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==Geschichte==
 
==Geschichte==
 
=== Erste Hinweise ===
 
=== Erste Hinweise ===
Der erste Hinweis auf die Nutzung der bekannten [[Gasteiner Thermalquellen]] findet sich bereits in dem aus dem Jahr [[1230]] stammenden Badegedicht "''Die Graserin in der Gastein''" des für die mittelhochdeutsche Literatur bedeutsamen Dichters Neidhart von Reuental. Die älteste sichere Darstellung einer medizinischen Nutzung der [[Heilquellen]] stammt aus dem Jahr [[1350]].
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Der erste Hinweis auf die Nutzung der bekannten [[Gasteiner Thermalquellen]] findet sich bereits in dem aus dem Jahr [[1230]] stammenden Badegedicht "Die Graserin in der Gastein" des für die mittelhochdeutsche Literatur bedeutsamen Dichters Neidhart von Reuental. Die älteste sichere Darstellung einer medizinischen Nutzung der [[Heilquellen]] stammt aus dem Jahr [[1350]].
    
Im Laufe der Geschichte und vor allem durch die Entwicklung von [[Bad Gastein]] zum [[Kurort|Kur-]] und Badeort wurde das [[Gasteinertal]] von vielen berühmten Gästen besucht. Dazu gehören unter anderem Kaiser [[Friedrich III.]] im [[15. Jahrhundert]] und der bekannte Arzt [[Paracelsus]] im [[16. Jahrhundert]].  
 
Im Laufe der Geschichte und vor allem durch die Entwicklung von [[Bad Gastein]] zum [[Kurort|Kur-]] und Badeort wurde das [[Gasteinertal]] von vielen berühmten Gästen besucht. Dazu gehören unter anderem Kaiser [[Friedrich III.]] im [[15. Jahrhundert]] und der bekannte Arzt [[Paracelsus]] im [[16. Jahrhundert]].  
    
=== 15. Jahrhundert ===
 
=== 15. Jahrhundert ===
Als [[Konrad Strochner]], [[Pfleger]] in der [[Burg Klammstein]], Landrichter und Wechsler in Gastein am [[25. Februar]] [[1489]] unverheiratet und kinderlos starb, bestimmte er in seinem Testament ein Vermögen von 1.300 [[Gulden]] zur Errichtung eines ''"Armenpadt"'' in Gastein. Die drei Testamentskuratoren, darunter sein jüngerer Bruder [[Hans Strochner]], Pfleger in Gastein, gewilligte - wie später im [[Stiftung Kurtherme Badehospiz Bad Gastein Bad Gastein|Stiftsbrief]] [[1496]] dargelegt – weitere 1.300 Gulden und sie kauften im Jahre [[1489]] zunächst um 380 Gulden die ''Mitterwirt-Taferne'' am [[Mühlbachgraben]] mit dem darunter gelegenen "Mitter-Bad". Diese Gebäude bildeten das erste "[[Armenbadspital in Wildbadgastein|Armenpadt]]", gelegen etwas nördlich der [[Pfarrkirche Hll. Primus und Felizian|Preimskirche]] - die den hl. Primus und hl. Felizian gewidmet ist.  
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Als [[Konrad Strochner]], [[Pfleger]] in der [[Burg Klammstein]], Landrichter und Wechsler in Gastein am [[25. Februar]] [[1489]] unverheiratet und kinderlos starb, bestimmte er in seinem Testament ein Vermögen von 1.300 [[Gulden]] zur Errichtung eines "Armenpadt" in Gastein. Die drei Testamentskuratoren, darunter sein jüngerer Bruder Hans Strochner, Pfleger in Gastein, gewilligte - wie später im [[Stiftung Kurtherme Badehospiz Bad Gastein|Stiftsbrief]] [[1496]] dargelegt – weitere 1.300 Gulden und sie kauften im Jahre [[1489]] zunächst um 380 Gulden die ''Mitterwirt-Taferne'' am Mühlbachgraben mit dem darunter gelegenen "Mitter-Bad". Diese Gebäude bildeten das erste "[[Armenbadspital in Wildbadgastein|Armenpadt]]", gelegen etwas nördlich der [[Pfarrkirche Hll. Primus und Felizian|Preimskirche]] - die den hl. Primus und hl. Felizian gewidmet ist.  
    
