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| | Vor allem aber bietet Totholz unersetzlichen Lebensraum, weil es ungezählten Kleintierarten, und dabei nicht nur Vögeln und Kleinsäugern einen Lebensraum bietet, sondern vor allem auch zunehmend von Aussterben bedrohte Insekten, die dort in Höhlen, unter der Rinde, oder aber im Holzmulm im Inneren des Stammes leben. Diese Totholz-Bewohner suchen hier Frischholz, Moderholz, Holzsaft, Pilzhyphen, aber auch andere Insekten oder sogar deren Exkremente als Nahrung. Totholz speichert vor allem aber Kohlenstoff und dient so als äußerst wichtige Kohlenstoffsenke, und trägt so maßgeblich zum Klimaschutz bei. | | Vor allem aber bietet Totholz unersetzlichen Lebensraum, weil es ungezählten Kleintierarten, und dabei nicht nur Vögeln und Kleinsäugern einen Lebensraum bietet, sondern vor allem auch zunehmend von Aussterben bedrohte Insekten, die dort in Höhlen, unter der Rinde, oder aber im Holzmulm im Inneren des Stammes leben. Diese Totholz-Bewohner suchen hier Frischholz, Moderholz, Holzsaft, Pilzhyphen, aber auch andere Insekten oder sogar deren Exkremente als Nahrung. Totholz speichert vor allem aber Kohlenstoff und dient so als äußerst wichtige Kohlenstoffsenke, und trägt so maßgeblich zum Klimaschutz bei. |
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| − | ==Waldgrenze== | + | ==Zur Waldgrenze== |
| | In den Gebirgsbezirken spricht man von der sog. Waldgrenze. Es ist jener Bereich, in dem aufgrund von Höhenlage und dem damit zusammenhängenden Klima der Baumwuchs endet. Die dort einst vorkommenden Lärchen-Zirbenbestände sind hier abseitsa von Steillagen vielfach von Almen verdrängt worden. Zeige dieser Pflanzen im Bereich der Waldgrenze sind im Almenraum noch niederwüchsige Pflanzen wie [[Latsche]]n, [[Alpenrose|Alpenrosen]] oder [[Heidelbeere]]n. | | In den Gebirgsbezirken spricht man von der sog. Waldgrenze. Es ist jener Bereich, in dem aufgrund von Höhenlage und dem damit zusammenhängenden Klima der Baumwuchs endet. Die dort einst vorkommenden Lärchen-Zirbenbestände sind hier abseitsa von Steillagen vielfach von Almen verdrängt worden. Zeige dieser Pflanzen im Bereich der Waldgrenze sind im Almenraum noch niederwüchsige Pflanzen wie [[Latsche]]n, [[Alpenrose|Alpenrosen]] oder [[Heidelbeere]]n. |
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| − | ==Baumarten== | + | ==wichtige Waldbaum-Arten== |
| | Diese Aufzählung ist nicht vollständig und listet nur die gängigsten Baum- und Straucharten auf. | | Diese Aufzählung ist nicht vollständig und listet nur die gängigsten Baum- und Straucharten auf. |
| | ===Nadelbäume=== | | ===Nadelbäume=== |
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| | Unter Waldklima versteht man das Lokalklima in Waldbeständen. Dieses unterscheidet sich vom Klima freier Flächen, was durch den unterschiedlichen Strahlungs- und Wasserhaushalt bedingt ist und von der Baumart, von der Baumhöhe und von der Bestandsdichte des Waldes abhängt. Der wesentliche Unterschied zu freien Flächen besteht in der verminderten direkten Einstrahlung, der – über den Tag gesehen - ausgeglicheneren Temperatur, der etwas höheren Feuchtigkeit und der geringeren Windgeschwindigkeit. | | Unter Waldklima versteht man das Lokalklima in Waldbeständen. Dieses unterscheidet sich vom Klima freier Flächen, was durch den unterschiedlichen Strahlungs- und Wasserhaushalt bedingt ist und von der Baumart, von der Baumhöhe und von der Bestandsdichte des Waldes abhängt. Der wesentliche Unterschied zu freien Flächen besteht in der verminderten direkten Einstrahlung, der – über den Tag gesehen - ausgeglicheneren Temperatur, der etwas höheren Feuchtigkeit und der geringeren Windgeschwindigkeit. |
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| − | Wälder spielen durhc die Speicherung von CO2 im Holz - also vor allem bei geringer bis fehlender Holznutzung in Altholzbeständen - weltweit eine bedeutende Rolle für das Klima und dessen Stabilität. Die großflächige Abholzung von Wäldern und der starke Holzeinschlag, sowie Schlägerung ohne Wiederaufforstung führt oft zu Verkarstung und Bodenerosion. | + | Wälder spielen durch die Speicherung von CO2 im Holz - also vor allem bei geringer bis fehlender Holznutzung in Altholzbeständen - weltweit eine bedeutende Rolle für das Klima und dessen Stabilität. Die großflächige Abholzung von Wäldern und der starke Holzeinschlag, sowie Schlägerung ohne Wiederaufforstung führen oft zu Verkarstung und Bodenerosion. |
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| − | ==Besitz- und Nutzungsformen== | + | ==Besitz- und Nutzungsformen im Bundesland Salzburg== |
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| − | * Wald im Eigentum der öffentlichen Hand (Österreichische Bundesforste), ehemals fürsterzbsichöfliche Waldungen | + | * Wald im Eigentum der öffentlichen Hand (Österreichische Bundesforste), ehemals fürsterzbischöfliche Waldungen |
| | * Eigenwald ("Bauernwald") | | * Eigenwald ("Bauernwald") |
| | * Wald im Eigentum von meist adeligen Großgrundbesitzern | | * Wald im Eigentum von meist adeligen Großgrundbesitzern |
| | * Waldgemeinschaften | | * Waldgemeinschaften |
| − | Holzbezugs- und Servitutsrechte | + | In diesen Wäldern bestehen oft seit vielen Jahrhunderten veraschiedene Holzbezugs- und Servitutsrechte. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |