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Bei einem Stauziel von 2 000 m ü. A. und einem Absenkziel von 1 980 m stehen 3,1 Mill. m³ nutzbarer Speicherinhalt zur Stromerzeugung zur Verfügung. Das entspricht einem Energieinhalt von 8,3 GWh. Der gesamt Speicherinhalt beträgt vier Millionen Kubikmeter.  
 
Bei einem Stauziel von 2 000 m ü. A. und einem Absenkziel von 1 980 m stehen 3,1 Mill. m³ nutzbarer Speicherinhalt zur Stromerzeugung zur Verfügung. Das entspricht einem Energieinhalt von 8,3 GWh. Der gesamt Speicherinhalt beträgt vier Millionen Kubikmeter.  
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Der Leiterbachstollen nimmt das Wasser des Leiterbaches auf, der über den Leiterbach-Wasserfall auf Höhe der Bricciuskapelle nördlich des Gemeindezentrums von [[Heiligenblut am Großglockner]] in die Möll mündet. Die Stollenlänge beträgt 1,8 Kilometer mit einem Stollenquerschnitt von 2,2 bis 2,4 Metern.
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Der Leiterbachstollen nimmt das Wasser des Leiterbaches auf, der über den Leiterbach-Wasserfall auf Höhe der Bricciuskapelle nördlich des Gemeindezentrums von [[Heiligenblut am Großglockner]] in die Möll mündet. Die Stollenlänge beträgt 1,8 Kilometer mit einem Stollenquerschnitt von 2,2 bis 2,4 Metern. Er wurde im Jänner [[1953]] begonnen, der Durchschlag erfolgte im September 1953 und die bauliche Fertigstellung im Oktober [[1954]].<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=uu4xLeigRdJ7MQsRR4suCrkH1kws%2FXUHs8ReFsAV5Ra9L6NclBi%2BD758V1ENnHVG8PUwHhX%2BFHBDNpQ3N444zIZNHdFCG1jU1%2Bm2ce5%2FAhBR1%2F9EU4PlWKbiJ0hSrdJT&id1=19541016_05&q=Margaritze#slide5 www.sn.at], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 16. Oktober 1954, Seite 5</ref>
    
Mittels des [[Möllüberleitungsstollen]]s gelangt das Speicherwasser zum [[Stausee Mooserboden]].
 
Mittels des [[Möllüberleitungsstollen]]s gelangt das Speicherwasser zum [[Stausee Mooserboden]].
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Im Jänner [[1951]] gab es in den [[Alpen]] über 80 Lawinentote. Auch im Bereich der Baustelle des Speichers Margaritze kam es zu [[Lawine]]nabgänge, die das Baulager der Firma Porr mit 200 Arbeitern vorübergehend vom Rest der Welt abschloss. Im Lager gab es Lebensmittel für eine Woche.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=SWUpLvomVApPe7KekXBkM8kJqtEJ9aK5IAwigQ%2Fy7OUTxb6niuwhxL8Lemuyemn13aKRunLt9Q4Wwp06G31Y5wBhxeEc9joRKT%2F%2F2qVnntOg2zI97Hg6WGcC6Iv83q%2Bf&id1=19510122_02&q=Margaritze#slide2 www.sn.at], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 22. Jänner 1951, Seite 2 sowie [https://www.sn.at/archivsn?img=O4eV85NkPPW51sla2iG00C9PxxDyxjKgsLO62TP89JUXc0X%2FzxCWlMSjtnd%2FRfpLpZe8V0Sa1BJD4kDfbNJhsSM9jY0rjwni5jbx90P9TZa4src%2FxW1EXxZkkhis7RJo&id1=19510123_01&q=Margaritze#sn-archiv-1 www.sn.at] vom 23. Jänner 1951, Titelseite</ref>
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Im Jänner [[1951]] gab es in den [[Alpen]] über 80 Lawinentote. Auch im Bereich der Baustelle des Speichers Margaritze kam es zu [[Lawine]]nabgänge, die das Baulager der Firma Porr mit 200 Arbeitern vorübergehend vom Rest der Welt abschloss. Im Lager gab es Lebensmittel für eine Woche.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=SWUpLvomVApPe7KekXBkM8kJqtEJ9aK5IAwigQ%2Fy7OUTxb6niuwhxL8Lemuyemn13aKRunLt9Q4Wwp06G31Y5wBhxeEc9joRKT%2F%2F2qVnntOg2zI97Hg6WGcC6Iv83q%2Bf&id1=19510122_02&q=Margaritze#slide2 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 22. Jänner 1951, Seite 2 sowie [https://www.sn.at/archivsn?img=O4eV85NkPPW51sla2iG00C9PxxDyxjKgsLO62TP89JUXc0X%2FzxCWlMSjtnd%2FRfpLpZe8V0Sa1BJD4kDfbNJhsSM9jY0rjwni5jbx90P9TZa4src%2FxW1EXxZkkhis7RJo&id1=19510123_01&q=Margaritze#sn-archiv-1 www.sn.at] vom 23. Jänner 1951, Titelseite</ref>
    