=== 17. Jahrhundert ===
 
=== 17. Jahrhundert ===
Alle diese Gebäude, sämtliche in [[Holz]]bau, sind auf der ältesten Darstellung von [[Wildbad Gastein]] (eine alte Bezeichnung von Bad Gastein) in  der [[Historia Salisburgensis]] von [[Josef Metzger]], entstanden [[1692]], auf einem Kupferstich von [[Johann Friedrich Beretti|Johann Friedrich Pereth]], um [[1690]], dargestellt, der  im [[Salzburg Museum]] (Inv. Nr. 2043/49) zu sehen ist. Der Untertitel dazu lautet:  
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Alle diese Gebäude, sämtliche in [[Holz]]bau, sind auf der ältesten Darstellung von [[Wildbad Gastein]] (eine alte Bezeichnung von Bad Gastein) in  der "Historia Salisburgensis" von Josef Metzger, entstanden [[1692]], auf einem Kupferstich von [[Johann Friedrich Beretti|Johann Friedrich Pereth]], um [[1690]], dargestellt, der  im [[Salzburg Museum]] (Inv. Nr. 2043/49) zu sehen ist. Der Untertitel dazu lautet:  
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"''Eigentliche Abbildung und Prospect des weitberühmbt=auch haylsam= und warmen Gasteiner=Wild=Bads im Ertz=Stüfft Salzburg''"  
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"Eigentliche Abbildung und Prospect des weitberühmbt=auch haylsam= und warmen Gasteiner=Wild=Bads im Ertz=Stüfft Salzburg"  
    
''1. Der große Gastein Wasser=fall 2. Die Kirch S.S. Primi et Feliciani 3. Kirch S.Nicolai und Begräbnis 4. Das Hochfürst Bad 5. Herrn=Bad 6. Capucciner=Bad 7. Stiegen=Bad 8. Willa oder Krückhl=Bädl 9. Der Ursprung von dem bei sich selbst warmen Wild=Bad 10. Das Schneider=Bädl 11. Gemaine Bad 12. Mitter=Würth=Bad  13. Isaac=Bädl 14. Spital=Bad 15. Graben=Bad 16. Bach und Mühlhaus 17. Das Vicariat Haus.'' <ref>vergleiche Tafel 71 in [[Salzburg in alten Ansichten. Das Land.]]</ref>
 
''1. Der große Gastein Wasser=fall 2. Die Kirch S.S. Primi et Feliciani 3. Kirch S.Nicolai und Begräbnis 4. Das Hochfürst Bad 5. Herrn=Bad 6. Capucciner=Bad 7. Stiegen=Bad 8. Willa oder Krückhl=Bädl 9. Der Ursprung von dem bei sich selbst warmen Wild=Bad 10. Das Schneider=Bädl 11. Gemaine Bad 12. Mitter=Würth=Bad  13. Isaac=Bädl 14. Spital=Bad 15. Graben=Bad 16. Bach und Mühlhaus 17. Das Vicariat Haus.'' <ref>vergleiche Tafel 71 in [[Salzburg in alten Ansichten. Das Land.]]</ref>
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=== 18. Jahrhundert ===
 
=== 18. Jahrhundert ===
 
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Das Heilbad in [[Wildbad Gastein]] zeigt sich hundert Jahre später im wesentlichen unverändert, als es um [[1793]] auf einem handkolorierten Radierung von Carl Hempel nach einer Zeichnung von [[August Franz Heinrich von Naumann]] dargestellt wird, die im [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]] (Inv.Nr. 1812/49) zu sehen ist.<ref> vergleiche Tafel 73 in ''Salzburg in alten Ansichten. Das Land.''</ref> Naumann nimmt fast den gleichen Standort ein wie Pereth vor ihm, jedoch erweitert er seinen Blick und das Format auf die Berge, v.l.n.r. [[Gamskarkogel]], darunter Palfenwald, [[Graukogel]] und Palfenseekogel, darunter das enge Tal der [[Gasteiner Ache]].  
Das Heilbad in [[Wildbad Gastein]] zeigt sich hundert Jahre später im wesentlichen unverändert, als es um [[1793]] auf einem handkolorierten Radierung von [[Carl Hempel]] nach einer Zeichnung von [[August Franz Heinrich von Naumann]] dargestellt wird, die im [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]] (Inv.Nr. 1812/49) zu sehen ist.<ref> vergleiche Tafel 73 in ''Salzburg in alten Ansichten. Das Land.''</ref> Naumann nimmt fast den gleichen Standort ein wie Pereth vor ihm, jedoch erweitert er seinen Blick und das Format auf die Berge, v.l.n.r. [[Gamskarkogel]], darunter [[Palfenwald]], [[Graukogel]] und [[Palfenseekogel]], darunter das enge Tal der [[Gasteiner Ache]].  
      
