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Ende Juli ließ die Hitze nach. Und hier geht die Parallele weiter: Denn bis Mitte August wurden große Teile Österreichs auch vor 100 Jahren von schweren Unwettern heimgesucht, die schweren Schaden und Vermurungen auslösten. Vor allem in [[Kärnten]] (und im angrenzenden [[Slowenien]]), im Marchfeld und im Stubai- und Kaunertal verschütteten [[Mure]]n Höfe und Straßen. Blitzschläge lösten zahlreiche Brände aus. In [[Kaprun]] richtete ein furchtbares Unwetter Verwüstungen an, ebenso im Mittelburgenland - wo Häuser wie Felder und Ernten vernichtet wurden. In Steyr wurde während eines schweren Unwetters eine junge Frau mit ihrer Tochter von einem Blitz getroffen und getötet.
 
Ende Juli ließ die Hitze nach. Und hier geht die Parallele weiter: Denn bis Mitte August wurden große Teile Österreichs auch vor 100 Jahren von schweren Unwettern heimgesucht, die schweren Schaden und Vermurungen auslösten. Vor allem in [[Kärnten]] (und im angrenzenden [[Slowenien]]), im Marchfeld und im Stubai- und Kaunertal verschütteten [[Mure]]n Höfe und Straßen. Blitzschläge lösten zahlreiche Brände aus. In [[Kaprun]] richtete ein furchtbares Unwetter Verwüstungen an, ebenso im Mittelburgenland - wo Häuser wie Felder und Ernten vernichtet wurden. In Steyr wurde während eines schweren Unwetters eine junge Frau mit ihrer Tochter von einem Blitz getroffen und getötet.
 
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== Überblick Sommer 2023 ==
 
== Überblick Sommer 2023 ==
 
Die Temperaturen entwickelten sich im Mai und Juni eher verhalten. Mitte Juni waren einige hochsommerliche Tage mit Werten um oder über 30 °C. Die Juli-Temperaturen sanken mehrheitlich unter 30 °C  (Dienstag, [[10. Juli]], knapp über 35 °C, Mittwoch, [[27. Juli]], knapp über 14 °C<ref>Wetterdaten Wetterstation Mattsee, abgerufen über [https://www.wetteronline.de/wetterdaten/neumarkt-am-wallersee?pcid=pc_rueckblick_data&gid=11152&pid=p_rueckblick_diagram&sid=StationHistory&iid=11152&metparaid=TXLD&period=4&month=07&year=2023 /www.wetteronline.de/wetterdaten]</ref>).
 
Die Temperaturen entwickelten sich im Mai und Juni eher verhalten. Mitte Juni waren einige hochsommerliche Tage mit Werten um oder über 30 °C. Die Juli-Temperaturen sanken mehrheitlich unter 30 °C  (Dienstag, [[10. Juli]], knapp über 35 °C, Mittwoch, [[27. Juli]], knapp über 14 °C<ref>Wetterdaten Wetterstation Mattsee, abgerufen über [https://www.wetteronline.de/wetterdaten/neumarkt-am-wallersee?pcid=pc_rueckblick_data&gid=11152&pid=p_rueckblick_diagram&sid=StationHistory&iid=11152&metparaid=TXLD&period=4&month=07&year=2023 /www.wetteronline.de/wetterdaten]</ref>).
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Der heißeste Tag dieses Jahres war der [[15. Juli]]. Die Messstelle [[Freisaal]] in der Stadt Salzburg registrierte einen Wert von 36,9 Grad. Die zu erwartenden 25 Hitzetage dieses Jahres pulverisieren damit Werte aus der Vergangenheit. In der Klimabeobachtungsperiode der Jahre [[1981]] bis [[2010]] gab es durchschnittlich 9,5 Hitzetage jährlich. Der nächste Abschnitt ([[1991]] bis [[2020]]) wies bereits 15,6 heiße Tage pro Jahr auf.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/video-zahl-der-hitzetage-stieg-in-salzburg-auf-rekordhoehe-144163987 www.sn.at], 25. August 2023</ref>  
 
Der heißeste Tag dieses Jahres war der [[15. Juli]]. Die Messstelle [[Freisaal]] in der Stadt Salzburg registrierte einen Wert von 36,9 Grad. Die zu erwartenden 25 Hitzetage dieses Jahres pulverisieren damit Werte aus der Vergangenheit. In der Klimabeobachtungsperiode der Jahre [[1981]] bis [[2010]] gab es durchschnittlich 9,5 Hitzetage jährlich. Der nächste Abschnitt ([[1991]] bis [[2020]]) wies bereits 15,6 heiße Tage pro Jahr auf.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/video-zahl-der-hitzetage-stieg-in-salzburg-auf-rekordhoehe-144163987 www.sn.at], 25. August 2023</ref>  
 
