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Beim [[Hochwasser 2021]] überflutete der Kothach die Halleiner Altstadt, riss Fahrzeuge und anderes mit sich. Und das weckt bei vielen Erinnerungen an [[1976]]. Nicht die Salzach ist das Problem. Diese ist seit Jahren mit einem massiven [[Hochwasserschutz]] verbaut und auf einen großen Pegelstand ausgerichtet. Auch damals brachten die Zubringerbäche vom Dürrnberg die Katastrophe in die Altstadt. Bald danach wurden große Rückhaltesperren errichtet. [[2014]] wurden die Planungen zum Hochwasserschutzprojekt für den Kothbach von der [[Wildbach- und Lawinenverbauung]] (WLV) vorgestellt. Denn 19 Kubikmeter Wasser pro Sekunde können durch das Bachbett des Kothbaches in die Salzach abfließen - bei einem Hochwasser fallen 42 Kubikmeter pro Sekunde an. Nachdem das Bachbett in der Altstadt nicht mehr ausgeweitet werden könne, haben die Experten weitere Retentionsbauten empfohlen, damit die Altstadt bis zu einem 30-jährlichen Hochwasser geschützt werden kann. Unter anderem soll im Anstieg zu den [[Barmsteine]]n in [[Kleinkirchental]] ein 125 Meter breites und 14 Meter hohes Retensionsbauwerk entstehen. Dazu müsste auch eine neue Straße gebaut und der Wanderweg verlegt werden. Kosten insgesamt: 6,3 Millionen Euro.
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Beim [[Hochwasser 2021]] überflutete der Kothach die Halleiner Altstadt, riss Fahrzeuge und anderes mit sich. Und das weckt bei vielen Erinnerungen an [[1976]]. Nicht die Salzach ist das Problem. Diese ist seit Jahren mit einem massiven [[Hochwasserschutz]] verbaut und auf einen großen Pegelstand ausgerichtet. Auch damals brachten die Zubringerbäche vom Dürrnberg die Katastrophe in die Altstadt. Bald danach wurden große Rückhaltesperren errichtet. [[2014]] wurden die Planungen zum Hochwasserschutzprojekt für den Kothbach von der [[Wildbach- und Lawinenverbauung]] (WLV) vorgestellt. Denn 19 Kubikmeter Wasser pro Sekunde können durch das Bachbett des Kothbaches in die Salzach abfließen - bei einem Hochwasser fallen 42 Kubikmeter pro Sekunde an. Nachdem das Bachbett in der Altstadt nicht mehr ausgeweitet werden könne, haben die Experten weitere Retentionsbauten empfohlen, damit die Altstadt bis zu einem 30-jährlichen Hochwasser geschützt werden kann. Unter anderem soll im Anstieg zu den [[Barmsteine]]n in [[Kleinkirchental]] (Kirchentalerl) ein 125 Meter breites und 14 Meter hohes Retensionsbauwerk entstehen. Dazu müsste auch eine neue Straße gebaut und der Wanderweg verlegt werden. Kosten insgesamt: 6,3 Millionen Euro.
    
Genau dieses "Betonbauwerk" stört den [[Salzburger Naturschutzbund|Naturschutzbund]] - man plädiert dafür, "natürlich vorhandene Retentionsflächen zu nutzen". Das ganze sei zu überdimensioniert. "Der Hochwasserschutz von Hallein ist sicher eine vordringliche Angelegenheit und muss errichtet werden. Aber die Mittel und Methoden, die nunmehr von der Stadt Hallein und der WLV dazu vorgesehen sind, entsprechen einem antiquierten Konzept und berücksichtigen die modernen wissenschaftlichen Erkenntnisse über ein Zusammenwirken mehrerer Faktoren des Hochwasserschutzes zu wenig. Augenscheinlich geht es darum, das Hauptaugenmerk auch im Kothbach auf bewährte Mittel der Vergangenheit - d. h.: möglichst viel Beton und Erdbewegungen - zu legen", heißt es [[2016]] vom Naturschutzbund. Gegen die wasserrechtliche Bewilligung hat der Naturschutzbund [[2019]] Beschwerde eingelegt. Das von der WLV ausgearbeitete Projekt verschlinge 800 Kubikmeter Beton und verursache 800 Tonnen CO2, sagte der Naturschutzbundchef im März [[2020]] den [[Salzburger Nachrichten]]. Eine "schonendere" Variante lehnten allerdings die betroffenen Grundbesitzer ab. Das [[Landesverwaltungsgericht]] urteilte im Mai 2020 und wies die Beschwerde des Naturschutzbundes als unbegründet ab. Die Stadt Hallein plante einen Baustart mit September 2020, doch der Naturschutzbund legte beim Verwaltungsgerichtshof in Wien Beschwerde ein.
 
Genau dieses "Betonbauwerk" stört den [[Salzburger Naturschutzbund|Naturschutzbund]] - man plädiert dafür, "natürlich vorhandene Retentionsflächen zu nutzen". Das ganze sei zu überdimensioniert. "Der Hochwasserschutz von Hallein ist sicher eine vordringliche Angelegenheit und muss errichtet werden. Aber die Mittel und Methoden, die nunmehr von der Stadt Hallein und der WLV dazu vorgesehen sind, entsprechen einem antiquierten Konzept und berücksichtigen die modernen wissenschaftlichen Erkenntnisse über ein Zusammenwirken mehrerer Faktoren des Hochwasserschutzes zu wenig. Augenscheinlich geht es darum, das Hauptaugenmerk auch im Kothbach auf bewährte Mittel der Vergangenheit - d. h.: möglichst viel Beton und Erdbewegungen - zu legen", heißt es [[2016]] vom Naturschutzbund. Gegen die wasserrechtliche Bewilligung hat der Naturschutzbund [[2019]] Beschwerde eingelegt. Das von der WLV ausgearbeitete Projekt verschlinge 800 Kubikmeter Beton und verursache 800 Tonnen CO2, sagte der Naturschutzbundchef im März [[2020]] den [[Salzburger Nachrichten]]. Eine "schonendere" Variante lehnten allerdings die betroffenen Grundbesitzer ab. Das [[Landesverwaltungsgericht]] urteilte im Mai 2020 und wies die Beschwerde des Naturschutzbundes als unbegründet ab. Die Stadt Hallein plante einen Baustart mit September 2020, doch der Naturschutzbund legte beim Verwaltungsgerichtshof in Wien Beschwerde ein.
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<!--Textbeispiel: * Max Mustermann: Die Legende vom lebenden Fluss. Verlag Heimatverlag, Salzburg 2003, ISBN 3-08152345-2-8-->
 
<!--Textbeispiel: * Max Mustermann: Die Legende vom lebenden Fluss. Verlag Heimatverlag, Salzburg 2003, ISBN 3-08152345-2-8-->
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== Quellen ==  
 
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*[https://www.openstreetmap.org/relation/86630#map=16/47.6764/13.0941  www.openstreetmap.org]
 
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