An der Zahl der Häuser und an der Erscheinung des Ortes hat sich fast nichts verändert. Einzelne Gebäude sind fester und größer geworden, wie das [[Armenbadspital in Wildbadgastein|Armenbadespital]] oder das neu errichtete Hochfürstliche Bad, nun Hochfürstliches [[Badeschloss]], oberhalb des Cappucciner-Bades (heute [[Grandhotel Straubinger]]).
 
An der Zahl der Häuser und an der Erscheinung des Ortes hat sich fast nichts verändert. Einzelne Gebäude sind fester und größer geworden, wie das [[Armenbadspital in Wildbadgastein|Armenbadespital]] oder das neu errichtete Hochfürstliche Bad, nun Hochfürstliches [[Badeschloss]], oberhalb des Cappucciner-Bades (heute [[Grandhotel Straubinger]]).
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Im [[18. Jahrhundert]] stehen in Wildbachgastein nachweislich zwölf Bäder in Verwendung.
 
Im [[18. Jahrhundert]] stehen in Wildbachgastein nachweislich zwölf Bäder in Verwendung.
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[[1810]] erscheint das Buch: "''Das Gasteiner Tal und seine warmen Heilquellen im Salzburgischen Gebirge''", ein Taschenbuch für Reisende, insbesondere zum Nutzen und Vergnügen für Kurgäste Gastein´s, von [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld]] in der [[Verlag Anton Pustet|Mayr'sche Buchdruckerei]] in Salzburg. <ref>[https://books.google.at/books?id=tm0AAAAAcAAJ&pg=PA174-IA2&lpg=PA174-IA2&dq=mauterndorf+heilquelle&source=bl&ots=P6-6FNyQVa&sig=N2gMjPEQBQjBBzUxQnO5b2W0rlY&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwia2duup-TPAhWGWxQKHYqQCt4Q6AEIQTAH#v=onepage&q=mauterndorf%20heilquelle&f=false books.google.at]</ref> Es enthält die ersten physikalisch-chemischen Analysewerte und die erste medizinische Anwendungsbeschreibung über die [[Gasteiner Kur]].  
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[[1810]] erscheint das Buch: "Das Gasteiner Tal und seine warmen Heilquellen im Salzburgischen Gebirge", ein Taschenbuch für Reisende, insbesondere zum Nutzen und Vergnügen für Kurgäste Gastein´s, von [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld]] in der [[Verlag Anton Pustet|Mayr'sche Buchdruckerei]] in Salzburg. <ref>[https://books.google.at/books?id=tm0AAAAAcAAJ&pg=PA174-IA2&lpg=PA174-IA2&dq=mauterndorf+heilquelle&source=bl&ots=P6-6FNyQVa&sig=N2gMjPEQBQjBBzUxQnO5b2W0rlY&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwia2duup-TPAhWGWxQKHYqQCt4Q6AEIQTAH#v=onepage&q=mauterndorf%20heilquelle&f=false books.google.at]</ref> Es enthält die ersten physikalisch-chemischen Analysewerte und die erste medizinische Anwendungsbeschreibung über die [[Gasteiner Kur]].  
    
=== 19. Jahrhundert ===
 
=== 19. Jahrhundert ===
Die bekanntesten Gäste des [[19. Jahrhundert]]s waren Kaiser [[Franz Joseph I.]] und Kaiserin [[Elisabeth von Österreich]] sowie Kaiser [[Wilhelm I.]] von Deutschland und Fürst [[Otto von Bismarck| Otto von Bismarck]]. König [[Leopold II. von Belgien]], verursachte große Aufregung, als er [[1901]] in waghalsiger Fahrt zur Kur ins Gasteinertal mit eigenem Auto (!) reiste. Vom Salzach- ins Gasteinertal allerdings mussten Pferde vorgespannt werden.  
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Die bekanntesten Gäste des [[19. Jahrhundert]]s waren Kaiser [[Franz Joseph I.]] und Kaiserin [[Elisabeth von Österreich]] sowie Kaiser [[Wilhelm I.]] von Deutschland und Fürst [[Otto von Bismarck| Otto von Bismarck]]. König [[Leopold II. von Belgien]], verursachte große Aufregung, als er [[1901]] in waghalsiger Fahrt zur Kur ins Gasteinertal mit eigenem Auto (!) reiste. Vom Salzach- ins [[Gasteinertal]] allerdings mussten Pferde vorgespannt werden.  
    