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== Die Wettersituation im August ==
 
== Die Wettersituation im August ==
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==== 2023: Regenfälle Anfang August ====
 
==== 2023: Regenfälle Anfang August ====
 
[[Datei:2023 08 08 Wallersee Ostbucht nach Regenende 03.JPG|thumb|8. August, Badesteg im [[Strandbad Neumarkt am Wallersee]]. Anstieg des Pegels von fünf freien Stufen auf nur mehr knapp zwei. Das ist 60 Zentimeter höherer Pegelstand.]]
 
[[Datei:2023 08 08 Wallersee Ostbucht nach Regenende 03.JPG|thumb|8. August, Badesteg im [[Strandbad Neumarkt am Wallersee]]. Anstieg des Pegels von fünf freien Stufen auf nur mehr knapp zwei. Das ist 60 Zentimeter höherer Pegelstand.]]
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Screenshot_2023-08-06_at_21-01-46_Wallersee_(Seepegel)_Seen_Land_Salzburg_Hydris_Online.png|Das Diagramm zeigt den starken Anstieg des Pegels vom 5. auf 6. August um 50 Zentimeter.
 
Screenshot_2023-08-06_at_21-01-46_Wallersee_(Seepegel)_Seen_Land_Salzburg_Hydris_Online.png|Das Diagramm zeigt den starken Anstieg des Pegels vom 5. auf 6. August um 50 Zentimeter.
 
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==== Heftiges Unwetter über der Stadt Salzburg am 12. August 2023 ====
 
==== Heftiges Unwetter über der Stadt Salzburg am 12. August 2023 ====
 
[[Datei:Das Wetter im Sommer 2023 Unwetter August Freibad Leopoldkron 01.jpg|thumb|Eine heftige Gewitterzelle verwüstete am 12. August das [[Freibad Leopoldskron]].]]
 
[[Datei:Das Wetter im Sommer 2023 Unwetter August Freibad Leopoldkron 01.jpg|thumb|Eine heftige Gewitterzelle verwüstete am 12. August das [[Freibad Leopoldskron]].]]
 
Nach der Regenperiode Anfang war am Samstag, [[12. August]] [[2023]] wieder ein Badetag mit Temperaturen knapp über 30 °C in der [[Stadt Salzburg]].<ref>[https://www.wetteronline.de/wetterdaten/salzburg?metparaid=TXLD&period=4 www.wetteronline.de/wetterdaten]</ref> Am Samstagabend zog urplötzlich eine Gewitterzelle über Teile Salzburgs hinweg und sorgte gegen 20 Uhr punktuell für orkanartige Sturmböen und Starkregen. Für Warnungen war es bereits zu spät, sagte ein Meteorologe. Die Gewitterzelle zog von Bayern auf und erreichte gegen 20 Uhr die Stadt Salzburg. Dass sie Teile der Stadt Salzburg treffen würde, war vorab nicht klar. Im [[Freibad Leopoldskron]] verursachte der Sturm große Schäden und es musste am Sonntag, der noch höhere Temperaturen brachte, geschlossen bleiben. Bäume waren umgestürzt, begruben Wege und Sandkisten unter sich, Äste und Blätter fielen in die Schwimmbecken. Wasser trat auch in das [[Großes Festspielhaus|Große Festspielhaus]] ein.<ref>[[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/lepi-wegen-sturmschaeden-vorerst-gesperrt-143583640 13. August 2023] sowie [https://www.sn.at/salzburg/chronik/gewitterzelle-zog-ueber-teile-der-stadt-salzburg-hinweg-143563129 www.sn.at], 13. August 2023</ref> Der Orkan wütete lediglich 15 Minuten in der [[Salzburger Altstadt]]. Dabei entwurzelte auch Bäume am Rand des [[Mirabellplatz]]es.<ref>Salzburg24 vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/heftige-sturmfront-fegt-ueber-die-stadt-salzburg-hinweg-143580997 13. August 2023]</ref> Das [[ORF Landesstudio Salzburg]] berichtetet von umgestürzten und aufeinander liegenden kleineren Flugzeugen auf dem [[Salzburger Flughafen]]. "Ich wohne keine zwei Kilometer Luftlinie von der Hauptpiste des Flughafens entfernt. Bei uns war nichts von einem Sturm zu bemerken. Unglaublich!", sagte eine Salzburger Pilotin angesichts der Lage im Stadtgebiet. Wind laut [[Austro Control]] bis 68 Knoten (126 km/h). <ref>[https://salzburg.orf.at/stories/3219801/ salzburg.orf.at], 13. August 2023</ref>
 
