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| − | [[Datei:Ruckser-Giebisch Haslauer 2017.jpg|mini|2017: [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior]] gratulierte Gertraud Ruckser-Giebisch zum "80er"]]'''Gertraud Ruckser-Giebisch''' (* [[8. August]] [[1937]]) ist eine Salzburger Gastronomin und Mäzenin. | + | [[Datei:Ruckser-Giebisch Haslauer 2017.jpg|mini|2017: [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior]] gratulierte Gertraud Ruckser-Giebisch zum "80er"]] |
| | + | [[Datei:Zenzmaier Ruckser-Giebisch Schellhorn.jpg|thumb|2022: [[Josef Zenzmaier]] erhält den [[Gertraud Ruckser-Giebisch-Preis]]. [[Landeshauptmann-Stellvertreter]] [[Heinrich Schellhorn]] beim Besuch in Atelier des aus [[Kuchl]] stammenden Künstlers [[Josef Zenzmaier]], v.l. Josef Zenzmaier, Gertraud Ruckser-Giebisch, LHStv. Heinrich Schellhorn.]] |
| | + | '''Gertraud Ruckser-Giebisch''' (* [[8. August]] [[1937]]) ist eine Salzburger Gastronomin und Mäzenin. |
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| | == Mäzenin == | | == Mäzenin == |
| − | Gertraud Ruckser-Giebisch stiftete eine Million Euro aus ihrem Vermögen der [[Pro Salzburg Stiftung]]. Ruckser-Giebisch förderte Kinder- und Sozialprojekte, Salzburger für Salzburg, den [[Die Zauberflöte|Zauberflöten]]-Spielplatz im [[Mirabellgarten]] bis hin zu Ferienaktion "100 Mal Meer" in ihren eigenen Hotels in [[Saalbach]] und Jesolo, Venetien ([[Italien]]). | + | Gertraud Ruckser-Giebisch stiftete eine Million Euro aus ihrem Vermögen der [[Landeskulturstiftung Pro Salzburg]]. Ruckser-Giebisch förderte Kinder- und Sozialprojekte, Salzburger für Salzburg, den [[Zauberflötenspielplatz]] im [[Mirabellgarten]] bis hin zu Ferienaktion "100 Mal Meer" in ihren eigenen Hotels in [[Saalbach]] und Jesolo, [[Venetien]] ([[Italien]]). |
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| − | Sie ist auch Sponsorin der [[Paracelsus Medizinische Privatuniversität|Paracelsus Medizinischen Privatuniversität]] und der 2006 ins Leben gerufenen Landeskulturstiftung "Pro Salzburg", einer Initiative, die sich insbesondere der Kinder- und Jugendförderung annimmt. Bei der Stiftungsgründung 2006 war eine Bedingung, dass [[Landeshauptmann#Salzburger Landeshauptleute in der II. Republik (seit 1945)|Landeshauptfrau]] [[Gabi Burgstaller]] und [[David Brenner]] im Stiftungsbeirat vertreten sein müssen. So könnten Ruckser und Burgstaller alle wohltätigen Aktionen werbewirksam in der Öffentlichkeit vertreten. Im Jänner 2012 teilte Burgstaller aber Ruckser mit, sie müsse sich aus der Stiftung zurückziehen. Hintergrund waren die Prozesse um den [[Osterfestspiele Skandal 2010]]. | + | Sie ist auch Sponsorin der [[Paracelsus Medizinische Privatuniversität|Paracelsus Medizinischen Privatuniversität]] und der [[2006]] ins Leben gerufenen [[Landeskulturstiftung Pro Salzburg|Landeskulturstiftung "Pro Salzburg"]], einer Initiative, die sich insbesondere der Kinder- und Jugendförderung annimmt. Bei der Stiftungsgründung 2006 war eine Bedingung, dass [[Landeshauptmann#Salzburger Landeshauptleute in der II. Republik (seit 1945)|Landeshauptfrau]] [[Gabi Burgstaller]] und [[David Brenner]] im Stiftungsbeirat vertreten sein müssen. So könnten Ruckser und Burgstaller alle wohltätigen Aktionen werbewirksam in der Öffentlichkeit vertreten. Im Jänner 2012 teilte Burgstaller aber Ruckser mit, sie müsse sich aus der Stiftung zurückziehen. Hintergrund waren die Prozesse um den [[Osterfestspiele Skandal 2010]]. |