Zunächst ging man von zwei Todesopfern aus. Die beiden Arbeiter übernachteten trotz Warnung und Verbot in einer Hütte bei der Zwischenstation der Materialseilbahn im Bereich Pasterze-Margaritze. In der Nacht vom [[20. Jänner|20.]] auf [[21. Jänner]] wurde die Hütte von einer Lawine weggerissen. Da weitere Lawinen den Anmarschweg zum Baulager Margaritze verschüttet hatten, traten Rettungsmannschaften von Heiligenblut einen neuen Weg aus. Dabei hörten Arbeiter an einer bestimmten Stelle eigenartige Geräusche im Schnee. Als sie dort gruben, fanden sie einen der beiden Verschütteten, einen 27-jährigen Dellacher (Drautal) noch lebend und bargen ihn. Das war am [[2. Februar]], zwölf Tage, nachdem er verschüttet worden war. Nur mit Hemd, Unterhose und einer Decke hatte er sich im Schnee eingegraben. Immer wieder hörte er Arbeiter, die in der Nähe den neuen Weg traten und hatte nie die Hoffnung auf Rettung aufgegeben.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=YnG3GrPi%2BUUktt8YG4jFl00LD13j77S7yGD4BkywGJ086W4XG80xVyirfklpAOKS6bWXKiZBZt%2BnEGZMCCo2Vu1rc23byq2vJVj6uneWZJITYW7UhJZRp8v9%2BhTiGKOV&id1=19510203_06&q=Margaritze#sn-archiv-6 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 3. Februar 1951</ref>
 
Zunächst ging man von zwei Todesopfern aus. Die beiden Arbeiter übernachteten trotz Warnung und Verbot in einer Hütte bei der Zwischenstation der Materialseilbahn im Bereich Pasterze-Margaritze. In der Nacht vom [[20. Jänner|20.]] auf [[21. Jänner]] wurde die Hütte von einer Lawine weggerissen. Da weitere Lawinen den Anmarschweg zum Baulager Margaritze verschüttet hatten, traten Rettungsmannschaften von Heiligenblut einen neuen Weg aus. Dabei hörten Arbeiter an einer bestimmten Stelle eigenartige Geräusche im Schnee. Als sie dort gruben, fanden sie einen der beiden Verschütteten, einen 27-jährigen Dellacher (Drautal) noch lebend und bargen ihn. Das war am [[2. Februar]], zwölf Tage, nachdem er verschüttet worden war. Nur mit Hemd, Unterhose und einer Decke hatte er sich im Schnee eingegraben. Immer wieder hörte er Arbeiter, die in der Nähe den neuen Weg traten und hatte nie die Hoffnung auf Rettung aufgegeben.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=YnG3GrPi%2BUUktt8YG4jFl00LD13j77S7yGD4BkywGJ086W4XG80xVyirfklpAOKS6bWXKiZBZt%2BnEGZMCCo2Vu1rc23byq2vJVj6uneWZJITYW7UhJZRp8v9%2BhTiGKOV&id1=19510203_06&q=Margaritze#sn-archiv-6 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 3. Februar 1951</ref>