3.663 Bytes hinzugefügt
, 09:50, 29. Jun. 2023
Das '''Sportresort Alpenblick''' ist ein vier-Sterne-superior-Sporthotel in der [[Pinzgau]]er Bezirkshauptstadt [[Zell am See]].
== Geschichte ==
Fährt man vom Zeller Zentrum nach Süden trifft man bei der Einfahrt von [[Schüttdorf]] auf das moderne Sportresort Alpenblick mit 95 Zimmern und großem Wellnessbereich. Seit [[1939]] gehört das Haus der Familie Segl. Auf Anhieb würde man nicht vermuten, dass die Gastwirtschaft hier eine mehr als 500-jährige Tradition hat und dass der gegenüberliegende Bahnhof Tischlerhäusl der [[Pinzgauer Lokalbahn]] nach dem Gasthof benannt wurde.
Die ältesten Belege für eine Wirts[[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#G|gerechtsame]], also das Recht zum Ausschank, im Häusl am Vormoos reichen bis [[1493]] zurück. Der Begriff Vormoos deutet darauf hin, dass Schüttdorf ein Sumpf war. Der Wasserstand des [[Zeller See (Pinzgau)|Sees]] war teilweise höher. Anders als heute reichte er fast bis zum Gasthof und zur Straße heran. Schon im [[16. Jahrhundert]] bürgerte sich der Begriff Tischlerhäusl ein, weil unter den ersten Eigentümern Tischler waren. In der Folge wechselten sie oft.
Zum Gasthaus gehörten früher auch eine [[Landwirtschaft]], eine Kapelle, eine [[Kegelbahn]] und ein Schießstand. Der [[Brunnen]] neben der Kapelle soll ein bei Augenleiden heilsames Wasser gespendet haben, das die Zeller gerne nutzten. Als [[1898]] die Pinzgaubahn eröffnet wurde, benannte man eine Bahnstation nach dem nahen Wirtshaus Tischlerhäusl. [[1928]] [[Brände (Geschichte)|brannte]] das Wirtshaus ab. Beim Neubau verschuldeten sich die Eigentümer zu stark und das Haus fiel nach dem Konkurs an die Sparkasse Steyr.
Von der pachteten es [[1937]] Charlotte Geiger und Rudolf Lechner. Charlotte war eine uneheliche Wirtstochter aus Landeck, damals 42 Jahre alt, geschieden und Mutter von drei Kindern. Rudolf war zehn Jahre jünger und stammte aus [[Wald im Pinzgau]]. Beide hatten sie [[1935]] und [[1936]] in der Gastronomie in Zell am See gearbeitet, wo sie sich kennenlernten. [[1939]] heirateten sie und kauften das Tischlerhäusl. Mit einer Erbschaft von 15.000 [[Schilling]] von Charlottes Familie konnten sie nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] die Schulden zahlen und weitere Flächen erwerben. Ein Gulasch kostetet damals 60 Groschen im Tischlerhäusl. Wertvolle Lebensmittel wie Rosinen lagerte Charlotte in einem eigenen Kammerl. Wenn die Küche sie brauchte, musste jemand zur Chefin gehen.
Charlottes zwei Söhne fielen im Krieg. So trat ihre Tochter Carla in ihre Fußstapfen. Die heiratete den oberösterreichischen Holzhändler Georg Segl, der [[1946]] wegen eines Reifenplatzers an seinem Motorrad im Tischlerhäusl strandete und so Carla kennenlernte.
In den [[1950er]]-Jahren ging es mit dem [[Fremdenverkehr]] steil bergauf. Vorher war das Tischlerhäusl ein Wirtshaus für Einheimische und Vertreter mit 25 Betten. [[1956]] wurde es in Alpenblick umbenannt, vor allem, um im Telefonbuch weiter vorne aufzuscheinen. Anfang der [[1970er]]-Jahre startete schließlich der erste große Ausbau auf dem Weg zum 4-Sterne-Superior-Hotel.
== Weblink ==
{{homepage|https://www.alpenblick.at}}
== Quelle ==
* [https://www.sn.at/kolumne/geschaefte-und-geschichte/leben-und-arbeiten-fuer-die-gaeste-141104725 www.sn.at], 27. Juni 2023: "Leben und arbeiten für die Gäste"
{{SORTIERUNG: Alpenblick, Sportresort}}
[[Kategorie:Wirtschaft]]
[[Kategorie:Tourismus]]
[[Kategorie:Unternehmen]]
[[Kategorie:Übernachtung]]
[[Kategorie:Gastronomie]]
[[Kategorie:Gaststätten und Restaurants]]
[[Kategorie:Hotel]]
[[Kategorie:Vier Stern]]
[[Kategorie:Pinzgau]]
[[Kategorie:Zell am See]]