Die ersten wesentlichen Impulse zur Entwicklung des modernen [[Alpinismus]] gab Erzherzog [[Johann von Österreich]], dessen Initiative u. a. die hochalpine [[Badgasteiner Hütte]] am Gipfel des Gamskarkogels zu verdanken ist. Ein weiterer Markstein in der Geschichte Gasteins war [[1904]] der Nachweis von Radongas im [[Gasteiner Thermalwasser]] durch die bekannte französische Chemikerin und Physikerin Marie Curie. Mit der Fertigstellung der [[Tauernbahn]] im Jahr 1909 begann allmählich das Einsetzen des Massentourismus der sich bis Mitte der [[1930er]] Jahre ausschließlich noch auf die Sommermonate beschränkte.
 
Die ersten wesentlichen Impulse zur Entwicklung des modernen [[Alpinismus]] gab Erzherzog [[Johann von Österreich]], dessen Initiative u. a. die hochalpine [[Badgasteiner Hütte]] am Gipfel des Gamskarkogels zu verdanken ist. Ein weiterer Markstein in der Geschichte Gasteins war [[1904]] der Nachweis von Radongas im [[Gasteiner Thermalwasser]] durch die bekannte französische Chemikerin und Physikerin Marie Curie. Mit der Fertigstellung der [[Tauernbahn]] im Jahr 1909 begann allmählich das Einsetzen des Massentourismus der sich bis Mitte der [[1930er]] Jahre ausschließlich noch auf die Sommermonate beschränkte.
    
=== 20. Jahrhundert ===
 
=== 20. Jahrhundert ===
Nach dem Zusammenbruch der [[Habsburgermonarchie]] dauerte es einige Jahre, bis das Gasteinertal wieder Treffpunkt der Gesellschaft wurde. Das Bild ''Saison in Gastein 1934'' zeigt in der linke Spalte von oben nach unten den Schriftsteller Somerset Maugham und Fräulein Maria Freyler, den bekannten ­Publizist Dr. Arthur Rundt spielt mit einem Eichhörn Eichhörnchen, ­Frau Weingartner-Studer, die Gattin des Dirigenten und den [[Landeshauptmann]] von Salzburg Dr. [[Franz Rehrl]]. Die rechte  Spalte von oben nach unten: Hedy Pfundmeyer, die bekannte ­ Solotänzerin der Wiener Staatsoper, den indischen Maharadscha Amarjil of Kapurthala mit seiner Gattin, den großen russischen Sänger und Schauspieler Fedor Schaljapin und Jushny, den berühmte Direktor des "Blauen Vogels".
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Nach dem Zusammenbruch der [[Habsburgermonarchie]] dauerte es einige Jahre, bis das Gasteinertal wieder Treffpunkt der Gesellschaft wurde. Das Bild "Saison in Gastein 1934" zeigt in der linke Spalte von oben nach unten den Schriftsteller Somerset Maugham und Fräulein Maria Freyler, den bekannten ­Publizist Dr. Arthur Rundt spielt mit einem Eichhörn Eichhörnchen, ­Frau Weingartner-Studer, die Gattin des Dirigenten und den [[Landeshauptmann]] von Salzburg Dr. [[Franz Rehrl]]. Die rechte  Spalte von oben nach unten: Hedy Pfundmeyer, die bekannte ­ Solotänzerin der Wiener Staatsoper, den indischen Maharadscha Amarjil of Kapurthala mit seiner Gattin, den großen russischen Sänger und Schauspieler Fedor Schaljapin und Jushny, den berühmte Direktor des "Blauen Vogels".
    
Erst im [[20. Jahrhundert]] werden die naturwissenschaftlichen, medizinischen und therapeutischen Grundlagen der Gasteiner Kur tatsächlich erkannt, erforscht und wissenschaftlich aufgearbeitet.
 
Erst im [[20. Jahrhundert]] werden die naturwissenschaftlichen, medizinischen und therapeutischen Grundlagen der Gasteiner Kur tatsächlich erkannt, erforscht und wissenschaftlich aufgearbeitet.
    
Die traditionelle und gleichermaßen zeitgemäße Gasteiner Kur basiert im wesentlichen auf:
 
Die traditionelle und gleichermaßen zeitgemäße Gasteiner Kur basiert im wesentlichen auf:
* dem radonhältigen<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Radon Wikipedia Radon]</ref> Kurmittel ([[Gasteiner Thermalquellen]], [[Gasteiner Heilstollen]])  
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* dem radonhältigen Kurmittel ([[Gasteiner Thermalquellen]], [[Gasteiner Heilstollen]])  
 
* dem Aufenthalt und der Bewegung in der so genannten ''Radonglocke'' in Höhenlage von 900 bis 1&nbsp;000 [[m ü. A.]].
 
