und Kleinschreibung nur in Kleinschreibung übertragen wurde und die Sendedauer ganz genauso lang war wie mit den alten Fernschreibgeräten. Also keine Kostenersparnis.
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== [[Bürotechnik einst und jetzt#Telefax hält Einzug|Telefax]] hält Einzug ==
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== Telefax hält Einzug ==
Erst Mitte der [[1990er]]-Jahre löste das [[Bürotechnik einst und jetzt#Telefax hält Einzug|Telefax]] den Fernschreiber ab. Die ersten [[Bürotechnik einst und jetzt#Telefax hält Einzug|Telefax]]-Geräte, um [[1989]] kosteten ab 1.500 Euro ([[Bürotechnik einst und jetzt#Telefax hält Einzug|Telefax]] UF 150, 1989, netto [[öS]] 21.364,-,<ref>Quelle [[Archiv Krackowizer]]</ref> und arbeiteten meist auf Thermopapierbasis oder mit einem eigenen 1:1 mitlaufenden Farbband (viele weiße Stellen auf einem [[Bürotechnik einst und jetzt#Telefax hält Einzug|Telefax]] bedeuteten nicht genutzt mitlaufendes Farbband).
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Erst Mitte der [[1990er]]-Jahre löste das Telefax, auch nur Fax genannt, den Fernschreiber ab. Die ersten Telefax-Geräte um [[1989]] kosteten ab 1.500 Euro (Telefax UF 150, 1989, netto [[öS]] 21.364,-,<ref>[[Archiv Krackowizer]]</ref> und arbeiteten meist auf Thermopapierbasis oder mit einem eigenen 1:1 mitlaufenden Farbband (viele weiße Stellen auf einem Telefax bedeuteten nicht genutzt mitlaufendes Farbband).
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Hartnäckig hielt sich damals der Brauch, jedem [[Bürotechnik einst und jetzt#Telefax hält Einzug|Telefax]] eine Seite vorauszuschicken auf dem stand, dass es sich hierbei "um ein [[Bürotechnik einst und jetzt#Telefax hält Einzug|Telefax]] handle und im Fall der Unleserlichkeit man die auf dieser Seite (!) angegeben Telefonnummer kontaktieren sollte". Wie sollte man aber die angegebene Telefonnummer lesen können, wenn das [[Bürotechnik einst und jetzt#Telefax hält Einzug|Telefax]] unleserlich angekommen war?
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Hartnäckig hielt sich damals der Brauch, jedem Telefax eine Seite vorauszuschicken auf dem stand, dass es sich hierbei "um ein Telefax handle und im Fall der Unleserlichkeit man die auf dieser Seite (!) angegeben Telefonnummer kontaktieren sollte". Wie sollte man aber die angegebene Telefonnummer lesen können, wenn das Telefax unleserlich angekommen war?
    
== E-Mail und Internet setzen sich durch ==
 
== E-Mail und Internet setzen sich durch ==
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== 21. Jahrhundert: das moderne Bürozeitalter begann ==
 
== 21. Jahrhundert: das moderne Bürozeitalter begann ==
Die deutschsprachige Wikipedia wurde im März 2001 als erste weitere Sprachausgabe etwa zwei Monate nach der englischsprachigen Wikipedia gegründet. Am [[27. Februar]] [[2007]] ging das [[Salzburgwiki]] ans Netz. Die ''personal computer'' wurden immer leistungsstärker. In den Büros begann sich der Datentransport via E-Mail durchzusetzen und die traditionelle Büropost wurde weniger und weniger.  
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Die deutschsprachige Wikipedia wurde im März 2001 als erste weitere Sprachausgabe etwa zwei Monate nach der englischsprachigen Wikipedia gegründet. Am [[27. Februar]] [[2007]] ging das [[SALZBURGWIKI]] ans Netz. Die ''personal computer'' wurden immer leistungsstärker. In den Büros begann sich der Datentransport via E-Mail durchzusetzen und die traditionelle Büropost wurde weniger und weniger.  
    
Längst waren Lochstreifen, Fernschreiber und Co. aus dem Büroalltag verschwunden. Die Kommunikation mit dem [[Finanzamt]] und der [[Salzburger Gebietskrankenkasse]] wurde mehr und mehr über Internetprogramme abgewickelt.  
 
Längst waren Lochstreifen, Fernschreiber und Co. aus dem Büroalltag verschwunden. Die Kommunikation mit dem [[Finanzamt]] und der [[Salzburger Gebietskrankenkasse]] wurde mehr und mehr über Internetprogramme abgewickelt.  
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== Salzburger Büromuseum ==
 
== Salzburger Büromuseum ==
:''Hauptartikel [[Büromuseum]]''
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:''Hauptartikel [[Büromuseum]]  
Im [[Amtsgebäude Bürgerzentrum am Bahnhof]] (ehemaliger [[Porschehof]]) in der [[Fanny-von-Lehnert-Straße]] 1 im ersten Stock, gab es das [[Büromuseum]] im [[Amt der Salzburger Landesregierung]]. Hier konnten Interessierte jene Bürotechnik noch erleben, die in unseren Büros bis um die Jahrtausendwende [[20. Jahrhundert|20.]] - [[21. Jahrhundert]] ''Stand der Technik'' war.
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Im im ehemaligen [[Amtsgebäude Bürgerzentrum am Bahnhof]] im ehemaligern [[Porschehof]] in der [[Fanny-von-Lehnert-Straße]] 1 im ersten Stock, gab es das [[Büromuseum]] im [[Amt der Salzburger Landesregierung]]. Hier konnten Interessierte jene Bürotechnik noch erleben, die in unseren Büros bis um die Jahrtausendwende [[20. Jahrhundert|20.]] - [[21. Jahrhundert]] ''Stand der Technik'' war.
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==
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<references/>
 
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[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Technik]]
 
[[Kategorie:Technik]]

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