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[[Datei:2023_05_27_Franziskischlössl_Kapuzinerberg_vom_Hauptbahnhof.jpg|thumb|Das Franziski-Schlössl von Nordwesten gesehen.]]
 
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[[Datei:Uebersichtsplan kapuzinerberg1.jpg|thumb|Übersichtskarte des Kapuzinerberges]]
 
[[Datei:Uebersichtsplan kapuzinerberg1.jpg|thumb|Übersichtskarte des Kapuzinerberges]]
Das '''Franziski-Schlössl''' befindet sich am nordöstlichen Rand der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]] auf dem [[Kapuzinerberg]] auf 630 [[m ü. A.]] und liegt östlich unweit des höchsten Punktes des Berges (640 m ü. A.).
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Das '''Franziski-Schlössl''' befindet sich am nordöstlichen Rand des Grünraumes der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]] auf dem [[Kapuzinerberg]] auf 630 [[m ü. A.]] und liegt östlich unweit des höchsten Punktes des Berges (640 m ü. A.).
    
== Zusammenfassende Geschichte ==
 
== Zusammenfassende Geschichte ==
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==Das Schlösschen im Dreißigjährigen Krieg==
 
==Das Schlösschen im Dreißigjährigen Krieg==
 
Über dem Schlossportal finden sich auf einer rosafarbenen Marmortafel untern einem Relief des stigmatisierten im Gebet knienden Hl. Franziskus und dem Wappen des Fürsterzbischofs folgende Worte:  
 
Über dem Schlossportal finden sich auf einer rosafarbenen Marmortafel untern einem Relief des stigmatisierten im Gebet knienden Hl. Franziskus und dem Wappen des Fürsterzbischofs folgende Worte:  
COELO PROPITIO PARIS COMES LODRONIUS ARCHIEP(IS¬COP)US SALISBURGENSIS UT SATIS PROCULO A MOENIBUS REPULSO DISCRIMINE, CIVES SUOS PACE TEGERET AETERNIORE CASTELLUM HOC, QUA URBI, QUA TOTI VICINIAE CUSTODEL(L)AM EREXIT D(OMINE) FRANCISCO, MAGNO COELITI SACRUM ANNO DOMI¬NICO MDCXXIX  
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COELO PROPITIO PARIS COMES LODRONIUS ARCHIEP(IS¬COP)US SALISBURGENSIS UT SATIS PROCULO A MOENIBUS REPULSO DISCRIMINE, CIVES SUOS PACE TEGERET AETERNIORE CASTELLUM HOC, QUA URBI, QUA TOTI VICINIAE CUSTODEL(L)AM EREXIT D(OMINE) FRANCISCO, MAGNO COELITI SACRUM ANNO DOMINICO MDCXXIX  
    
Übersetzung: Der gnädige Himmel gewährte, dass Paris Graf Lodron, Erzbischof zu Salzburg dieses Schloss als Schutz für die Stadt und die ganze Umgebung erbaute, damit er seinen Bürgern den ewigen Frieden erhalte (genauer dem „mehr als ewigen“, also dem ewigeren Frieden), weil durch die umgebende Mauer die Gefahr genügend fern gehalten werden kann, zu Ehren des Heiligen Franziskus und als Opfer für den großen Himmel im Jahr des Herrn 1629.  
 
Übersetzung: Der gnädige Himmel gewährte, dass Paris Graf Lodron, Erzbischof zu Salzburg dieses Schloss als Schutz für die Stadt und die ganze Umgebung erbaute, damit er seinen Bürgern den ewigen Frieden erhalte (genauer dem „mehr als ewigen“, also dem ewigeren Frieden), weil durch die umgebende Mauer die Gefahr genügend fern gehalten werden kann, zu Ehren des Heiligen Franziskus und als Opfer für den großen Himmel im Jahr des Herrn 1629.  
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{{Geschichte (Josef Eder)}}
 
{{Geschichte (Josef Eder)}}
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Vor dem Wehrbau befindet sich ein aus dem Felsen herausgearbeiteter Graben, über den ehemals eine Zugbrücke führte. Gegen Nordosten, hinter dem Gebäude, wurde tieferliegend ein Zwinger mit Brustmauer und zwei Wachttürmen angelegt. Das Franziski-Schlössl hat, von der Bastei aus zugänglich, drei große Felsenkeller und auf der Bastei selbst eine in den Felsen gesprengte Zisterne, sowie einen im [[19. Jahrhundert|19.]] und [[20. Jahrhundert]] als Küchenanbau genutzten Teil. Von der Bastei führt eine steinerne Stiege mit hübschem schmiedeeisernen Geländer zum Obergeschoß (von Westen aus gesehen Erdgeschoß), in dem sich eine große Vorhalle mit einem offenen Kamin befindet. Zu beiden Seiten schließen kleine Wohnungen an, in denen zu erzbischöflichen Zeiten die Dienerschaft wohnte, heute zum Teil als Gastlokal benützt. Gegen die östliche Wehrmauer war ein Stall und im ersten Stock befand sich die Fürstenwohnung mit einer hübschen Hauskapelle unter­gebracht.<ref>[[Josef Eder (Baumeister)|Josef Eder]]: ''Zum Dreihundertjährigen Bestande des Franziskischlössls'' [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19290413&query=%22Eder%22&seite=4 ANNO], "[[Salzburger Chronik]]", 13. April 1929, Seite 4</ref>
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Vor dem Wehrbau befindet sich ein aus dem Felsen herausgearbeiteter Graben, über den ehemals eine Zugbrücke führte. Gegen Nordosten, hinter dem Gebäude, wurde tieferliegend ein Zwinger (besser: eine Bastei) mit Brustmauer und zwei Wachttürmen (besser: Gaffen bzw. Aussichtstürmchen) angelegt. Das Franziski-Schlössl hat, von der Bastei aus zugänglich, drei große Felsenkeller und auf der Bastei selbst eine in den Felsen gesprengte Zisterne, sowie einen im [[19. Jahrhundert|19.]] und [[20. Jahrhundert]] als Küchenanbau genutzten Teil. Von der Bastei führt eine steinerne Stiege mit hübschem schmiedeeisernen Geländer zum Obergeschoß (von Westen aus gesehen Erdgeschoß), in dem sich eine große Vorhalle mit einem offenen Kamin befindet. Zu beiden Seiten schließen kleine Wohnungen an, in denen zu erzbischöflichen Zeiten die Dienerschaft wohnte, heute zum Teil als Gastlokal benützt. Gegen die östliche Wehrmauer war ein Stall und im ersten Stock befand sich die Fürstenwohnung mit einer hübschen Hauskapelle unter­gebracht.<ref>[[Josef Eder (Baumeister)|Josef Eder]]: ''Zum Dreihundertjährigen Bestande des Franziskischlössls'' [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19290413&query=%22Eder%22&seite=4 ANNO], "[[Salzburger Chronik]]", 13. April 1929, Seite 4</ref>
    
Am Schlössl außen über dem Haupttor ist eine marmorne Tafel mit dem [[Wappen der Grafen Lodron|Lodron'sche Wappen]] mit einer lateinischen Inschrift angebracht. Darüber gesetzt wurde das [[marmor]]ne Vollrelief des heiligen Franziskus.
 
Am Schlössl außen über dem Haupttor ist eine marmorne Tafel mit dem [[Wappen der Grafen Lodron|Lodron'sche Wappen]] mit einer lateinischen Inschrift angebracht. Darüber gesetzt wurde das [[marmor]]ne Vollrelief des heiligen Franziskus.
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