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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Erzherzog [[Ludwig Viktor von Österreich]] ließ das so genannte "Winterhaus" [[1881]] vom Wiener Architekten Heinrich Ferstel errichten. Nach seinem Tod verkauften die Erben das Schloss [[1921]] an das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]], das es im November [[1941]] an das [[Deutschland|Deutsche Reich]] verkaufte. Vorher, in der [[Zwischenkriegszeit]], war im Gebäude eine Tanzschule. Ab November [[1940]] wurde das Winterschloss in [[Kleßheim]] weisungsgemäß nur noch als "Kavalierhaus" tituliert, das Sommerschloss Kleßheim als "Gästehaus des Führers". 1940 ließ die Deutsche Wehrmacht ein Kellergeschoß unter dem Kavalierhaus zu einem Bunker ausbauen. Nach dem Krieg wurde das Schloss [[1945]] als Reichsbesitz von den [[United States Forces in Austria|Amerikanern]] beschlagnahmt und zunächst als Hauptquartier genutzt.  
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Erzherzog [[Ludwig Viktor von Österreich]] ließ das so genannte "Winterhaus", auch "Winterschloss", von [[1881]] bis [[1882]] vom Wiener Architekten Heinrich Ferstel errichten. Nach seinem Tod verkauften die Erben das Schloss [[1921]] an das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]], das es im November [[1941]] an das [[Deutschland|Deutsche Reich]] verkaufte. Vorher, in der [[Zwischenkriegszeit]], war im Gebäude eine Tanzschule. Als "unschöner Fremdkörper im Gesamtkomplex" sollte es einem Neubau als "Kavalierhaus" für internationalen Besuch weichen. Die Planung des Neubaus erfolgt durch das Architektenbüro [[Reitter & Strohmayr]]. Die insgesamt 27 Kavalierzimmer wurden mit Damast ausgekleidet. Ab November [[1940]] wurde das Winterschloss in [[Kleßheim]] weisungsgemäß nur noch als "Kavalierhaus" tituliert, das Sommerschloss Kleßheim als "Gästehaus des Führers".  
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[[1941]] wurden die Architekten Reitter & Strohmayr mit der Anlage zweier Luftschutzbunkerbauten beauftragt. Einer sollte unterhalb des Kavalierhauses entstehen, der andere an der Rückseite unterhalb
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des Sommerschlosses. Dafür mussten viele der fast fertig gestellten Neubauarbeiten wieder abgetragen werden. So beispielsweise neue Terrasse des Kavalierhauses samt Marmormauerwerk und -stiegen, sowie der halb neu angelegte Garten.
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Nach dem Krieg wurde das Schloss [[1945]] als Reichsbesitz von den [[United States Forces in Austria|Amerikanern]] beschlagnahmt und zunächst als Hauptquartier genutzt.  
    
Seit [[1962]] wird das jetzt wieder in Besitz des Landes Salzburg befindliche Kavalierhaus von den [[Tourismusschule Kleßheim|Tourismusschulen Salzburg-Kleßheim]] als Ausbildungsstätte genutzt. Hier wurde auch ein Teil des Internatsbetriebes der Tourismusschulen untergebracht.  
 
Seit [[1962]] wird das jetzt wieder in Besitz des Landes Salzburg befindliche Kavalierhaus von den [[Tourismusschule Kleßheim|Tourismusschulen Salzburg-Kleßheim]] als Ausbildungsstätte genutzt. Hier wurde auch ein Teil des Internatsbetriebes der Tourismusschulen untergebracht.  
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* [[Imma Walderdorff|Walderdorff, Imma]]: [http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/7136/ Schloss Klessheim. Gästehaus des Führers 1940–1945''. Eigenverlag Rastenfeld 2020.]
 
* [[Imma Walderdorff|Walderdorff, Imma]]: [http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/7136/ Schloss Klessheim. Gästehaus des Führers 1940–1945''. Eigenverlag Rastenfeld 2020.]
 
* [[Peter Krackowizer]], Absolvent der Tourismusschulen
 
* [[Peter Krackowizer]], Absolvent der Tourismusschulen
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* Diplomarbeit "Architektur-Utopie? NS-Planungen in Salzburg. Vorgeschichte und Kontext am Beispiel von Otto Reitter" von Flora Peyrer-Heimstaett ([https://utheses.univie.ac.at/detail/10546# utheses. univie.ac.at], Seite 51f
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== Einzelnachweise ==
 
== Einzelnachweise ==
 
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