Nach der Regenperiode Anfang war am Samstag, [[12. August]] [[2023]] wieder ein Badetag mit Temperaturen knapp über 30 °C in der [[Stadt Salzburg]].<ref>[https://www.wetteronline.de/wetterdaten/salzburg?metparaid=TXLD&period=4 www.wetteronline.de/wetterdaten]</ref> Am Samstagabend zog urplötzlich eine Gewitterzelle über Teile Salzburgs hinweg und sorgte gegen 20 Uhr punktuell für orkanartige Sturmböen und Starkregen. Für Warnungen war es bereits zu spät, sagte ein Meteorologe. Die Gewitterzelle zog von Bayern auf und erreichte gegen 20 Uhr die Stadt Salzburg. Dass sie Teile der Stadt Salzburg treffen würde, war vorab nicht klar. Im [[Freibad Leopoldskron]] verursachte der Sturm große Schäden und es musste am Sonntag, der noch höhere Temperaturen brachte, geschlossen bleiben. Bäume waren umgestürzt, begruben Wege und Sandkisten unter sich, Äste und Blätter fielen in die Schwimmbecken. Wasser trat auch in das [[Großes Festspielhaus|Große Festspielhaus]] ein.<ref>[[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/lepi-wegen-sturmschaeden-vorerst-gesperrt-143583640 13. August 2023] sowie [https://www.sn.at/salzburg/chronik/gewitterzelle-zog-ueber-teile-der-stadt-salzburg-hinweg-143563129 www.sn.at], 13. August 2023</ref> Der Orkan wütete lediglich 15 Minuten in der [[Salzburger Altstadt]]. Dabei entwurzelte auch Bäume am Rand des [[Mirabellplatz]]es.<ref>Salzburg24 vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/heftige-sturmfront-fegt-ueber-die-stadt-salzburg-hinweg-143580997 13. August 2023]</ref> Das [[ORF Landesstudio Salzburg]] berichtetet von umgestürzten und aufeinander liegenden kleineren Flugzeugen auf dem [[Salzburger Flughafen]]. "Ich wohne keine zwei Kilometer Luftlinie von der Hauptpiste des Flughafens entfernt. Bei uns war nichts von einem Sturm zu bemerken. Unglaublich!", sagte eine Salzburger Pilotin angesichts der Lage im Stadtgebiet. Wind laut [[Austro Control]] bis 68 Knoten (126 km/h). <ref>[https://salzburg.orf.at/stories/3219801/ salzburg.orf.at], 13. August 2023</ref>
 
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====  Schweres Gewitter am 17. August im Raum Mittersill ====
 
====  Schweres Gewitter am 17. August im Raum Mittersill ====
 
[[Datei:Mittersill Rettenbach Sommer 2023 07.jpg|thumb|Eine Aufnahme während des Unwetters.]]
 
[[Datei:Mittersill Rettenbach Sommer 2023 07.jpg|thumb|Eine Aufnahme während des Unwetters.]]
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Mittersill Rettenbach Sommer 2023 15.jpg|In der Ortschaft Rettenbach.
 
Mittersill Rettenbach Sommer 2023 15.jpg|In der Ortschaft Rettenbach.
 
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==== Hitzeperiode in der zweiten Hälfte August ====
 
==== Hitzeperiode in der zweiten Hälfte August ====
 
Erstmals am [[15. August]] wurden im Flachgau wieder Temperaturen über 30 °C gemessen. Tags darauf gab es noch einmal einen kühlen Tag mit Temperaturen um 20 °C. Dann aber stiegen die Temperaturen stetig zunächst über 25 °C bis am [[19. August]] die 30-Grad-Marke erreicht und in den Tagen danach überschritten wurde. Die Tiefstwerte in der Nacht lagen in diesem Zeitraum unter 20 °C, erreichten in der Nacht vom [[22. August|22.]] auf [[23. August]] dann 20,0 °C um 05:26 Uhr - somit gab es in Neumarkt am Wallersee eine Tropennacht<ref>Von einer Tropennacht spricht man, wenn zwischen 18 Uhr und 06 Uhr die Temperaturen nicht unter 20 °C sinken.</ref><ref>Daten der privaten Petes Wetterstation am Breinberg in Neumarkt am Wallersee</ref>
 
