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In der katholischen und der evangelischen Kirche ist der [[24. August]] sein Gedenktag und ein [[Lostag]]. Er ist der Patron der Bergleute, Gipser, Bauern, Winzer, Hirten, Lederarbeiter, Gerber, Sattler, Schuhmacher, Schneider, Bäcker, Metzger, Buchbinder und (in Florenz) der Öl- und Käsehändler; Gläubige beten zu ihm bei Haut- und Nervenkrankheiten, Zuckungen, Dämonen und Geister.
 
In der katholischen und der evangelischen Kirche ist der [[24. August]] sein Gedenktag und ein [[Lostag]]. Er ist der Patron der Bergleute, Gipser, Bauern, Winzer, Hirten, Lederarbeiter, Gerber, Sattler, Schuhmacher, Schneider, Bäcker, Metzger, Buchbinder und (in Florenz) der Öl- und Käsehändler; Gläubige beten zu ihm bei Haut- und Nervenkrankheiten, Zuckungen, Dämonen und Geister.
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Aufgrund seines Martyriums wird er mit einem Messer und/oder mit abgezogener Haut dargestellt. Als ''Gschundener'' und durch seinen Festtag am 24. August (''Ende des Almsommers'') wurde er zum Patron der  [[Dienstboten]] und damit auch der [[Senner]], [[Senner]]innen und Jäger.
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Aufgrund seines Martyriums wird er mit einem Messer und/oder mit abgezogener Haut dargestellt. Als ''Gschundener'' und durch seinen Festtag am 24. August (''Ende des Almsommers'') wurde er zum Patron der  [[Dienstboten]] und damit auch der [[Senner]], [[Sennerin]]nen und Jäger. In der Regel geben schon ab dem [[Jakobitag]] ([[25. Juli]]) die  Kühe auf den Almen weniger Milch. Mit dem [[Laurentiusfest|Laurentiustag]] ([[10. August]])  erfolgt nochmals ein Einbruch und zu Bartholomäus reduziert  sich diese völlig. Viele Milchkühe stehen zu diesem Zeitpunkt schon  "trocken" - das heißt, sie werden nicht mehr gemolken, da sie ein Kalb  erwarten.
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Am Bartholomäustag endet die Schon- und Laichzeit der Fische.
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==== "Wissen, wo der Barthel den Most holt" ====
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Da Bartholomäus als populärer als Weinpatron war, galt sein Gedenktag für die Winzer als ein Los-Tag. Wenn sie an diesem Tag noch keinen Most aus Äpfeln und Birnen hatten, konnten Wirte ihr Schankrecht verlieren. Most war ein beliebter Durstlöscher an heißen Spätsommertagen. Aus diesem Zusammenhang kam die Redewendung "Wissen, wo der Barthel den Most holt". Diese Redewendung wird für eine besonders clevere Person verwendet. Der Ursprung dieser Redewendung ist im Schelmenroman "Simplicius Simplicissimus" des Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen zu finden. In diesem Roman erzählt er von einem gewissen Barthel, der immer wusste, wie und wo man am besten an Most herankam.
    
== Bauernregeln ==
 
== Bauernregeln ==
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* Salzburgwiki-Beiträge
 
* Salzburgwiki-Beiträge
 
* Joachim Schäfer: Artikel Bartholomäus, aus dem Ökumenischen Heiligenlexikon - [https://www.heiligenlexikon.de/BiographienB/Bartholomaeus.htm www.heiligenlexikon.de], abgerufen u. a. am 24. 08. 2023  
 
* Joachim Schäfer: Artikel Bartholomäus, aus dem Ökumenischen Heiligenlexikon - [https://www.heiligenlexikon.de/BiographienB/Bartholomaeus.htm www.heiligenlexikon.de], abgerufen u. a. am 24. 08. 2023  
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* [[enns:Ennstaler Bräuche im Jahrlauf]]<ref>{{ennswiki}}</ref>, erhoben von: Hubner, Otto; Tritscher, Josef (beide Schladming); Pilz, Thomas; Pilz, Martin; Pichler, Martin (alle Gröbming); Jandl, Ingrid (Öblarn); Radlingmaier, Andreas (Aigen im Ennstal); Reiter, Franz (Lassing); Pfatschbacher, Aloisia; Puntigam, Regina (Admont); zusammengefasst von Jandl, Ingrid, Begleittexte von Pichler, Manfred; Projektbetreuung: Dr. Orač-Stipperger, Roswitha, Verband der Heimat- und Trachtenvereine Enns- und Paltental und Steirisches Salzkammergut, Gröbming, 2002, ISBN 3-9501633-0-1
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== Fußnote ==
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<references/>
    
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
 
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]

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