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Noch vor seiner ersten Eheschließung mietete Adlgasser im Mai 1752 eine Wohnung im 3. Stock ("Boden") des sog. Spänglerhauses am Alten Markt, die "nach dem Wasser (= Salzach) hinaus" lag. Später übersiedelte Adlgasser in die Häuser Getreidegasse 24 bzw. 16.
 
Noch vor seiner ersten Eheschließung mietete Adlgasser im Mai 1752 eine Wohnung im 3. Stock ("Boden") des sog. Spänglerhauses am Alten Markt, die "nach dem Wasser (= Salzach) hinaus" lag. Später übersiedelte Adlgasser in die Häuser Getreidegasse 24 bzw. 16.
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== Die Reise ins "Welschland" ==
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=== Die Reise ins "Welschland" ===
 
Versehen mit manchem Empfehlungsschreiben aus Salzburg, bereiste Adlgasser 1764/65 die Musikzentren Italiens.
 
Versehen mit manchem Empfehlungsschreiben aus Salzburg, bereiste Adlgasser 1764/65 die Musikzentren Italiens.
 
Fürsterzbischof Sigismund Schrattenbach (reg. 1753–1771) zahlte für diese Bildungsreise aus seinen "Schatullegeldern" am 22. Jänner 1764 500 Gulden, sozusagen als Vorschuss; eine weitere Zahlung erfolgte am 30. Juni über den Salzburger "Factor" (Handelsmann) ''Simund Haffner'' (1699–1772), der in Venedig eine Niederlassung hatte. Adlgasser war am Anfang dieser Reise (bis Venedig) in Begleitung seiner späteren 3. Frau, der "Hofsingerin" Fesemaier, die, wie andere begabte und aus Salzburg stammende Mädchen, in Venedig an einem der Konservatorien ihre Gesangsausbildung erhalten sollte. Sie verblieb bis in den Jänner 1766 in Venedig. Ihre Reise- und Ausbildungskosten von 610 Gulden und das Honorar für deren Lehrmeisterin in der Höhe von 100 fl. wurden ebenfalls vom Landesfürsten übernommen. Fesemaier war die letzte der Salzburger "Singerinnen", die diese Ausbildung finanziert bekam. Von nun an standen die "Hofsingerinnen" anstelle der Kastraten, einer neuen Musikästhetik folgend, in der Residenz für Opern und Oratorien (den in Szene gesetzten "Geistlichen Singspielen") und in den Salzburger Kirchen - mit Ausnahme des Doms! - als solistische Besetzung zur Verfügung.
 
Fürsterzbischof Sigismund Schrattenbach (reg. 1753–1771) zahlte für diese Bildungsreise aus seinen "Schatullegeldern" am 22. Jänner 1764 500 Gulden, sozusagen als Vorschuss; eine weitere Zahlung erfolgte am 30. Juni über den Salzburger "Factor" (Handelsmann) ''Simund Haffner'' (1699–1772), der in Venedig eine Niederlassung hatte. Adlgasser war am Anfang dieser Reise (bis Venedig) in Begleitung seiner späteren 3. Frau, der "Hofsingerin" Fesemaier, die, wie andere begabte und aus Salzburg stammende Mädchen, in Venedig an einem der Konservatorien ihre Gesangsausbildung erhalten sollte. Sie verblieb bis in den Jänner 1766 in Venedig. Ihre Reise- und Ausbildungskosten von 610 Gulden und das Honorar für deren Lehrmeisterin in der Höhe von 100 fl. wurden ebenfalls vom Landesfürsten übernommen. Fesemaier war die letzte der Salzburger "Singerinnen", die diese Ausbildung finanziert bekam. Von nun an standen die "Hofsingerinnen" anstelle der Kastraten, einer neuen Musikästhetik folgend, in der Residenz für Opern und Oratorien (den in Szene gesetzten "Geistlichen Singspielen") und in den Salzburger Kirchen - mit Ausnahme des Doms! - als solistische Besetzung zur Verfügung.

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