Erstmals am [[15. August]] wurden im Flachgau wieder Temperaturen über 30 °C gemessen. Tags darauf gab es noch einmal einen kühlen Tag mit Temperaturen um 20 °C. Dann aber stiegen die Temperaturen stetig zunächst über 25 °C bis am [[19. August]] die 30-Grad-Marke erreicht und in den Tagen danach überschritten wurde. Die Tiefstwerte in der Nacht lagen in diesem Zeitraum unter 20 °C, erreichten in der Nacht vom [[22. August|22.]] auf [[23. August]] dann 20,0 °C um 05:26 Uhr - somit gab es in Neumarkt am Wallersee eine Tropennacht<ref>Von einer Tropennacht spricht man, wenn zwischen 18 Uhr und 06 Uhr die Temperaturen nicht unter 20 °C sinken.</ref><ref>Daten der privaten Petes Wetterstation am Breinberg in Neumarkt am Wallersee</ref>
 
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==== Unwetternacht vom 24. auf 25. August 2023 ====
 
==== Unwetternacht vom 24. auf 25. August 2023 ====
 
{{#ev:youtube|xF-OmchTySI|280|right|Gewitter nach Mitternacht am 25. August 2023 über Neumarkt am Wallersee, ein-Minuten Video}}
 
{{#ev:youtube|xF-OmchTySI|280|right|Gewitter nach Mitternacht am 25. August 2023 über Neumarkt am Wallersee, ein-Minuten Video}}
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2023_08_25_Strandbad_Neumarkt_nach_Sturmnacht_04.jpg|Das zerstörte Sonnensegel. Der schwarzgelbe Stempen markiert den Standort der abgebrochenen Stütze (die vierte ist nicht im Bild).
 
2023_08_25_Strandbad_Neumarkt_nach_Sturmnacht_04.jpg|Das zerstörte Sonnensegel. Der schwarzgelbe Stempen markiert den Standort der abgebrochenen Stütze (die vierte ist nicht im Bild).
 
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==== 26. August: Ein schweres Unwetter führt zu einem Wettersturz ====
 
==== 26. August: Ein schweres Unwetter führt zu einem Wettersturz ====
 
Um 18 Uhr am Samstag, den [[26. August]] 2023, traf eine weitere Gewitterfront von Westen kommend den Norden des Flachgaus. Die Windgeschwindigkeit erreichte im Flachgau im Bereich von [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] und Neumarkt am Wallersee Spitzen von fast 79 km/h. Die Temperatur sank von 26 °C auf 18 °C. Am [[Flughafen Salzburg]] wurden kurz vor 18 Uhr Windspitzen von 83 km/h, zwischen 18 und 19 Uhr 93 km/h und am [[Kolomansberg]] 116 km/h gemessen. Laut [[Salzburg AG]] waren im Flachgau rund 3&nbsp;500 Haushalte vorübergehend ohne Strom. Am Samstagabend befanden sich 420 Einsatzkräfte der Feuerwehren im Bundesland und vor allem im nördlichen Flachgau im Einsatz. Der [[Landesfeuerwehrverband Salzburg|Landesfeuerwehrverband]] meldete insgesamt 88 Einsätze. Es gab außerdem auf dem [[Wolfgangsee]], [[Irrsee]], [[Mondsee (See)|Mondsee]] und Holzöstersee im [[Innviertel]] mehrere Einsätze der Wasserrettung aufgrund des Gewitters. Auf dem Wolfgangsee waren ein Mann (29) und seine gleichaltrige Freundin mit ''Stand-Up-Paddles'' unterwegs. Zwischen 17:35 Uhr und 17:40 Uhr wurde von Seiten der Landeswarnzentrale die Sturmwarnung am Wolfgangsee aktiviert. Die beiden missachteten dies aber, auch war nach Angaben der Polizei die von Salzburg herannahende Wetterfront nicht zu übersehen.<ref>Daten [[Geosphere Austria]] sowie [https://www.sn.at/salzburg/chronik/erneut-gewitter-in-salzburg-mehr-als-400-feuerwehrkraefte-im-einsatz-144284266 www.sn.at], 27. August 2023</ref>
 