* dem Aufenthalt und der Bewegung in der so genannten ''Radonglocke'' in Höhenlage von 900 bis 1&nbsp;000 [[m ü. A.]].
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Der [[Gasteiner Heilstollen]] (ursprünglich als ''Heilstollen Böckstein'' bezeichnet) ist ein 2600 m langer ehemaliger [[Goldbergbau|Stollen eines Goldbergwerkes]] im [[Naßfeldtal]], der seit [[1952]] als Therapiestation genutzt wird. Er befindet sich in [[Böckstein]]. Bei 37–42 °C Lufttemperatur im Stollen atmen die Patienten das Edelgas Radon ein, das vom Gestein abgegeben wird.
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Der [[Gasteiner Heilstollen]] (ursprünglich als ''Heilstollen Böckstein'' bezeichnet) ist ein 2&nbsp;600 m langer ehemaliger [[Goldbergbau|Stollen eines Goldbergwerkes]] im [[Naßfeld]], der seit [[1952]] als Therapiestation genutzt wird. Er befindet sich in [[Böckstein]]. Bei 37–42 °C Lufttemperatur im Stollen atmen die Patienten das Edelgas Radon ein, das vom Gestein abgegeben wird.
    
Einfahrt und Aufenthalt im Heilstollen dient zur Schmerztherapie von rheumatischer Beschwerden und entzündlicher Gewebserkrankungen.
 
Einfahrt und Aufenthalt im Heilstollen dient zur Schmerztherapie von rheumatischer Beschwerden und entzündlicher Gewebserkrankungen.
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Im [[Gasteiner Museum]] zeigt die [[Votivbild|Votiv]]<nowiki>scheibe</nowiki> von [[1759]], gestiftet von der Fürstin Porcia aus Anlass ihrer ''erfolgreichen'' Gasteiner Kur, u. a. in der Bildmitte eine typische Bade-Szenerie: in einer, mit einer barocken Ballustrade einfassten, viereckigen Badeanlage sitzt eine Badegesellschaft, bestehend aus einer älteren Dame (der Stifterin), die einen überdimensionalen Gehstock in die Höhe streckt, sowie sechs weiteren Frauen, die sich auf zwei im Wasser stehenden Spieltischen mit Schach und Karten die Zeit vertreiben.
 
Im [[Gasteiner Museum]] zeigt die [[Votivbild|Votiv]]<nowiki>scheibe</nowiki> von [[1759]], gestiftet von der Fürstin Porcia aus Anlass ihrer ''erfolgreichen'' Gasteiner Kur, u. a. in der Bildmitte eine typische Bade-Szenerie: in einer, mit einer barocken Ballustrade einfassten, viereckigen Badeanlage sitzt eine Badegesellschaft, bestehend aus einer älteren Dame (der Stifterin), die einen überdimensionalen Gehstock in die Höhe streckt, sowie sechs weiteren Frauen, die sich auf zwei im Wasser stehenden Spieltischen mit Schach und Karten die Zeit vertreiben.
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Darüber steht: "''Soll alhier in Baad geschossen sein / vivat! Siẏe Leben. Ruff: Groß und Klein.''"  
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Darüber steht: "Soll alhier in Baad geschossen sein / vivat! Siẏe Leben. Ruff: Groß und Klein."  
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Bei der Stifterin steht: "''Ich opfere hier den Hilfs-Stock auf und thue ihn fest anhefften. Wers will / der Schieß scharf drāf, Gott Lob ich bin beẏ Kräfften''"
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Bei der Stifterin steht: "Ich opfere hier den Hilfs-Stock auf und thue ihn fest anhefften. Wers will / der Schieß scharf drāf, Gott Lob ich bin beẏ Kräfften"
 
<ref>[https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=150x150:mode=crop:format=jpg/path/s2fc89180b0cd00f7/image/i34a45e8c57202836/version/1391434761/image.jpg Gasteiner Museum: Votivscheibe von 1759 (typische Bade-Szenerie)]</ref>   
 
<ref>[https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=150x150:mode=crop:format=jpg/path/s2fc89180b0cd00f7/image/i34a45e8c57202836/version/1391434761/image.jpg Gasteiner Museum: Votivscheibe von 1759 (typische Bade-Szenerie)]</ref>   
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== Literatur ==
 
== Literatur ==
* [[Fritz Gruber|Gruber, Fritz]]: [[Über 1000 Jahre Gastein - Gasteiner Mosaiksteine 2]]
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* [[Fritz Gruber|Gruber, Fritz]]: "[[Über 1000 Jahre Gastein - Gasteiner Mosaiksteine 2]]"
    
==Quellen==
 
==Quellen==