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| | [[2018]] gab Ruckser-Giebisch eine weitere Spende in der Höhe von 375.000 Euro an die Pro Salzburg Landesstiftung. | | [[2018]] gab Ruckser-Giebisch eine weitere Spende in der Höhe von 375.000 Euro an die Pro Salzburg Landesstiftung. |
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| | == Land Salzburg droht Mäzenin mit Klage == | | == Land Salzburg droht Mäzenin mit Klage == |
| − | Zwar wollte man die Affäre ''unter der Decke'' halten, doch gelangte Ende Jänner 2012 der Streit an die Öffentlichkeit. {{PAGENAME}} hatte 2008 das [[Café Posthof]] im Salzburger [[Kaiviertel]] als Pächterin übernommen. Im Gebäude, in dem sich der Posthof befindet, verbrachte Ruckser ihre Kindheit. Das Traditionscafé befand sich jedoch bei Übernahme in einem erbärmlichen Zustand. "''40 Jahre hatte man nichts mehr investiert, die Lüftung, die Heizung, alte Bleileitungen und Schaltkästen aus dem Jahre Schnee, die Möbel, die Geräte, alles war zum Wegschmeißen. Ich musste einen Fettabscheider einbauen, es gab nicht einmal Pläne für den Gastgarten''" schilderte {{PAGENAME}} der Quelle<ref>Quelle [[Salzburger Fenster]], Ausgabe 4/2012</ref> gegenüber die damalige Situation. Die Sanierungskosten explodierten dann auf 1,5 Millionen Euro, nicht zuletzt wegen der Auflagen vom [[Magistrat Salzburg]], wobei der letzten Auflagenbescheid aus dem Jahr 1972 stammte. | + | Zwar wollte man die Affäre ''unter der Decke'' halten, doch gelangte Ende Jänner 2012 der Streit an die Öffentlichkeit. Gertraud Ruckser-Giebisch hatte 2008 das [[Café Posthof]] im Salzburger [[Kaiviertel]] als Pächterin übernommen. Im Gebäude, in dem sich der Posthof befindet, verbrachte Ruckser ihre Kindheit. Das Traditionscafé befand sich jedoch bei Übernahme in einem erbärmlichen Zustand. "''40 Jahre hatte man nichts mehr investiert, die Lüftung, die Heizung, alte Bleileitungen und Schaltkästen aus dem Jahre Schnee, die Möbel, die Geräte, alles war zum Wegschmeißen. Ich musste einen Fettabscheider einbauen, es gab nicht einmal Pläne für den Gastgarten''" schilderte Gertraud Ruckser-Giebisch der Quelle<ref>Quelle [[Salzburger Fenster]], Ausgabe 4/2012</ref> gegenüber die damalige Situation. Die Sanierungskosten explodierten dann auf 1,5 Millionen Euro, nicht zuletzt wegen der Auflagen vom [[Magistrat Salzburg]], wobei der letzten Auflagenbescheid aus dem Jahr 1972 stammte. |
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| | Zunächst zahlte Ruckser 3.000 Euro monatliche Pacht, doch bald stieg die Pacht auf monatlich 6.000 Euro. Der Vorpächter indessen hatte lediglich einen Bagatellbetrag an Pacht bezahlt. Im Jänner 2012 wurde dann bekannt, dass Ruckser mit 100.000 Euro Pacht in Rückstand sei, weil sie dem Land ihrerseits eine Forderung über 500.000 Euro in Rechnung gestellt hatte - den Anteil des Landes für die Sanierung des heruntergekommenen Lokals. Dann standen beide Parteien kurz vor einem Rechtsstreit. Dies bestätigte der damalige Landesfinanzchef [[Eduard Paulus]]. | | Zunächst zahlte Ruckser 3.000 Euro monatliche Pacht, doch bald stieg die Pacht auf monatlich 6.000 Euro. Der Vorpächter indessen hatte lediglich einen Bagatellbetrag an Pacht bezahlt. Im Jänner 2012 wurde dann bekannt, dass Ruckser mit 100.000 Euro Pacht in Rückstand sei, weil sie dem Land ihrerseits eine Forderung über 500.000 Euro in Rechnung gestellt hatte - den Anteil des Landes für die Sanierung des heruntergekommenen Lokals. Dann standen beide Parteien kurz vor einem Rechtsstreit. Dies bestätigte der damalige Landesfinanzchef [[Eduard Paulus]]. |