Um 18 Uhr am Samstag, den [[26. August]] 2023, traf eine weitere Gewitterfront von Westen kommend den Norden des Flachgaus. Die Windgeschwindigkeit erreichte im Flachgau im Bereich von [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] und Neumarkt am Wallersee Spitzen von fast 79 km/h. Die Temperatur sank von 26 °C auf 18 °C. Am [[Flughafen Salzburg]] wurden kurz vor 18 Uhr Windspitzen von 83 km/h, zwischen 18 und 19 Uhr 93 km/h und am [[Kolomansberg]] 116 km/h gemessen. Laut [[Salzburg AG]] waren im Flachgau rund 3&nbsp;500 Haushalte vorübergehend ohne Strom. Am Samstagabend befanden sich 420 Einsatzkräfte der Feuerwehren im Bundesland und vor allem im nördlichen Flachgau im Einsatz. Der [[Landesfeuerwehrverband Salzburg|Landesfeuerwehrverband]] meldete insgesamt 88 Einsätze. Es gab außerdem auf dem [[Wolfgangsee]], [[Irrsee]], [[Mondsee (See)|Mondsee]] und Holzöstersee im [[Innviertel]] mehrere Einsätze der Wasserrettung aufgrund des Gewitters. Auf dem Wolfgangsee waren ein Mann (29) und seine gleichaltrige Freundin mit ''Stand-Up-Paddles'' unterwegs. Zwischen 17:35 Uhr und 17:40 Uhr wurde von Seiten der Landeswarnzentrale die Sturmwarnung am Wolfgangsee aktiviert. Die beiden missachteten dies aber, auch war nach Angaben der Polizei die von Salzburg herannahende Wetterfront nicht zu übersehen.<ref>Daten [[Geosphere Austria]] sowie [https://www.sn.at/salzburg/chronik/erneut-gewitter-in-salzburg-mehr-als-400-feuerwehrkraefte-im-einsatz-144284266 www.sn.at], 27. August 2023</ref>
 
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==== Hochwassersituation ab 27. August 2023 im Land Salzburg ====
 
==== Hochwassersituation ab 27. August 2023 im Land Salzburg ====
 
[[Datei:Das Wetter im Sommer 2023 Hochwasser Gasteiner Wasserfall_2.jpg|thumb|28. August 2023. Die [[Gasteiner Ache]] stürzt als braune Wassermassen über den [[Gasteiner Wasserfall]] in [[Bad Gastein]].]]
 
[[Datei:Das Wetter im Sommer 2023 Hochwasser Gasteiner Wasserfall_2.jpg|thumb|28. August 2023. Die [[Gasteiner Ache]] stürzt als braune Wassermassen über den [[Gasteiner Wasserfall]] in [[Bad Gastein]].]]
Am Sonntag, [[27. August]], setzten dann starke Regenfälle im gesamten Bundesland ein. Am Montag, [[28. August]], gab es folgende Meldungen:
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Am Sonntag, [[27. August]], setzten dann starke Regenfälle im gesamten Bundesland ein.  
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Am Montag, [[28. August]], gab es folgende Meldungen:
 
* In [[Mittersill]] im [[Oberpinzgau]] musste die [[Mittersiller Hubbrücke|Hubbrücke]] angehoben werden, um den Wassermassen der [[Salzach]] Platz zu geben. Am frühen Nachmittag wurde mit 538 cm die Warngrenze überschritten.  
 
* In [[Mittersill]] im [[Oberpinzgau]] musste die [[Mittersiller Hubbrücke|Hubbrücke]] angehoben werden, um den Wassermassen der [[Salzach]] Platz zu geben. Am frühen Nachmittag wurde mit 538 cm die Warngrenze überschritten.  
 
* Die [[Hüttwinklache]] war in der Ortschaft [[Bucheben]] über die Ufer getreten.
 
* Die [[Hüttwinklache]] war in der Ortschaft [[Bucheben]] über die Ufer getreten.
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Am 28. August waren in Neumarkt am Wallersee zwischen Mitternacht und 19 Uhr bereits 69 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen. 307 Liter waren es im August bis zum 28. und 1&nbsp;034 Liter von Jänner bis heute.<ref>Quelle www.pete.at/wetter</ref> Am [[29. August]] betrug der Frühwert in Neumarkt am Wallersee 10,7 °C. Diese Wetterlage soll noch bis Mittwoch, [[30. August]], anhalten. Besserung bzw. trockenes Wetter ist erst Mittwochnachmittag in Sicht. Die Temperaturen fallen bis dahin auf bis zu 15 Grad.
 
Am 28. August waren in Neumarkt am Wallersee zwischen Mitternacht und 19 Uhr bereits 69 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen. 307 Liter waren es im August bis zum 28. und 1&nbsp;034 Liter von Jänner bis heute.<ref>Quelle www.pete.at/wetter</ref> Am [[29. August]] betrug der Frühwert in Neumarkt am Wallersee 10,7 °C. Diese Wetterlage soll noch bis Mittwoch, [[30. August]], anhalten. Besserung bzw. trockenes Wetter ist erst Mittwochnachmittag in Sicht. Die Temperaturen fallen bis dahin auf bis zu 15 Grad.
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In Rauris-Bucheben war die Hüttwinklache über die Ufer getreten. Im Talschluss bei [[Kolm-Saigurn]] rund 50 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Ihre Versorgung war jedoch durch die [[Bergrettung Rauris|Bergrettung]] gesichert. Am [[30. August]] wurde an Notfallwegen gearbeitet, die mittels Quad befahren werden können. Laut [[Bezirkshauptmannschaft Zell am See]] wurden Dienstagabend, 29. August, bereits zehn der 50 von der Außenwelt abgeschnittenen Personen aus dem Raurisertal ausgeflogen. Es handelte sich bei den meisten um Gäste des Hotels [[Ammererhof]]. Der Ammmererhof selbst lag sicher und ungefährdet, sagt Hotelier Helmut Tomasek-Mühlthaler, aber die Straße, die 150 Meter unterhalb verläuft, ist war einziger Bach. Die Straße in Kolm-Saigurn muss neu komplett neu gemacht werden, dort ist alles zerstört. 130 Liter Wasser pro Quadratmeter hatte es in 15 Stunden geregnet.
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In Rauris-Bucheben war die Hüttwinklache über die Ufer getreten. Im Talschluss bei [[Kolm-Saigurn]] rund 50 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Ihre Versorgung war jedoch durch die [[Bergrettung Rauris|Bergrettung]] gesichert. Am [[30. August]] wurde an Notfallwegen gearbeitet, die mittels Quad befahren werden können. Laut [[Bezirkshauptmannschaft Zell am See]] wurden Dienstagabend, 29. August, bereits zehn der 50 von der Außenwelt abgeschnittenen Personen aus dem Raurisertal ausgeflogen. Es handelte sich bei den meisten um Gäste des Hotels [[Ammererhof]]. Der Ammmererhof selbst lag sicher und ungefährdet, sagt Hotelier Helmut Tomasek-Mühlthaler, aber die Straße, die 150 Meter unterhalb verläuft, ist war einziger Bach. Die Straße in Kolm-Saigurn muss auf 600 Meter bis Parkplatz [[Lenzanger Parkplatz|Lenzanger]] komplett neu gemacht werden, dort ist alles zerstört. 130 Liter Wasser pro Quadratmeter hatte es in 15 Stunden geregnet. Das [[2008]] erbaute Rückhaltebecken befindet sich zwischen den Ortsteilen [[Wörth]] und Bucheben an der Hüttwinklache, die sich in Wörth mit der [[Seidlwinklache]] zur [[Rauriser]] Ache vereinigt. Ohne dieses Becken wären die tief liegenden Häuser im Ortsteil Wörth und in Rauris selbst untergegangen. Aber wie 2021 in Mittersill war am Montag auch dieses Becken, das 350&nbsp;000 Kubikmeter fasst, an seine Grenzen gekommen - es war bereits nach drei Stunden vollgelaufen, obwohl man bei der Planung gehofft hatte, dass es für zwei bis drei Tage die Wassermassen fassen kann.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/der-hochwasserschutz-stoesst-an-seine-grenzen-144493894 www.sn.at], 31. August 2023</ref>
    
In [[Niedernsill]] im [[Pinzgau]] hatte das Hochwasser auch die [[Pinzgauer Lokalbahn]] wieder getroffen und hinterließ Schäden. Bis Herbst 2023 sollte eigentlich der Streckenabschnitt zwischen Niedernsill und [[Mittersill]] wieder befahrbar sein. Die Sanierung dieses Abschnitts allein kostet rund zwölf Millionen Euro.
 
In [[Niedernsill]] im [[Pinzgau]] hatte das Hochwasser auch die [[Pinzgauer Lokalbahn]] wieder getroffen und hinterließ Schäden. Bis Herbst 2023 sollte eigentlich der Streckenabschnitt zwischen Niedernsill und [[Mittersill]] wieder befahrbar sein. Die Sanierung dieses Abschnitts allein kostet rund zwölf Millionen Euro.

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